
Karlsbader Mitteilungsblatt
Redaktionelle Berichte |
350 Jahre Haus Conrath wird am Museumstag 20. Mai gefeiert
Eines der ältesten Häuser in Karlsbad-Langensteinbach feiert sich selbst und das Team welches es „ins Leben zurückgeholt" hat. Der Internationale Museumstag am 20. Mai 2012 ist für den Förderverein Haus Conrath der ideale Tag, dieses große Jubiläum zu feiern. Im Haus selbst, auf dem Pfarrhof, im Evangelischen Gemeindezentrum und im Gewölbekeller des Pfarrhauses in Langensteinbach wird an diesem Tag ein buntes Festprogramm stattfinden, zu dem nicht nur viele Ehrengäste, sondern auch die ganze Bevölkerung eingeladen ist. „Mir kommt es fast wie ein kleines Wunder vor, dass wir dieses Jubiläum feiern können" meint die heutige 1. Vorsitzende des Fördervereins, Doris Müller. Fast hätte das Haus Conrath diesen Jubiläumstag nicht mehr erlebt: Schließlich war es lange Zeit gar nicht sicher, ob das Haus, das zwar denkmalgeschützt, aber in einem völlig desolaten Zustand war, überhaupt erhalten werden konnte. Lange Zeit war unklar, ob sich eine Sanierung lohnen würde, ob sie finanziell zu verkraften sein würde und ob das Haus überhaupt einer sinnvollen Nutzung zugeführt werden könnte. Dem Engagement des 1996 durch Hansjörg Pfisterer gegründeten Fördervereins ist es zu verdanken, dass das Haus in Zusammenarbeit mit dem Eigentümer, der Evangelischen Kirchengemeinde Langensteinbach und mit der Unterstützung durch die Bevölkerung und Sponsoren gerettet werden konnte. „Die Finanzierung des Projektes war und ist eine ganz spannende Geschichte" meint Doris Müller. Seit nun 15 Jahren arbeitet der Förderverein ehrenamtlich für dieses Haus und ist Baukostenträger. „Wir haben von der Gemeinde, wie jeder Verein, einen Baukostenzuschuss erhalten, ebenso einen kleinen Zuschuss vom Denkmalamt, bei dem aber alle ehrenamtlichen Stunden gestrichen wurden, weil wir nicht Eigentümer des Hauses sind". Froh war der Förderverein auf die „Anschubfinanzierung" durch einen Beitrag der Karl und Hilde– Holzschuhstiftung und über den Zuschuss der Denkmalstiftung Baden-Württemberg. Seitdem muss der Förderverein aber alleine alle Anstrengungen aufbringen, um die finanziellen Verpflichtungen erfüllen zu können. Das sind die Miete für das Haus, mit dem die evangelischen Kirchengemeinde das Darlehen tilgt, das sie zur Sanierung des Hauses aufgenommen hat und die Raten für ein Darlehen, das der Förderverein selbst aufgenommen hat dazu kommen sämtliche Nebenkosten. „Wir haben damals ziemlich heftig darüber diskutiert, ob der Verein dieses Darlehen aufnehmen soll" meint Doris Müller und verweist darauf, dass die Anstrengungen für das Team dadurch nach wie vor immens sind.
Nachweis des Alters vom Haus durch Untersuchungen – kleines Schmuckstück
Wie kommt man auf das Alter des Hauses Conrath? Schließlich gibt es bedauerlicherweise keine schriftlichen Quellen, die das Alter oder die frühere Nutzung des Hauses klar belegen. Aber im Zuge der Diskussion, ob das Haus erhalten werden kann, wurde eine entsprechende Untersuchung durch das Architektenehepaar Robert Crowell und Barbara Kollia-Crowell durchgeführt. Ein Bestandteil dieser Untersuchung war die Auswertung von Holzproben in einer dendrochronologischen Untersuchung durch die Universität Hohenheim, die ergab, dass der Kernbau mit ziemlicher Sicherheit im Jahr 1662 errichtet wurde. „Die über 7500 ehrenamtlichen Arbeitsstunden bei der Sanierung haben sich gelohnt" meint Doris Müller. Heute ist das Haus Conrath das, was die Gründer des Fördervereins als Ziele festgelegt hatten: Ein Schmuckstück nahe des Ortseingangs von Langensteinbach, ein reges Kultur- und Begegnungszentrum für Alteingesessene und Zugezogene, für Junge und Alte und für Angehörige verschiedener Glaubensrichtungen. Grund genug, das respektable Alter des Hauses zu feiern. Begonnen werden wird das Jubiläum am Sonntag, den 20. Mai um 10 Uhr mit einem Dankgottesdienst in der Ludwigskirche. Es schließt sich um 11.30 Uhr ein Empfang im Evangelischen Gemeindezentrum in Langensteinbach an, zu der die Wegbegleiter der Sanierung und die Bevölkerung recht herzlich eingeladen sind. Im Anschluss an den Empfang serviert der Förderverein ein zünftiges Mittagessen, wie es in der Zeit der Sanierung auf dem Bau üblich war. Nachmittags gibt es Kaffee und Kuchen. Örtliche Vereine werden mit eigenen Darbietungen für Unterhaltung sorgen, im Haus Conrath und im Gewölbekeller des Pfarrhauses werden wir interessante Ausstellungen zur Geschichte und zur Sanierung des Hauses Conrath zeigen. Nähere Infos: www.haus-conrath.de
Programm 350 Jahre Haus Conrath - Sonntag 20. Mai 2012
Dankgottesdienst
Ev. Ludwigskirche Langensteinbach 10.00 Uhr
Empfang
Ev. Gemeindehaus Langensteinbach 11.30 Uhr
Mittagessen
Ev. Gemeindehaus Langensteinbach 12.30 Uhr
Kaffee und Kuchenbuffet 14.00 Uhr
Böhmische Musik
Leitung Joachim Becker 14.30 Uhr
Jazzband Gymnasium Karlsbad
Leitung Gabriele Kneiding 15.30 Uhr
Chor und Orchester
Grundschule Langensteinbach
Igor Dinger 16.00 Uhr
Schallmayer
Igor Dinger 16.30 Uhr
Ausstellungen: Im Haus Conrath und im Gewölbekeller des Pfarrhauses
Das Haus Conrath feiert 350jähriges Bestehen. Foto: privat
- Geschichtliches aus dem Ort, der Region und auch aus Europa -
Die Langensteinbacher Chronik aus dem Jahr 1912 schildert kurz aber treffend alte Begebenheiten, auch aus der Zeit um 1662. Diese Chronikschrift wurde ebenfalls von Gerhard Beutelspacher zur Verfügung gestellt.
1656:
Auf Anregung des deutschen Ordens kommt ein Kirchenvisitator von Speyer. In dem aufgenommenen Protokoll schreibt er: In Spielberg habe der Schultheiß Bittmann den verkauften Kelch zu ersetzen, an dem Pfarrhaus in Langensteinbach sind Reparaturen vorzunehmen und für die bevorstehende Kommunion ist dem Priester ein neues Ornat anzuschaffen. Die Barbarakapelle ist umzudecken und die ruinierten Wandgemälde vom Maler auszubessern.
1658:
Hans Kern und Friedrich Gegenheimer von Ittersbach sowie Heinrich und Martin Dietz von Spielberg werden wegen Wilddieberei nach Durlach abgeführt.- In diesem Jahr war so hoher Schnee und so große Kälte, daß man am Bodensee über die Rebpfähle ging und im Lande die Reben bis auf den Grund erfroren.
1661:
Am 14. Februar wurde im benachbarten Durlach eine Ratsmahlzeit gehalten wegen Erneuerung von Gericht und Rat. Es wurden durch Hof-, Kammer- und Rechnungsräte die Geistlichkeit, den Sekretär, Landschreiber, Amtskeller, Untervogt, Bürgermeister, Stadtschreiber, Gericht und Rat samt anderen dazu gehörenden Personen, wozu auch der Amtmann von Langensteinbach geladen war, an 4 Tischen verspeist: Zum ersen Gang Suppe und Fleisch, 4 Hühner in Meerettig, 4 Spansäue, 4 Pasteten, 4 wälsche Hahnen, Forellen, Grundeln gesotten und gebacken, Kraut und Fleisch, gebackene Fische, kleine Pasteten,4 Enten. Zum zweiten Gang kamen: 4 Gänse, 4 Kapaunen, Ganspfeffer, eingemachter Lummel, gesottene Hechte, Bratfische, 1 Hase, Bratwürste, Kalbsgebratenes, Zwetschgen, Torten, Gebackenes, gebratene Leber, - Kapern, Senf, Rotrüben, Käs, Konfekt etc. -- Diese Herren hatten wohl einen guten Appetit und gesunde Mägen!
1663:
schreibt Markgraf Friedrich einen herzlichen Brief an Amtmann Bürklin in Langensteinbach, daß er d.M. gegen die Türken ziehe, welche in Österreich stünden. Der Amtmann solle einstweilen sein Amt getreu und rechtschaffen verwalten, wie er es einst vor Gott verantworten könne. -- Es wird Erlaubnis erteilt zum Saitenspiel und der Maientänze.
1664:
Der Kirchenvisitator scheibt an Amtmann Joh. Gg. Siegwart: Es seien verschiedene Mängel im Pfarrhaus in Langensteinbach, die Barbara-Kirche sei zwar wieder eingerichtet, doch fehlen immer noch Stühle und alles Ornat. -- Offene Lichter werden in den Scheunen verboten.
1667:
Die Grenze vom Kammergut Steinich wurde vom Renevator Ernst Dennhofer aus Pforzheim geregelt. Die Grenze war bis dahin etwas ungenau und führte zu Irrungen und Streit.
1670:
Dem Amtmann Johann Kirnling wird befohlen, alle Namen der in Langensteinbach Fronbefreiten sofort nach Durlach einzusenden.
1675:
Nasser und kalter Sommer, im Herbst gefriert der Most in den Fässern, Schlitten und Herbstfuhren begegnen einander, Krankheiten, Teuerung, große Not und Armut.
Hildegard Ried

Der Steuerkreis zum Bürgerbeteiligungsprojekt Karlsbad 2020 trifft sich am Freitag, 25. Mai um 19:30 Uhr zu einer Sitzung im Bürgersaal des Neuen Rathauses in Karlsbad-Langensteinbach. Die Bevölkerung ist herzlich zur Teilnahme eingeladen.
Bürgermeister Rudi Knodel
Berufliches Bildungs- und Rehabilitationszentrum Karlsbad-Langensteinbach besteht seit 40 Jahren
Auch wenn die Einrichtung nicht immer im Rampenlicht steht, so arbeitet sie doch gut und engagiert. Das Berufliche Bildungs- und Rehabilitationszentrum Karlsbad-Langensteinbach (BBRZ) - eine Spezialeinrichtung zur Rehabilitation neurologisch und psychisch erkrankter Menschen – feiert in diesem Jahr das 40jährige Bestehen. Hauptaufgabe ist es, Menschen mit Handicap erfolgreich in Lohn und Brot zu bringen. „Bis zu 70 Prozent unserer Absolventen finden zurück in den Beruf", erklärt Thomas Windolf, Geschäftsführer des BBRZ. Neben beruflichen Qualifikationen und Trainings im kaufmännischen und technischen Bereich werden die IHK-Ausbildungen Bürokaufmann/frau und Industriekaufmann/frau sowie Fahrradmonteur/in und Zweiradmechaniker/in durchgeführt. Was im Jahr 1972 als Modellprojekt startete, ist heute ein hochspezialisiertes Rehabilitations-Unternehmen mit rund 80 Mitarbeitern, die Medizin, Therapie und berufliche Qualifikation bestmöglich miteinander verzahnen. Auf diese erfolgreiche Entwicklung wollen die Verantwortlichen des BBRZ mit geladenen Gästen anstoßen – auf einer für Ende November geplanten Feier. Dann soll auch ein Jubiläumsband mit Meilensteinen des Unternehmens erscheinen.

Das Berufliche Bildungs- und Rehabilitationszentrum in Karlsbad-Langensteinbach.

Ausbildung am Fahrrad. Fotos: BBRZ
Regionaler Schlaganfallschwerpunkt in Karlsbad-Langensteinbach
Das Regierungspräsidium Karlsruhe stuft die bestehende lokale Schlaganfallstation im SRH Klinikum Karlsbad-Langensteinbach nun neu als Regionalen Schwerpunkt ein. Diese Höherstufung einer Schlaganfallstation ist erstmals in Baden-Württemberg erfolgt. Damit trägt das Klinikum dem Versorgungskonzept für Schlaganfälle in Baden-Württemberg Rechnung. Dieser sieht den Ausbau und die Vernetzung von Schlaganfallstationen - den sogenannten Stroke Units - vor. Die häufigsten Folgen eines Schlaganfalls sind Lähmungen sowie Sprech- und Schluckstörungen, 10 Prozent der Patienten versterben auch heute noch an den Folgen eines erlittenen Schlaganfalls. Zur Vermeidung von bleibenden Schäden und Rettung des Lebens ist die schnellstmögliche medizinische Versorgung unabdingbar. "Bei der Versorgung von Schlaganfällen sind die ersten 3-4 Stunden entscheidend. Die Behandlungsergebnisse und -verläufe zeigen, dass der Zeitpunkt des Behandlungsbeginns nach den ersten Symptomen und der Behandlungserfolg in direkter Abhängigkeit stehen", so der Chefarzt der Abteilung Neurologie und Frührehabilitation am SRH Klinikum, Professor Michael Fetter. Für die optimale Versorgung von Schlaganfallpatienten verfügen Kliniken wie das Städtische Klinikum in Karlsruhe oder das SRH Klinikum Karlsbad-Langensteinbach über speziell ausgestattete Akutstationen - den Stroke Units. Sowohl die Versorgung im ärztlichen und pflegerischen Bereich als auch alle erforderlichen diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen bis hin zur Angiographie und lokalen Thrombolyse sind rund um die Uhr vorhanden. Auch eine Verlegung auf eine Intensivstation im Hause ist jederzeit möglich. Gleichzeitig besteht in diesen Häusern die Möglichkeit einer gefäßchirurgischen oder neurochirurgischen Intervention.
Am Donnerstag, 10. Mai konnte die Patchworkgruppe des Ortsvereins Langensteinbach bunte, selbst genähte Herzen mit eigens dafür angerfertigen Namensbändern und dem Logo KreisLandFrauen Verband Karlsruhe im Brustzentrum Karlsruhe-Rüppurr übergeben. Der KreisLandFrauenveband Karlsruhe beteiligt sich damit erfolgreich an der Aktion „Qualitätsoffensive Brustkrebs". Der LandFrauenVerband hat die Initiative 2001 ins Leben gerufen und schon einiges erreicht: Die Einführung des qualitätsgesicherten Mammographie-Screenings sowie den Ausbau der zertifizierten Brustzentren und telefonischen Beratungsdienste. Die gesundheitspolitischen Forderungen wurden mit kompetenten Kooperationspartnern weiter entwickelt. Professor Dr. med Rossmanith ließ es sich nicht nehmen, persönlich bei der Übergabe der Herzkissen dabei sein. Ebenso beteiligt waren die Kreisvorsitzende Ingrid Beele-Luppold, Geschäftsführerin Resi Parsch, die stellvertretende Vorsitzende Margret Danker sowie die Ortsvorsitzende aus Langensteinbach Margit Günzel und Karin Kloske, eine Näherin aus der Patchworkgruppe. Die Gruppe konnte auch einige Kissen direkt vor Ort an betroffene Frauen überreichen. Die nächst Aktion wird in Kürze im Brustzentrum der Fürst-Stirum-Klinik in Bruchsal starten. Mehr Infos zu der Aktion unter: www.landfrauen-bw.de
Foto: LandFrauen
Worldcup Bronze für die Schützin des Joes Archery Team
Anfang Mai war der Worldcup der Bogenschützen in Antalya. Dort traf sich die Bogensportelite aus der ganzen Welt. Innerhalb einer Woche wurden dort die besten Schützen der ganzen Welt ermittelt. Mit dabei die Bogensportlerin vom Joes Archery Bogensportgeschäft Karlsbad, Melanie Mikala. Schon in der Vorrunde, die 2 mal 36 Pfeile auf 50m geschossen wird, brachte Mikala ihre Konkurrenz zum schwitzen. Mit einem hervorragenden Ergebnis von 685 (von 720 Möglichen) setzte sich Melanie auf Platz 11. Im Finale hatte sie zuerst ein Freilos durch ihr gutes Vorrundenergebnis. Im 1/24 Finale traf sie dann gegen Montellano (MEX). Diese lässt sie mit viel Vorsprung hinter sich. Beim spannende 1/16 Finale gegen Longo (I) schossen beide ein Unentschieden mit 141 (von 150). Beim Stechen wird ein Pfeil geschossen, der entscheidet wer der Gewinner dieses Finale wird. Beide schossen eine 9. Jedoch war der Treffer der Italienerin besser. Mikala musste mit einem 17. Platz vom Schießfeld gehen. Über einen vierten Platz in der Vorrunde konnte sich die Nationalmannschaft Damen Compound (Mikala, Weihe, Berger) sehr freuen. Der Wettkampf ging jedoch noch weiter. Durch ihre gute Vorplatzierung hatten die Damen im 1/8 Finale ein Freilos. Im ¼ Finale lassen sie die Berufsschützen aus Frankreich mit 10 Ringen Vorsprung hinter sich stehen. Nur den Damen aus den USA waren sie unterlegen und verloren ihr Match. Jedoch war die Freude groß, da die Mannschaft am Sonntagnachmittag am Antalya Beach um Bronze schießen durfte. Die Aufregung war groß. Direkt am Stand von Antalya, ca. 40 Meter vom Meer entfern, duften die Damen zwischen Kameras, Fernsehen und Lifeübertragung um ihre Bronzemedaille kämpfen. Die klaren Favoriten dieses Finale waren die Russen. Doch Mikala, Weihe und Berger ließen sich nicht unterkriegen und schossen ein Unentschieden. Beim Stechen haben die Deutschen Damen mit ihren Pfeilen mitten in die zehn getroffen und konnten sich so den dritten Platz sichern. Die Siegerehrung fand leider ohne Melanie Mikala statt. Sie musste dringend zum Flugzeug, da die Langenalber Kindergartenkinder am Montagmorgen nicht auf ihre Erzieherin verzichten wollten. Die Medaille und der Mannschaftspokal werden ihr von einer Teamkollegin bei der Europameisterschaft, die Ende Mai in Amsterdam stattfindet, überreicht.

