Karlsbader Mitteilungsblatt

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Redaktionelle Berichte

Neujahrsempfang 2018 der Gemeinde Karlsbad

16.01.2018

Wasenhalle in Ittersbach bot auch Rahmen für Bürgerpreisverleihung der Karl und Hilde Holzschuhstiftung

Am vergangenen Mittwoch, 10. Januar 2018, fand vor einer großen Zuschauerkulisse geladener Gäste der traditionelle Neujahrsempfang der Gemeinde Karlsbad statt. Nach der Neujahrsrede von Bürgermeister Jens Timm an seinem dritten Neujahrsempfang verlieh die Karl und Hilde Holzschuhstiftung erneut Bürgerpreise für Einzelpersonen sowie einen Gruppenpreis. Ein Saxophonquintett  der Kommunalen Musikschule Ettlingen/Karlsbad sorgte für musikalische Akzente. Nach dem offiziellen Programm nutzten die Anwesenden den Abend für den Austausch untereinander.  

V.l.n.r Oberbürgermeister Frank Mentrup - Karlsruhe, Joachim Lauterbauch - Bürgermeisterstellvertreter Waldbronn, MdB Axel E. Fischer (CDU), Rudi Knodel - Bürgermeister a.D., Bürgermeister Jens Timm, Frank Hörter - Bürgermeisterstellvertreter Pfinztal, Ragnar Watteroth  - Stelllvertreter des Landrates. Foto: Gemeinde Karlsbad/Di Nunzio

Neujahrsrede von Bürgermeister Jens Timm  

„Es ist Zeit für das was war, Danke zu sagen, damit das was werden wird, unter einem guten Stern beginnt

Unter dem Motto „Dank zu sagen“ darf ich sie heute und hier in Karlsbad in der Wasenhalle in Ittersbach auf das Herzlichste begrüßen. Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, verehrte Gäste und Freunde unserer Gemeinde Karlsbad, meine sehr geehrten Damen und Herren, nachdem das neue Jahr gerade erst begonnen hat, darf ich ihnen im Namen meiner Frau und von mir allen ein frohes und gesundes Jahr 2018 wünschen und ich möchte es nicht versäumen, allen die mir und meiner Familie gute Wünsche zu Weihnachten und zum Jahreswechsel ausgesprochen haben, zu danken. Ich wünsche uns für das Jahr 2018 alles erdenklich Gute und vor allen Dingen Gesundheit. 

Meine Damen und Herren, als erstes darf ich Ihnen mitteilen, dass wir seit April 2017 in Karlsbad wohnen. Ich bin immer wieder überrascht, dass es sich tatsächlich noch nicht bei allen rumgesprochen hat.  Wir freuen uns dass wir hier angekommen sind. Sie kennen ja sicher das Bild vom Adventskranz mit zwei Kerzen und zwei Spiegeln und dem dazugehörigen Spruch: „Was macht ein Schwabe am vierten Advent? Er sitzt mit zwei Adventskerzen vor einem Spiegel.“ Wir hatten dieses Jahr erstmals vier Kerzen auf unserem Adventskranz. Wir sind in Baden angekommen.

Zu unserem heutigen entspannten Treffen möchte ich wiederum ein paar Gäste herzlich willkommen heißen, ich freue mich, dass ich heute unter allen Gästen auch unseren Bundestagsabgeordneten Herrn Fischer von der CDU begrüßen darf. Als Vertreter unseres Landrates heiße ich Herrn Ragnar Watteroth zu einem Heimspiel willkommen und ich begrüße meinen Kollegen Herr Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup aus Karlsruhe, die stellvertretenden Bürgermeister Herrn Lauterbach aus Waldbronn und Herrn Hörter aus Pfinztal sowie unseren Altbürgermeister a.D und Kreisrat Rudi Knodel. Mit zu unserer kommunalen Familie gehören natürlich unsere Damen und Herren Kreisräte, alle unsere Ortsvorsteher sowie unsere Gemeinderäte und Ortschaftsräte, ehemalige Mandatsträger und aktuelle Mitglieder des Jugend- und Seniorenbeirates, des Agendarates und seiner verschiedenen Arbeitskreise sowie Vertreter der Gemeinderatsfraktionen der Nachbarkommunen. Es freut mich, dass Vertreter der Polizei, der Rettungsorganisationen - insbesondere unserer Feuerwehr - anwesend sind.. Ich habe weiterhin Persönlichkeiten aus den Bereichen Gesundheit und Soziales, also Vertreter des Klinikums, der Seniorenresidenz, des Blumenhofes, des Seniorenhauses Spielberg, des AWO Hauses, der Pflegedienste sowie unserer Ärzteschaft und der Apotheken wahrgenommen. Ebenso zahlreiche Vertreter der Kirchen, der Schulen und Kindergärten sowie Vertreter unserer Vereine, Organisationen und Hilfsdienste. Nicht unerwähnt bleiben sollen die Damen und Herren verschiedener Behörden und Institutionen, der Sparkasse und Volksbanken, örtlicher Unternehmen sowie natürlich auch die Vertreter der Presse, ich freue mich auf eine gute Berichterstattung und die Fortsetzung der guten Zusammenarbeit im Jahr 2018. Was mich ebenfalls freut ist, dass zahlreiche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gemeinde Karlsbad anwesend sind. Unsere Gästeliste ist sehr lang, deshalb verzeihen sie mir, dass ich nicht alle namentlich begrüßen kann, aber sie haben wir bereits vorhin über die Begrüßungsfolien aufgeführt und herzlich willkommen geheißen. Herzlichen  Dank, dass sie heute da sind, schön dass sie sich gerade zu Beginn des Jahres, an dem unzählige Termine anstehen, Zeit genommen haben. Aber es gibt ja auch anstrengendere Veranstaltungen als unseren Neujahrsempfang. Zumindest im Moment noch, warten sie aber ab, der Abend hat ja erst begonnen. 

