Die Telefonanlage im Rathaus Ittersbach ist ausgefallen. Somit sind die Rathäuser sowie Garten- und Umweltamt und Technischer Dienst NICHT über die Telefonnummer des Ortsnetzes Marxzell (07248 / 9144-XXX) erreichbar.

Sie erreichen die Dienststellen aber über die parallel im Rathaus Langensteinbach betriebene Telefonanlage unter der Telefonnummer des Ortsnetzes Karlsbad (07202 / 9304-XXX). Die Durchwahlnummern der einzelnen Mitarbeiter bzw. Rathäuser oder Ortsverwaltungen sind in beiden Ortsnetzen identisch.

Sobald die Störung behoben ist, informieren wir wieder. Lt. Telekom soll es sich aber um einen Kabelschaden handeln.

aktuelle Berichte

An dieser Stelle berichten wir über unsere Veranstaltungen und Ereignisse.

 

 

die IG barrierefreies Karlsbad informiert:

Sommerzeit ist Reisezeit - mobil mit Handicap

26.06.2024

Menschen mit einer Behinderung, die mit der Bahn reisen, wissen, wie wichtig eine gute Vorbereitung der Reise bereits von zuhause aus ist:

- sind die Züge geeignet?

- komme ich auf dem Bahnhof zurecht?

- wie komme ich zum Bahnsteig?

- reicht die Zeit zum Umsteigen?

Die Deutsche Bahn hat für diese und ähnliche Fragen eine Mobilitätsservice-Zentrale eingerichtet. Ihre Leistungen müssen rechtzeitig vor dem Antritt der Reise – mindestens einen Werktag vorher – gebucht werden; im Reisezentrum, telefonisch oder online unter www.bahn.de.

"Barrierefreies Reisen" und "Leitfaden zur Mitnahme von orthopädischen Hilfsmitteln" heißen die Broschüren der Deutschen Bahn zu dem Thema, die beide online verfügbar sind.

Auch bei Flugreisen haben Menschen mit einer Behinderung Anspruch auf kostenlose Hilfe im Flughafen-Bereich und auch im Flugzeug; medizinische Geräte und zwei Hilfsmittel wie Rollstuhl oder Gehhilfe nehmen die Fluggesellschaften kostenlos mit.

Wichtig hierbei ist, den Bedarf mindestens 2 Tage vor Reisantritt dem Reiseveranstalter oder der Fluggesellschaft mitzuteilen und frühzeitig am Flughafen zu sein.

(Quelle: lv-koerperbehinderte-bw.de)

zur Kommunalwahl Juni 2024

20.06.2024

 

Der Seniorenbeirat beglückwünscht alle neu bzw. wieder gewählten Ortschaftsräte, Gemeinderäte und Vertreter der Gemeinde Karlsbad im Kreistag des Landkreises Karlsruhe und freut sich auf eine offene Kommunikation und gedeihliche Zusammenarbeit.

der Seniorenbeirat

Vortrag „Lange leben und dabei gesund bleiben – gesunde Rituale“ von Prof. Dr. Curt Diehm

02.06.2024

 

Die Gene sind nicht mehr unser Schicksal - wie alt wir werden und ob wir dabei gesund bleiben, hängt sehr stark von unserem Lebensstil ab.

Was diesen Lebensstil ausmacht und was dabei wichtig ist, war Thema des Vortrages, den Prof. Dr. Curt Diehm auf Initiative von Dr. Heinz Schelp und Einladung des Seniorenbeirats Karlsbad am 28.06.2024 im voll besetzten Bürgersaal im Neuen Rathaus in Langensteinbach hielt.

Gesunde Rituale oder Gewohnheiten sind dabei wichtige und wirksame Helfer. Beispiele hierfür sind der Saft einer ausgepressten Zitrone, grüner Tee mit Ingwer, 2 Esslöffel Leinöl (aus dem Kühlschrank!) sowie Obst und Nüsse, all dies zum Frühstück.