Aufgrund von Instandhaltungsarbeiten ist der Turm ab Montag, den 21.05.2012 bis einschließlich 28.06.2012 gesperrt. Wir bitten um Beachtung!
Wegen dem Feiertag Fronleichnam 7. Juni ist der Redaktionsschluss für das Mitteilungsblatt Nr. 23 früher. Statt Dienstag, 5. Juni ist der Redaktionsschluss in dieser Woche vorverlegt auf Montag, 4. Juni, 12.00 Uhr. Die Redaktion bittet um Beachtung.
Hendrik Ried als Schulleiter der Ittersbacher Grundschule in Amt eingeführt
Was für ein Willkommensgruß: „Hey, hallo, bonjour, guten Tag." Mit diesem volkstümlichen Lied begrüßten die Grundschüler am Freitag, 04. Mai ihren neuen Schulleiter Hendrik Ried bei dessen offizieller Amtseinführung. Seit September des vergangenen Jahres ist er in Ittersbach tätig und in diesen acht Monaten hätte er, so Lehrerin Birgit Kaeser, „frischen Wind ohne Gewachsenes wegzupusten" in die Schule gebracht. „Unser Versprechen am Motto: Miteinander stets mitzuarbeiten, das haben Sie." Diese Zusage machte auch Schulrat Alexander Lehrmann, der sich freute, dass die Lücke schnell geschlossen werden konnte. Eine Grundschule, die ihre Räumlichkeiten mit der Förderschule und dem Kindergarten teilt, hat ihre Tücken. Beim Thema Inklusion ist man, wie das Motto verdeutlicht, aber in der Schule angekommen. Seine dienstlichen Beurteilungen lassen den Schluss zu, dass Hendrik Ried ein positiver Gewinn für die Klassengemeinschaft und für das einzelne Individuum ist. Lehrmann erinnerte an Rieds Pädagogenlaufbahn, die ihn an die Verbandsschule im Biet, Neuhausen-Steinegg und an die Buckenbergschule Pforzheim führte. Wer dabei sich noch unter anderem als Mentor, Multimediaberater, Sicherheitsbeauftragter und Fachbereichsleiter Englisch und Ethik betätigt, der verfügt über die erforderlichen Fertigkeiten. Typisch Schulrat Lehrmann: Zaubern kann verblüffend, spannend und überraschend sein, wie seine Demonstration des Geldvermehrens zeigte, die besonders den Bürgermeister interessierte. Rhythmische Akzente setzten die Grundschüler mit ihrem Trommellied. Da durfte auch Boomwhackers nicht fehlen, so heißen die unterschiedlich großen bunt leuchtenden Plastikröhren.Beim Tanz Nostalgia war Schwung mit Bändern und Reifen angesagt. Auf die Jugendzeit des in Langensteinbach aufgewachsenen Hendrik Ried ging Bürgermeister Rudi Knodel ein und erinnerte daran, dass er ein Enkel des früheren Bürgermeisters Karl Ried ist. Mit dem Hinweis auf den großen Stellenwert, den Karlsbad auf seine Bildungseinrichtungen legt, sei es den kommunalen Entscheidungsträgern bei den Voraussetzungen für die „Personalie Rektor" leicht gefallen grünes Licht zu geben. Möge die Schule mit den „Veränderungswellen" den Weg beschreiten, der den Schülern im Miteinander am besten dient. Das Programm für Leitungsaufgaben stellte Schuldekan Thomas Schwarz unter Römer 12, Vers 15: Freut euch mit den Fröhlichen und trauert mit den Traurigen. Damit sei prägnant formuliert was personelle Kompetenz auszeichnet. Er gratulierte dem neuen Rektor zu seinem verantwortungsvollen Amt ebenso wie Elternbeirätin Susann Boos, geschäftsführende Schulleiterin Ulrike Frank und der örtliche Personalrat vom Staatlichen Schulamt Karlsruhe Johannes Ruckenbrod. „Lassen Sie unsere Zusammenarbeit und unsere gemeinsamen Aktivitäten fortführen, ermunterte Bärbel Becher, Schulleiterin der benachbarten Schwarzwaldschule (Förderschule) ihren neuen Kollegen. Dieses Miteinander boten auch Ittersbachs Pfarrer Fritz Kabbe und Maria Anna Fink von der Kernzeit an. Viele spannende Schuljahre wünschte ihrem Nachfolger die Amtsvorgängerin Gudrun Drollinger. Für den Fußballfan überreichte das Kollegium durch Stefanie Koch ein Euroshirt der Nationalelf. Schwarze Anzüge, schwarze Hüte und Sonnenbrillen, unzählige „Blues Brothers" brachten den Kultsong „Everybody Needs Somebody" zu Gehör. Und dann gab es für den Rektor, der seit einigen Jahren auf einen Rollstuhl angewiesen ist, einen eigens für ihn gestalteten „Feuerstuhl" sowie „Bilderketten" mit den Konterfeis aller 104 Schülerinnen und Schüler. Sichtlich beeindruckt vom bunten Programm, dankte Hendrik Ried allen Beteiligten und versprach das „Miteinander" in allen Facetten zu praktizieren.

V.l.n.r. Schulrat Alexander Lehrmann, Schulleiter Hendrik Ried (vorne), Ortsvortsteher Günter Metz und Bürgermeister Rudi Knodel.





„Miteinander" in allen Facetten bei der offiziellen Amtseinführung von Schulleiter Hendrik Ried. Fotos: Gemeinde Karlsbad
Firmengründer Gerhard Haux feierte 80. Geburtstag.
Großer Bahnhof bei Haux-Life-Support im Ittersbacher Industriegebiet „Stöckmädle". Das Unternehmen gilt als Weltmarktführer in den Spezialsegmenten der Produktion von hyberbaren Druckkammern für den medizinischen Bereich oder von Tieftauchanlagen sowie Tauchsimulatoren. Anlässlich des 80. Geburtstages des Firmengründers und noch immer Mitgeschäftsführers Gerhard Haux hatte die Firma zu einem großen Empfang mit Präsentation der Produktionsstätten in Ittersbach eingeladen.
Gerhard Haux zählt zu den Pionieren der Unterwassertechnik. Der gebürtige Heilbronner arbeitete nach seinem Studium zum Ingenieur für Feinmechanik lange Jahre im „Dräger-Werk" in Lübeck als Entwicklungsingenieur für Gas- und Staubschutzmasken, Kompressoren, Druckkammern und Tauchgeräten. Große Schlagzeilen machte er bereits in den 50er Jahren mit seinen Erfindungen, als er für das Tauchboot „Trieste" des berühmten französischen Unterwasserforschers Jacques Piccard das System zur Aufbereitung der Atemluft lieferte. Seine Handschrift trägt auch das Unterwasser-Labor „Helgoland", das erste deutsche Unterwasserhaus, das Ende der 60er Jahre zum Einsatz kam und heute im Deutschen Museum in Stralsund zu besichtigen ist. Der Jubilar machte sich 1977 selbständig und gründete ein Ingenieurbüro für Unterwasser-Systemtechnik. Paralell dazu wurde er Geschäftsführer beim U-Bootbauer Brucker Meerestechnik.
Im Jahre 1979 wurde schließlich „Haux-Life-Support" in Waldbronn gegründet. Bereits 1984 konnte der Unternehmer sein neues Bürogebäude mit Produktionshalle im Ittersbacher Gewerbegebiet „Stöckmädle" einweihen. Im Jahre 1993 folgte ein Erweiterungstrakt mit Schulungsräumen sowie Tauchbecken und Tauchsimulator und vor Kurzem hat Haux in der Nähe der Produktion im „Stöckmädle" ein auch optisch sehr gelungenes Innovations-Center errichtet.
Zu den Schwerpunkten des Geschäftsbereiches zählen die sogenannten HBO-Kammern. Diese hyberbaren Sauerstoffkammern werden zwischenzeitlich weltweit von Medizinern zur Behandlung von Problemwunden, Verbrennungen, Rauchgas- und Kohlenmonoxidvergiftungen eingesetzt.
Bereits seit Jahren hat der Firmengründer Gerhard Haux den operativen Bereich des Unternehmens, das auch über eine größere Produktionshalle in Cuxhaven verfügt, an die beiden Söhne Torsten und Jochen abgegeben. Heute beschäftigt man nahezu 150 Mitarbeiter. Dabei sitzt der Seniorchef, der bereits mehrere Abhandlungen über die Entwicklung von Tauch- und Druckkammetechnik verfasst hat, nach wie vor täglich am Schreibtisch. Er gilt stets als kreativer Vordenker. Beide Söhne bestätigen dies beim Betriebsempfang auch unter dem Hinweis, dass sie morgens immer wieder kurze „Zettel-Informationen" zur Marktentwicklung oder über mögliche technologische Veränderungen auf ihren Schreibtischen vorfinden.

Die Geschäftsleitung mit Seniorchef Gerhard Haux und den Söhnen Torsten und Jochen Haux -von links- präsentieren hier einen Querschnitt einer Sauerstoff-Überdruckkammer für medizinische Zwecke.
Foto: Weber

Als ansprechenden Industriebau gestaltete die Firma Haux ihre Hauptzentrale im Ittersbacher Industriegebiet "Stöckmädle". Etwa einhundert Meter davon entfernt befindet sich das Produktionsgebäude.
Foto: Weber

Bürgermeister Rudi Knodel -rechts- gratuliert beim Firmenempfang dem Gründer des Unternehmens, Gerhard Haux zum 80. Geburtstag. Links Ittersbachs Ortsvorsteher Günter Metz.
Foto: Weber
Trotz schlechtem Wetter voller Erfolg
Es hat wohl schon Tradition – kaum ist das Karlsbader Freibad offen, zeigen sich die ersten Regenwolken am Himmel. So auch am 5. Mai bei der Schwimmbaderöffnungsparty. Aber das konnte der tollen Stimmung keinen Abbruch tun. Dank der sehr guten Zusammenarbeit von DLRG, Förderverein Schwimmbad und dem Jugendhaus Langensteinbach war an Land und im Wasser für die Teilnehmer einiges geboten. Erstaunlich viele Jugendliche waren da und genossen „Wasser und Spiele". Die DLRG veranstaltete viele Fun- und Wettspiele für Jung und Alt . Außerhalb der Becken konnte man sich beim Jugendhaus Langensteinbach am Tischkicker und an der Rollenrutsche vergnügen. Der Förderverein sorgte mit Kaffee und Kuchen für ein gemütliches Ambiente. Kurz gesagt: trotz Regen ein rundum gelungener Tag!



Fotos: Gemeinde Karlsbad
Jahrelange Überlegungen zum Umgang mit dem Gebäude abgeschlossen
Wer kennt es nicht, das alte Schul- und Rathaus vor dem Lindenplatz in Obermutschelbach? Bürgermeister Rudi Knodel gab jüngst bei der Sitzung des Verwaltungs- und Finanzausschusses bekannt, dass das Gebäude mit einer lebhaften Geschichte von der Gemeinde verkauft wird. Seit circa 5 Jahren beschäftigt die Frage des Umgangs mit dem Gebäude Gemeinderat und Gemeindeverwaltung. Tatsache ist, dass das alte Schul- und Rathaus aus dem Jahre 1806, welches mit der Außenhülle unter Denkmalschutz steht, im Gebäudeinneren erheblich in die Jahre gekommen ist. Die Gemeinde stand vor der Entscheidung, hier zu investieren, um die Substanz zu erhalten. In Anbetracht der zu erwartenden Kosten wurde hiervon Abstand genommen. Auch eine Nutzung im Rahmen des geplanten Hallenbaus in Mutschelbach für die offene Jugendarbeit hat sich als nicht umsetzbar herausgestellt. Der Gemeinderat beschloss daher, das Gebäude zu verkaufen. Nachdem es jahrelang so gut wie keine Bewerber gab, konnte jetzt ein Käufer gefunden werden. Mit diesem Verkauf kann das Gebäude zumindestens artverwandt wie früher genutzt werden, nämlich als Werkstatt für Dudelsackbau und Reparatur sowie als Dudelsackschule. Dies stärkt das örtliche Kulturangebot und passt auch städtebaulich in das Gebiet.

Foto: Gemeinde Karlsbad

Öffentliche Sitzung des Steuerkreises Karlsbad 2020
Erstmals tagte der Steuerkreis in der letzten Aprilwoche öffentlich. Die Arbeitskreise berichteten über den Sachstand in Bezug auf das Erarbeiten des Leitbildes. Für den Arbeitskreis Miteinander / Bürgermeinde informierte Helmut Müller, dass man mit der Arbeit fertig sei und die Ergebnisse dem Steuerkreis vorliegen würden. Annegret Ewert-Wurster sagte für den Arbeitskreis Mobil/Umwelt, dass man nur noch wenige Termine für den Abschluss der Arbeiten bräuchte, danach könne man die Ergebnisse übergeben. Man möchte diese allerdings gerne etwas anders als in Pyramidenform wie im Arbeitskreis Wirtschaft darstellen. Professor Dr. Dieter Adler berichte über eine gute Arbeit im Arbeitskreis Wirtschaft und Berufsorientierung. Man habe vier neue Mitglieder gewonnen. Es sei sinnvoll, ein eigenes Feld Energie und Umwelt einzurichten und dafür Mitstreiter zu gewinnen. Beim Arbeitskreis Gesundheit und Freizeit berichtete Mischa Lange, dass man mit der Kassenärztlichen Vereinigung Kontakt bezüglich der ärztlichen Versorgung in Karlsbad aufgenommen habe und sich unter anderem mit dem Thema Gesundheitskonferenz auseinandersetze.
Termine für die Arbeit festgelegt
Der Steuerkreis einigte sich auf folgende weitere Arbeitsschritte: 15. Mai Abgabe der Arbeitskreis-spezifischen Leitbilder an den Steuerkreis, 25. Mai 18.00 Uhr im Bürgersaal: Steuerkreis-Sitzung mit Zusammenführung der einzelnen AK-Leitbilder, anschließend Versand der Ergebnisse an die Ortschaftsräte und Präsentation des Leitbild-Entwurfs am 4. Juli im Gemeinderat. Angedacht ist außerdem eine öffentliche Präsentation der Ergebnisse im Juli. Nachdem aus den Arbeitskreisen keine neuen Vorschläge für Interviewfragen genannt werden konnten, wurden diese gebeten, offene Fragen zu formulieren und an die Geschäftsstelle des Steuerkreises zu schicken. Es wurde ferner festgelegt, dass die „Haus-Struktur" des Arbeitskreises Wirtschaft als Orientierung für das "Aussehen" des Leitbildes dienen soll.
Umwelttheaterstück für Kinder in allen Karlsbader Kindergärten
Wissenswertes zum Thema Abfall in kindgerechter Fassung vermitteln – das ist das Ziel vom Umwelttheater das jährlich in den Karlsbader Kindergärten stattfindet. Im April war das Märchentheater Aschaffenburg e.V. mit einem ca. 45-minütigen Stück auf „Wanderschaft" in den Kindergärten. Igel Willy ist die zentrale Figur in dem Stück. Er wohnt auf seiner Streuobstwiese vor den Toren der Stadt. Als er vom Winterschlaf erwacht und freudig die frische Frühlingswelt begrüßen will, hat sich auf seiner Obstwiese einiges geändert: da liegt vor seiner Nase etwas herum, was er noch gar nicht kennt: Müll! Sein Freund, der Rabe Ringo kennt sich mit Müll schon etwas besser aus und erklärt Willy, woher der Müll kommt, warum er entsteht und dass es offenbar immer noch sehr unachtsame Menschen gibt, die Müll einfach auf einer Wiese ablagern. Ringo erklärt Willy auch, wie wertvoll einige der Sachen sind, die hier so achtlos herumliegen. Aber man muss alles voneinander trennen und an der richtigen Stelle sammeln. Und es passiert in dem Stück noch einiges ….. Dieses witzig gespielte Solo-Theaterstück war für die Kinder sehr eingängig. Über Fragen konnten sie sich daran aktiv beteiligen. Auch beim richtigen Einsortieren durften die Kleinen mitmachen und zeigen, was sie inzwischen gelernt haben. „Igel Willy träumt auf" ist geschrieben und inszeniert von Günter Geisler vom StoryStage Märchentheater. Neben anderen Umweltstücken, in denen Igel Willy auftritt, ist hier der kleine sympathische Igel, der noch so viel von der Welt lernen möchte, Hauptfigur beim Thema "Abfall".

Aus der Reihe Ortsgeschichte
Im letzten Bericht im Mitteilungsblatt vom 26. April wurden Namen genannt, die es noch 1534 in Langensteinbach gab. Da sich in der Sammlung von Gerhard Beutelspacher auch weitere Namenslisten finden, kann hier der Vergleich zu vor dem großen Krieg und danach gezogen werden. Solche Listen finden sich auch in der kleinen Chronikschrift aus 1912, die auch noch heute nach hundert Jahren für Heimatverbundene recht interessant ist. In dieser Chronikschrift sind auch Begebenheiten aus der Zeit des 30-jährigen Krieges zu finden, die hier wiedergegeben werden.
1618:
"Wie ein Vorbote kommenden Unheils steht ein schrecklicher Komet am Himmel". Kriege werden auf Erden und von Menschen gemacht und gehen sicher nicht von Sternen aus. Da in den alten Urkunden immer wieder ein Komet erwähnt wird, galt ein solcher wohl als Unheilskünder.
1626:
"Die Pest in Langensteinbach, wo täglich 5 bis 6 Personen sterben. Im Sommer 1627 kehrt die Seuche des vorigen Jahres zurück und verbreitet sich auch in anderen Orten. Im Frühjahr 1628 hat die Seuche nachgelassen". In einem damals noch so kleinen Ort sterben so viele Menschen. Hier wundert nicht, daß auch ganze Familiennamen verschwanden.
1632:
"Eine Seuche sucht das Vieh, 1636 eine solche die Menschen heim". Zur Krankheit kam also noch die Armut, die durch den Verlust des Viehs entstand. Hier wird dazu vermerkt, daß es auch 1664, 1682, 1683, 1687, 1753, 1755, 1763, 1796, 1800 solche Seuchen gab. Das Vieh bekam gewöhnlich weisse und schwarze Blattern unter der Zunge.
Namen gehen auch aus der nachstehend gezeigten Langensteinbacher Schätzungstabelle bzw. Vermögensanschlag mit Gebäude und Liegendem (Grundstücke) hervor.
Hildegard Ried
Am Samstag, 9. Juni 2012 findet in den Räumen des DRK Hauses in Karlsbad-Ittersbach von 9.00 Uhr bis 17.00 Uhr ein Kurs "lebensrettende Sofortmaßnahmen" statt. Die Kursbescheinigung hat zwei Jahre Gütligkeit und ist deshalb für Führerscheinanwärter gut geeignet. Kostenbeitrag: 25 Euro, Anmeldung über Tanja Jäck, Telefon 07248/4406
Ittersbacher Kindergarten umgebaut
Es war ein schöner Tag für Eltern, Kinder, evangelische Kirche und die Verantwortlichen der Gemeinde Karlsbad – mit einem Gottesdienst und „offenen Türen" wurde der Kindergarten Ittersbach am Sonntag, 29. April offiziell eingeweiht. Beim Festgottesdienst unter freiem Himmel verfolgten viele Gäste anschauliche Aktionen der Kindergartenkinder und die Worte von Pfarrer Fritz Kabbe und Bürgermeister Rudi Knodel. Der Musikverein „Edelweiß" Ittersbach unter Leitung von Giulia Bartelt sorgte mit passenden Stücken für eine spürbare Dank-Stimmung. Mit dem Thema Nestwärme setzten sich Kindergartenkinder bei einem Singspiel während des Gottesdienstes auseinander. In dem Stück „Die Vogelhochzeit" spielten sie die Lebensstationen Partnerschaft, Kindererziehung und „flügge-werden" des Nachwuchses vor. Ein zentraler Punkt war dabei das Vogelnest, welches Wärme und Geborgenheit vermittelt. Diesen Gedanken griff wiederum Pfarrer Fritz Kabbe auf. Die evangelische Kirchengemeinde als Träger des Kindergartens und die politische Gemeinde kämen dem Trend der Zeit – Familie und Beruf besser zu vereinbaren – entgegen. Krabbe fragte sich, ob diese Rechnung für die Gesellschaft aufgeht. Seine Antwort hierzu war klar: Die Familie ist und bleibt das Fundament für eine gesunde Beziehung. Der Kindergarten mit den Erzieherinnen bemühe sich dabei, den Kindern soviel Nestwärme wie möglich zu geben. „Gott baut uns ein Nest und schenkt uns Geborgenheit" so laute das biblische Angebot aus Psalm 84. „Gott bedeuten Kinder viel" resümierte auch Bürgermeister Rudi Knodel und bedankte sich herzlich bei den vielen Mitwirkenden an dem großen Sanierungs- und Umbauprojekt welches nun endlich abgeschlossen sei. Die Attraktivität einer Gemeinde hänge vom Umfeld, das jungen Familien geboten wird, ab. Daher sei die Investition auch für Karlsbad wichtig. Bewusst gemeinsam mit der Kirche weihe man folglicherweise den umgebauten und sanierten Kindergarten ein. Dieser biete wirklich viele Pluspunkte: unter anderem einen Anbau an der Nordostseite, insgesamt 130 Quadratmeter zusätzliche Nutzfläche für unter dreijährige Kinder, Schlaf- und Wickelräume, moderne Sanitäreinrichtungen, kuschelige Ecken sowie schöne Angebote im Freien. Alle sechs Gruppen befinden sich jetzt auf einer Ebene mit direktem Zugang zum Garten. 90 Kinder zwischen drei und sechs Jahren sowie 30 Kinder unter drei Jahren können sich richtig wohl fühlen. Im Untergeschoss gibt es bessere räumliche Angebote für die Erzieherinnen und für Elterngespräche sowie Materiallagerung. Kleinere Abschlussarbeiten sind dort noch erforderlich. „Unsere Betreuungsquote von 40 Prozent für unter Dreijährige in Karlsbad ist sehr gut" meinte Knodel weiter. An den Gesamtkosten von circa 340.000 Euro habe sich das Land dankenswerterweise mit 160.000 Euro beteiligt. Knodel bedankte sich ebenso im Namen des Ortsvorstehers Günter. Essbare Schlüssel übergab Architekt Arno Rieger an den Bürgermeister und die Kindergartenleiterin Rita Lebherz. Anschließend nutzten die Gäste rege die Möglichkeit, die Kindergartenräume zu besichtigen. Auch für Essen und Trinken wurde gut gesorgt.