Was wäre unser neues Jahr, wenn wir uns nicht Zeit füreinander nehmen und die Möglichkeit nutzen, um miteinander ins Gespräch zu kommen?

Und ich hoffe, dass wir auch Zeit haben, um miteinander Spaß zu haben und auch über die eine oder andere Episode lachen können. Ein altes chinesisches Sprichwort sagt: Jede Minute die man lacht, verlängert das Leben um eine Stunde“ – ich persönlich glaube, dass das Leben durch ausreichendes Lachen noch sehr viel mehr verlängert wird. Dies soll nun aber nicht heißen, dass sie heute Abend nur lachen werden, dazu ist das weltpolitische Geschehen doch zu ernst und wir haben schon im vergangenen Jahr mit Terrorismus, mit Kriegen und Vertreibung und mit Katastrophen zu kämpfen gehabt. Unsere Führungskräfte in der ganzen Welt zeichnen sich derzeit nicht unbedingt dadurch aus, dass wir das Gefühl haben, es wird alles sicherer. Sei es der Präsident Donald Trump, Nordkoreas Machthaber Kim Yong Un oder der türkische Machthaber Erdogan und Russlands Präsident Putin sowie weitere  Staatschefs. Sie tragen nicht dazu bei, dass das Gefühl der Sicherheit und des Friedens miteinander in den Fokus der Weltbevölkerung rückt. Auch die Terroristischen Anschläge, die ja auch in unmittelbarer Nähe mit dem geplanten Anschlag in Karlstruhe immer stetig vor unseren Augen sind, führen nicht zu einem gesteigerten Wohlbefinden. Umso wichtiger ist, dass wir mit dem neuen französischen Präsidenten Macront einen Partner haben, der sich klar zu Europa bekennt. Denn nur wenn wir gemeinsam in Europa zusammenrücken, haben wir überhaupt die Möglichkeit der Einflussnahme. Nur zusammen werden wir wahrgenommen, jeder Einzelne für sich wäre dazu nicht in der Lage. Mit dem Brexit hat England einen Weg eingeschlagen, der für Europa, aber vor allen Dingen für das Land selbst keine Vorteile bringt. Und dass wir in Deutschland trotz der im September durchgeführten Bundestagswahl noch keinen gemeinsamen Weg zur Regierungsbildung gefunden haben, zeigt auch auf wie schwierig es ist, die verschiedenen Interessen und Anforderungen unter einen Hut zu bringen. Ich wünsche mir schon, dass nachdem Jamaika nicht zum Erfolg geführt hat, Groko jetzt der Durchbruch gelingt und damit wieder Klarheit besteht, wie es weitergehen soll. Allerdings wäre es gut, wenn es hierbei nicht nur um die Verteilung der Gelder gehen würde, sondern wie man Deutschland für die Zukunft so aufstellt, dass wir dass, was wir alles haben auch erhalten bleiben kann. „Wir haben gelernt wie die Vögel zu fliegen wie die Fische zu schwimmen, doch wir haben die einfache Kunst verlernt, wie Brüder zu leben“. An diesem Satz des amerikanischen Bürgerrechtlers Martin Luther King fühle ich mich schon erinnert, wenn ich auf die dramatischen Ereignisse des abgelaufenen Jahres zurückblicke. Gemeinsamkeiten schaffen und gemeinsame Dinge umsetzen und leben, dies sind die wahren Kennzeichen eines guten Miteinanders und wo findet man diese am ehesten? Ich denke auf der kommunalpolitischen Ebene, denn dort werden herausragende Dinge geleistet und wir tragen miteinander die Entscheidungen die zum Wohle der Allgemeinheit angegangen und umgesetzt werden sollen.  Lassen sie uns deshalb nicht pessimistisch in das neue Jahr starten, wir haben keinen Grund dazu. Wir neigen ja häufig dazu, mit der Gegenwart unzufrieden zu sein und die Vergangenheit zu verklären. Dabei sollten wir uns viel mehr Gedanken über die Zukunft machen . Der Philosoph Karl Jaspers erinnert uns daran, die Zukunft als Raum der Möglichkeiten der Raum unserer Freiheit zu erkennen und damit unsere Freiheit, unsere Zukunft nach unseren Vorstellungen zu gestalten. Zukunft erkennt man nicht, sondern man erschafft sie. Wir nehmen uns immer wieder vor aus