Zu den gesunden Ritualen zählen z.B. auch regelmäßige Bewegung zu Fuß oder per Fahrrad (mindestens 4 x wöchentlich 30 Minuten), heiß-kaltes Duschen, regelmäßiges Zähneputzen oder auch Balance-Übungen auf dem Wackelbrett.

Foto: Dr. Heinz Schelp
Prof. Dr. Curt Diehm (Foto: Dr. Heinz Schelp)

„Blaue Zonen“ nennt man Gebiete, in denen die Menschen besonders alt werden. Sie weisen gemeinsame Merkmale auf: pflanzliche Kost ist viel wichtiger als tierische, wenig Eier und wenig Milch, Fisch ist besser als Fleisch, wenig Zucker und wenig Salz.

Eine ausgewogene und gesunde Ernährung erreicht man zum Beispiel mit der mediterranen Küche. Dagegen wird von hoch verarbeiteten Lebensmitteln, Süßstoff und Energy-Drinks dringend abgeraten. Kaffee, in vernünftigen Mengen konsumiert, hat keine nachteilige Wirkung.

Nach wie vor sind Herz- und Kreislauferkrankungen die häufigste Todesursache. Wichtig ist deshalb eine regelmäßige Kontrolle des Blutdruckes, der, unabhängig vom Alter, bei 130:80 mm HG liegen sollte. Blutdruck-Medikamente sollten so eingenommen werden, dass sie auch den frühen Morgen und Vormittag mit abdecken – in dieser Zeit treten Herzinfarkte und Schlaganfälle verstärkt auf.

In Deutschland leiden etwa 10 Millionen Menschen an einer Zuckererkrankung – viele wissen noch nicht einmal darum. Deshalb wird auch hier eine regelmäßige Kontrolle und ggf. eine Behandlung empfohlen.

Impfungen gegen Grippe (regelmäßig), Pneumokokken und Gürtelrose sind dringend angeraten. Sie verhindern entzündliche Prozesse im Körper und verringern damit das Risiko von Herz- und Kreislauferkrankungen.

Überhaupt sind Entzündungen im Körper schädlich; dagegen wirken neben Zitronensaft, grünem Tee und Impfungen auch die Einnahme von Flohsamenschalen, die sich positiv auf die Darmflora auswirken und nebenbei den Cholesterinspiegel deutlich absenken.

Eine wirksame „Anti-Aging-Strategie“ ist die Pflege von Beziehungen – der „gesellige Kümmerer“ mit guten Beziehungen zu Familie und Freunden hat eine bis zu 50% erhöhte Lebenserwartung.

Lachen und Lächeln wirken lebensverlängernd, dagegen sind Gefühle wie Wut, Neid und Gier schädlich.

Dies sind nicht alle Themen, die in dem lebendigen und vielfältigen Vortrag und bei den Fragen der Zuhörer angesprochen wurden. Wer den Vortrag verpasst hat oder sich mit dem Thema weiter beschäftigen möchte, dem sei der Video-Podcast „Gesunde Rituale – besser und länger leben“ von Prof. Dr. Diehm (auf YouTube) empfohlen.

Clemens Braun

 

MP Tagespflege ergänzt die ambulante Betreuung

22.05.2024

 

Beim Besuch von Vertretern des Seniorenbeirates und der Kirchlichen Sozialstation am 14.05.2024 bei der MP Tagespflege in Ittersbach erläuterte deren Inhaberin Nadine Condurachi das integrative Konzept für pflegebedürftige Personen:

Nach dem gemeinsamen Frühstück und der Diskussion über interessante Zeitungsartikel erfolgt eine individuelle Begleitung und Förderung ebenso wie Spaziergänge und gemeinsame Ausflüge.

Nach dem gemeinsamen Mittagessen besteht die Möglichkeit, je nach Bedarf etwas auszuruhen – danach wird es wieder lebhaft bei gemeinsamem Singen und Basteln.

Besonderes Augenmerk legt Frau Condurachi darauf, dass jeder Tagesgast nach seinen Vorstellungen den Tag verbringen kann - und nicht untätig allein zuhause sitzen muss.