V.l.n.r. Bürgermeister Rudi Knodel, Pfarrer Fritz Kabbe, Kindergartenleiterin Rita Lebherz, Elternbeiratsvorsitzender Michael Nowotny und Architekt Arno Rieger mit den essbaren Schlüsseln.





Viel Leben bei der Einweihung des sanierten und umgebauten Ittersbacher Kindergartens. Foto: Gemeinde Karlsbad
Christa Rühle als Standesbeamtin verabschiedet
Sie könnte wahrscheinlich ein Buch zur Gemeindegeschichte schreiben – Christa Rühle tritt nach 45 Dienstjahren in den Ruhestand. Am vergangenen Freitag, 27. April wurde sie von Bürgermeister Rudi Knodel und – als Überraschung – von aktiven und ehemaligen Standesbeamten der Gemeinde Karlsbad verabschiedet. „Sie waren sehr fleißig, akribisch, fachlich kompetent und kollegial" meinte Bürgermeister Rudi Knodel bei der Übergabe der Dankurkunde. Dass man Christa Rühle vermissen wird, machte auch Hauptamtsleiter Roland Tibi deutlich. Für den Personalrat bedankte sich Stefanie Kappler. Der stellvertretende Hauptamtsleiter und weitere Standesbeamte Hans-Dieter Stößer erwähnte, dass er im Team mit Christa Rühle die wahrscheinlich schnellste Trauung im Landkreis oder darüber hinaus vollzogen hat. Das Brautpaar hatte einen als Besprechungstermin vorgesehenen Termin so verstanden, dass an dem Tag die Trauung statt findet. Das Paar war komplett mit Anhang und Verwandtschaft erschienen. Christa Rühle und Hans-Dieter Stößer machten das anscheinend Unmögliche möglich. Die Trauung konnte tatsächlich stattfinden. Nachdem glücklicherweise die erforderlichen Unterlagen vorlagen konnte Christa Rühle grünes Licht für die rechtliche Seite geben und Hans-Dieter Stößer sprang als Trauungsstandesbeamter spontan ein. Nach der Ausbildung als Regierungsassistent-Anwärterin von 1967 bis 1969 beim Landratsamt Karlsruhe wurde Rühle zum Landratsamt Pforzheim ins Ausländeramt versetzt. Schon nach relativ kurzer Zeit wechselte sie am 1.1. 1973 als Gemeindesekretärin zur Gemeinde Karlsbad. Dort fand sie ihr Metier unter anderem in den Arbeitsgebieten Asylrecht, Sozialrecht und natürlich schwerpunktmäßig bis zum Ausscheiden Standesamtsrecht. Dabei bekam sie auch die Folgen der Veränderungen in der politischen Weltkarte bei der praktischen Arbeit zu spüren. „Die Arbeit war immer interessant und informativ, manchmal auch recht anstrengend" sagte Christa Rühle rückblickend. Etliche Kolleginnen und Kollegen bereiteten Christa Rühle eine schöne Abschiedsfeier.

Die ehemaligen und aktiven Karlsbader Standesbeamten: v.l.n.r. Stefan Prigl, Horst Rausch, Hans-Dieter Stößer, Werner Bach, Roland Tibi, Christa Rühle (Vordergrund).

Die enge Standesbeamtenmannschaft: Christa Rühle (links), ihr Nachfolger Stefan Prigl (Mitte) und der weitere Standesbeamte Hans-Dieter Stößer.

Bürgermeister Rudi Knodel und Christa Rühle am Trauzimmertisch. Fotos: Gemeinde Karlsbad

Internationale Landesmeisterschaft der Taekwondo Union Baden-Württemberg in Karlsbad-Langensteinbach
Taekwondo bietet nicht nur sportliche, sondern auch optische Anreize. Dies wurde bei der internationalen Landesmeisterschaft der Taekwondo Union Baden Württemberg (TUBW), die am Samstag, 28. April in der Beckerhalle in Karlsbad-Langensteinbach statt fand, deutlich. Für die Organisation der Meisterschaft war die TUBW – Vizepräsident und Referent Leichtkontakt Kum Sik-Kwak - verantwortlich. Ausrichter war das Taekwondo-Zentrum Remchingen unter der Leitung von Stefan Fritsch. Bürgermeisterstellvertreter Klaus Steigerwald konnte Sportler aus über 20 Vereinen und Schulen des Taekwondo-Landesverbandes, der der Deutschen Taekwondo Union angehört, begrüßen. Pünktlich um 10.00 Uhr ging es los. Von den über 230 Teilnehmern zum Teil aus Nordrhein-Westfalen bis zum Bodensee und von der Rheinebene bis zur schwäbischen Alb wurden spektakuläre Kämpfe geboten. Die lichtdurchflutete Beckerhalle bot eine tolle Atmosphäre. Allerdings verlangten die hohen Außentemperaturen von 30 Grad einiges von den Sportlern ab. Bemerkenswert war auch, dass die Kämpfe sportlich fair abliefen und nur kleine Blessuren zu handeln waren. Die Mannschaftsergebnisse der besten fünf lauten: 1. Platz: Sport und Freizeitzentrum Kwak, KA-PF, 2. Platz: TKD-Bambach, Birkenfeld, 3. Platz: Budohaus Mühlacker, 4. Platz: TKD-Zentrum Remchingen, 5. Platz: TG-Westhofen, Abt. TKD. Besonders gefordert waren an diesem Tag auch das Gastroteam bei der Bewirtung und die 20 Schiedsrichter an den drei Kampfflächen. Auch das örtliche DRK war im Einsatz.
Hintergrundinfos
Nach der Darstellung auf der Verbandshomepage ist die Taekwondo Union Baden-Württemberg der Dachverband der Taekwondo Vereine im Bundesland. Aktuell zählen mehr als 150 Vereine zur TUBW. Mit über 12000 Mitgliedern ist der TUBW der 3. größte Taekwondo Landesverband in Deutschland. Zu dem Sport Taekwondo erläutert Wikipedia: Taekwondo (auch Tae-Kwon-Do oder Taekwon-Do) ist ein koreanischer Kampfsport Die drei Silben des Namens stehen für Fußtechnik (Tae), Handtechnik (Kwon) und Die Kunst oder Der Weg (Do). Obwohl Taekwondo für den laienhaften Betrachter große Ähnlichkeiten mit anderen asiatischen Kampfsportarten aufweist, unterscheidet es sich in einigen wesentlichen Punkten von diesen. So ist die Taekwondo-Technik sehr auf Schnelligkeit und Dynamik ausgelegt, was nicht zuletzt durch den Wettkampf bedingt ist. Im Taekwondo dominieren Fußtechniken deutlicher als in vergleichbaren Kampfsportarten.

V.l.n.r. Leiter des Taekwondo-Zentrums Remchingen Stefan Fritsch, Bürgermeisterstellvertreter Klaus Steigerwald, Vizepräsident und Referent Leichtkontakt TUBW Kum Sik-Kwak.

Kampfszene. Fotos: privat
Um das große Thema Wasser ging es am Donnerstag, 26. April bei der Sitzung des Zweckverbandes Mannenbach Wasserversorgung im Restaurant „Zur Wagenburg" in Karlsbad-Langensteinbach. Der Verband versorgt die Gemeinden Karlsbad, Dobel, Birkenfeld, Straubenhardt, Bad Herrenalb und Neuenbürg mit Wasser. Seine Aufgabe ist das gewinnen, speichern und zuleiten des kostbaren Nasses an die Verbandskommunen. Der Vorsitzende Willi Rutschmann – zugleich Bürgermeister von Straubenhardt - berichtete über das laufende Geschäft des Verbandes und das 75-jährige Jubiläum im Jahr 2011. Ein Thema war unter anderem der Einbau einer UV-Anlage im Wasserwerk Eyachmühle. Sie sorgt statt eines Chlorverfahrens für die Keimfreiheit des Wassers. Die Verbandsmitglieder gaben hierfür grünes Licht. Weitere Themen waren der Jahresabschluss 2011 und der Wirtschaftsplan 2012. Beim Tagesordnungspunkt Wahl eines Verbandsvorsitzenden wurde Willi Rutschmann wiedergewählt. Neuer Stellvertreter ist Bürgermeister Martin Steiner aus Birkenfeld.
Blick in die Versammlung des Zweckverbandes Mannenbach Wasserversorgung. Foto: Gemeinde Karlsbad.

Eine Schatzkiste voller Abenteuer!
Schon oft wurde danach gefragt, jetzt endlich ist es fertig! Das Programmheft des Karlsbader Ferienspaßes liegt ab sofort druckfrisch in den Rathäusern aller Ortsteile für die Kinder bereit. Außerdem kann es im Internet unter http://www.karlsbad.ferienprogramm-online.de heruntergeladen werden. Jedes Jahr sind Kinder und Eltern begeistert über das vielfältige Angebot des Ferienprogramms. Dieses verdanken sie dem ehrenamtlichen und finanziellen Einsatz vieler Karlsbader Geschäfte, Vereine und auch engagierter Bürger. Unter der Regie von Helga Wuttke wurde wiederum ein Programm zusammengestellt, welches sich sehen lassen kann. Neben den Bastel-, Spiel-, Sport- und Naturaktionen sind in den ersten drei Sommerferienwochen auch viele Ausflüge in die nähere Umgebung geplant. Für den Ferienspaß kann man sich online unter http://www.karlsbad.ferienprogramm-online.de oder schriftlich mit dem Anmeldebogen aus dem Heft anmelden. Das Programm ist für Schüler bis 15 Jahre ausgelegt. Teilnehmen können alle, die in Karlsbad wohnen oder deren Eltern in Karlsbad arbeiten. Anmeldeschluss ist der 8. Juni.

Eröffnet wird der Ferienspaß wie immer am Samstag, 28.Juli mit dem großen Ferienspaß-Kinderflohmarkt auf dem Rathausplatz in Langensteinbach - Archivbild


Gute Resonanz beim Girls´und Boys´-Day
Bereits zum 12. Mal wurde bundesweit zum Girls’ Day und zum zweiten Mal zum Boys` Day aufgerufen – knapp 10.000 Veranstaltungen mit Plätzen für mehr als 125.000 Mädchen wurden angeboten. Ein voller Erfolg! Auch in Karlsbad war die Resonanz gut. Neben Harman Becker, RTECHS GmbH und Woge Druck nahmen weitere Firmen und Handwerker daran teil. Beim Girls’Day geht es darum, dem typisch geschlechterspezifischen Berufswahlverhalten der Jugendlichen Alternativen aufzuzeigen, Interessen zu wecken: Mädchen soll hierbei an technische Berufe herangeführt werden, die bei ihnen eher selten auf der Liste der Traumberufe zu finden sind. Die Aktionen sind auch ein Mittel, um dem Fachkräftemangel entgegen zu wirken.


Mädchen beim Aktionstag bei Woge Druck. Foto: Woge Druck

Ab 7. Mai bis 24. Mai sind die mit einem Preis versehenen Zeichnungen und Fotos des Wettbewerbs der Gemeinde Karlsbad im Rahmen der Leitbildfortschreibung Karlsbad 2020 im Familien- und Bürgertreff Traube in Spielberg zu sehen. Die Ausstellung ist während der regulären Veranstaltungen in der Traube zugänglich. Wer außerhalb dieser Zeiten Interessen hat, sollte sich unter der Telefonnummer 07202/279930 (Anrufbeantworter) melden oder eine Mail an mail@traube-spielberg.de schicken. Weitere Ausstellungen sind im Haus Conrath in Langensteinbach und im Heimatmuseum Ittersbach geplant.
Blutspenderehrung der Gemeinde Karlsbad
„Machen Sie mit Ihrer vorbildlichen Art weiter" motivierte Bürgermeister Rudi Knodel 20 Blutspenderinnen und Blutspender, denen er am Donnerstag, 19. April bei einem Ehrungsempfang der Gemeinde im Bürgersaal in Karlsbad-Langensteinbach für ihre Bereitschaft dankte. Zehn 10fach-Spender, fünf 25fach-Spender, zwei 50fach-Spender, ein 75fach- Spender und zwei 100fach-Spender erhielten Dankurkunden des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), Ehrennadeln sowie Geschenke der Gemeinde. Mit einer drastischen – aber tatsächlich echten – Unfallschilderung verdeutlichte der Bürgermeister zu Beginn der Ehrung, wie 36 Blutspender das Leben eines Unfallopfers retten konnten. Natürlich ist das ein extremer Fall, aber er verdeutlicht, dass Blutspenden im wahrsten Sinne des Wortes Leben retten können. Unterhalb dieser Ebene gibt es – so Knodel weiter – natürlich auch Hilfe für Erkrankte oder Empfänger von Blutbestandteilen in anderen Fällen. Positiv für die Spenderinnen und Spender sei die Tatsache, dass das Spenderblut geprüft und man so auch Aussagen über die eigene Gesundheitssituation erhält. Knodel sprach den Dank auch im Namen des Blutspendedienstes des DRK und der anwesenden örtlichen Bereitschafts- bzw. DRK-Ortsvereinsvertreter aus. Unterstützt wurde er bei der Ehrung von Ortsvorsteher Roland Rädle. Die Ehrungen im Einzelnen: 10fache Blutspender: Sabine Bode, Gisela Reinisch, Gabriele Schreiber, Petra Sticcotti, Anja Wrazidlo, Steffen Kallina, Thomas Krause, Marco Schultz, Oliver Walch, Claude Wenz; 25fache Blutspender: Margarete Brecht, Thomas Kronenwett, Rudi Reinle, Frank Sinn, Wolfgang Trautmann; 50fache Blutspender: Gerda Kräutler, Jochen Straehler-Pohl; 75fache Blutspender: Klaus Gebhardt. Eine besondere Ehrung erfuhren die 100fachen Blutspender Ingrid Balzer und Hans-Günther Mitschele.
Die geehrten Blutspenderinnen und Blutspender auf der Wendeltreppe des Bürgersaals im Neuen Rathaus
100fache Blutspender: Ingrid Balzer und Hans-Günther Mitschele. Fotos: Gemeinde Karlsbad
Petra Goldschmidt als neue Rechnungsamtsleiterin gewählt – Simone Kruthoff wechselt am 1. Juli 2012 zum Landratsamt Konstanz
In der letzten nichtöffentlichen Sitzung des Gemeinderates am 23. April 2012 wählte das Gremium Petra Goldschmidt als neue Kämmerin der Gemeinde Karlsbad. Damit hat die Gemeinde Karlsbad sehr schnell auf die vorherige Wahl von Rechnungsamtsleiterin Simone Kruthoff als Amtsleiterin der Kämmerei des Landratsamts Konstanz reagiert. Simone Kruthoff hat mit der kürzlichen Bekanntgabe ihrer neuen beruflichen Tätigkeit das Thema Nachfolgeregelung ins Laufen gebracht. Für ihre beantragte Versetzung gab es jetzt ebenfalls grünes Licht vom Gemeinderat. Die Position der stellvertretenden Amtsleitung im Rechnungsamt wird ausgeschrieben. Bürgermeister Rudi Knodel betonte nach der Entscheidung des Gemeinderats bei einem Gespräch im Rechnungsamt, dass dem Gemeinderat und ihm bei der Entscheidung eine zügige und fachlich sowie persönlich gute Lösung wichtig gewesen seien. Im Rechnungsamt sei in den vergangenen annähernd drei Jahren von Simone Kruthoff und ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sehr viel bewegt worden. „Der Systemwechsel von der Kameralistik zur Doppik, der Wechsel vom Rechenzentrum zu einem freien EDV-Anbieter, die Einführung der gesplitteten Abwassergebühr, Jagdpacht, Aufstellung der Eröffnungsbilanz, Haushalt 2010 und Doppelhaushalt 2011/2012, Haushaltskonsolidierung und Gebührenkalkulation in verschiedenen Bereichen haben Sie und ihr Team außerordentlich gefordert" meinte er weiter zur scheidenden Kämmerin. „Ich freue mich auf Konstanz, wo mich eine anspruchsvolle Aufgabe erwartet. Aber auch nach meinen Stellenwechsel werde ich einen Koffer in Karlsbad haben, denn ich bin hier sehr freundlich aufgenommen worden und ich habe mich hier sehr wohl gefühlt. Meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben in den letzten Jahren großartige Arbeit geleistet und sind zu einem außerordentlich guten Team zusammengewachsen, das ich nicht gerne zurücklasse", resümiert die 39-jährige Noch-Amtsleiterin Simone Kruthoff. Nachfolgerin Petra Goldschmidt ist 26 Jahre alt und begann im September 2010 ihren Dienst bei der Gemeinde Karlsbad als stellvertretende Rechnungsamtsleiterin und Sachgebietsleiterin Finanzwesen. Im September 2009 schloss sie ihr Studium als Diplom-Verwaltungswirtin an der Hochschule für öffentliche Verwaltung in Kehl mit der Note gut ab. Ihr Dienstanfängerjahr leistete sie bei der Stadt Kenzingen im Kreis Emmendingen ab. Sie war während der Ausbildung in verschiedenen Kommunen tätig – unter anderem auch im Ausland in Edinburgh. Der Bereich Wirtschaft und Finanzen hat sie während des Studiums vertieft bearbeitet. Ihre erste Arbeitstätigkeit war am KIT (ehemalig Universität Karlsruhe) im Bereich Planung & Controlling. Dabei wuchs ihr Wunsch, wieder in die Kommunalverwaltung zurückzukehren. Diesen Schritt vollzog sie im September 2010. Während der Tätigkeit in Karlsbad war sie in wichtige Vorhaben des Rechnungsamtes eingebunden – u.a. Jahresabschlussarbeiten, Haushaltsplanerstellung 2010/2011, Fahrzeugkonzept für den Technischen Außendienst, Verbesserung der Abläufe im Sachgebiet. Ihr ist wichtig, dass die Doppik weiter umgesetzt und ein funktionierendes Berichtswesen aufgebaut wird. Wert legt sie auch auf gute Teamarbeit.