der Vergangenheit zu lernen, doch wenn wir ehrlich sind, gelingt uns das nicht immer. Die rasante Geschwindigkeit in der sich alles verändert – und nicht immer zum Besten - führt dazu, dass das was heute als sicher erscheint, morgen schon ganz anders sein kann. Vieles ist einfach nicht mehr berechenbar. Sicher, wir können nicht wissen, was passieren wird, wenn sich die Situationen verändern. Aber wissen wir denn, was daraus geworden wäre, wenn sich die Dinge nicht verändert hätten? Das neue Jahr mit einem neuen, unvoreingenommenen Blick auf Ereignisse um uns herum zu beginnen, ist nicht immer ganz einfach. Und gerade in der Kommunalpolitik ist es auch nicht angebracht Altes hinter sich zu lassen und alles Neue als gut zu empfinden. Aber dem Neuen mit Zuversicht und Offenheit zu begegnen, ist immer erforderlich. Es ist guter Brauch, einen kurzen Blick auf das vergangene Jahr zu werfen und an Ereignisse in unserem kommunalpolitischen Bereich zu erinnern. Was haben wir erlebt, was hat uns berührt und welche Erfahrungen sind im Gedächtnis geblieben. Bei der Durchsicht, was im vergangenen Jahr hier in unserer Gemeinde Karlsbad umgesetzt werden konnte, war ich doch überrascht und vielleicht geht es dem einen oder anderen von ihnen ebenso. Insgesamt ist es uns hervorragend gegangen. Und – darauf weise ich gerne hin - wir können und dürfen unsere Ansprüche nicht immer weiter nach oben schrauben. Lasst uns alle einmal mit dem Erreichten auch zufrieden umgehen. Ein Blick zurück und in die Zukunft hilft vielleicht manchmal auch zur Findung des richtigen Weges. Im Rahmen unseres Doppelhaushaltes 2017/2018 hat sich gezeigt, dass wir etliche Investitionen und Verbesserungen der Infrastruktur unausweichlich vornehmen müssen, alleine in diesen beiden Jahren haben wir hierfür Millionenbeträge vorgesehen. Trotzdem ist es auch hier so, wie im privaten Bereich jedes Einzelnen, dass auch in der Zukunft nicht alles umsetzbar sein wird, was auf der langen Liste der noch zu erledigenden Aufgaben steht.

Umwelt/Natur

Wir sind in Karlsbad eine Flächengemeinde und haben deshalb natürlich auch Interesse,  dass unsere Feld- Wald- und Flurbereiche gut erschlossen und zugänglich sind. Mit dem Beginn der Flurneuordnung in Mutschelbach und der Überreichung des Förderbescheides in Höhe von 945.000 Euro durch den Landesminister für ländlichen Raum und Verbraucherschutz Peter Hauck sowie den 1,6 Millionen Euro durch den Bund aufgrund des Autobahnausbaues A8 und 200.000 durch die Gemeinde können die Gesamtkosten von rund 2,8 Millionen Euro nahezu abgedeckt werden. Mit dem Spatenstich mit Staatssekräterin Frau Gurr-Hirsch war der Baustart im Juli vollzogen und die Arbeiten werden vor Ort in den nächsten Jahren vollzogen. In Auerbach konnte im Jahr 2017 das Flurneuordnungsverfahren abgeschlossen und das auf Anregung des Ortschaftsrates neu gestaltete Wasserreservoir übergeben werden. Ein über das ganze Jahr laufendes Gemeinschaftsprojekt „Bienensommer 2017“ mit zahlreichen Aktionen in Karlsbad und Waldbronn erfreute sich in der Bevölkerung großer Beliebtheit. In Anbetracht des Rückgangs der Insekten und Bienen ein erfolgsversprechender Ansatz zur Verbesserung der Situation, der gleichzeitig noch die Gemeinden aufwertete.  Wie jedes Jahr fand aufgrund der großen Waldbestände von annähernd  1.200 ha Gemeindewald innerhalb der Gemeinde ein Waldbegang des Gemeinderates statt. Im Bild sehen sie eine neu angelegte Aufforstungsfläche. Für die Gemeinde Karlsbad steht die Erholungsfunktion des Waldes für die Bevölkerung an erster Stelle. Unsere Revierförster Herr Mussgnug und Herr Mayer sowie unsere vier Waldarbeiter kümmern sich hervorragend um dieses wichtige Gut, herzlichen Dank dafür.

