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Redaktionelle Berichte | 17.08.2010 – 06.11.2010

Gemeinde Karlsbad fördert weiterhin Streuobstbau

In 21 Jahren nahezu 9.000 subventionierte Obstbäume angepflanzt

Es sind nur noch wenige Wochen, bis in der Region die Mostereien öffnen und den köstlichen Süßmost aus heimischen Produkten pressen. Mit der „Obstbaumaktion 2010“ fördert die Gemeinde Karlsbad weiterhin nachhaltig den Streuobstbau auf der Gemarkung der fünf Ortsteile. .So können ab sofort, bis einschließlich 30. September, beim Garten- und Umweltamt der Gemeinde Hochstämme, Verbisss-Schutz und Bindematerial bestellt werden. Am 5. und 6 November dieses Jahres werden die bestellten Bäume auf dem Bauhof in Ittersbach ausgegeben, verbunden mit einem „ersten Wurzel- und Erziehungsschnitt“ durch die Aktiven der örtlichen Obst- und Gartenbauvereine. Gleichzeitig können sich die neuen Obstbaumbesitzer über die richtige Pflanzung beraten lassen. Das reichhaltige Angebot an Obstbäumen setzt in erster Linie auf traditionelle, typische Sorten der hiesigen Region. Bei den Äpfeln stehen bewährte Sorten zur Auswahl wie Brettacher, Bohnapfel, Roter Boskop, Goldparmäne oder Champagner Renette. Bei den Birnen bietet die Gemeinde unter anderem die beliebte Butterbirne, die Pastorenbirne, Stuttgarter Geißhirtle oder die Schweizer Wasserbirne. Hinzu kommt eine Auswahl an Kirschen, Zwetschgen, Mirabellen und Walnüssen. Die von der Gemeinde subventionierten Bäume dürfen allerdings nur auf freiem Feld oder Flur der Karlsbader Gemarkung angepflanzt werden. Dies ohne Einfriedigung der Grundstücke. Die „neuen Baumbesitzer“ müssen daher die entsprechende Flurnummer angeben und sich gleichzeitig verpflichten, die jungen Obstbäume zu wässern und für den regelmäßigen Pflegeschnitt zu sorgen. In diesem Zusammenhang verweist der Chef des Karlsbader Garten- und Umweltamtes, Klaus Rösch, auf die in vielerlei Hinsicht sehr wertvollen Streuobstwiesen. Sie beherbergen mehr als 4 000 Tier- und Pflanzenarten und gehören damit zu den artenreichsten Biotopen überhaupt. Daneben erhöhen die Anlagen den Erholungswert einer Landschaft und sie bieten ihren Besitzern nicht zuletzt frisches Obst, sei es als Tafel- oder auch als Mostware, stellt Rösch weiter heraus. Er sieht darin gleichzeitig einen sehr nachhaltigen Beitrag zum Erhalt artenreicher Biotope in unserer Umgebung. Seit nunmehr 21 Jahren engagiert sich die Gemeinde Karlsbad mit ihrer alljährlichen Obstbaumaktion für den Streuobstbau. In diesem Zeitraum wurden im Rahmen dieser Aktion nahezu 9 000 subventionierte Obstbäume auf der Gemarkung der fünf Karlsbader Ortsteile angepflanzt. Sorgen bereitet den Organisatoren dieses Projekts allerdings der Zustand vieler älterer Obstbäume, die mangels kontinuierlicher Pflege frühzeitig „vergreisen“ und dadurch sehr oft den zunehmenden Stürmen nicht standhalten können.

Streuobstwiesen

Seit nunmehr 21 Jahren fördert die Gemeinde Karlsbad den Streuobstbau. Rund 9 000 Bäume wurden in dieser Zeit auf der Gemarkung der fünf Ortsteile angepflanzt. Hierzu zählt auch die landschaftsprägende Obstbaum-Allee entlang des Gewannweges zwischen dem Ittersbacher Pferdehof und dem Industriegebiet „Stöckmädle“ mit rund 50 jungen Apfelbäumen, Birnen, Nüssen, Mirabellen und Kirschen. Foto: Weber