V.l.n.r. Die neue Rechnungsamtsleiterin Petra Goldschmidt, Bürgermeister Rudi Knodel und die derzeitige Amtsleiterin Simone Kruthoff. Sie wechselt zum 1. Juli als Amtsleiterin zur Kämmerei des Landratsamts Konstanz. Foto: Gemeinde Karlsbad
Kammerkonzert im Neuen Rathaus
Der Platz im Bürgersaal des Neuen Rathauses in Karlsbad-Langensteinbach reichte am Sonntag, 22. April nicht aus. Außergewöhnlich viele Konzertgäste fanden sich zum Kammerkonzert unter dem Motto „Musikalische Stimmungen im Rathaus" mit Martin Heidecker und Claudia König ein. In unterschiedliche Gefühlslagen versetzt wurde das Publikum nicht nur durch die Musik, die mal barocke, klassische oder modernere Akzente ausstrahlte, sondern auch durch den Sonnenschein, der in den Bürgersaal hineindrängte. Mit verschiedenen Flöten und passend dazu eingerichteten Gitarren schufen Martin Heidecker und Claudia König immer wieder andere Musikwelten. Die Bandbreite reichte von zum Teil sehr stillen und ruhigen Gitarrensolis bis hin zu hohen und sehr schnellen Tonfolgen auf der Querflöte – bei der man in einem Stück sogar Tonleitern heraushören konnte. Zwischendurch erläuterte Martin Heidecker Hintergründe zu Instrumenten und Musikstücken. Am Ende gab es etliche Zugaben für das Publikum. Martin Heidecker und Claudia König sind bekannte Namen in Karlsbad. Sicherlich ist auch die Atmosphäre im Bürgersaal gut angekommen – auch die Akustik passte.


Großes Interesse beim Kammerkonzert. Fotos: Gemeinde Karlsbad
Stadtwerke Pforzheim als neuer Gaslieferant.
Regionale Nähe und modernes Netzmanagement kennzeichnen die zukünftige Versorgung der Gemeinde Keltern mit Gas und Strom. Die Stadtwerke Pforzheim (SWP) übernehmen in Zukunft die Gasversorgung Kelterns und lösen damit die „Erdgas Südwest" mit Sitz in Ettlingen ab. Im Rahmen der sogenannten „Entflechtungsvereinbarung" werden die SWP künftig für Keltern auch Stromlieferant, anstatt der EnBW. Zur Vorbereitung der Erdgasversorgung von immerhin rund 1.100 Haushalten (beim Strom werden es etwa 5.500 Haushalte sein) in Keltern wird derzeit zwischen Ittersbach und Weiler auf einer Strecke von 4,2 Kilometer eine Gashochdruckleitung verlegt. Damit werden die Voraussetzungen geschaffen, die bereits in den 80er Jahren beim Ittersbacher Heerweg gebaute Gasdruckregelstation für den Bedarf in Keltern anzuzapfen. Seit rund 25 Jahren werden von hier aus auch der Karlsbader Ortsteil Ittersbach und das große Ittersbacher Industriegebiet „Stöckmädle" von der, den SWP angegliederten „Gasversorgung Pforzheim-Land, mit Erdgas versorgt. Die neue Hochdruckleitung mit 150 Millimeter Durchmesser verläuft von Ittersbach Heerweg, parallell der L 622, unter der Brücke der Albtalbahn, neben den Waldwegen Richtung Weiler wo eine Gasregelstation für die Übernahme gebaut wird. SWP-Geschäftsführer Wolf-Kersten Meyer spricht im Zusammenhang mit diesem Projekt von einem klaren Bekenntnis seines Unternehmens für den regionalen Standort. Die Bauarbeiten sollen im Juni abgeschlossen werden.

Die neue Gashochdruckleitung von der Ittersbacher Gasdruckregelstation verläuft entlang der L 622 zwischen Ittersbach und Weiler, hier oberhalb der AVG Brücke

Bereits seit 25 Jahren wird der Ortsteil Ittersbach und das große Industriegebiet "Stöckmädle" von der Regelstation der Gasversorgung Pforzheim-Land mit Erdgas versorgt.
Fotos: Weber
Aus der Reihe Ortsgeschichte
Wie lange sind unsere Namen schon in Langensteinbach zu finden? Eine Frage, die oft gestellt wird, die sich jedoch nicht immer beantworten lässt, denn die Kirchenbücher gehen nur bis 1752 zurück. Es gibt ältere Namenslisten, die Namen nennen, wie sie auch heute noch bekannt sind. Es ist geradezu ein Glücksfall, wenn dazu jemand Aufzeichnungen und Listen entdeckt, die auch aus der Zeit vor nahezu 600 Jahren berichtet. So hat der Architekt Gerhard Beutelspacher im Rahmen seiner eigenen unfangreichen Familienforschung Dokumente und Druckwerke gefunden, die uns Langensteinbacher Namen aus der Zeit von u.a.1520 bis 1534 nennen. Die Kommission für Geschichtliche Landeskunde in Baden-Württemberg hat die alten Lagerbücher aus der österreichischen Zeit in einem Buch zusammengefasst, das sich jetzt auch in der Privatsammlung von Gerhard Beutelspacher befindet, und das er freundlicherweise für diesen Bericht zur Verfügung gestellt hat.
Langenstainbach
lautet die Überschrift. Dann geht es weiter: "Erneuerung nach Assumptionis Marie" = 17. Aug. 1527". Es handelt sich dabei um Abgabe des Zehnten. Der erste Name, den es in veränderter Form heute noch gibt, ist gleich an erster Stelle zu finden: "Schultheiß Hanns Sytter", aus dem jetzt Seiter geworden ist. Und weiter: "Der Herrschaft Sammler: Paulin Roming. Besonders berufen: Jörg Schimpf und Wendell Ysinger zu Stainbach. Obrigkeit: gehört dem Gotteshaus Herrenalb".Es wird angegeben, wann und wie viel abgegeben werden muss: "Roggen vom Großen Zehnten auf Nativitatis. Das Gotteshaus Herrenalb gibt der Herrschaft vom großen Zehnten, auf den Kasten zu Neuenbürg ‘zu antwurten’ , 20 Malter Roggen. Davon hat die Herrschaft bisher dem Pfarrer zu Neuenbürg 11 Malter Roggen an sein Corpus gehen lassen." Dann gab es auch noch "Gefröndete Güter, daraus Hellerzins, Roggen, Fasnachtshühner und Herbsthühner fallen." An erster Stelle der Abgabepflichtigen steht wieder Hanns Seiter, diesmal wie heute mit ei geschrieben. Und auch seine Mitverwandten, des Vacken Erb. Es folgen Endlin Kurtzmännin - Kathrin, Martin Kolbers Witwe und des Klumpen Erb - Heinrich Nef, Wendell Flechtener (er wird gleich zweimal genannt), Jörg Schimpf, des Mellingers Erb. Letzter in dieser Reihe ist Laurentz Dietz. von Spielberg. "Gefröndete und ungefröndete Güter, daraus auf Michaelis Roggen fällt". Hier werden genannt Hanns Geisler und Jörg Schripf. Als Anstösser werden genannt: Jacob Berman - Bernhard Busch - Jacob Busch - Teng Busch - Bernhart Butsch - Hanns Dolden - Christman Eck - Hanns Farren.- Hanns Fritz - Adam Freytag - Jost Herman - Hanns Hinke - Gilg Ketteners - Kisten Hanns - Koch Hanns - Hanns Meck - Hanns Nef - Hennsin Nef -
Wendel Nef - Michel Rüf - Philipp Rüff - Hanns Scheffer - Lux Schnierlin - Vyr Schnierlin - Cynnrat Schnurrer, Wwe - Michel Schwab - Anstett Sytter - Claus Weber - Weber Els - Hanns Zehen. Was Anstösser genau bedeutet, müsste noch erkundet werden.
Hildegard Ried
„Patrick Fränkle hat mich gefragt, ob ich nicht Interesse hätte, als Jugendbeirat mitzumachen und da habe ich mir gedacht, warum nicht?" – so umschrieb Florian Roppert seine Entscheidung, beim Jugendbeirat mitzumachen. Bürgermeister Rudi Knodel freute sich, ihn nach den Osterferien per Urkunde und Geschenk offiziell als Jugendbeirat bestellen zu können. Er betonte, dass die Arbeit ein Stück weit ehrenamtlichen Charakter besitze und es schön sei, wenn man sich so in die Gesellschaft mit einbringt. Es helfe auch beim Verständnis für demokratische Entscheidungen, hautnah mitzubekommen, wie schnell sich manche Dinge entwickeln lassen. Andererseits bräuchten andere Vorhaben viel mehr Zeit und Geduld als gedacht. Seitens der Verwaltung informierte der Verbindungsmann zum Jugendbeirat und stellvertretende Hauptamtsleiter Hans-Dieter Stößer über die nächsten Arbeitsschritte. Unter anderem ist Anfang Mai eine Schulung der Jugendbeiräte geplant.

V.l.n.r. Jugendbeirat Florian Roppert und Bürgermeister Rudi Knodel. Foto: Gemeinde Karlsbad
Das OTiLa der Katholischen Jungen Gemeinde wird 10 Jahre alt!
Der Name OTiLa mutet schon etwas komisch an. Bei näherem Hinsehen verbirgt sich dahinter jedoch ein breites Angebot für Jugendliche. Der Offene Treff in Langensteinbach (OTiLa) wird jeden Freitag von 18 – 22 Uhr von der KjG Karlsbad (katholische junge Gemeinde) organisiert. Im katholischen Gemeindehaus in der Wilferdingerstr. 26 sind alle Kinder und Jugendliche herzlich willkommen, die spielen, essen, trinken oder einfach nur gemütlich chillen wollen. Ob Billard, Tischkicker oder Werwolf, bei OTiLa findet man alles. Ganz besonders beliebt sind die Themenpartys und die abendliche Disco. Zu dem 10 jährigem Jubiläum haben sich die Verantwortlichen in diesem Jahr ein ganz besonderes Programm überlegt. Am Freitag, 20. April um 18.00 Uhr startet dieses. Kinder und Jugendliche sind herzlich dazu eingeladen. Die Mannschaft des OTiLa freut sich auch immer sehr über neue Gesichter! Nähere Informationen zum OTiLa oder zu dem Ferienlager der KjG gibt es auf unserer Homepage www.kjg-karlsbad.de , in Facebook und im Mitteilungsblatt unter der Rubrik Jugendgruppen.

Treffen der Nachfahren am 3. August in der Wagenburg
Am 30. November 1853 erscheint das Ehepaar Jacob Rupp und Luise geborene Schwarz auf dem Bürgermeisteramt und beantragt die Auswanderungserlaubnis und die Entlassung aus dem Staatsverband. Auch die Kinder sollen mitkommen. Die Kinder waren: Luise - 24 Jahre alt, Susanne - 21 Jahre alt, Katharina - 20 Jahre alt, Jacob - 15 Jahre alt, Juliana - 13 Jahre alt und Karl - 10 Jahre alt. Der Gemeinderat prüfte auch hier die Vermögensverhältnisse, die nach Abzug der Schulden nur noch 740 Gulden betrugen. Er stellt fest, dass das noch bestehende Vermögen für die große Familie für die Überfahrt und den Neuanfang in Amerika nicht hinreichend ausreichen würde und wollte ihr deshalb eine Unterstützung von 6o bis 8o Gulden zukommen lassen und dafür den Bürgergenuss des Familienoberhauptes "so lange fortzubeziehen bis die Unterstützung gedeckt ist". Der Gemeinderat bat das Oberamt Durlach ergebenst um die Staatserlaubnis zum Auswandern und auch darum, "einer Genehmigung zur Gewährung des Güterverkauf wohl gefälligst zu willfahren". Die Rupp´s gingen damals nicht nach Monroe in Michigan wie die meisten Langensteinbacher, sondern nach New Jersey. Im Sommer 2011 meldete sich nun eine Frances Rupp-Sanches aus New Jersey. Sie suchte Kontakt zum Herkunftsort ihrer Vorfahren und meldete auch ihren Kurzbesuch im August 2012 an. Herbert Kirchenbauer half bei der Ahnensuche der Familie und erinnerte sich dabei auch an die Inschrift am Eckbalken des Hauses Müller, Ittersbacher Straße Nr. 1. Es kann also mit Sicherheit angenommen werden, dass das 1853 ausgewanderte Ehepaar Jacob Rupp/Luise Schwarz 20 Jahre zuvor dieses sehr schöne und ortsbildprägende Fachwerkhaus gebaut und sich mit der Inschrift ihrer Namen dort auch verewigt hat.