Frau Arend von der Kirchlichen Sozialstation erkundigte sich nach der personellen Situation, insbesondere, wenn die Tagespflege, wie in den letzten Wochen, gut besucht ist.

Bemerkenswert war für H. Dr. Schelp, Fr. Lelarge und H. Kappes vom Seniorenbeirat, dass aktuell auch drei Tagesgäste mit dem höchsten Pflegegrad betreut werden können und gerade die Betreuung von Rollstuhlfahrern sehr gut gewährleistet ist, ebenso die Beförderung morgens und nachmittags von und nach zuhause.

Frau Condurachi und Frau Arend sehen in der Tagespflege - aktuell sind noch einige Plätze frei - eine sinnvolle Betreuungsform, um der Einsamkeit pflegebedürftiger Personen vorzubeugen.

Die Rundumversorgung eines Pflegebedürftigen, der Angebote der Tagespflege oder einer Betreuungsgruppe nutzt, sieht so aus, dass der ambulante Pflegedienst den Tagesgast im Prinzip morgens soweit versorgt, dass er abfahrbereit gepflegt ist, wenn er zur Tagespflege abgeholt wird.

Die Pflegekosten werden in diesem Fall in der Regel über die Pflegesachleistungen (Budget: ambulante Versorgung) bezahlt, der Aufenthalt in der Tagespflege wiederum aus dem Tagespflegebudget; dies ist leider nicht allen Anspruchsberechtigten bekannt.

Kommt der Tagesgast am Nachmittag zurück nach Hause, übernimmt die Sozialstation wieder benötigte ambulante Pflegeleistungen. Somit können berufstätige Angehörige gut entlastet und die Pflegebedürftigen so lange wie möglich in ihrem gewohnten häuslichen Umfeld betreut werden.

Peter Kappes

 

 

 

Wie seniorenfreundlich ist Karlsbad?

09.05.2024

Seniorenfreundlichkeit bezieht sich auf die Gestaltung von Umgebungen, Dienstleistungen und sozialen Strukturen, die auf die Bedürfnisse und Anforderungen älterer Menschen abgestimmt sind. Dies bedeutet eine Umgebung, die älteren Menschen ein selbstbestimmtes, komfortables und aktives Leben ermöglicht.

Der Seniorenbeirat Karlsbad vertritt die Interessen der älteren Bürgerinnen und Bürger und fragt deshalb die Kandidatinnen und Kandidaten für den Gemeinderat Karlsbad:

Wie seniorenfreundlich ist Karlsbad?

Der Seniorenbeirat möchte an 5 Beispielen deutlich machen, wie sich aus seiner Sicht die Seniorenfreundlichkeit in Karlsbad weiterentwickeln sollte:

  • Barrierefreiheit im öffentlichen Raum

Barrierefreiheit ist für 10% der Bevölkerung unentbehrlich, für 40% ist sie notwendig und für 50% ist sie komfortabel. Sie ist Voraussetzung, um allen Bürgerinnen und Bürgern, mit und ohne Einschränkung, die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben in der Gemeinde Karlsbad zu ermöglichen.

Auf diesem Gebiet hat die Gemeinde bereits erhebliche Fortschritte erzielt, nicht zuletzt auch durch die Initiativen wie der der Interessengemeinschaft barrierefreies Miteinander Karlsbad. Barrierefreiheit ist jedoch eine ständige Aufgabe, und der Seniorenbeirat erwartet, dass die Gemeinde die gemeinsamen Anstrengungen unvermindert fortführt.

  • seniorengerechte Wohnungen

Barrierefreie Wohnungen gibt es leider nur in wenigen Neubauten. Barrierefreiheit ist im Betreuten Seniorenwohnen obligatorisch – allerdings sind die Angebote in Spielberg und Ittersbach voll belegt, und es besteht eine lange Warteliste. Wann werden zusätzliche barrierefreie/betreute Wohnungen in Langensteinbach, Auerbach und Mutschelbach gebaut?