Foto: Gemeinde Karlsbad/Di Nunzio

Kindergärten/ Schulen/ Jugend

Zum ersten Mal seit fünf Jahren gab es in Baden-Württemberg einen Umkehrtrend in der Bevölkerung. Wir hatten mehr Geburten als Sterbefälle. Dieser Trend entgegen der prognostizierten statistischen Abnahme unserer Bevölkerung hat zu erheblichen Investitionen im Kitabereich geführt. Im Juli 2017 wurde der zukünftige Kindergarten im Gewerbegebiet in Ittersbach in die zukünftige Bedarfsplanung aufgenommen und damit war der Weg zum derzeit laufenden Abbruch der ehemaligen Waldschenke gegeben. Zusammen mit dem Investor und einem privaten Betreiber sowie den Gewerbebetrieben wird hier ein derzeit einmaliges Projekt in einem Gewerbegebiet auch zur Stärkung der Betriebe und der Gewinnung von Fachkräften angegangen.  Die Sanierungsmaßnahmen im Bereich der evangelischen und katholischen Kitas in Spielberg sind für eine dauerhafte Unterbringung der Kinder in guten Räumlichkeiten unumgänglich. Der Ausbau und die Erweiterung um eine weitere Gruppe der Kita in Auerbach wurde durchgeführt. Die offizielle Übergabe steht noch aus. Im Bereich der Kita St. Franziskus in Langensteinbach wurden Sanierungsarbeiten für die Verbesserung der Gesamtsituation durchgeführt. Die bereits geplante offizielle Übergabe des um eine Kleinkindgruppe erweiterten Kindergarten Arche Noah musste aufgrund einer Brandstiftung verschoben werden. Die Gemeinde hat diese Umbauarbeiten bezahlt und freut sich wenn die dann wieder hergerichteten Räumlichkeiten im Frühjahr übergeben werden können. Eine Meisterleistung der Unterbringung der Kinder in der Kita in Spielberg und vom AB Verband als Träger in seinem Bibelheim, ermöglichte die kurzfristige Unterbringung und damit die Aufrechterhaltung der wichtigen Betreuung. Herzlichen Dank an alle Beteiligten und die Erzieherinnen für die Flexibilität. Erst vor kurzem konnte dann die Erweiterung um eine Gruppe in der Kita Himmelszelt in Mutschelbach gefeiert werden. Auch in der Kindertagesstätte in Ittersbach haben die Maßnahmen zur Verbesserung der räumlichen Situation im Jahr 2017 begonnen und sollen 2018 abgeschlossen werden. Insgesamt hat die Gemeinde rund 2,5 Millionen Euro investiert, um hier die notwendigen Betreuungsplätze zu schaffen bzw. für die Zukunft zur Verfügung zu stellen. Wer damit meint, dass dieses Thema nunmehr beruhigter angegangen werden kann, der täuscht sich. Derzeit finden Gespräche bezüglich eines Neubaus für die Kita Kleinen Strolche statt und auch um den Pestalozzikindergarten wird man sich in naher Zukunft intensiv kümmern müssen. Gespräche hierzu laufen ebenfalls. Und dieser Trend der sich in den Kitas darstellt wird natürlich auch die Grundschulen erreichen. Insoweit ist die Sanierung der Grundschule und die Sanierung des Kernzeitgebäudes in Spielberg der richtige Weg, um diese Infrastruktur zu erhalten, aber auch der Ausbau der Essensversorgung an der Grundschule und der Schwarzwaldschule Ittersbach / SBBZ Förderschwerpunkt Lernen in Ittersbach sowie einige anstehenden Sanierungsarbeiten mit neuen Klassenräumen zeigen auf, dass die Schullandschaft dem Gemeinderat sehr wichtig ist. Nicht vergessen darf man hierbei das Schulzentrum mit Gymnasium, Realschule und Gemeinschaftsschule – hier werden wir im kommenden Jahr die Einweihung und Neugestaltung der Mensa und der neu errichteten Klassenräume in der GMS feiern können. Davon betroffen war auch die Realschule mit einigen Sanierungsarbeiten, sowie die Neuausrichtung der Mensa am Gymnasium.  Die Gesamtbaukosten liegen bei rund 5 Millionen Euro wobei wir uns natürlich auch für die Zuwendung des Landes an der Sanierung bedanken. Auch hier tragen wir, wie an allen anderen Schulen den kommunalen Anteil als Gemeinde Karlsbad alleine, auch wenn die Gemeinschaftsschule Karlsbad-Waldbronn heißt.  Zusätzlich wird für den Gesamtbereich der Schule ein Generalsanierungsplan für die Fachräume ausgearbeitet und auch die Dachsanierungen stehen an. Wir sehen hier den dringenden Handlungsbedarf, wollen aber, nachdem es sich hier um ein Schulzentrum handelt, auch gemeinsame Fachräume erreichen. Die Gespräche und die Vorgehensweise wird derzeit abgestimmt, so dass wir dann im kommenden Haushaltsplan und mit dem neu aufgelegten Förderprogramm, dies soweit es finanziell machbar ist, angehen und umsetzen können. Hier sind wir bisher auf großes Verständnis bei allen Beteiligten gestoßen dafür herzlichen Dank. Wichtig ist, dass wir auch die weitere Fortentwicklung aller Schulen im Blick behalten. Dazu gehören auch Feiern wie zum Beispiel beim 450 jährigen Jubiläum der Grundschule Langensteinbach, aber auch solche besonderen Anlässe wie „Gymnasium in Bewegung“ Berufsfindungsbörsen, Bewerbertraining, oder das Mitmachen bei solchen Aktionen wie „Pro Politik“ und Schüleraustauschprogramme und eine enge Zusammenarbeit und Besuche der Schulen im Rathaus. Diese Dinge auch im Jahr 2017 fortzusetzen ist mir wichtig und meine Unterstützung sage ich den Schulen, den Rektoren, den Lehrerkollegien, den Eltern und natürlich insbesondere unseren Kindern auch im Namen des Gemeinderates zu. Für die Infrastruktur selber konnten wir im Jahr 2017 in Auerbach das Kleinspielfeld offiziell einweihen und um die Frage zu beantworten, nein mit den Schuhen habe ich kein Tor geschossen.