Fotos: Rolf Rupp
Das Ehepaar Rupp-Sanches würde gerne seine Rupp und Schwarz- Verwandten kennen lernen. Es sind deshalb alle Namensträger oder auch Nachkommen der Namensträger herzlich eingeladen zu einem Rupp/Schwarz-Treffen in die "Wagenburg" und zwar am 3. August. Der Zeitpunkt wird noch bekannt gegeben.
Hildegard Ried
Förderverein der Kindertagesstätte St. Elisabeth in Spielberg finanziert Anbau – weitere Mittel von Brunhilde-Baur-Stiftung und Bund
Das dürfte landesweit einmalig sein: Der Förderverein der Kindertagesstätte St. Elisabeth in Spielberg erweitert die Einrichtung um einen Wohn-Wintergarten, investiert rund 130.000,-- € und schenkt danach das Ganze der Gemeinde als Eigentümerin des Kindergartens. Rolf Karcher - erster Vorsitzender des Fördervereins - freute sich bei der Information vor Ort Anfang April über die ersten Arbeiten und den besonderen Charakter des Vorhabens. Bereits Ende April soll der vorgefertigte Wohn-Winterharten in Aluminiumkonstruktion erstellt werden. Mitte Juni soll – so Karcher weiter – das Vorhaben abgeschlossen sein. Die Einrichtung KiTa St. Elisabeth-Spielberg wurde im Jahr 2006 zu einer Kindertagesstätte (KiTa) weiterentwickelt. Seit 2007 werden Kinder ab dem 2. Lebensjahr betreut. Außerdem findet die Kernzeit- und Hortbetreuung der Schulkinder in den Räumlichkeiten der KiTa St. Elisabeth-Spielberg statt. Zur Projektvorstellung war aus Stuttgart auch Dr. Frank Mentrup, Staatssekretär des Kultusministeriums, nach Spielberg gekommen. Er lobte das Engagement des Fördervereins als enorme Hilfe und würdigte dies ferner als eine herausragende, gesellschaftlich höchst vorbildliche Aktion, denn die Förderung des frühkindlichen Bereiches ist ein sehr wichtiges Thema. Lob für den Einsatz des Fördervereins kam auch von Leo Oechsler, Vorsitzender des Pfarrgemeinderates der katholischen Kirchengemeinde St. Barbara und Träger der Kindertagesstätte St. Elisabeth. Er hob das außergewöhnliche soziale Engagement des Vorsitzenden vom Förderverein hervor, der sich nie vom Weg abbringen und entmutigen ließ, auch wenn das ein oder andere Problem „geschaffen" wurde. Dies auch vor dem Hintergrund, da er sich neben seiner täglichen Arbeit auch beim Badischen Fußballverband ehrenamtlich engagiert. Klaus Steigerwald führte namens des Gemeinderates aus, dass man von dieser Maßnahme „voll überzeugt sei" und bezeichnete sie als herausragende Vorbildaktion. Bürgermeister Rudi Knodel betonte, die Gemeinde schätze es, „wenn Eltern etwas leisten, was die Gemeinschaft nicht leisten kann". Ortsvorsteher Reinhard Haas freute sich ebenfalls über die Initiative des Fördervereins zum Wohle der Kinder.
Entstehungsgeschichte mit Vorlauf
Bereits vor fünf Jahren begann eine Entwicklung die letztlich zu den neuen Räumen führte. Der Ausbau zur Kindertagesstätte 2007 hatte den Wegfall eines Raumes zur Folge. Dieser wurde als Schlafraum für Kinder U 3 umgebaut und konnte für Betreuungszwecke nicht mehr genutzt werden. Eine Ausweichmöglichkeit stand und steht bisher nicht zur Verfügung. So ergab sich ein akuter Raumbedarf. Hinzu kam auch ein Engpass im Küchenbereich: Das seit nunmehr 3 Jahren angebotene warme Mittagessen wird in der kleinen Kinderküche gereicht und kann aufgrund der räumlichen Enge nur in Etappen eingenommen werden, da der Bedarf auch hier mittlerweile die räumlichen Kapazitäten sprengt. Von den voll belegten 75 Plätzen nehmen gut ein Drittel der Familien das Essensangebot für ihre Kinder wahr. Für den Förderverein war sehr schnell klar, dass aus den genannten Gründen dringend Abhilfe geschafft werden musste. Seit über fünf Jahren versuchte er durch verschiedene Raumkonzepte, diesem „Raumdefizit" entgegenzuwirken. Durch den bereits begonnenen Anbau eines Wohn-Wintergartens an das bestehende Gebäude wird der zusätzliche benötigte Raum nun endlich entstehen. Ein Teil an Eigenleistung fließt durch die Elternschaft in das Bauvorhaben mit ein.
Finanzierung aus Mix – weitere Spendenmittel erwünscht
Neben Mittel aus einem vom Bund aufgelegten Investitionsprogramm (Investitionsprogramm des Bundes zur Kinderbetreuungsfinanzierung 2008 – 2013 / für Kinder U3 in Höhe von 42.000 Euro), stehen dem Förderverein aufgrund der immer noch schwierigen finanziellen Lage der Kommunen auch weiterhin keine Mittel von der „öffentlichen Hand", sprich der Gemeinde Karlsbad, zur Verfügung. Aus diesem Grund erfolgte eine komplette Finanzierung des Bauvorhabens durch den Förderverein (Eigenmittel/Spenden – vornehmlich durch die Wilhelm-Baur-Stiftung in Höhe von 60.000 Euro sowie Eigenleistungen). Die aufzubringende Bausumme beläuft sich auf ca. 130.000,-- Euro, die bei Baubeginn vom Förderverein abgedeckt war. Die Kosten der Genehmigung des Bauvorhabens sind leider durch das Sponsoring des Fördervereins noch nicht gedeckt, so dass dieser noch Spender für die offenen Restposten in Höhe von 6.000 Euro sucht. Gerne steht der erste Vorsitzende Rolf Karcher für Interessenten unter der Telefonnummer 07202/942754 zur Verfügung.
V.l.n.r. Gemeinderat Klaus Steigerwald, Staatssekretär im Kultusministerium Stuttgart Dr. Frank Mentrup, Bürgermeister Rudi Knodel, Ortsvorsteher Reinhard Haas, Fördervereinsmitglied Claudia Dihlmann, Träger-Beauftragte der katholischen Kirchengemeinde Nicole Siegwart, Vorsitzender des Pfarrgemeinderates der katholischen Kirchengemeinde St. Barbara Leo Oechsler und erster Vorsitzender des Fördervereins Rolf Karcher vor der Kindertagesstätte. Über den Personen ist eine Information zum Ausbau zu sehen. Foto: privat
Kindertagespflege in Karlsbad in Zusammenarbeit mit dem Tageselternverein Ettlingen und südlicher Landkreis – Ehrung für Sybilla Mohr
Im März feierte der Tageselternverein Ettlingen und südlicher Landkreis zehnjähriges Bestehen. Zehn Jahre sind keine lange Zeit, aber lange genug, um die Arbeit zu bewerten und nach vorne zu schauen. Aus diesem Anlass stellt die Redaktion des Mitteilungsblattes in Zusammenarbeit mit dem Tageselternverein das Arbeitsfeld der Kindertagespflege mit dem Blick in die Praxis dar. In einem Interview erklären sowohl Azra Bredl, erste Vorsitzende des Tageselternvereins Ettlingen und südlicher Landkreis wie auch die Karlsbader Tagesmutter Sybilla Mohr Hintergründe zum Thema und persönliches Erleben. Sybilla Mohr wurde übrigens bei dem Festakt zum 10-jährigen Bestehen im März in Ettlingen für ihr langjähriges Wirken zum Wohle der Kleinsten mit einem Präsent durch Werner Raab bedacht. Kindertagespflege ist eine sehr familiennahe Betreuung von Kindern durch Tageseltern und nach dem Kinder – und Jugendhilfegesetz ein gleichwertiges Betreuungsangebot zur institutionellen Betreuung. Sie zeichnet sich vor allem durch eine hohe Flexibilität aus - oft in Ergänzung zum Besuch einer Kindertageseinrichtung und ist für viele Eltern notwendig, um die Anforderungen der Familie mit denen einer modernen Arbeitswelt in Einklang bringen zu können. Kindertagespflege ist aber auch mehr denn je für viele Eltern eine bewusste Entscheidung, gerade ihre sehr kleinen Kinder durch eine Tagesmutter betreuen zu lassen.
Fragen an Azra Bredl, erste Vorsitzende des TEV Ettlingen und südl. Landkreis
Karlsruhe e.v. :
Der Tageselternverein hatte gerade sein 10- jähriges Jubiläum – welche Veränderungen gab es dabei in Ihrer Arbeit?
Als Veränderung sehe ich im Laufe der vergangenen Jahre eine außerordentliche Professionalisierung der Kindertagespflege. Diese bezieht sich sowohl auf die Anforderungen, die heute an Tageseltern gestellt werden zum Beispiel alleine 160 Stunden Unterrichtseinheiten, Versicherungspflicht und laufende Fortbildung für Tageseltern, wie auch auf die Anpassung und den Weiterentwicklung unserer Vereinsstruktur. So wurde beispielsweise die Beratungstätigkeit in den Kommunen vor Ort und die Qualifizierung bzw. Fortbildung ins Leben gerufen. Außerdem entstand ein Netzwerkes der von uns betreuten Tageseltern. Mehr denn je ist die Kindertagespflege ein flexibles Betreuungsangebot, das viele Eltern bewusst als Alternative zur institutionellen Betreuung nachfragen und wahrnehmen. Hier als verlässlicher Partner, sowohl für Familien mit Kindern, wie auch für die von uns betreuten Tageseltern zur Verfügung zu stehen, scheint mir der größte Erfolg unserer Arbeit in den vergangenen 10 Jahren zu sein.
In welcher Form engagiert sich Ihr Verein konkret in Karlsbad?
In Karlsbad engagieren sich zurzeit 13 Tagesmütter. Über 30 Kinder im Alter von 0 bis 14 Jahren werden betreut. Eltern können die kostenfreie monatliche Sprechstunde des Tageselternvereins im Rathaus Langensteinbach oder in der Beratungsstelle in Ettlingen in Anspruch nehmen. Außerdem sind wir in Karlsbad, sowie in anderen Mitgliedskommunen für Firmen Ansprechpartner bei Betreuung in anderen geeigneten Räumen. Denn Tagespflege kann ebenfalls in anderen angemieteten Räumen durch mehrere Tagespflegepersonen angeboten werden. So besteht die Möglichkeit, in Kooperation mit dem TEV und entsprechend qualifizierten Tagespflegepersonen, den Kommunen Betreuungsplätze in größerer Zahl zur Verfügung zu stellen.
Was wünschen Sie sich für die Zukunft Ihres Vereins?
Wir wünschen uns weiterhin das Vertrauen der Familien und Kommunen in die fachlich hohe Qualität unserer Arbeit und die Qualität, der von uns vermittelten Tageseltern. Wir wünschen uns eine Anerkennung der Kindertagespflege als gleichberechtigtes Betreuungsangebot in der öffentlichen Wahrnehmung. Weiterhin wäre eine enge Kooperation mit unseren Mitgliedskommunen, gerade auch in Bezug auf die finanzielle Unterstützung der Tageseltern, um deren Arbeitsbedingungen attraktiver und verlässlicher zu machen, wichtig. Nur so wird aus unserer Sicht der Ausbau der Kindertagespflege gewährleistet werden können.
Fragen an Sybilla Mohr, Tagesmutter aus Ittersbach:
Seit wann sind Sie Tagesmutter? Welche Ausbildung war dafür notwendig?
Ich bin seit 2005 Tagesmutter. Nachdem meine Kinder erwachsen waren, habe ich für mich eine neue berufliche Perspektive gesucht und diese als selbständige Tagesmutter gefunden! Zu diesem Zeitpunkt war eine Qualifizierung nur im Umfang von 62 Unterrichtseinheiten notwendig. Ich habe mich freiwillig „nachqualifiziert" und habe jetzt das Zertifikat zur Kindertagespflegeperson mit 160 Unterrichtseinheiten.
Wie viele Kinder betreuen Sie? Haben Sie regelmäßige Arbeitszeiten?
Ich betreue momentan fünf Tageskinder, die aber nicht alle auf einmal da sind. Zwei Tageskinder sind aktuell in der Eingewöhnungszeit. Hier richten sich die Betreuungszeiten ganz nach den Bedürfnissen der Kinder. Ich habe bereits über 35 Tageskinder in den letzten 7 Jahren betreut. Meine Arbeitszeiten sind sehr unterschiedlich, in der Regel biete ich den Eltern sehr flexible Zeiten an. Die Kinder sind zwischen 5 Stunden/ Woche und 45 Stunden/ Woche hier. Einige Kinder sind schon als Baby bzw. Kleinkind vor ihrer Kindergartenzeit bei mir, andere hole ich vom Kindergarten ab und betreue sie im Anschluss, auch Schulkinder habe ich schon betreut.
Welche finanziellen Leistungen erhalten Sie für Ihre Tätigkeit?
Für zwei Kinder erhalte ich je 3, 90€/ Stunde Betreuungsgeld vom Jugendamt. Die Eltern ergänzen diesen Betrag noch geringfügig. Außerdem zahlt das Jugendamt noch Zuschüsse zu meinen Sozialversicherungsbeiträgen. Alle Eltern mit Kindern unter drei Jahren können Zuschüsse für die Betreuung bei Tageseltern beantragen. Darüber informiert die zuständige Sozialpädagogin vom Tageselternverein. Die Höhe des Betreuungsentgeldes wird mit den Eltern in einem schriftlichen Betreuungsvertrag genau festgelegt.
Was reizt Sie an Ihrem Beruf? Welche Veränderungen sind auch Ihrer Sicht notwendig, um den Beruf der Tagesmutter attraktiver werden zu lassen?
Ich habe die Freiheit, meinen Tag, meine Zeit und auch mein Arbeitsumfeld (Betreuungsräume, Spaziergänge in die Natur etc.) selbst zu gestalten. Für mich ist es eine der schönsten beruflichen Tätigkeiten als Tagesmutter, die Kinder geben soviel zurück…Die Arbeit bietet jede Menge Abwechslung und ich habe die Möglichkeit (und den gesetzlichen Auftrag) die Kinder zu fördern, ihnen beim Wachsen und selbständig werden zu helfen. Ich wünsche mir, dass Tageseltern eine bessere Bezahlung vom Jugendamt bekommen, verbunden damit auch ein bestimmter Ausgleich für Krankheits – und Urlaubstage der Tagesmutter. Hilfreich für Tageseltern und Eltern wäre auch eine bessere Regelung für Vertretungssituationen, wenn eine Tagesmutter mal ausfällt. Insgesamt weniger Bürokratie, das wäre nicht schlecht….
Weitere Infos zur Arbeit des Tageselternvereins Ettlingen und südlicher Landkreis Karlsruhe e.V.: www.tev-ettlingen.de

V.l.n.r.: Tagesmutter Sybilla Mohr (links) mit den Tageskindern Felix, Fritz und Fabio sowie der ersten Vorsitzenden vom Tageselternverein Ettlingen, Azra Bredl. Foto: Tageselternverein
Positive Bilanz nach einem Jahr Pflegestützpunkt Ettlingen
Als einer der wenigen Stadt- und Landkreise gibt es im Landkreis Karlsruhe mit den Pflegestützpunkten in Ettlingen und Bruchsal zwei Anlaufstellen für Fragen rund um das Thema Pflege. Nach dem gelungenen Start der Einrichtung in Bruchsal als landesweit einem der ersten im Oktober 2010 haben nun die Verantwortlichen des Pflegestützpunktes Ettlingen ein Jahr nach seiner Eröffnung bei einem Pressetermin am 2. April ein positives Fazit gezogen. Die Zahlen sprechen für sich – Hilfebedürftige und ihre Angehörigen wurden in über 500 Fällen beraten. Wegen der komplexen Themen waren dazu häufig mehrfache Termine notwendig, so dass Pflegestützpunktleiterin Sabrina Menze, mehr als 800 Kontakte zählt. „Der Bedarf war von Anfang an da, monatlich kommen rund 60 Ratsuchende, Tendenz steigend", freut sie sich über die gute Resonanz. Den Erfolg sieht Landrat Dr. Christoph Schnaudigel in der dezentralen Lösung. „Der Pflegestützpunkt ist in das Seniorenbüro mitten in Ettlingen eingebunden, hinzu kommen die Sprechzeiten vor Ort in den Gemeinden, das erleichtert die Kontaktaufnahme", so der Landrat. Ausschlaggebend sei jedoch besonders die Qualität und der Umfang der Beratung. Die Fragen, mit denen sich die gelernte Krankenschwester und studierte Mentorin im Sozial- und Gesundheitswesen befasst, sind thematisch breitgefächert: Welche Pflegedienstleistungen gibt es vor Ort, wenn ich Angehörige zu Hause pflege? Welche Hilfe kann ich von den Pflegekassen erwarten? Wie kann ich meine Wohnung altersgerecht machen? Auch bei Vorsorgevollmacht, Betreuungsrecht und Patientenverfügung besteht großer Beratungsbedarf. Um die Hilfesuchenden umfassend beraten zu können, ist es daher zwingend notwendig, die Strukturen und Angebote vor Ort zu kennen, so dass sich Sabrina Menze mit den Dienstleistern und ehrenamtlichen Gruppierungen austauscht. Auch die Oberbürgermeister und Bürgermeister der beteiligten Kommunen Ettlingen, Rheinstetten, Karlsbad, Waldbronn und Marxzell sind sich darüber einig, dass die Pflegestützpunkte im Landkreis Karlsruhe ein Erfolgsmodell sind. „Wir bekommen von unseren Bürgerinnen und Bürgern durchweg Positives zu hören", so die einhellige Meinung. Dem schloss sich auch Harald Röcker, Geschäftsführer der AOK an, der das im Land einmalige Konzept der Pflegestützpunkte im Landkreis würdigte. Das Kuratorium Deutscher Altershilfe (KDA), das derzeit einige Pflegestützpunkte evaluiert, war von den herausragenden Kontaktzahlen beider Einrichtungen beeindruckt und bescheinigte eine sehr gute Qualität. Die Beteiligten hoffen angesichts dieser Erfahrungswerte noch dieses Jahr auf ein deutliches Signal von Seiten des Landes, die Zahl der Pflegestützpunkte zu erhöhen. Ausbauziel wären 150 Pflegestützpunkte in Baden-Württemberg, davon fünf im Landkreis Karlsruhe, um eine flächendeckende und qualitativ hochwertige Beratung sicherzustellen, zumal der Ausbau der Pflegestützpunkte im Koalitionsvertrag benannt wird Bislang tragen die Kranken- und Pflegekassen 2/3 der Kosten, die beteiligten Kommunen 1/3. „Wegen des Erfolgs der Pflegestützpunkte und der anvisierten Ausweitung auf den gesamten Landkreis bin ich gerne bereit, als Landkreis die Finanzierung des kommunalen Anteils zu übernehmen. Ich werde den Kreisgremien ein entsprechendes Konzept vorschlagen," kündigt Landrat Dr. Schnaudigel an. In den beteiligten Städten und Gemeinden im südlichen Landkreis werden wöchentlich bzw. alle zwei Wochen nachmittags Sprechstunden angeboten. Der Hauptsitz des Ettlinger Pflegestützpunktes befindet sich im Begegnungszentrum am Klösterle, Klostergasse 1 in Ettlingen und ist telefonisch unter Tel. 07243/ 101-546 (Mobil: 0160/ 7077566) zu den Sprechzeiten zu erreichen. Diese sind Montag bis Mittwoch von 10 bis 13 Uhr, Donnerstag von 11 bis 13 Uhr und 14.30 bis 18.30 Uhr, Freitag von 10 bis 13 Uhr und 14.30 bis 17 Uhr sowie jeden 2. und 4. Mittwoch zusätzlich von 14.30 Uhr bis 17.00 Uhr.

Landrat Dr. Christoph Schnaudigel (4. von links) und Sabrina Menze, Leiterin des Pflegestützpunktes (3. von links) ziehen ein positives Fazit nach dem einjährigen Bestehen des Pflegestützpunktes Ettlingen gemein-sam mit den (Ober)Bürgermeistern der beteiligten Städte und Gemeinden
Wichtige Hinweise für alle Redakteure des Mitteilungsblattes
Jeder Redakteur ist für sein Jahresbudget selbst verantwortlich. Die Redaktion empfiehlt, dieses laufend zu kontrollieren. Die Kontrolle ist ganz einfach: Wer einen Artikel schreibt, sieht über diesem einen Informationskasten „Budgetberechnung". Dieser zeigt, wie hoch das Jahresbudget ist und wie viel verbraucht worden ist. Sobald der Verbrauch zu hoch ist, erscheinen darin negative Werte (rote Zahlen). Dann sollte man nicht in dem gleichen Umfang weiter schreiben, sonst geht das das Budget vor dem Jahresende zur Neige. Wenn es ausgeschöpft ist, können keine Berichte mehr eingestellt werden. Bitte achten Sie darauf. Näheres ergibt sich aus dem Schulungsvideo: Beschreibung der Änderungen Februar 2011: Was ist neu – In diesem Video werden die neuen Funktionen (z.B. das Jahresbudget) kurz erklärt.
Ab Anfang April findet im neuen Teil des Friedhos über einen längeren Zeitraum eine Schädlingsbekämpfung statt. Dabei ist eine renommierte Firma im Einsatz. Ratten und Wühlmäuse haben verschiedene Grabstätten unterwühlt, so dass zum Teil die Einfriedungen hohl liegen. Es werden Tarnboxen (Schadnagerstationen) mit Ködern aufgestellt, die einer ständigen Kontrolle des Technikers der beauftragten Firma unterliegen.
Kooperationsunterzeichnung „Wirtschaft macht Schule" zwischen SRH Klinikum und Werkrealschule Karlsbad
„Wir sehen gute Chancen für beide Partner sowie Impulse und motivierende Praxisanstöße" umschrieb Peter Lange, Personalleiter vom SRH-Klinikum Karlsbad-Langensteinbach seine Hoffnungen für die neue Partnerschaft mit der Werkrealschule Karlsbad. Bei der Unterzeichnung der Partnerschaft im Rahmen von „Wirtschaft macht Schule" am Dienstag, 20. März im Musiksaal der Werkrealschule waren alle Beteiligten positiv eingestimmt. Angela Martin von der Werkrealschule erläuterte die konkreten Aktivitäten die sich seitens der Schule aus der neuen Partnerschaft – es ist bereits die sechste - ergeben. Es wird Praktika im SRH-Klinikum und einen Bewerbertag mit Situationentraining geben. Die Ausbildung beim SRH – Klinikum wird auch Eingang in den Schulstoff des Wahlpflichtbereichs Gesundheit und Soziales finden. Die Unterzeichnung sei vor allem für die Schule von großer Bedeutung, da sie die erste ist, mit der das Klinikum einen solchen Kooperationsvertrag abschließt. Alfons Moritz – Geschäftsbereichsleiter Berufsbildung von der IHK Karlsruhe - lobte die Schule für die bereits eingegangenen fünf Kooperationen. Wichtig sei, dass bei den Partnerschaften auch eine gute und stabile Qualität entstehe. Bürgermeister Rudi Knodel sprach sich deutlich für solche Kooperationen in Karlsbader Schulen aus, denn nicht nur die Schule müsse die Jugend und die Zukunft der Gesellschaft fördern, sondern auch die Betriebe müssten potenziellen Nachwuchs an die Hand nehmen. Für diesen sei eine realitätsnahe Anbahnung an die Berufswelt von immensem Wert. Alexander Lehrmann vom staatlichen Schulamt Karlsruhe verglich die Bildungspartnerschaft mit der Eheschließung. Beide Partner hätten Rechte und Pflichten. Begleitet wurde die Veranstaltung von der Schulband „young + restless" unter der Leitung von Herrn Eisenlöffel.

Vertreter der Kooperationspartner: IHK, SRH-Klinikum Karlsbad-Langensteinbach, Werkrealschule und Schulträger sowie Staatliches Schulamt.