  • weitere Altenpflegeheimplätze

Der Kreispflegeplan 2025 des Landkreises Karlsruhe sieht für Karlsbad bis zum nächsten Jahr einen Bedarf von rund 180 Altenpflegeheimplätzen - eingerichtet sind in Spielberg und Ittersbach aber nur 73! Selbst wenn man die Belegung im Kurfürstenbad durch Karlsbader Bürger mit höherem Pflegegrad hinzurechnet, fehlen aktuell rund 90 Plätze. Diese Deckungslücke ist dem Gemeinderat und der Verwaltung seit mehr als 4 Jahren bekannt.

Der Seniorenbeirat sieht die Notwendigkeit eines zusätzlichen Pflegeheims in Langensteinbach mit mindestens 50 Plätzen.

  • soziale Teilhabe

Auf der Grundlage der bisherigen Erfahrungen in einigen Ortsteilen spricht sich der Seniorenbeirat für regelmäßige Begegnungsmöglichkeiten für Senioren in überkonfessionellen Cafe-Nachmittagen und Spieletreffs aus. Soziale Teilhabe - gerade für alleinstehende ältere Menschen - in Form eines wöchentlichen Mittagstischs kann nur im gemeinschaftlichen Zusammenwirken von Ortschaftsräten, Kirchengemeinden, Pflegeheimen, Gaststätten und dem Seniorenbeirat erreicht werden.

  • Eigenverantwortung der Seniorinnen und Senioren

Der Seniorenbeirat wünscht sich eine Diskussion nicht nur der älteren Bevölkerung darüber, wie Seniorenbildung, Engagement für Kultur, Gesundheit und Betreutes Seniorenwohnen oder auch Pflegeplätze aussehen können. Wünschenswert ist eine lebendige Diskussion, um Impulse für die Arbeit des Gemeinderates zu geben.

Denn das gemeinsame Ziel sollte sein, als Senior so lange wie möglich selbständig leben zu können und das Erfahrungswissen für die nachfolgenden Generationen nutzbar zu machen.

Peter Kappes, Barbara Rinke, Clemens Braun

 

 

Neue Plätze für ambulante Verhinderungspflege im Kurfürstenbad

24.04.2024

 

v.l.n.r.: , Hausleiter H. Fuchs, Dr. Heinz Schelp, Peter Kappes

Jeder Pflegebedürftige, der ambulant betreut wird, hat im Jahr 6 Wochen Anspruch auf Verhinderungspflege (zur Entlastung der pflegenden Angehörigen oder bei Urlaub) - auf Kosten der Pflegeversicherung.

Im Kurfürstenbad sollen bis Herbst 2024 weitere 10 Plätze entstehen; das teilten der SWB-Geschäftsführer Herr Seidler und der Leiter des Hauses Herr Fuchs gegenüber den Seniorenbeiräten Herrn Dr. Schelp und Herrn Kappes mit. Das Besondere dabei ist, dass das Kurfürstenbad nicht als Pflegeheim pauschal abrechnet, sondern ambulante Leistungen erbringt, und zwar nur insoweit, als diese tatsächlich auch erforderlich sind. Für Bewohner ist dies interessant, weil dadurch ggf. nicht unerhebliche Kosten gespart werden können.

Beim Rundgang des Seniorenbeirates ging es darum, sich vor Ort einen Eindruck über die abgeschlossenen Sanierungsmaßnahmen zu verschaffen und auch mit Bewohnern ins Gespräch zu kommen. Aktuell sind nur 13 von 146 Apartments nicht saniert – alle anderen sind von aktuell 102 Bewohnern und einigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bewohnt.

Sehr beeindruckt vom freundlichen und einladenden Zustand des Hauses zeigte sich Herr Dr. Schelp, der in den Jahren 2021 und 2022 im Kurfürstenbad Corona-Impfungen vorgenommen hatte und von damals doch einige bauliche Mängel in Erinnerung hatte.

v.l.n.r.: Peter Kappes, Dr. Heinz Schelp,

Pfarrer Hauser, dessen Ehefrau, Herr Seidler

Im Gespräch mit Herrn Pfarrer Hauser, der 101-jährig zusammen mit seiner Ehefrau seit 14 Jahren im Kurfürstenbad lebt und noch immer Gottesdienste abhält sowie Sterbebegleitungen übernimmt, wurde deutlich, wie wohl er sich fühlt und die bedarfsgerechte Betreuung bei somatischen wie auch demenziellen Erkrankungen schätzt. Die Erhaltung der Selbständigkeit wird dadurch gefördert, dass – anders als im Pflegeheim – nach einer Erkrankung die Betreuungsleistungen zurückgefahren und damit auch Kosten gespart werden können.

