CDU Gemeindeverband Karlsbad (Archiv)

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CDU Gemeindeverband Karlsbad | 17.05.2009 – 09.06.2009

Bericht vom Ankerstammtisch – mit freiem Blick auf die Mauer

Ortsvorsteher Roland Rädle eröffnete am Sonntag kurz nach 11 Uhr den traditionellen Ankerstammtisch, diesmal zum Thema: Aktuelles rund um die Kommunalpolitik und die bevorstehenden Wahlen am 7. Juni. Da traditionell bei den Ankerstammtischen zu Beginn auch die Eingangstür von der „Gaststätte Anker" für Besucher offen steht, war den Anwesenden der Blick zu dem im Baustadium befindenden Ortszentrum Langensteinbach und auch zur „Mauer" frei.

Schon in der Eröffnung schilderte Ortsvorsteher Roland Rädle die Sachlage um das neue Ortszentrum und zur Mauer. So entstand die wesentliche Idee zum neuen Ortszentrum schon im Jahre 2001 mit der Ausrichtung der Agenda 2011. Nicht alle Wünsche konnten in ein realistisches Vorhaben umgesetzt werden. So z.B. der Wunsch nach einer Tiefgarage unterhalb des Ortszentrums, der die Parkplatzsituation verbessern würde, aber aus Kostengründen nicht in Erwägung gezogen wurde. Insgesamt sei jedoch ein guter Plan verabschiedet worden, der im Wesentlichen der Forderung nach einem echten „freien" Platz als Treffpunkt für die Bürger und auch der geforderten Parkmöglichkeit gerecht werden kann. So können auf dem gesamten Areal sogar mehr Autos parken wie zuvor. Und auch der freie Platz für die Bürger ist im Westen vor dem neu gebauten Bürgersaal  mit Straßenkaffee und Banken gegeben. Aus planerischer und gestalterischer Sicht  ist eine optische Trennung zwischen dem Parkplatz und dem frei zur Verfügung stehenden Platz sinnvoll. Dass dies durch eine „betonierte" Mauer in dieser Dimension erfolgen würde, hat letztendlich alle Beteiligten überrascht und zu berechtigter Kritik in der Bevölkerung geführt. Die Arbeiten an der Mauer sind eingestellt. Sobald die Arbeiten im Ortszentrum Langensteinbach abgeschlossen sind, wird dann eine Lagebeurteilung im Gesamten vorgenommen und auch entschieden werden, wie es mit der „Mauer" weitergeht. Das Stellen von einem Großzelt für Veranstaltungen ist nach wie vor möglich und wurde mit einem Zeltmeister besprochen. Auch die Versorgung mit Wasser, Strom und Abwasser für Märkte und Feste wurde deutlich verbessert. 

Ein weiteres Thema war die Entwicklung der Baugebiete in allen Ortsteilen. Wie jüngst in der BNN zu lesen war ergibt sich laut Gewos-Gutachten im Großraum Karlsruhe bis 2013 ein Neubaubedarf von 20.400 Wohnungen. Dieser Wert resultiere aus einem aktuellen Defizit von 19.800 Wohneinheiten, der Entwicklung der Haushalte in den kommenden Jahren und dem Ausgleich der Wohnungen, die aufgegeben werden. Im Großraum Karlsruhe werden laut Prognose bis 2013 rund 3,6 Milliarden Euro in den Erwerb von Wohnimmobilien investiert. Den größten Part haben hierbei Eigentumswohnungen (1,4 Milliarden Euro), dicht gefolgt von Ein- und Zweifamilienhäusern (1,3 Milliarden Euro). Die Entwicklungsstrategie von Karlsbad ist auf ein „moderates" Ausweisen von neuen Baugebieten ausgelegt, wobei das für alle Ortsteile gleichermaßen gilt. Nach dem großen Baugebiet „Oberer Sonnenberg" in Mutschelbach steht das Gebiet Fröschgärten/Schaftrieb in Langensteinbach auf dem Plan. Wünschenswert ist es, die richtige Mischung zwischen einer moderaten Erschließung von Baugebieten zur Erhaltung des gewollten dörflichen Charakters und dem laut Gewos-Gutachten geforderten Bedürfnis nach Neubaugebieten im Großraum Karlsruhe gerecht zu werden.

Für nicht gut befunden wurde nach wie vor auch die Verkehrssituation in Ittersbach und Auerbach. Gerade in Ittersbach befinden sich einige Straßen in einem sehr schlechten Zustand.

Leben und auch Arbeiten in Karlsbad. In Karlsbad haben wir die günstige Arbeitsplatzsituation, dass mehr Auswärtige bei uns zur Arbeit kommen können, als Karlsbader nach Auswärts zum Arbeiten gehen müssen. Dies ist ein Verdienst der hiesigen Unternehmen, sicherlich aber auch auf die guten Voraussetzungen unserer Gewerbegebiete zurückzuführen, wobei die bestehenden Gewerbegebiete nur sehr maßvoll erweitert werden sollen und die Zukunft für weitere Ansiedlung von Gewerbe in einem neuen Gewerbegebiet „Im Steinig" gesehen wird. Die direkte Anbindung zur Autobahn, ohne Durchgangsverkehr durch Ortsteile, wird als schlagendes Argument für ein potentielles Gewerbegebiet „Im Steinig" gesehen. 

Gelungen abgerundet wurde die Diskussion durch unseren Ankerwirt Will Maier, der, wie schon angekündigt, für uns Bestens für das leibliche Wohl mit herzhaften Weißwürsten gesorgt hat.

Ankerstammtisch 

Beim Ankerstammtisch. Das Bild zeigt drei der zahlreich erschienenen Kandidaten und den Ankerwirt. V.l.n.r.: Michael Günzel, Daniel Ried, Ankerwirt Willi Maier und Roland Rädle. Detaillierte Informationen zu unseren Kandidaten finden Sie unter www.cdu-karlsbad.de/kandidaten2009/

Informieren Sie sich auf unserer Homepage:

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