Die Schulband untermalte die Veranstaltung. Fotos: IHK / Gemeinde Karlsbad
Eisvergnügen in Karlsbad-Langensteinbach
Es ist bereits die zehnte Eissaison in der das „Tutti Gusti" Groß und Klein mit leckeren Eisspezialitäten versorgt. Die neu gestalteten Räume in der Hauptstraße 22 sind hell, modern, freundlich und versprühen ein bisschen Großstadtflair im Herzen von Langensteinbach. Wirtschaftsförderin Martina Danese und Ortsvorsteher Roland Rädle gratulierten seitens der Gemeinde zu der Eröffnung in ganz anderem Ambiente. Die veränderte Lage gegenüber der Grundschule verführt: Da wird der Schulschluss von manch einem Grundschüler mit einer Tüte Eis gefeiert! Inhaber Stefano Tonolo und Andrea Schmith freuen sich, ihr Angebot bald erweitern zu können. In Kürze werden herzhafte italienische Snacks auf der Karte stehen, z.B. Focaccia. „Typisch italienisch eben: einfach und gut!" schwärmt Andrea Schmith. Die Eissorten wechseln immer wieder – demnächst werden die „Gusti" um die klangvolle Sorte „Coppa Italia" ergänzt – mit dem Geschmack von Mozartkugeln! Die Sitzmöglichkeiten draußen laden ein, bei Kaffeespezialitäten, Eis und/oder Kuchen dem Treiben in Langensteinbach zuzusehen. Die Öffnungszeiten sind montags bis samstags ab 11:30 Uhr, sonn- und feiertags ab 13 Uhr. Geöffnet bleibt das „Tutti Gusti" dann durchgehend bis 21 Uhr, an schönen Tagen wird das Eisvergnügen bis 22 Uhr verlängert. Tutti Gusti, Hauptstr.22, Langensteinbach, Tel./Fax. 07202/937580

V.l.n.r. Wirtschaftsförderin Martina Danese, Ortsvorsteher Roland Rädle, Stefano Tonolo und Andrea Schmith

Leckeres Eis sorgt für strahlende Kinderaugen. Fotos: Gemeinde Karlsbad

Das neue Ferienspaßlogo 2012
Dank der Firma reister design von Sabine Reister hat das Logo des Ferienspaßes der Gemeinde Karlsbad wieder ein tolles Gesicht bekommen. Trotz ihres Wegzugs aus der Gemeinde Karlsbad hat sie weiterhin die Gestaltung des Logos für unseren Ferienspaß übernommen. Herzlichen Dank dafür. Durch die außergewöhnlich hohen Spendeneinnahme in diesem Jahr mussten die Gebühren für den Ferienspaß nicht erhöht werden. Sie konnten bei einigen Veranstaltungen sogar verringert werden. Auch dafür noch einmal im Namen der Teilnehmer und seitens der Gemeindeverwaltung ein ganz herzliches Dankeschön an alle Spender!
Elternmentorenschulung an der Pestalozzischule mit Teilnehmern aus Karlsbad
Die Elternmentorenschulung an der Pestalozzischule in Ettlingen wurde erfolgreich abgeschlossen, am Samstag, 24. März bekamen die 15 Teilnehmerinnen und Teilnehmer von Bürgermeister Thomas Fedrow und Schulamtsdirektorin Elisabeth Groß feierlich ihre Urkunden überreicht. Die Teilnehmer kamen aus Ettlingen, Graben-Neudorf, Karlsruhe, Achern, Karlsbad, sowie vom Dobel. Mit freundlicher Unterstützung der Schulleiterin Edelgard Schieschke hatte Wolfgang Messner von der Gemeinnützigen Elternstiftung Baden-Württemberg an vier Tagen einen Workshop für die ehrenamtliche Elternmentoren an der Pestalozzischule Ettlingen durchgeführt.
Was machen Elternmentoren eigentlich?
Elternmentoren sind neutrale Vermittler, die Eltern nicht nur in schulischen Streitfällen begleiten, sondern auch unterschiedliche Kulturen miteinander verbinden; sie werden tätig für Eltern, „die im übertragenen Sinn den Weg an die Schule nicht finden", verdeutlichte Wolfgang Messner. „Die Elternmentoren sind Schnittstellen zwischen Eltern, Schülern und Schulleitung, sie sind aber kein Ersatz für die Hauptamtlichen oder die gewählten Elternvertreter." Während die gewählten Elternvertreter die Klassenverbände in ihrer Gänze unterstützen, haben die Mentoren einzelne Familien und Kinder im Blick. Die Elternmentoren haben unter anderem gelernt, wie das Schulsystem in Baden-Württemberg funktioniert und welche Rechte und Pflichten Eltern und Lehrkräfte haben. Ein weiterer wichtiger Baustein war gute Kommunikation. Hierbei ging es darum zu erleben, wie Missverständnisse Kommunikation stören kann und wie man einfühlsam auf gute gelungene Kommunikation hinarbeiten kann. „Elternmentoren sind Multiplikatoren", erklärte Messner. Ihr Wirken spreche sich herum, wichtig sei, sie nun bei den Netzwerkpartnern, den Schulen, den Schulsozialarbeitern bekannt zu machen. „Eltern können zu einer guten Bildungsbiografie ihrer Kinder maßgeblich beitragen", dies sei eine entscheidende Erkenntnis.
Die Teilnehmer sind die Gewinner
Zur Urkundenverleihung waren Pressevertreter und viele Gäste eingeladen, unter ihnen Henrik Bubel, der Amtsleiter des Amtes für Schule und Weiterbildung der Stadt Ettlingen und Samira Ameziane, die Koordinatorin der Elternstiftung. „Die Gruppe war klasse", lobte Wolfgang Messner, viele Fragen wurden gestellt, „durchaus auch kritische", er selbst sei dadurch auch sehr gefordert gewesen. Bürgermeister Thomas Fedrow dankte allen Beteiligten, er wünschte den engagierten Eltern, dass sie unter dem Dach der Stiftung ihre Fähigkeiten weiterentwickeln und weitergeben sollten. „Die Teilnehmer sind die Gewinner", unterstrich Schulamtsleiterin Elisabeth Groß, sie hätten Motivation erfahren, dies sei gewinnbringend für die Kinder und Jugendlichen an den jeweiligen Schulen. Henrik Bubel bot sich und sein Bildungsamt als Ansprechpartner bei jeglichen Fragen rund um die Schule an. Informationen zum Amt für Bildung und Weiterbildung gibt es auf der Homepage der Stadt unter www.ettlingen.de, zur Elternstiftung unter http://www.elternstiftung.de oder Tel. 0711 50530311.

Die frisch gebackenen Elternmentoren – auch Karlsbader Teilnehmer sind vertreten. Foto: Stadt Ettlingen
Reges Interesse der Schulen
Außergewöhnlich viele Schülerinnen und Schüler füllten am Donnerstag, 15. März den Bürgersaal des Neuen Rathauses in Karlsbad-Langensteinbach. Mit großer Spannung erwarteten sie und weitere Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus der Bürgerschaft – insgesamt nahmen an der Veranstaltung circa 150 Personen teil - die Siegerprämierung der Mal- und Fotowettbewerbe zur Bürgerbeteiligung Karlsbad 2020. Der Hauptgewinner beim Fotowettbewerb ist Siegfried Retter – daneben erhielten 4 weitere Hobbyfotografen Preise. Beim Malwettbewerb konnten sich 39 Schülerinnen und Schüler über Preise freuen. Exemplarisch ist das Bild von Natascha Glasstätter aus der Werkrealschule Klasse 8 a abgedruckt. Bürgermeister Rudi Knodel freute sich über die vielen schönen Werke und ermunterte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, sich auch bei der Arbeit zur Leitbildentwicklung Karlsbad 2020 einzubringen.
Einzelheiten zum Mal- und Fotowettbewerb
Auf große Resonanz stieß der Malwettbewerb: 126 Bilder wurden eingereicht, beim Fotowettbewerb gab es leider nur 22 Fotos. Die Arbeiten aus beiden Wettbewerben wurden jeweils von einer kleinen Jury aus Fachleuten und Mitarbeitern der Verwaltung bewertet. Dabei wurde immer ein objektiver Kriterienkatalog zugrunde gelegt. Beim Malwettbewerb durften nur Karlsbader Schulen mitmachen, der Fotowettbewerb hingegen war bewusst offen für alle Karlsbader Bürgerinnen und Bürger. Und was waren die inhaltlichen Vorgaben für die beiden Wettbewerbe? Das Motto der Leitbildentwicklung „Mach mit! Unsere Zukunft. Karlsbad 2020" galt es, mit Leben zu füllen. Die kleinen und großen Künstlerinnen und Künstler sowie Fotografen setzten sich also mit der Zukunft von Karlsbad auseinander. Gleichzeitig war gefragt, welcher Eindruck jeder vom aktuellen Karlsbad hat und was zukunftsweisend ist. Bei den gemalten Werken sollte das „echt coole" Karlsbad gezeigt werden.
Preisträger Malwettbewerb
Grundschulen: 1. und 2. Klasse - 3 Arbeiten
1. Preis: Letizia Watzl, Klasse 2b - GS Langensteinbach und Linus von Einem, Klasse 2b - GS Langensteinbach; 2. Preis: Gemeinschaftsarbeit Klasse 1 GS Mutschelbach; 3. Preis: Christian Rupp und Jakob Schmidt, Klasse 2a - GS Langensteinbach und Jakob Schmidt, Klasse 2a - GS Langensteinbach.
Grundschulen: 3. und 4. Klasse - 3 Arbeiten
1. Preis: Gemeinschaftsarbeit Klasse 3a - GS Langensteinbach und Chiara Obst, Klasse 4 - GS Auerbach; 2. Preis: Isabella Rau, Klasse 4 - GS Auerbach, Emilia Kappler, Klasse 3 - GS Ittersbach, Gemeinschaftsbild Klasse 3 - GS Spielberg und Gemeinschaftsbild Klasse 3 GS Spielberg, 3. Preis: Hauke Görmar, Klasse 3 - GS Auerbach
Werkrealschule: 5. und 6. Klasse - 10 Arbeiten
1. Preis: Luisa Masino, Klasse 5 a, Sophie Hahn, Klasse 6a und Samantha Kießig, Klasse 6a; 2. Preis: Larissa Stehle; 3. Preis: Nadine Haas, Klasse 5a und Marvin Mussgnug, Klasse 6a.
Werkrealschule: 7. bis 9. Klasse - 10 Arbeiten
1. Preis: Natascha Glasstätter, Klasse 8a und Samantha Kießig, Klasse 6a. 2. Preis: Lukas Nitsch, Klasse 7a, Jascha Kastner, Klasse 6a; 3. Preis: Marvin Paar, Klasse 7a. Einen Sonerpreis erhielt die Klasse 8a - nämlich 100 Euro für die Klassenkasse.
Realschule: 5. und 6. Klasse - 10 Arbeiten
1. Preis: Maya Sahm, Klasse 5b; 2. Preis: Max Karamnow, Klasse 5 b; 3.Preis: Manuela Höfel , Klasse 5 b.
Gymnasium: 7. bis 10. Klasse - 10 Arbeiten
1. Preis: Mina Schwab und Veronika Matejkowa, Klasse 7e;2. Preis: Linda Ratzel; 3. Preis.: Selin Huck, KLasse 7e; Anna Hüttmann, Klasse 7e
Förderschule: Grundstufe 10 Arbeiten
1. Preis: Miriam Memethi, Denise Hunzelmann; 2. Preis: Benjamin Pönitz; 3. Preis: Francesco Pizzo.
Förderschule: Hauptstufe 10 Arbeiten
1. Preis: Thomas Kettschau, Klasse 9; 2. Preis: Sertan Özkul, Marlon Wolfinger; 3. Preis: Selina Rönning.
Preisträger Fotowettbewerb
1. Preis: Siegfried Retter für „Doppelkreisel in der blauen Stunde"; 2. Preis: Waltraud Becker für „Abluftkamine Rehaklinik"; 3. Preis: Michael Mußgnug; 4. Preis: Michael Wenz für „Die Autobahn im Dorf"; 5. Preis: Rolf Karcher. Alle Bilder und Fotos sind auf der Homepage von Karlsbad 2020 zu sehen.
Das Siegerbild „Doppelkreisel in der blauen Stunde" von Siegfried Retter
Das mit einem ersten Preis bedachte Bild von Natascha Glasstätter aus der Werkrealschule Klasse 8 a – exemplarisch ausgewählt für die Preisträger vom Malwettbewerb.
Die Gewinner des Fotowettbewerbs
Ein Teil der eifrigen Schülerinnen und Schüler die beim Malwettbewerb punkten konnten. Fotos: Gemeinde Karlsbad
Das älteste Ittersbacher Lagerbuch von 1837 kehrt nach Karlsbad zurück
Es ist eine sehr abenteuerliche Geschichte mit einem glücklichen Ende. Das Ittersbacher Lagerbuch von 1837, zugleich eine historische Rarität, musste zuerst verschiedenen Zwecken dienen – nämlich als Tauschobjekt, Isolierung in einem Bienenkasten und jahrzehntelange Lagerung im fernen Australien - bis es im Februar 2012 wieder in Karlsbad landete. Das Buch ist somit nach fast 180 Jahren wieder zu Hause. Am Freitag, 16. März nahmen sich Gemeindearchivar Helmut Müller, Bürgermeister Rudi Knodel, Grundbuchamtsleiter Willi Kappler, Ortsvorsteher Günter Metz und Hauptamtsleiter Roland Tibi Zeit, um einen Einblick in den Vorgänger des Grundbuches von Ittersbach zu nehmen. Für das hohe Alter und die ungewöhnlichen Verwendungszwecke ist der Zustand noch recht gut. Der Textkörper ist wohl vollständig erhalten, aber der Rückdeckel hat sich gelöst. Voraussichtlich muss nur der äußere Teil des Lagerbuches wieder hergestellt werden. Gemeindearchivar Helmut Müller will auch interessierten Bürgerinnen und Bürgern eine Einsichtnahme ermöglichen. Der „Besitzer" des Lagerbuchs, Hank Helmut Steffen berichtete Herrn Müller, dass das Buch 1945 in dessen Besitz kam. Leute aus Pforzheim waren auf dem Weg nach Tiefenbronn und haben es mit anderen Sachen für Essen getauscht. Bis 1970 diente es dann als Isolierung in einem Bienenkasten. Bei der Auswanderung wurde es von Hank Helmut Steffen mit nach Australien genommen. Helmut Müller erläuterte, dass das Lagerbuch einen Wert von mehreren Tausend Euro hat. Aus dem Titelblatt und dem Vorbericht des Buches lasse sich folgendes schließen: Der Vorbericht belegt zweifelsfrei, dass es das erste Lagerbuch von Ittersbach ist. Dessen Grundbesitz wurde bis zu dem Zeitpunkt der Erstellung des Buches nur über Steuerzettel erfasst. Diese sind auch die Grundlage für das Lagerbuch. In alphabetischer Reihenfolge sind die Einwohner und ihr Besitz aufgelistet, zusätzlich ist auch ein alphabetischer Index angehängt. Neben der Entstehungsgeschichte enthält der Vorbericht auch noch detaillierte Anweisungen wie Veränderungen des Besitzstandes einzutragen sind.


Das älteste Ittersbacher Lagerbuch wird begutachtet. Fotos: Gemeinde Karlsbad
Aus dem Inhalt
Übertragung des
Ittersbacher Lagerbuchs
von 1837
(Vorbemerkungen)
Februar 2012
bearbeitet von Helmut H.G. Müller
- Buchdeckel/ Titel
Ittersbach
Beschreibung
sämtlicher Liegenschaften
[der] Orts Einwohner
- Blatt/Folio 2 Vorderseite
Gemeinde Ittersbach.
Beschreibung.
Sämtlicher Liegenschaften der Ortsgemarkung, als
Gärten, Aecker, Wiesen, Weinbergen, Waldungen
Oedungen, mit Angabe des Stammkapitals.
Gefertigt auf dem Grund der in der hiesigen
Gemeinds -Steuer- Registratur befindlichen
Steuer-Zettel.
im Jahr
1837
- Blatt/Folio 2 Rückseite
Vorbericht
Die Gemeinde Ittersbach besaß bisher weder ein
Grund- noch ein Lagerbuch, ausser den Steuerzettel- Ab-
schriften, noch sonst eine Urkunde, die das Besitzthum eines
jeden einzelnen Gemarkungsgenossen beschreibt.
Aufgemuntert von mehrerern Amtsgemeinden, hat der
Gemeinderath zu Ittersbach an den Steuer-Peräquator
Dörrwächter zu Pforzheim das Ansuchen gestellt, auf
den Grund der in der dortigen Gemeinds-Steuer-Regi-
stratur verwahrten Steuerzettel, Güther-Aufnahms-
und Classifikations-Protokolle, eine Gütherbeschreibung
zu fertigen.
Eben diese Gütherbeschreibung ist nun so geschaffen,
daß sie dem Zwecke vollkommen entspricht, wenn in der-
selben durch den Peräquator die alljährlich vorkommenden
Eigenthums-Veränderungen nach Vorschrift ab- und zu ge-
schrieben werden.
Die Eigenthums-Veränderungen, welche jeweils Vor-
fallen, werden in dem in gegenwärtiger Beschreibung
errichteten Felde = Bemerkungen auf folgende Weise
berichtigt:
Wenn z.Z. ein Grundstück auf einen anderen Na-
men geschrieben werden soll, so hat dies auf diese Art
zu geschehen, daß nicht nur die betreffende Güther-Nr.,
-------------------------------------------------------------------------------------------
Blatt/Folio 3
sondern auch das Steuer-Kapital derselben, unterstrichen-
sodann unter dem Titel"Bemerkungen" angegeben wird
1838 /: oder in welchem Jahr der Eigenthums Wechsel vorsich
gegangen ist /: ab an N: N: folio _. Ebenso ist auch beim
Zuschreiben zu verfahren. Dabei steht jedoch zu bemerken,
daß die zuzuschreibende Güther-Nr. nicht unterstri-
chen werden darf.
Diesem Instrument ist am Schluß ein alphabetischer
Index beigefügt, in welchem die Blattseiten anzugeben,
wo jeder Gütherbesitzer namentlich aufgeführt erscheint.
Investitionen von 2,5 Millionen Euro im Zuge der Generalsanierung
Mit der Fertigstellung der neuen Kapelle und der Räume für patientennahe Dienste ist die Generalsanierung des SRH Klinikums Karlsbad-Langensteinbach einen weiteren Schritt vorangekommen. Die SRH investierte in den neuen Haupteingang, die Serviceräume und die Kapelle 2,5 Mio. Euro. Das Land Baden-Württemberg trägt davon 0,75 Mio. Euro mit Fördermitteln nach dem Landeskrankenhausgesetz. Evangelische und Katholische Kirche unterstützen den Bau der Kapelle mit zusammen 40.000 Euro. „Nachdem wir die medizinische Ausstattung auf den neuesten Stand gebracht haben, profitieren die Patienten nun von zusätzlichen Serviceangeboten und einem würdevollen Ort für ihre seelischen Bedürfnisse", sagte SRH Vorstandschef Prof. Klaus Hekking. In den neuen Räumen bietet das Klinikum Patientenberatung und Bibliothek sowie Büros für die Klinikseelsorge und die ehrenamtlichen Grünen Damen und Herren. Neu sind ein Übersetzungsservice, ein muslimischer Gebetsraum und ein Beratungsbüro des Orthopädie- und Sanitätshauses Storch & Beller. Die neue Kapelle befindet sich nun in einem runden Zentralbau direkt beim Haupteingang. In 6 Monaten Bauzeit hat das Architekturbüro Donnig+Unterstab aus Rastatt einen lichtdurchfluteten Raum der Stille geschaffen. Dazu wurde vorhandene sakrale Kunst des Bildhauers Jürgen Goertz verwendet. Die Karlsruher Künstlerin Bernadette Hörder hat hochformatige Fenster mit roten Farbfolien gestaltet. Mit einem ökumenischen Gottesdienst wurde am Sonntag, 11. März die neue Kapelle im SRH Klinikum Karlsbad-Langensteinbach ihrer Bestimmung übergeben. Neben den Vertreterinnen und Vertretern der Kirchenleitungen sowie der Kirchen- und Pfarrgemeinden waren auch Bürgermeisterstellvertreter Peter Kiesinger sowie der Geschäftsführer des SRH Klinikums Jörg Schwarzer anwesend. Auch Mitarbeiter, Förderer und Patienten des Klinikums wohnten der Andacht bei. Den Gottesdienst leiteten die katholische Klinikseelsorgerin Gabriele Scholz und ihr evangelischer Kollege Pfarrer Volker Fritz.