Kirchen

Ein besonderes Ereignis war im Jahr 2017 das Jubiläum 500 Jahre Reformation und daraus resultierend viele Veranstaltungen und Zusammenkünfte. Das enge Zusammenspiel zwischen Kirchen und der bürgerlichen Gemeinde konnte an einem wunderbaren Wochenende am Schulzentrum gefeiert werden. Im Jahr 2018 wird es dann wieder den traditionellen ökumenischen Gottesdienst an der St. Barbara geben. Ich freue mich darauf, dieses Ambiente und das Miteinander ist einfach wunderschön und ist einzigartig. Herzlichen Dank dafür

Feuerwehr in Karlsbad

Unsere Feuerwehr ist eine der wichtigsten Organisationen in der Gemeinde. Die rund 180 ehrenamtlichen Feuerwehrangehörigen um Kommandant Holger Fuhr mit seinen Abteilungskommandanten kümmern sich darum, dass wir keine Sorge um unser Hab und Gut haben müssen. Damit dies so ist, konnten wir im  Jahr 2017 der Feuerwehr Karlsbad Abteilung Langensteinbach ein neues Fahrzeug einen GW-L2 übergeben. Gleichzeitig wurden die Grundlagen und Planungen für das neue Feuerwehrhaus für die Abteilung Ittersbach unmittelbar am Gewerbegebiet vorangebracht und die Planungen sind soweit abgeschlossen. Wir gehen davon aus, dass nach den Sommerferien der Spatenstich erfolgen kann. In diesem Zusammenhang haben wir eine kleine Arrondierung der Gewerbeflächen vorgenommen. Herzlichen Dank für das gute Miteinander für dieses, für die Allgemeinheit wichtigen Projektes. Weiterhin wurde die Ausschreibung für die neue Drehleiter ausgearbeitet, da das alte Fahrzeug ersetzt werden muss. Rund 750.000 Euro werden wir hier mit Unterstützung des Landes und des Landkreises investieren.

Infrastruktur/Einrichtungen/Rathäuser

-Nachdem wir für alle Ortsteile Wohlfühlplätze vorgesehen haben konnten wir nach Auerbach nunmehr den Boule- und Wohlfühlplatz an der Traube in Spielberg in Betrieb nehmen, der sehr gut angenommen wird. 

