Karlsbader Mitteilungsblatt

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Redaktionelle Berichte

Karlsbader Gesamtwehr wurde zu 164 Einsätzen gerufen

19.11.2019

Holger Fuhr für weitere fünf Jahre als Gesamtkommandant bestätigt/Probleme bei Stellvertreterwahlen

Die Karlsbader Feuerwehr ist gut aufgestellt und die Struktur mit fünf Ortsteilwehren, mit jeweils einem Abteilungskommandanten, unter dem Dach der „Karlsbader Gesamtwehr“ ist schlüssig, wie sich bei der Hauptversammlung in der Auerbacher Talblickhalle verdeutlichte. Das ist die eine Seite der Medaille. Schwer tut man sich offensichtlich mit der Überwindung der Ortsteilgrenzen bei der Besetzung der Führungspositionen für die Gesamtwehr, was der über zweistündige Wahlmarathon bewies. Zunächst wurde von den knapp 140 Aktiven Gesamtkommandant Holger Fuhr aus Langensteinbach für weitere fünf Jahre in seinem Amt bestätigt. Nach zwei Urnengängen erreichte schließlich Frank Trunz (Ortseilkommandant Auerbach) die notwendige Mehrheit als erster Stellvertreter. Anders bei Steffen Dannewitz (Ortsteilkommandant Ittersbach), dem auch nach einem weiteren Wahlgang die Mehrheit als zweiter Stellvertreter überraschend versagt blieb. Sichtlich betroffen zog er seine Bewerbung zurück. So hat die Gesamtwehr zunächst nur einen Stellvertreter. Die bisherigen Stellvertreter kandidierte nicht mehr. „Die Karlsbader Wehr erfreut sich stabiler Personalzahlen und die Einsätze werden stets gut bewältigt. Beispielhaft ist die Nachwuchsarbeit“; so Kreisbrandmeister Jürgen Bordt, der sich allerdings einen Seitenhieb auf das beschriebene Wahlergebnis nicht verkneifen konnte. „Andernorts werden regelmäßig Aktive für solche Ämter händeringend gesucht. Hier gibt es Bewerber und sie werden nicht gewählt. Darüber müsst ihr euch alle mal Gedanken machen“; so der Kreisbrandmeister. „In Karlsbad haben wir insgesamt eine gute Aktiven-Situation. Die Feuerwehren sind jedoch im Umbruch und die Klagen über die Tagesverfügbarkeit mehren sich. Nur bei einem guten Miteinander von Kommune und Feuerwehr, wie hier praktiziert, lassen sich die Zukunftsaufgaben bewältigen“, appellierte Eckhard Helms, Vorsitzender Kreisfeuerwehrverband. Von der enormen Bedeutung der Feuerwehrarbeit für Sicherheit und Leben der Bürger in Karlsbad sprach Bürgermeister Jens Timm. Hier werde in selbstloser Weise, unter Einbringung unzähliger Stunden an Freizeit, ehrenamtliche Arbeit erbracht, die man nicht genug würdigen könne. „Die Gemeinde sieht in einer guten technischen Ausstattung die unerlässlich ist, gut angelegtes Geld, was vom Gemeinderat immer mitgetragen wurde“; bestätigte Timm. Nicht zuletzt die hohe Präsenz von Ratsmitgliedern bei der Hauptversammlung bestätige dies. Schließlich könne man im Frühjahr 2020 ein neues Gerätehaus für rund 2,85 Millionen Euro in Ittersbach einweihen und in Kürze erhalte die Abteilung Langensteinbach ein neues, modernes Drehleiter-Fahrzeug. Die Karlsbader Feuerwehr zählt in den fünf Ortsteilwehren aktuell 178 Aktive (2018 waren es 186) Hinzu kommen Altersmannschaften sowie der Spielmannszug Mutschelbach, wie Holger Fuhr in seinem Rechenschaftsbericht betonte. Laut Jugendleiter Martin Bonavia zählt man in den Nachwuchswehren insgesamt immerhin 102 Kinder und Jugendliche. Hier hat sich nach seinen Aussagen das Konzept der „Kinderfeuerwehrgruppen“ ab dem Grundschulalter bereits bewährt. Im zurückliegenden Jahr wurden die Wehren zu 164 Einsätzen (2018 waren es 196) gerufen (31 Brände, 63 technische Hilfeleistungen, 19 Sicherheitswachen und 51 Fehleinsätze (überwiegend Rauchmeldeanlagen) gerufen. Mitgezählt sind 35 Einsätze mit der großen Drehleiter im Rahmen der Überlandhilfe in Waldbronn und Marxzell. Den musikalischen Rahmen der Jahreshauptversammlung in der Talblickhalle gestaltete der Spielmannszug der Abteilung Mutschelbach.

Ehrungen und Beförderungen im Rahmen der Hauptversammlung

Für 25-Jahre aktiven Feuerwehrdienst wurden Ulli Dannenmaier (Auerbach), Nils Roth, Reiner Geissler, Hagen Gassert (alle Langensteinbach) sowie Stefan Wildenmann und Matthias Dworschak (beide Mutschelbach) mit dem Feuerwehr-Ehrenabzeichen, Baden-Württemberg, in Silber ausgezeichnet. Das Ehrenabzeichen in Gold für 40 Jahre wurde Ignaz Pitz, Auerbach und Harald Eise, Mutschelbach (beide waren nicht anwesend), verliehen. Kommandant Holger Fuhr beförderte Michael Christoph (Ittersbach) und Andreas Hocewar (Spielberg) zu Oberbrandmeistern. Text: Weber

Bürgermeister Jens Timm mit dem Führungsduo der Karlsbader Feuerwehr. Foto: Weber

Sechs Aktive wurden mit dem „Silbernen Feuerwehr-Ehrenabzeichen des Landes für 25 Jahr aktiven Feuerwehrdienst geehrt. Von links: Kommandant Holger Fuhr, Kreisbrandmeister Jürgen Bordt, die Geehrten Ulli Dannenmaier, Matthias Dworschak, Nils Roth, Hagen Gassert, Reiner Geissler und Stefan Wildenmann. Rechts Bürgermeister Jens Timm. Foto: Weber

Von links: Der wiedergewählte Kommandant Holger Fuhr, sein neuer Stellvertreter Frank Trunz, Bürgermeister Jens Timm, sowie die zu Oberbrandmeister beförderten Michael Christoph und Andreas Hocewar. Foto: Weber

 

 

 

 

 

 

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