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Redaktionelle Berichte | 14.05.2012 – 31.07.2012

Stark gegen den Schlaganfall

Regionaler Schlaganfallschwerpunkt in Karlsbad-Langensteinbach

Das Regierungspräsidium Karlsruhe stuft die bestehende lokale Schlaganfallstation im SRH Klinikum Karlsbad-Langensteinbach nun neu als Regionalen Schwerpunkt ein. Diese Höherstufung einer Schlaganfallstation ist erstmals in Baden-Württemberg erfolgt. Damit trägt das Klinikum dem Versorgungskonzept für Schlaganfälle in Baden-Württemberg Rechnung. Dieser sieht den Ausbau und die Vernetzung von Schlaganfallstationen -  den sogenannten Stroke Units - vor. Die häufigsten Folgen eines Schlaganfalls sind Lähmungen sowie Sprech- und Schluckstörungen, 10 Prozent der Patienten versterben auch heute noch an den Folgen eines erlittenen Schlaganfalls. Zur Vermeidung von bleibenden Schäden und Rettung des Lebens ist die schnellstmögliche medizinische Versorgung unabdingbar. "Bei der Versorgung von Schlaganfällen sind die ersten 3-4 Stunden entscheidend. Die Behandlungsergebnisse und -verläufe zeigen, dass der Zeitpunkt des Behandlungsbeginns nach den ersten Symptomen und der Behandlungserfolg in direkter Abhängigkeit stehen", so der Chefarzt der Abteilung Neurologie und Frührehabilitation am SRH Klinikum, Professor Michael Fetter. Für die optimale Versorgung von Schlaganfallpatienten verfügen Kliniken wie das Städtische Klinikum in Karlsruhe oder das SRH Klinikum Karlsbad-Langensteinbach über speziell ausgestattete Akutstationen - den Stroke Units. Sowohl die Versorgung im ärztlichen und pflegerischen Bereich als auch alle erforderlichen diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen bis hin zur Angiographie und lokalen Thrombolyse sind rund um die Uhr vorhanden. Auch eine Verlegung auf eine Intensivstation im Hause ist jederzeit möglich. Gleichzeitig besteht in diesen Häusern die Möglichkeit einer gefäßchirurgischen oder neurochirurgischen Intervention.