-Im Jahr 2017 wurde die Planung für die neue Rutsche im Freibad Karlsbad und das Sanierungskonzept für die Gebäudestruktur vorgestellt. Die neue Rutsche mit einem Gesamtaufwand von rund 270.000 Euro wird derzeit aufgestellt und soll zur neuen Badesaison im Mai 2018 in Betrieb gehen. Leider konnten wir die Bäderkooperation mit Waldbronn nicht fortsetzen, da wir eine Preiserhöhung in der von Waldbronn beschlossenen Form nicht mittragen wollten. Insoweit werden wir die Kooperation wie früher nur noch mit Remchingen aufrecht erhalten.

-Im Juni 2017 besuchte unser Landrat die Gemeinde und wir konnten nach einer Besichtigungstour im gemeinsamen Gespräch das gute Verhältnis zwischen Landrat und Gemeinde weiter ausbauen. Seine Unterstützung wurde insbesondere auch für den Lärmschutz an der A8 vom Landrat deutlich zum Ausdruck gebracht.

-Für seine 10 jährige Ortschaftsrat Tätigkeit durften OV Hans-Gerhard Kleiner und ich Herrn Guthmann in einer öffentlichen Ortschaftsratsitzung ehren. An dieser Stelle herzlichen Dank an unsere Gemeinde und Ortschaftsräte die sich für das Gemeinwohl einbringen.

-Ein weiterer wichtiger Punkt war die Eröffnung des Wochenmarktes in Spielberg. Nachdem wir in Langensteinbach am Freitag und in Ittersbach am Donnerstag  Markttage haben konnte nunmehr auch der Mittwoch mit dem Wochenmarkt in Spielberg abgedeckt werden. Ich kann die Bürgerschaft nur auffordern diese Markttage entsprechend zu nutzen, denn dieses Angebot ist natürlich für die Infrastruktur vor Ort und die Belebung der Ortsteile sehr wichtig.

-Neben dem Spatenstich für den Neubau der Psychatrie am SRH Klinikum konnten wir auch bei der Firma Herrmann Ultraschall einen Spatenstich für das neue Gebäude vornehmen, sowie das Richtfest bei der Firma Braun feiern. Zahlreiche Besuche zu Neueröffnungen von Betrieben sind uns zur Unterstützung der Neustarter in der Gemeinde sehr wichtig. Neben zahlreichen Neuansiedlungen sind das Klinikum und unsere Gewerbebetriebe der Garant für Arbeitsplätze vor Ort und für Einnahmen bei der Kommune. Aber auch die finanzielle und sonstige  zahlreiche Unterstützung unserer Vereine und Organisationen ist bemerkenswert. Dafür ein herzliches Dankeschön an die anwesende Unternehmerschaft – unser Leben in Karlsbad wäre ohne sie um ein Vielfaches ärmer.

-Der Breitbandausbau in unserer Kommune schreitet weiter voran. Im Dezember konnte der Geschäftsführer der Netze BW Herr Christian Müller mit mir die Vereinbarung zur Pacht der Leerrohrinfrastruktur unterzeichnen. Nachdem die Ausbauarbeiten in Auerbach und Mutschelbach soweit sind, dass im Frühjahr 2018 die Glasfaser eingeblasen werden kann, laufen in Spielberg die Bauarbeiten unter Hochdruck weiter. Wir wollen die Gemeinde Karlsbad hier auf einen sicheren und vorzeigbaren Weg bringen um zukunftsfähig zu sein.   

-Die versprochene Erweiterung bzw. Sanierung des Friedhofes in Auerbach konnte ebenfalls im Jahr 2017 angegangen werden und wird im zeitigen Frühjahr 2018 abgeschlossen sein.

Verkehr

-Ein weites Betätigungsfeld ist immer wieder der Verkehr in Karlsbad und damit verbunden auch die Sicherheit der Fußgänger – hier konnten wir mit den Abschlussbericht über den Fußverkehrscheck in Ittersbach und Langensteinbach und den daraus resultierenden Maßnahmen in enger Zusammenarbeit mit der Bevölkerung weitere Dinge angehen. Ein wichtiges und weitreichendes Thema wird das Gehwegparken sein mit dem sich der Gemeinderat 2018 beschäftigen wird. Alle Ortschaftsräte haben entsprechend signalisiert, dass für sie der jetzige Zustand nicht mehr haltbar ist. Ich bin gespannt wie dieses Thema beraten und diskutiert wird.

-Aber auch mit der E-Bike Ladestation am Rathaus und der Radwegeverkehrsplanung sollen die Weichen auf weniger Verkehr in Karlsbad gestellt werden. Wir haben unser Konzept erstellt und können nunmehr die Fördermittel für die Umsetzung eines Radwegeausbaues in die Wege leiten.