Einblicke in die neue Kapelle. Fotos: SRH-Klinikum
Feierstunde für Sprachkursabsolventen in Karlsbad-Langensteinbach
Premiere für alle Beteiligten: 18 Teilnehmerinnen und Teilnehmer am ersten Sprach- und Integrationskurs in Karlsbad wurden am Donnerstag, 1. März im Bürgersaal des Neuen Rathauses für ihre beachtliche Leistung durch Bürgermeister Rudi Knodel geehrt. Sie repräsentieren einen Querschnitt aus 5 Nationen. Die Gemeindeverwaltung Karlsbad und die Agendagruppe "NationalitätenBegegnung" nahmen den erfolgreichen Abschluss des Kurses zum Anlass für die Feierstunde. Mit anwesend waren unter anderem Hauptamtsleiter Roland Tibi, Garten- und Umweltamtsleiter und Ansprechpartner für Gemeindeentwicklung, Dr. Klaus Rösch, sowie Vertreter aus dem Gemeinderat. "Erst in den 1960-er Jahren wurden in Karlsbad die ersten Ausländer erwähnt" – so erläuterte Bürgermeister Rudi Knodel. Heute umfasse der Ausländeranteil in der Gemeinde 1005 Personen, nicht eingerechnet diejenigen, die bereits früher die deutsche Staatsbürgerschaft erworben hatten. Wie sich die Einstellung und die Akzeptanz gegenüber diesem Personenkreis in Deutschland entwickelt hat, verdeutlichte er mit Formulierungsbeispielen aus den Verfassungen seit 1848. „Heute sind diese neuen Mitbürger aus dem wirtschaftlichen und kulturellen Leben nicht mehr wegzudenken", beschrieb er die positive Entwicklung. Beispielsweise seien diese auch bei gemeindlichen Einrichtungen beschäftigt oder zwischenzeitlich durchaus herausragende Mitglieder bei örtlichen Vereinen geworden. Eine solche Entwicklung erfordere ein hohes Maß an Verständigungswillen auf allen Seiten der Bevölkerungsgruppen. Die größte Barriere bei der Integration stelle naturgemäß die fremde Sprache dar.
Weg zum Kurs vor Ort gefunden – Teilnehmerinnen und Teilnehmer voll beansprucht
Für die meisten Menschen ist es nahezu unmöglich, neben Beruf und Haushalt über viele Monate die erforderlichen 12 Unterrichtsstunden pro Woche in Karlsruhe zu absolvieren. Im Jahr 2009 gelang es jedoch der Agendagruppe "NationalitätenBegegnung in Karlsbad" mit Unterstützung von Frau Schubert und Herrn Blum vom Landratsamt Karlsruhe, erstmals einen solchen Kurs für Zuwanderer vor Ort in Karlsbad ins Leben zu rufen. Die vielschichtige Arbeit der Agendagruppe "NationalitätenBegegnung in Karlsbad" bezeichnete Knodel in diesem Zusammenhang als "Sahnehäubchen". Das Karlsruher Sprachinstitut I.d.E. Runne beauftragte die Dozentin Gisela Specht mit der Durchführung eines Kurses und die Gemeinde Karlsbad stellte über die Volkshochschule kostenlos die Unterrichtsräume zur Verfügung. Der Kurs zog sich für manche Teilnehmer fast über zwei Jahre hin. Einige, die den Anstrengungen nicht gewachsen waren, haben zwischenzeitlich leider aufgeben müssen. Nach dem Motto „Was lange währt wird endlich gut" sind die Energie und das Durchhaltevermögen der Übrigen zu bewundern. Die Feierstunde wurde mit einer schönen musikalischen Begleitung aufgewertet. Zur Eröffnung begeisterte der 11-jährige Gitarrist und "Jugend-musiziert"-Sieger Arin Noshach mit seinen teils folkloristisch angehauchten Darbietungen. Nach der Ehrung der 28 Kursteilnehmer durch Bürgermeister Rudi Knodel hieß es für die Kursabsolventen, die "nächste Sprache" zu "erlernen". In reinstem "Badisch" präsentierten die beiden LandFrauen Gisela Böhm und Heidelore Popelka zwei Kabinettstückchen. Toll war auch der Auftritt eines jungen Tanzpaares mit Salsa-Darbietungen.

Teilnehmerinnen und Teilnehmer des ersten Sprach- und Integrationskurses in Karlsbad. Foto: privat
Die in den Amtsblattstatuten festgelegte Sommerpause findet im Jahr 2012 in den Kalenderwochen 33 und 34 statt (13.8. bis 24.8.). Bitte stellen Sie sich in der Planung darauf ein.
Veränderte Redaktionsschlusstermine im Jahr 2012
Es kommt leider immer wieder vor, dass man nicht daran denkt, dass zu bestimmten Wochen das Mitteilungsblatt einen anderen Redaktionsschluss hat.
Hier nun zur Vorplanung die Termine für 2012:
Ausgabe 14 – Osterwoche – Redaktionsschluss Montag 2.4., 12.00 Uhr statt Dienstag 3.4. 12.00 Uhr
Ausgabe 18 – Feiertag 1. Mai – Redaktionsschluss Montag 30.4., 12.00 Uhr
Ausgabe 20 – Feiertag Christi Himmelfahrt 17. Mai – Redaktionsschluss Montag, 14. Mai, 12.00 Uhr statt Dienstag 15. Mai, 12.00 Uhr
Ausgabe 23 – Feiertag Fronleichnam 7. Juni – Redaktionsschluss Montag, 4. Juni, 12.00 Uhr statt Dienstag, 5. Juni 12.00 Uhr
Ausgabe 40 – Feiertag Tag der Deutschen Einheit 3. Oktober – Redaktionsschluss Montag, 1. Oktober, 12.00 Uhr statt Dienstag, 2. Oktober 12.00 Uhr
Ausgabe 44 – Feiertag Allerheiligen 1. November – Redaktionsschluss Montag, 29. Oktober, 12.00 Uhr statt Dienstag, 30. Oktober, 12.00 Uhr.
Vor den jeweiligen Terminen wird nochmals im Mitteilungsblatt und auf der Gemeindehomepage separat informiert.
Parkdeck und Haltestelle ergänzen sich ideal
Die Spritpreise steigen stetig und werden wohl auf absehbare Zeit auf einem sehr hohen Niveau verharren. Das ist die eine Seite der Medaille. Auf der anderen Seite gewinnen die Standorte mit guter Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr an Attraktivität. Und hier hat Karlsbad mit der Haltestelle im Gewerbegebiet Karlsbader Schießhüttenäcker (KSC) und dem dazugehörigen Parkdeck für umsteigende Autofahrer einen echten Trumpf in der Hand. Wer nach Ettlingen oder Karlsruhe will, kommt vom Parkdeck bequem und ebenerdig zur Haltestelle Schießhüttenäcker. Das Parkdeck hat vom Parkplatz Aldi/Edeka ausgehend eine direkte Zufahrt. Letztlich profitiert auch das KSC von der Haltestelle, denn diese ermöglicht es auch Kunden aus der Umgebung von Karlsbad, mit der S-Bahn zum Einkauf zu fahren.


Ein vorbildliches Angebot für Einkäufer, Berufspendler oder Ausflügler – das Parkeck und die Haltestelle Schießhüttenäcker. Fotos: Gemeinde Karlsbad.
Erlöse fließen in deren Arbeit ein
Schon seit Jahren gibt es in Karlsbad ein eingespieltes System in Sachen Altpapiersammlung. Örtliche Vereine und Kirchen holen zu bestimmten Terminen Altpapier ab. Auch für 2012 wird dieses System weitergeführt. In der beigefügten Tabelle sind die jeweiligen Termine und die verantwortlichen Abholer genannt. Das Altpapier sollte spätestens um 8.00 Uhr zum Abholen bereit stehen. Die Erlöse aus diesem System fließen in die Arbeit der Vereine ein und sind für diese ein wichtiger Bestandteil auf der Einnahmenseite. Ein anderes System sind Wertstofftonnen. Die Einnahmen und Ausgaben über dieses System werden anders verteilt. Altpapier, dass in einer der Wertstofftonnen landet, kommt nicht unseren Vereinen zu Gute. Jede Bürgerin und jeder Bürger entscheidet aber selbst, welche der Entsorgungswege er wählen möchte.
Karlsbader Veranstaltungen 2012 sprechen alle Sinne an
Lachen, genießen, nachdenken, feiern oder mit neuen Ideen in die Zukunft starten. Wer den Karlsbader Veranstaltungskalender für das Jahr 2012 in die Hand nimmt, wird mit Sicherheit fündig werden. Viele Vereine, Institutionen und Einrichtungen bieten darin einen Mix, aus dem jeder etwas Passendes finden kann. Die Gemeinde Karlsbad trägt mit eigenen Veranstaltungen (Märzenmarkt, Kerwemarkt, Kammerkonzerte, Ferienprogramm und Weihnachtsmarkt) zur Vielfalt bei. Das Jahr startet jedenfalls närrisch. Schon am Samstag, 21. Januar werden die Narrenbäume in Auerbach und Ittersbach gestellt. Am 30. April erobern dann die Maibäume die „Lufthoheit". Der Kindergarten in Ittersbach wird am 29. April nach dem Um- und Erweiterungsbau eingeweiht. Der ökumenische Gottesdienst auf der St. Barbara-Ruine findet am Sonntag, 1. Juli statt. Auerbach feiert sein Dorffest vom 7.-8. Juli und am 21. Juli ist wieder das Lindenplatzfest in Mutschelbach. Nach der Sommerpause steigt am 15. September die Kerwe in Mutschelbach und am 30. September feiert das DRK in Spielberg 50-jähriges Bestehen. Vom 27. Oktober bis 04. November ist „Offerta-Zeit". Wegen dem großen Umfang liegt eine Druckversion des Veranstaltungskalenders mit Stand Jahresanfang 2012 in allen Rathäusern zum Abholen bereit. Ganz schnell und unkompliziert kann man sich auf der Gemeindehomepage www.karlsbad.de unter der Rubrik „Leben und Freizeit"/"Veranstaltungskalender" online informieren. Dort werden auch immer wieder aktuelle Veranstaltungen eingepflegt. Der Nutzer kann sich diese mit einem Klick nach den Kategorien Kinder und Jugendliche, seniorengerechte Angebote, Sportveranstaltungen, Kultur, kirchliche Veranstaltungen, Märkte und Basare, kulturelle Angebote sowie Feste und Feiern sortieren. Die Druckversion ist auch als pdf-Datei hinterlegt.

Viel Leben beim Start zum Ferienprogramm im Jahr 2011. Auch dieses gehört zu den bekannten Karlsbader Veranstaltungen. Foto: Archiv
Auerbach : „Mitten im Dorf"
Am Donnerstag, dem 12. Januar, startete in Karlsbad ein neues ganzjähriges Kulturprogramm. Die Veranstaltungen finden regelmäßig jeden zweiten Donnerstag im Monat im Saal der evangelischen Kirchengemeinde Auerbach statt. Die Themen decken ein weites Spektrum ab und bieten somit Information und Unterhaltung für ein breites Publikum. Veranstaltungsbeginn ist jeweils 19.3o Uhr, Saalöffnung ab 19.oo Uhr. Der Eintritt ist frei. Die beiden ersten Termine im Januar und Februar sind mit einem Doppelthema belegt: „Auf den Spuren der Waldenser". Rolf Hamberger, Initiator des neuen Programms, referierte zunächst über den Ursprung und die Geschichte der Waldenserbewegung, die Entstehung in Piemont, die Emigration in die Schweiz und nach Hessen, Württemberg und Baden, unmittelbar in unsere Nachbarschaft nach Mutschelbach und Palmbach. Am 5. Februar folgt dann ein Diavortrag, der die Besucher mitnimmt zu einer Wanderung auf der gta, der Grande Traversata delle Alpi, die durch die Ursprungsheimat der Waldenser führt. Das ganze Jahresprogramm – die Ferienmonate Juli und August sind ausgenommen – ist in einem Flyer zusammengestellt, der in der Kirche aufliegt, Plakate am Kirchenschaukasten und im Rathaus Auerbach weisen jeweils auf die aktuelle Veranstaltung hin. Nach den Vorträgen ist auch Gelegenheit zu Gesprächen mit den Referenten und zu einem gemütlichen Beisammensein bis ca. 22 Uhr.
Blick ins Publikum bei einer Veranstaltung im Saal der evangelischen Kirchengemeinde Auerbach. Foto: ev. Kirche
Grundstückseigentümer im Braunkehlchenschutzgebiet bei den Pfinzquellen gefragt
Wahrscheinlich ist nur wenigen bekannt, dass einheimische Wiesenvögel und ihre Lebensräume Wiesen besonders schützenswert sind. Auch in Karlsbad und der näheren Umgebung kommen Wiesenvögel vor. So lebt beispielsweise das Braunkehlchen im Pfinzquellgebiet und hat dort eines der letzten Brutgebiete in der Region. Der Verein „Lebendige Wiese e.V." sucht Wiesengrundstücke im Pfinzquellgebiet zum Verkehrswert zu kaufen und will durch aktiven Naturschutz den Lebensraum von Braunkehlchen & Co. erhalten. Daneben ist es auch möglich, Extensivierungsverträge mit den Landratsämtern Enzkreis und Karlsruhe abzuschließen, um eine spätere Mahd ohne finanzielle Einbußen zu ermöglichen. Dadurch wird eine naturgerechte Bewirtschaftung der Schutzgebietsflächen gefördert. Das Braunkehlchenschutzgebiet liegt zwischen Pfinzweiler, Langenalb, Ittersbach und Pfaffenrot. Wer sich mit dem Gedanken trägt, sein Wiesengrundstück zu verkaufen und so zum Arten- und Naturschutz beitragen möchte, kann gerne nähere Informationen beim Vorsitzenden des Vereins „Lebendige Wiese e.V.", Herrn Döppenschmitt, Waldstr.6, 75248 Ölbronn-Dürrn,Telefon 07237-7822 einholen. Wer wissen will, ob sein Grundstück in das Schutzgebiet von Braunkehlchen & Co. fällt, kann sich bei Herrn Auer im Rathaus Schwann – Telefon 07082/948-741 informieren,
Schutz von Wiesen als Lebensraum
Der eingetragene Verein „Lebendige Wiese e.V." hat sich zum Ziel gesetzt, das Ökosystem Wiese (z.B. Feuchtwiesen, Trockenrasen, Streuobstwiesen) als Lebensraum für viele heimische Tier- und Pflanzenarten in der Region zu bewahren und somit künftigen Generationen die Artenvielfalt zu erhalten. Er wird von einer Stiftung im Enzkreis die Naturschutzprojekte unterstützt gefördert. Das Land Baden-Württemberg hat im Pfinzquellgebiet ebenfalls Feuchtwiesen aufgekauft und somit die besondere Bedeutung dieses Gebietes für den Naturschutz unterstrichen.

Für den Schutz des Braunkehlchens und anderer Wiesenvögel gilt es, Grundstücke im Braunkehlchenschutzgebiet bei den Pfinzquellen entsprechend zu bewirtschaften. Foto: privat
Feier zu 40 Jahre Karlsbad – Festredner Landtagspräsident Willi Stächele (CDU)
„Karlsbad hat eine Auszeichnung mit Goldrand verdient" meinte der launige Festredner Willi Stächele beim Feierakt zum 40-jährigen Bestehen von Karlsbad. Wetter, Programm, Stimmung und eine große Ausstellung am Sonntag, 9. Oktober in der Talblickhalle in Auerbach passten jedenfalls. Nach dem kompakten Programm mit Reden und Akkordeon Musik von AccoMusica nutzten viele Bürger und Bürgerinnen – die Talblickhalle war voll – die Gelegenheit zum Plausch und Genießen der Ausstellung. Karlsbad erhielt auch Lob für die Initiativen in Sachen gemeindeübergreifende Zusammenarbeit insbesondere mit Waldbronn. In diesem Zusammenhang passte dann auch, dass AccoMusica ein Verein ist, der sowohl in Karlsbad als auch in Waldbronn tätig ist. Nachdem sich Prominente und Gestalter von Karlsbad in das Gästebuch der Gemeinde eingetragen hatten, hielt Bürgermeister Rudi Knodel eine Ansprache – sie ist im folgenden wiedergegeben. Zu Beginn erklang eine Staumeldung mit Karlsbad.
Rede Bürgermeister Rudi Knodel
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, sehr geehrte Gäste, so kennt jeder Karlsbad - die Autobahn durch unsere Gemeinde als Nadelöhr des Verkehrs. Doch Karlsbad ist mehr als eine Staumeldung von der Autobahn - obwohl der Verkehr eine nicht zu unterschätzende Rolle spielt. Wohnen, arbeiten, erholen, so umschreibt das Logo Karlsbad. Am 1. September 1971 vereinigten sich mit Auerbach, Ittersbach, Langensteinbach, Mutschelbach und Spielberg fünf selbständige und selbstbewusste Ortschaften zur neuen Gemeinde Karlsbad. Um es etwas bunt zu sagen, „Kuckucke, „Göckler, Russen, Eierkuchen und Schmierbrenner" fanden eine neue gemeinsame Heimat. Da sollten wir aufs Erste Gott danken für dieses Privileg, dass sich Karlsbad – trotz mancher Scharmützel – 40 Jahre in demokratischer Freiheit entwickeln konnte.
Unterschrift im Krankenhaus
Lassen wir das maßgebende Unterschriftsbild der Vertragsunterzeichnung vom Juli 1971 im Klinikum einmal auf uns wirken. Es hat historischen Wert und stammt von unserem Mitbürger Ludwig Müller. Sie alle können die Eindrücke im Anschluss durch die mit viel Emotion und Arbeit zusammengestellte Ausstellung zum 40-jährigen Bestehen noch vertiefen. In dieser Zeit ist viel Licht und Schatten über Karlsbad gegangen, die Sonnenseite dominiert Gott sei Dank meines Erachtens sehr deutlich. Karlsbad ist aus der damaligen Gemeinde- und Kreisreform in Baden-Württemberg hervorgegangen. Die Verflechtung Land/Region/Landkreis und Gemeinden hat Tradition. Deshalb darf ich zuerst die Repräsentanten aus der überörtlichen Politik begrüßen: Vorneweg Herrn Willi Stächele – Präsident des Landtags von Baden-Württemberg – er wird die Festansprache halten. Ich heiße als Staatssekretär vom Kultusministerium Herrn Dr. Frank Mentrup willkommen, ebenso seinen Kollegen vom Landtag, unseren bewährten Abgeordneten Herrn Werner Raab sowie seinen verdienten Vorgänger, Herrn Minister a.D. Dr. Erwin Vetter. Herrn Dr. Christoph Schnaudigel – Landrat des Landkreises Karlsruhe gilt ebenfalls mein Gruß sowie Herrn Dr. Gerd Hager, Verbandsdirektor des Regionalverbandes Mittlerer Oberrhein. Aus der Nachbarschaft beehren uns heute mit ihrem Besuch die Bürgermeister Wolfram Jäger, Karlsruhe, Franz Masino, Waldbronn, Ulrich Pfeiffer, Keltern, Raimund Schuster, Marxzell, und Bürgermeisterstellvertreter Reiser, Straubenhardt mit Gattinnen. Im gleichen Atemzug sind die Gründerväter von Karlsbad zu nennen, die Unterzeichner des Fusionsvertrags waren. Ich freue mich über die Anwesenheit des damaligen Spielberger Bürgermeisters Werner Steger mit Gattin und des letzten Mutschelbacher Schultes Willi Konstandin. Erich Fehringer, damals Bürgermeister von Auerbach, musste sich leider entschuldigen. Für die inzwischen verstorbenen Bürgermeister Franz Würl aus Ittersbach und Karl Ried aus Langensteinbach darf ich Töchter und Söhne in unserer Mitte willkommen heißen. Der erste Karlsbader Bürgermeister Erich Hoffmann mit Gattin hat es sich ebenfalls nicht nehmen lassen, an seine frühere Wirkungsstätte zu kommen, denn er hat ja pilothaft Karlsbad organisatorisch zusammengeführt – ein Kraftakt. Mein direkter langjähriger Vorgänger Alfred Seeger ist mit Gattin ebenfalls da. Unter uns sind auch Mitglieder der Verhandlungskommission aus allen Ortschaften, die Karlsbad angebahnt haben; Insider sagen, dass damals die Nachsitzungen kaum mit Null Komma Null Promille geendet haben. Ich grüße weiter die heutigen und früheren Ortsvorsteher, etliche Mandatsträger aus dem jetzigen und früheren Gemeinderat, den Ortschaftsräten und dem Agendarat. Eine besondere Gruppe haben wir für heute eingeladen – mein spezieller Gruß gilt den heute 40-Jährigen, also den im September 1971 geborenen und in Karlsbad wohnhaften Einwohnern sowie den Ehepaaren, die im September 1971 geheiratet haben – soweit sie noch beisammen sind.
Baumsymbol und Wappen
Neben mir sehen Sie im Bild ein Unikat aus dem Karlsbader Wald. Das Original steht unmittelbar vor dieser Halle. Ich möchte diesen Baum als vergleichendes Symbol zur Entwicklung von Karlsbad sehen. In den zurückliegenden Jahrhunderten haben sich unsere Ortschaften individuell entwickelt, jede hat ihre eigene Geschichte. Das ist der geteilte Abschnitt des Baumes. Mit der Neubildung von Karlsbad wachsen alle Ausbuchtungen zusammen, das ist der obere Teil des Baumes – ist das bei Karlsbad ebenso? Mir gefiel die Aussagekraft dieses Sonderexemplares; unseren Forstleuten entbiete ich bei dieser Gelegenheit im „Jahr des Waldes" meinen Willkommensgruß. Ein weiteres Symbol der Gemeinsamkeit ist aus dem Gemeindewappen erkennbar. Es betont neben der Trinkschale die zusammenfließenden Linien für die fünf Ortsteile zu einem Gemeinwesen. Sind wir in der Realität ein Gemeinwesen? Es gibt Passagen da zweifle ich; wenn ich aber etwa an das Schulzentrum, an den ökumenischen Gottesdienst in der St. Barbara-Ruine, an den Karlsbad-Pokal im Sport, an die Karlsbad-Konzerte denke, dann glaube ich, wir sind mindestens auf dem richtigen Weg einer Karlsbad-Identität.