Herr Seidler erläuterte das variable Betreuungs-Konzept (7 Tage-24 Stunden) – es gibt den Bewohnern Sicherheit und animiert dazu, die Selbstversorgung nicht gänzlich aufzugeben (z.B. teilweise selbständige Essensversorgung). Stolz ist das Kurfürstenbad, dass aktuell zwischen 15 und 20 ehrenamtliche Helfer das Betreuungsteam unterstützen und „Leben ins Haus“ bringen.

Er zeigte sich zuversichtlich, dass die bauliche Sanierung in absehbarer Zeit abgeschlossen werden kann, wenn SWB weitere Eigentumsanteile übernehmen kann. Allein in den letzten drei Jahren wurden rund 240.000 Euro für Sanierungsmaßnahmen investiert.

Peter Kappes

 

 

Informationsveranstaltung „Betreutes Wohnen für Senioren“

Referentin: Frau Ronja Gruber, Pflegestützpunkt Ettlingen

14.03.2024

Viel Interesse erfuhr die Veranstaltung des Seniorenbeirates am 14.3.2024 im Bürgersaal. Nach der fachlichen Einführung von Frau Gruber, Pflegestützpunkt Ettlingen, stellte die Geschäftsführerin der Diakonie im Landkreis Karlsruhe, Frau Mund, die Angebote in den Seniorenhäusern in Spielberg und Ittersbach dar. Daraus ergaben sich viele Fragen der rund 25 Besucherinnen und Besucher, die von den Referentinnen mit Blick auf die Kosten (Grundservice bzw. Wahlservice) und die fachlichen Notwendigkeiten (Barrierefreiheit) beantwortet werden konnten.

Betreute Seniorenwohnanlagen sollten heute folgenden Mindestanforderungen genügen:

  • Barrierefreiheit (zur Wohnung und innerhalb der Wohnung)
  • ausreichend großer Gemeinschaftsraum
  • tägliche persönliche oder technische Wohlaufkontrolle
  • Betreuungskraft, die einerseits die Gemeinschaft der Bewohner fördert und andererseits bei Krankheit schnell notwendige Hilfen vermittelt
  • Hausmeisterdienstleistungen (Glühbirne wechseln, kleine Reparaturen)
  • Notruf – entweder gebäudeseits installiert oder individuell gestaltet.

In der intensiven Diskussion wurde u.a. die Frage gestellt, wie mobilitätseingeschränkte Senioren ihre Einkäufe etc. erledigen, wenn sie in der geplanten Seniorenwohnanlage in Langensteinbach, Paulusstraße, zukünftig leben werden. Hier wird es nicht ohne Fahrdienst gehen – der im Grundservice enthalten sein sollte (zumindest an zwei Tagen pro Woche).

Mit Blick auf die unterdurchschnittliche Inanspruchnahme des Pflegestützpunktes Ettlingen wies H. Kappes abschließend darauf hin, dass der VdK Deutschland in einer Umfrage bei über 50.000 pflegebedürftigen Menschen erhoben hat, dass bundesweit jährlich rund 12 Milliarden Euro nicht von der Pflegeversicherung abgerufen werden, weil die Anspruchsberechtigten ihre Rechte nicht kennen bzw. Angebote vor Ort nicht ausreichend vorhanden sind. Deshalb wird der Seniorenbeirat seine Informationsveranstaltungen fortsetzen, um über diese Ansprüche und die dafür notwendige Infrastruktur aufzuklären.

Abschließend dankte H. Kappes den Referentinnen und verwies auf die Homepage des Seniorenbeirates, auf der alle Präsentationen der letzten Monate (Mobile geriatrische Rehabilitation, Ambulant betreute Wohngruppe und Betreutes Wohnen für Senioren) abgerufen werden können.