-Gleichzeitig wollen wir uns dieses Jahr mit einem Fahrradfest am 5.Mai 2018 und daraus resultierend einem 3 wöchigen Stadtradeln  auf den Weg machen, etwas für das Klima zu tun und gleichzeitig auch die Akzeptanz für das Fahrradfahren zu erhöhen.

-Im Bereich des ÖPNV konnten wir gemeinsam mit Karlsruhe und Waldbronn den Probebetrieb für die bessere Anbindung für das Schulzentrum an den Busverkehr erreichen, außerdem war die Probefahrt der neuen NET Straßenbahn S 11 ebenfalls ein wichtiger Weg, um den ÖPNV attraktiver zu gestalten.

-Daneben laufen die Planungen und Ausschreibungen für den Ausbau der L 623, der sogenannten Ochsenstraße. Hier werden die ersten Gespräche im Januar stattfinden, damit der geplante Ausbau im Herbst beginnen kann. Das Projekt wird während der Bauphase eine Herausforderung für den Verkehr sein.  

-Das der Ausbau der A8 nicht nur ein Segen ist, können die Karlsbader und insbesondere unsere Mutschelbacher Bevölkerung immer wieder erfahren. Der Gemeinderat hat seine Resolution verabschiedet und die Unterstützung der Bundestagsabgeordneten bekommen. Allerdings ist hier noch kein Licht am Horizont sichtbar. Deshalb wurde gemeinsam mit der BIAM und dem Ortschaftsrat in Mutschelbach nichts unversucht gelassen, um dieses Thema weiter voran zu bringen. Derzeit werden Untersuchungen auch mit einem Planungsbüro und einem renommierten  Rechtsanwalt vorgenommen um hier eine Verbesserung zu erreichen und die Lärmschutzwand auf der Bocksbachtalbrücke zu erreichen.

Baugebiete/Wohnungsbau

-Das was in ganz Baden-Württemberg immer wieder ein großes Thema ist, beschäftigt natürlich auch uns in Karlsbad – die angespannte Wohnungsmarktlage und die weiter zunehmende Wohnungsnot.  Aus diesem Grund wurde mit dem GR für das derzeit in Planung befindliche Neubaugebiet Holderäcker mit rund 6 ha in Spielberg eine Bauverpflichtung innerhalb von 10 Jahren beschlossen. Die Fortschreibung des Flächennutzungsplans lässt uns die Möglichkeiten zur Entwicklung weiteren, dringend benötigten Baugebieten offen. Dank der Stadt Karlsruhe, die bereit ist, entsprechende Flächen an die Umlandgemeinden abzugeben, allerdings auch unter der Voraussetzung, eine stärkere Verdichtung wo möglich vorzunehmen. Aber auch der Flächentausch zum Beispiel für das neue Baugebiet in Auerbach im Buckeberg ist in die Planung mit aufgenommen.

-Das kleine Neubaugebiet Hornisgrindestraße konnte umgesetzt werden, die Bauplätze sind verkauft und die ersten Bautätigkeiten sind sichtbar. Eine Veränderung der Zuteilungsrichtlinien führt dazu, dass wieder mehr Karlsbader einen gemeindeeigenen Bauplatz erwerben können.

-Für das Gebiet Fröschgärten/Schaftrieb in Langensteinbach mit unmittelbarem ÖPNV Anschluss konnte der 1.Abschnitt in die weitere Planungsphase gebracht werden. Herzlichen Dank an alle Eigentümer, die sich mit uns auf den Weg gemacht haben. Nach annähernd 25 Jahren sollte das Gebiet jetzt zügig umgesetzt werden.

-Die vorhin angesprochene Wohnungsnot führt zu einer zunehmenden starken Ausnutzung der vorhandenen freien Flächen, dies führt nicht immer zu Begeisterungstürmen. Mit der ersten Bürgerinitiative PerLA wurde nunmehr für den Bereich in der Speicherstraße ein Bebauungsplanverfahren eingeleitet. Wer aber glaubt, dass wir hierdurch alle Interessenlagen berücksichtigen können, darf nachher nicht enttäuscht sein, wenn dem nicht so ist. Denn ein Bebauungsplan ist letztendlich auch nur eine Rahmenvorgabe, die extreme Ausreiser unter städtebaulichen Gesichtspunkten verhindert und es ist kein Allheilmittel. Dies gilt auch für den Bebauungsplan Franken/Keltenstraße. Ich gehe davon aus, dass hier zukünftig weitere Bebauungspläne folgen werden. 