V.l.n.r. Dr. Frank Mentrup - Staatssekretär der Landesregierung und Willi Stächele – Präsident des Landtags von Baden-Württemberg mit Bürgermeister Rudi Knodel und Dr. Christoph Schnaudigel – Landrat des Landkreises Karlsruhe.
Nun, was geschah in den vergangenen 40 Jahren? Ich möchte ein paar Punkte herausgreifen und ein gerafftes Resümee zu Karlsbad ziehen.
Karlsbader Eigenheiten
Karlsbad weist eine Gemarkungsfläche von 3.800 Hektar aus. Über drei Viertel hiervon sind landwirtschaftliche, forstwirtschaftliche und Naturflächen. Darum will ich alle, die sich mit dem Thema Natur und Landwirtschaft auseinandersetzen, willkommen heißen. Karlsbad steht für Ökologie – diese Zielrichtung wurde in den vergangenen Jahrzehnten konsequent entwickelt, strukturiert und von außen anerkannt: Beispiele hierzu sind: Karlsbader Ökologieprogramm, Umweltschutz-preise, Streuobstbauförderung, Umwelttage. Einwohnerentwicklung – beim Start hatte Karlsbad etwa 11.300 Einwohner, heute sind es circa 15.800. Nach einem lange Jahre stetigen Bevölkerungszuwachs – unter anderem durch etliche Neubaugebiete - stagniert Karlsbad seit einiger Zeit. Wir versuchen gegenzusteuern mit gezieltem Ausbau der Kinderbetreuung der 10 Kindergärten, Kernzeitbetreuung an den Grundschulen sowie Förderung der offenen Jugendarbeit und werben für unsere Wohnmöglichkeiten mit Innenentwicklung. Auch für die Senioren wollen wir attraktiv bleiben – in den vergangenen Jahrzehnten wurden bekannte Einrichtungen wie die Sozialstation, das Seniorenzentrum Kurfürstenbad, Haus der Senioren in Spielberg oder Blumenhof geschaffen. Nicht zu vergessen das AWO-Heim Spielberg. Deshalb begrüße ich in dieser Runde Kindergartenträger, Erzieherinnen, Mitglieder des letzten Jugendgemeinderates, Seniorenbeirat und Sozialanbieter. Unser Konzept der allgemein bildenden Schulen ist stimmig; gestützt auf unsere fünf Grundschulen – je eine in jeder Ortschaft, halten wir unser Schulzentrum hoch. Neben der damaligen Hauptschule, heute Werkrealschule, haben aktuell die Realschule und das Gymnasium ebenfalls 40-jähriges Bestehen gefeiert. Zuerst investierte die neue Gemeinde Karlsbad Millionen in das Schulzentrum, später ergänzte sie durch die Aula und eine Mensa das Angebot. Hunderttausende von Euro (damals auch DM) wurden aber auch in die energetische und bauliche Sanierung – insbesondere nach dem Gymnasiumbrand 1993 - gesteckt. Circa 2.600 Schüler besuchen jeden Tag das Schulzentrum, die Grundschulen sowie Förderschulen. Ich freue mich daher ausdrücklich, Vertreter aus der Bildungslandschaft inklusive der Volkshochschule begrüßen zu können. Kultur beleuchtet das Leben von neuen Seiten, weckt Interesse, bringt Freude und gegenseitigen Austausch. Als Beispiel dafür stehen das Heimatmuseum Ittersbach, das Haus Conrath und die seit 2009 im Ort befindliche Gemeindebücherei. Diese Einrichtungen tragen ebenso wie die Kulturvereine mit Gesang, Musik und Kleinkunst zu einem abwechslungsreichen Angebot bei. Die kommunale Musikschule sowie die Kunst- und Musikschule e.V. bringen sich immer wieder bei Veranstaltungen ein. Liebe Kulturmacher und Kulturverantwortliche, seien Sie alle herzlich gegrüßt! In diesen Willkommensgruß schließe ich ausdrücklich die Musiker von AccoMusica mit ein, die unser Programm festlich umrahmen, Danke! Was wäre Karlsbad ohne seine Vereine? Schon von Anbeginn der Gemeinde standen diese im Fokus der Gemeindepolitik. Dies zeigt sich in der konsequenten Ausstattung fast aller Ortschaften mit Sport- und Mehrzweckhallen. Dies geschah vor allem in den 80-er Jahren, erst in jüngster Zeit entstand die Beckerhalle. Ein Höhepunkt und finanzieller Kraftakt war die Neugestaltung des Freibades 1988. Jetzt kooperieren wir mit zwei Nachbarfreibädern unter Mithilfe des Fördervereins. Auch mehrere Sportplätze in den Ortschaften sowie das sanierte Stadion im Schulzentrum sind Garanten für sportliche und ideelle Erziehung und sorgen für Gesundheit. Liebe Vereinsvertreter, liebe Träger von Ehrenauszeichnungen des Ehrenamtes, ich möchte auch Sie herzlich begrüßen! Die mit den Partnergemeinden Hüttau im Salzburger Land und Heldrungen in Thüringen verbundenen Bürger sowie Gäste aus den Partnergemeinden sind ebenfalls herzlich willkommen. Die Partnerschaftsfahnen von Heldrungen und Hüttau stehen für Dialog. Ein festes Fundament für unsere Sicherheit bilden die Freiwillige Feuerwehr mit ihren fünf Abteilungen, die DRK-Bereitschaften, die DLRG-Ortsgruppe sowie die Polizei im Albtal. Allen anwesenden Verantwortlichen, ebenso allen Behördenvertretern z.B. vom Notariat ein herzliches Grüß Gott. Beeindruckend ist die Entwicklung im Gesundheitsbereich. Die SRH-Stiftung hat das Krankenhaus in Karlsbad sehr gut im Markt platziert und in den vergangenen Jahren viel Geld in die Hand genommen um im Gesundheitsmarkt fit zu bleiben. Die letzte Etappe war die Umgestaltung der Notaufnahme mit neuem Hubschrauberlandeplatz. Ich freue mich über die Vertreter aus dem Klinikum sowie alle im Gesundheitsbereich in Karlsbad tätigen Bürgerinnen und Bürger die heute hier anwesend sind, Hausärzte, Fachärzte, Apotherinnen und Pflegekräfte. Karlsbad ist reich an kirchlichem Leben unterschiedlicher Art. Neben der evangelischen und katholischen Kirche sind weitere Richtungen vertreten. Das Bibelheim Bethanien und die Langensteinbacher Höhe feierten vor nicht allzu langer Zeit runde Jubiläen. Sie alle sorgen für geistliche Orientierung. Sehr geehrte Kirchenvertreter, ich begrüße Sie herzlich in Auerbach. Beeindruckend ist die Bilanz der wirtschaftlichen Seite in Karlsbad. Wer hätte gedacht, dass ein so mächtiges und negatives Ereignis wie ein Tornado 1968 zusätzlich Schubkraft für ein gesundes Wirtschaftsleben liefert? Und doch - ausgehend von den Tornadoflächen prosperierten Unternehmen in die neuen Flächen des Gewerbegebietes Ittersbach hinein. In Langensteinbach entwickelte sich seit 1985 das Pilotmodell Gewerbegebiet Schießhüttenäcker. Heute präsentiert es sich aufgefüllt mit großen Handelsbetrieben und Fachmärkten. 6.300 Arbeitsplätze gibt es aktuell in Karlsbad, die Gemeinde ist seit 2003 regelmäßig mit dem Bund der Selbständigen auf der Offerta. Seit vorigem Jahr ist unser Offerta-Auftritt mit Waldbronn verknüpft. Ich begrüße alle Unternehmerinnen und Unternehmer in Karlsbad und bedanke mich zugleich für deren Tatkraft und ihre Steuerzahlungen! In Karlsbad funktioniert scheinbar Unmögliches. Es gab erhebliche Zweifel an der Leistungsfähigkeit des Doppelkreisels in Langensteinbach. Nach dessen Durchbruch „kreiselt" es an immer mehr Stellen, derzeit an fünf. Die guten Grundlagen des ÖPNV wurden bei der Gemeindegründung mit dem S-Bahn-Ausbau der AVG, später mit dem integrierten Verkehrskonzept, Busverkehr, sowie AST gelegt. Demnächst steht die Einweihung des zweigleisigen Ausbaus der S-Bahn zwischen Langensteinbach und Reichenbach an. Trotzdem bleibt der Verkehr weiter ein drängendes Thema. Ich nenne hier insbesondere als Stichwort den Ausbau der BAB A 8 im Bereich Mutschelbach oder den Autobahnzubringer L 623. Alle Verantwortlichen im Verkehrsbereich und jeder Verkehrsteilnehmer seien herzlich gegrüßt. Geld ist nicht alles, aber ohne Geld ist alles nichts. Ich meine, Karlsbad hat sich trotz Höhen und Tiefen zu einer finanziell soliden Kommune entwickelt – mit zwischenzeitlichem Wechsel von der Kameralistik zur sogenannten Doppik. Ich danke allen, die daran in Gremien, Verwaltung und Aufsichtsbehörden mitgestaltet haben und heiße an dieser Stelle auch die Vertreter der Sparkasse und Volksbanken willkommen. Die Presse verfolgt seit der Neugründung von Karlsbad intensiv unser Geschehen, ihre Vertreter begrüße ich ebenfalls. Und nun bin ich gespannt, wie unsere heutigen Gastredner Karlsbad bewerten. Ist Karlsbad ein Erfolgsmodell aus der Gemeindereform? Das Primat hat heute der Landtagspräsident, Herr Stächele.
Richtungsweisende Entscheidung
„Wir können viel, wenn wir zusammenstünden" so umschrieb Willi Stächele – Präsident des Landtags von Baden-Württemberg - die Stimmung, die um die Zeit der Bildung von Karlsbad geherrscht hat. Karlsbad habe im Nachhinein betrachtet ein wesentliches Ziel der Gemeindereform mustergültig erreicht: Neue und funktionsfähige Einheiten zu schaffen, um die Selbstverwaltung auch richtig leben zu können. Durch zukunftstaugliche Strukturen sei Karlsbad den Weg des Bewahrens gegangen. Bei der Gemeindereform wurden aus 3378 Gemeinden letztlich 1111 Gemeinden. Dies sei ein außerordentlicher Kraftakt gewesen. Die gestiegene Verwaltungskraft von Karlsbad wurde benötigt, um die Ansprüche, die an das neue Gemeindegebilde gestellt wurden, erfüllen zu können – Schuleinrichtungen, Hallen, Straßen, Baugebiete etc. Wirtschaftssituation (quasi Vollbeschäftigung), Einnahmen und Schuldenstand (30 Prozent unter dem Landesdurchschnitt) seien in Karlsbad günstig und die Gemeinde habe sich als Unterzentrum zu einem David neben dem Goliath Karlsruhe entwickelt. „Auch wenn man sich ab und zu in den Haaren hat" sei die Gemeindeentwicklung in Karlsbad zukunftsgerichtet. Die Karlsbad-Konzerte zeigten die kulturelle Zusammengehörigkeit. Stächele bekannte sich zu einer gesunden, dezentralen Struktur und bedankte sich bei den Ortsvorstehern und Ortschaftsräten für deren Tätigkeit. Die baden-württembergischen „Herzelemente" seien überschaubare Einheiten in denen sich die Bürger und Bürgerinnen wohl fühlten und sich engagierten. So wurde in Karlsbad „aus Fünf Eines". Stächele spannte abschließend einen Bogen zu Europa. Auch hier sei es wichtig, zusammenzukommen. Nach den Kriegen habe man dadurch ein friedliches Miteinander entwickelt. Man brauche Europa zur Friedenssicherung und als Antwort auf die Globalisierung. Allerdings dürfte Europa auch kein „Zentralstaat" werden.
Grußworte Dr. Frank Mentrup und Dr. Christoph Schnaudigel
„Nein, es ist nicht so, dass Karlsbad wegen dem Stau einen schlechten Ruf hat" formulierte Dr. Frank Mentrup – Staatssekretär der Landesregierung als „Neigschmackter" die Sichtweise von außen. Er sprach auch im Namen von Werner Raab – MdL (CDU). Es sei der Gemeinde hervorragend gelungen, dass sie von außen als Gesamtgemeinde wahrgenommen wird. Es gebe dabei sowohl die Ortsteil- als auch die Karlsbad-Identität. Er selbst habe in Mannheim mit der Gemeindereform zu tun gehabt. Die Gemeinde sei dafür zu loben, dass sie durch die Zusammenarbeit mit Waldbronn schon die nächsten Schritte gehe. „Karlsbad kommt ins Schwabenalter" meinte Landrat Dr. Christoph Schnaudigel, aber „Karlsbad sei schon vor vierzig Jahren gescheit gewesen". Die Verantwortlichen hätten klar erkannt, dass man alleine zu klein sei. Als wirtschaftsstarker Standort mit einem entsprechenden Finanzierungsanteil im Landkreis sei Karlsbad ein wichtiger Partner für den Landkreis. Die Gemeinde habe außerdem einige vorbildliche Projekte angestoßen und umgesetzt: z.B. Energiemanagement, kaufmännische Buchführung, Innenstadtentwicklung (Mokka) und sei Standort der Schule für Körperbehinderte. In den 40 Jahren habe sich Karlsbad zu einem hervorragenden Gemeinwesen und einer „starken Säule im Landkreis" entwickelt.
Erich Hoffmann – Unmögliches möglich gemacht
Der erste Karlsbader Bürgermeister – Erich Hoffmann – hob in seiner Rede hervor, dass man bei der Geburt von Karlsbad allerlei „Unmöglichkeiten" überwunden habe: Er sei als Schwabe aus dem Allgäu Bürgermeister im Badischen geworden. Beim Durchsetzen des „unmöglichen" Namens „Karlsbad" habe Bürgermeister Karl Ried geholfen. Auch beim Postversand habe sich „Unmögliches" in Bezug auf das tschechische Karlsbad ergeben. Schließlich sei das Gemeindewappen mit dem geschwungenen Bogen im Abschluss einmalig in der Bundesrepublik. Zum Abschluss des Programms warb Bürgermeister Rudi Knodel für die Bürgerbeteiligung „Karlsbad 2020" und bedankte sich bei allen Mitwirkenden, Aktiven und Machern von Karlsbad bevor es an das Anschneiden der Karlsbad-Torte – gestiftet von der Bäckerei Nußbaumer – ging.
Ausstellungsplakate auf Homepage der Gemeinde
Aufgrund vielfacher Nachfragen und spontanem Interesse während des Festaktes hat die Gemeindeverwaltung die Plakate auf die Homepage der Gemeinde gesetzt. Sie sind unter dem Link Gemeinde Karlsbad / Willkommen / Geschichte hinterlegt.

Volles Haus beim Festakt 40 Jahre Karlsbad in der Talblickhalle in Karlsbad-Auerbach. Fotos: Weber
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Pflegestützpunkt – was ist das?
Im Pflegestützpunkt erhalten Pflegebedürftige sowie ihre Angehörigen kostenlos Informationen rund um das Thema Pflege und Alter. Der Pflegestützpunkt ist eine neutrale Beratungsstelle. Er bietet neben Informationen über gesetzliche und kommunale Leistungen auch Auskünfte über regionale Betreuungsangebote und Hilfestellung bei der Inanspruchnahme der Leistungen. Zudem ist der Pflegestützpunkt kompetenter Ansprechpartner für Selbsthilfegruppen und ehrenamtlich Tätige. Der Pflegestützpunkt befindet sich im Begegnungszentrum am Klösterle, Klostergasse 1, 76275 Ettlingen, Tel. 07243/ 101-546. Er ist zuständig für die Städte Ettlingen und Rheinstetten sowie für die Gemeinden Karlsbad, Waldbronn und Marxzell. Außerhalb des Standortes Ettlingen werden in jeder beteiligten Gemeinde Sprechtage in ein- und zwei-wöchigem Rhythmus abgehalten.
Die Mitarbeiter des Pflegestützpunktes arbeiten mit folgenden Partnern zusammen:
Landratsamt Karlsruhe
Pflege- und Krankenkassen
Gemeinde- und Stadtverwaltungen
Beratungs- und Anlaufstellen für Menschen mit Behinderungen und ältere Menschen
Sozialdienste der Krankenhäuser
Leitungsfachkräfte sowie Mitarbeiter/-innen der Pflegedienste und Einrichtungen der Altenhilfe im Landkreis
Ärzte, Therapeuten
Betreuungsbehörde sowie ehrenamtliche Betreuer und Berufsberater
Gesundheitsamt
Selbsthilfegruppen
Nachbarschaftshilfe
Kirchengemeinden
Kreisseniorenrat sowie Seniorenräte der Städte und Gemeinden
ambulante, teilstationäre und stationäre Pflegeeinrichtungen im Landkreis
Hospizgruppen
Niederschwellige Betreuungsangebote für Demenzkranke
Wohnberatungsstellen....
Was ist das Neue und Besondere am Pflegestützpunkt?
Optimale Beratung in allen Angelegenheiten der Pflege durch verbesserte Koordination und Vernetzung mit den o.g. Partnern. Die Beratung erfolgt kompetent, umfassend, wohnortnah und ist für Sie kostenlos.
Wann ist der Pflegestützpunkt die richtige Anlaufstelle?
Bei beginnendem Hilfebedarf sind die ersten Schritte oft schwierig und belasten Betroffene und Angehörige zusätzlich. Der Pflegestützpunkt gibt Auskunft:
Welche Unterstützungsmöglichkeiten gibt es?
Wo erhalte ich diese Unterstützung?
Wie beantrage ich eine Pflegestufe?
Wer hilft mir im Haushalt?
Welche Entlastungsmöglichkeiten gibt es für Angehörige?
Sprechzeiten
Mitarbeiterin: Sabrina Menze
Ettlingen
Begegnungszentrum am Klösterle
Klostergasse 1
76275 Ettlingen
Tel. 07243/ 101-546 mobil: 0161/ 7077566
Montag – Mittwoch 10.00 - 13.00
2. und 4. Mittwoch 14.30 – 17.00
Donnerstag 11.00 – 13.00
14.30 – 18.30
Freitag 10.00 – 13.00
14.30 – 17.00
Weitere Sprechzeiten in den Städten und Gemeinden:
Karlsbad
1. und 3. Dienstag 14.30 – 17.00
Rheinstetten
Montag 14.30 – 17.00
Stadthaus 1, Rappenwörthstr. 49
Neues Rathaus, Hirtenstr. 45
Waldbronn
1. und 3. Mittwoch 14.30 – 17.00
Rathaus, Marktplatz 7
Marxzell
2. und 4. Dienstag 14.30 – 16.30
Rathaus Pfaffenrot, Karlsruher Str. 2

