Redaktionelle Berichte | Alle Artikel dieser Rubrik anzeigen |
Bei der St. Barbara-Ruine müssen Bäume gefällt werden
Zwei Buchen, eine Roteiche und ein Ahorn rund um die St. Barbara-Ruine müssen bei nächster Gelegenheit aus Sicherheitsgründen gefällt werden. Die St. Barbara-Kapelle mit dem dazugehörenden Waldpark ist ein beliebtes Ziel eines Spaziergangs oder größerer Wanderungen. Außerdem versammeln sich beim Fest am 1. Mai oder beim traditionellen ökumenischen Gottesdienst sehr viele Menschen in der Ruine oder im Schatten der sie umgebenden, mächtigen über 200jährigen Bäume. Bereits im Jahr 1937 wurden die Buchen im Nahbereich der Kapelle als Naturdenkmale ausgewiesen und stehen somit unter besonderem Schutz. Trotzdem führt der natürliche Alterungsprozess verbunden mit extremen Witterungseinflüssen wie dem Trockensommer 2003 zu einer fortschreitenden Verschlechterung des Gesundheitszustands. Dies ist auch vom Turm aus an dem lichter werden der Kronen deutlich zu erkennen. Zwei Buchen, welche nicht unmittelbar an der St. Barbara-Ruine, sondern am Waldrand jenseits der hölzernen Sitzgruppen stehen, wurden bei der jährlichen Kontrolle als kritisch beurteilt. Ein Vor-Ort-Termin mit der Naturschutzbehörde beim Landratsamt bestätigte die Einschätzung von Revierleiter Martin Mußgnug. Die Abwägung zwischen dem Erhalt der alten Bäume und der Sicherheit der Besucher führt zwangsläufig zum Fällen der beiden Buchen. Baumchirurgische Maßnahmen, wie sie bei der nebenan stehenden mächtigen Eiche an einem von Pilzen befallenen Ast durchgeführt wurden stellen bei dem sehr schnell brüchig werdenden Buchenholz keine Alternative dar. Die Arbeiten werden bei geeigneter Witterung baldmöglichst durchgeführt. Dabei müssen auch eine Roteiche und ein Ahorn im Waldpark wegen bruchgefährdeten Zwieseln entfernt werden.
Rund um die St. Barbara-Ruine müssen Bäume gefällt werden. Foto: Archiv