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Redaktionelle Berichte | 29.05.2012 – 29.06.2012
Baumhaus-Projekt des Kirchenbezirks Alb-Pfinz und des CVJM Baden e.V. in Spielberg bringt sichtbare Ergebnisse
Ein großes Baumhaus entstand vom 16. bis 20. Mai im Wald in Karlsbad Spielberg getreu dem Motto „…Und sie zogen in den Wald um ein Baumhaus zu bauen.“ Der Traum von einem Haus in den Bäumen wurde für 22 junge Erwachsene aus der Region Karlsbad - Waldbronn, dem Kraichtal und Freiburg damit Wirklichkeit. Außerdem wurden die Teilnehmer in Erste Hilfe, Kletter- und Seiltechniken sowie Material und Werkzeugkunde ausgebildet. Religiöse Fragen und Inhalte standen neben der praktischen Arbeit auch im Mittelpunkt des Projektes und förderten diese sogar. Das Projekt ist damit dem der Vision, 2013/2014 ein Baumhauscamp mit 35 jugendlichen Teilnehmern anzubieten, einen weiteren Schritt näher gekommen. Die 22 jungen Erwachsenen sowie ein erfahrenes Team aus der Schweiz und das Lenkungsteam, bestehend aus Reinhard Hauser und Jochen Fischer, Göran Schmidt und Jonas Maurer, arbeiteten im Spielberger Wald Hand in Hand. Träger des Projektes ist der evangelische Kirchenbezirk Alb-Pfinz und die evangelischen Kirchengemeinden aus Karlsbad und Waldbronn mit Diakon Göran Schmidt aus Langensteinbach in Kooperation mit dem CVJM Baden.
Vorfreude spürbar – spürbar gute Zusammenarbeit
Beim ersten Treffen im Februar wurden rund 100 Nadelbäume gefällt. Die Vorfreude der Teilnehmer und Mitarbeiter war spürbar, als alle Angereisten am Mittwochabend gemeinsam im großen Zelt saßen und jeder von seiner ganz persönlichen Motivation berichtete. Am Donnerstag früh ging es nach einem stärkenden Frühstück gleich an die Arbeit. In drei Teams wurden die Teilnehmer in die Techniken eingewiesen. Für manch einen stand die erste Herausforderung bevor- selbstgesichert die Bäume zu erklimmen, um die Äste abzusägen und in 11 Metern Höhe Sicherungsseile anzubringen. Neben der Einweisung in die Techniken und Sicherheitsvorschriften, dem Bau und wohltuenden Pausen, ging es in thematischen Einheiten um christliche Lebens-Werte. Im Vordergrund standen in diesen Tagen vor allem die Werte Verantwortung, Wertschätzung, Glaubwürdigkeit, Zielorientierung und Treue. Jeder Teilnehmer und Mitarbeiter hatte die Möglichkeit sich mit diesen Werte persönlich auseinander zu setzten, intellektuell-reflexiv aber auch ganz praktisch im Erleben. So eine Teilnehmerin: „Ich habe in diesen Tagen viele wertvolle Erfahrungen gemacht. Was es heißt, einander zu vertrauen und Verantwortung zu übernehmen wurde mir vor allem beim Klettern und Sichern bewusst. Um mich in 9 Meter Höhe wohl zu fühlen, muss ich dem, der mich sichert, vertrauen. Der ehrliche und wertschätzende Umgang untereinander, die Rücksicht aufeinander, hat uns als Team befähigt, unser Ziel zu erreichen!“
Einzug ins Baumhaus
Am Samstagabend war es soweit. Nach den letzten Ausbesserungen und kleinen Verschönerungen, konnte das 26-köpfige Team für die letzte Nacht in das Baumhaus einziehen. Die Begeisterung und Freude war abzuspüren, als alle auf der Plattform um das Feuer saßen. „I`m so glad that Jesus lives in my Baumhaus!“, war der abgeänderte Liedtext, der durch den Wald tönte. „Gott war dabei. Er hat Bewahrung und seinen Segen geschenkt. Jeden einzelnen von uns hat er mit unterschiedlichen Fähigkeiten ausgestattet. Dadurch war es möglich, dass wir als Team diesen Traum wahr werden lassen konnten!“, so eine Teilnehmerin. Beeindruckendes ist an dem Wochenende entstanden: Zwei große Plattformen in zehn bis 12 Metern Höhe verbunden mit einem Steg, bequem erreichbar über Holztreppen und teilweise mit Zeltplanen überdacht, sodass man in luftiger Höhe im Trockenen übernachten konnte. Als „Zugabe“ zimmerten die Baumhausbauer aus Baumstämmen und einem starken Netz noch eine überdimensionale Hollywoodschaukel, die sieben bis acht Erwachsene trägt. Schreinermeister Reinhard Hauser aus Münzesheim ist mit Göran Schmidt im Leitungsteam und sieht große Chancen im Baumhausbau. „Beim Bauen sind alle gleichermaßen gefordert“, sagt er. „Da verschwinden die Unterschiede. Und diejenigen, die sonst nicht das große Wort führen, sind hier die Tonangebenden, weil ihre praktischen Fähigkeiten besser zur Geltung kommen. Nach einem Gottesdienst am Sonntagmorgen im Baumhaus, bei dem es um den Lebenswert Treue ging, waren alle Interessierten am Nachmittag zum Kaffee und Kuchen eingeladen. Fast 100 Besucher kamen und waren sichtlich begeistert von dem, was das Team innerhalb der vier Tage auf die Beine gestellt hatte. Bedanken möchte sich das Lenkungsteam, auch im Namen aller Teilnehmenden, für die vielseitige Unterstützung und Spenden von lokalen Firmen und Privatpersonen - finanziell als auch durch das gedankliche Mittragen und das Gebet. Dieser und ein zweiter Workshop vom 19. bis 21. Oktober dieses Jahres dienen dazu noch größere Baumhausprojekte vorzubereiten. Weitere Infos und einen interessanten Filmbeitrag findet man im Internet unter der Intenetseite der evangelischen Kirche Langensteinbach. Bei Fragen und Ideen zur Unterstützung dürfen Sie sich an Göran Schmidt wenden, Gemeindediakon der Ev. Kirchengemeinden Karlsbad Langensteinbach, und der Regio Karlsbad-Waldbronn (Goeran.Schmidt@evkila.de)
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Eindrücke vom Baumhausbau in Karlsbad-Spielberg. Fotos: Göran Schmidt