Feste/Feiern

Die enge Kooperation mit Waldbronn und das besondere Flair auf der Offerta haben wieder den zahlreichen Gästen gezeigt, dass wir gemeinsam ein starker Partner sind. Ein besonderes Dankeschön an alle Vereine und Beteiligten für ihre Auftritte, den Standbetreibern und unserem bewährten Team mit Klaus Steigerwald, Frau Zahn-Paulsen und unseren Damen der Wirtschaftsförderung Frau Danese und Frau Wildenmann. Hier kann man auch die Zertifizierung unserer Betriebe mit dem Prädikat seniorenfreundlicher Service mit anführen und im kommenden Jahr werden wir uns eingehend mit dem Thema „Gutes Älterwerden in Karlsbad“ beschäftigen. Dazu gehören sicher solche Themen wie Tagespflege evtl. in Langensteinbach und ein weiteres Pflegeheim und betreute Wohnungen in Ittersbach, Vernetzung der Angebote usw. Und  ganz zum Schluss darf ich Ihnen ein paar Bilder zur Gemüte führen die Feste und Ehrungen mit einander verbinden. Wie zum Beispiel die Ehrung Goldener Löwe, das Podium junger Solisten, 33 Jahre Narrenzunft Ittersbach, die Blutspenderehrung, die Ehrung der weiblichen Handballdamen des SVL, unsere Dorf- und Straßenfeste in Spielberg, Ittersbach und Mutschelbach, die Regionaltage in Bad Herrenalb mit dem Wochenende der Karlsbader Vereine, das Pfingstturnier des SVL, und verschiedene Sportlehrehrungen wie Luke Hofferer, die Basketballer aus Karlsbad, die Handballabteilung, Fußball und die Zuwendungen an die Vereine und Institutionen durch die Holzschuhstiftung. Ein kurzer rasanter Rückblick der natürlich nicht all umfassend sein kann. Es freut mich, dass wir auch in diesem Jahr den Neujahrsempfang nutzen um gleich im Anschluss die Verleihung der Bürgerpreise vorzunehmen. Die Auswahl ist uns im Gremium nicht leicht gefallen, aber so viel darf bereits gesagt sein, ich freue mich über die ausgewählten Personen und wir haben dieses Jahr auch eine Gruppe ausgezeichnet und haben sehr gute Vorschläge gehabt. Es wird wieder einmal deutlich, was ein aktives Gemeinwesen auszeichnet, woraus eine lebendige Gemeinde ihre Kraft zieht und worauf wir alle stolz sein dürfen: Das ist unsere Gemeinschaft, die letztendlich unsere Gemeinde zu dem macht, was sie ist. Ein vorbildliches Gemeinwesen, dass es immer wieder schafft, seine Kräfte zu bündeln und aus der Gemeinsamkeit die Kraft für immer neue Herausforderungen zieht.

Neujahreswunsch

Meine Damen und Herren,

mit diesen Informationen zum abgelaufenen Jahr 2017 und  unseren vorgesehenen Aufgaben, die natürlich nicht alles umfassen können was vorgesehen ist, darf ich zum Ende meines Neujahrsgrußes kommen und mich an dieser Stelle bei unserem Gemeinderat, bei allen Gremien, unseren Ortsvorstehern und Ortschaftsräten, Firmen, Vereinen, Kirchen, Schulen, Kindergärten und unseren gemeinnützigen Organisationen, den Beiräten und allen Bürgerinnen und Bürgern für das gute Miteinander im Jahr 2017 bedanken. Ein besonderer Dank geht an meine Amtsleiter und alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gemeinde die dafür Sorge tragen dass die vielfältigen Anliegen und Aufgaben auch  umgesetzt werden können. Danke sage ich der Bäckerei Nussbaumer für die kreative Neujahrsbrezel und der Musikschule Ettlingen und dem Saxophonquintett für die musikalische Umrahmung. Allen die in irgendeiner Form an der Organisation und der Ausrichtung unseres Neujahrsempfanges beteiligt sind. Allen voran meiner Sekretärin Frau Gössel, Herrn Stößer und Herrn Augenstein sowie den Männern vom Technischen Dienst und unserem Hausmeister. Herzlichen Dank.  Im Anschluss schneiden wir gemeinsam die Neujahrsbrezel an. Danach geht es dann zum gemütlichen Beisammen sein. Ich darf  Ihnen allen ein gutes, erfolgreiches neues Jahr wünschen, das insbesondere von Gesundheit und von persönlichem wie beruflichem Erfolg begleitet sein möge. Danke für das gute Miteinander.“ 

Foto: Gemeinde Karlsbad / Di Nunzio

Fotos: Gemeinde Karlsbad / Di Nunzio

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