 

 

Zusammenarbeit Seniorenbeirat Karlsbad und Hospizverein KMW e.V.

März 2024

Der Seniorenbeirat Karlsbad und der Hospizverein beabsichtigen, im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit zukünftig enger zusammen zu arbeiten, d.h. über das Angebot der jeweils anderen Institution intensiver zu informieren.

Dabei geht es vorrangig um Veranstaltungen für die ältere Generation sowie deren jüngeren Angehörigen z.B. über barrierefreie Wohn- und Wohnpflegemöglichkeiten zur Erhaltung der Selbständigkeit, die Tagespflege wie auch die Unterstützung im Alltag bis hin zur Sterbebegleitung durch Mitarbeiter des Hospizvereins.

Der Träger dieses Dienstes ist der Hospizverein KMW e.V., zuständig für die Gemeinden Karlsbad-Waldbronn-Marxzell.

 

 

Informationsveranstaltung „Ambulant betreute Wohngruppe“

Referent: Herr Ulrich Kammerer, Haus Brunnhälden, Remchingen-Nöttingen

21.02.2024

 Sehr gut besucht war die Informationsveranstaltung des Seniorenbeirates, H. Kappes konnte auch eine Reihe von Gemeinderäten und Ortsvorsteher begrüßen.

Der Praxisbericht des Leiters des Hauses „Brunnhälden“ in Remchingen-Nöttingen, H. Kammerer, bezog sich auf die 5 jährigen Erfahrungen mit 8 Bewohnern, die an einer demenziellen Erkrankung leiden. Neu geplant wird eine weitere Wohngruppe in Wilferdingen, die insg. 12 Plätze haben wird (für somatisch Pflegebedürftige).

Anders als in einem Altenpflegeheim werden die Bewohner – im Rahmen ihrer individuellen Möglichkeiten - in den Wohngruppenalltag einbezogen (Essenvorbereitung, Tischdecken etc.). Die Philosophie lautet:

1.       Wohnen hat Vorrang vor der Pflege !

2.       Nicht die Defizite, sondern die Förderung von Fähigkeiten stehen im Vordergrund !

In diesem Kontext arbeiten das Betreuungsteam sowie die Angehörigen zum Wohl der Bewohner eng zusammen. Je mehr sich Angehörige einbringen, umso weniger professionelle Unterstützung ist erforderlich.

Für die Bewohner werden drei Verträge abgeschlossen:

1.       Mietvertrag

2.       Betreuungsvertrag (24-Stunden-Betreuung)

3.       Pflegevertrag mit der örtlichen Sozialstation

Die Kosten für Miete und Verköstigung liegen derzeit bei mtl. ca. 850 Euro, die Kosten für die Betreuung bei rd. 2.100 Euro. Im Rahmen des Pflegevertrages werden alle von der Sozialstation erbrachten Leistungen abgerechnet.

H. Kammerer führte aus, dass sich die Finanzierung der ambulant betreuten Wohngruppe mit 8 Bewohnern schwierig darstellt – aktuell erwirtschaftet die Diakonie jährlich einen erheblichen Abmangel. Angedacht sei nun, die Platzzahl auszuweiten.

In der Diskussion mit den Teilnehmern der Veranstaltung ergab sich die Erkenntnis, beim in Langensteinbach angedachten Projekt in der Paulusstraße aus wirtschaftlichen Gründen von einer höheren Platzzahl auszugehen (die gesetzliche Höchstgrenze liegt bei 12 Plätzen).

Synopse "Betreuung und Pflege im Vergleich:  Ambulant betreute Wohngruppe - Altenpflegeheim

 

 

Gespräch mit Herrn Ortsvorsteher Wenz und Senioren in Mutschelbach

 20.02.2024

Auf Initiative des neuen Seniorenbeirates gab es am 20.2.2024 ein Gespräch in der Ortsverwaltung Mutschelbach, zu dem Herr Wenz eingeladen hatte. In seiner Begrüßung zeigte sich H. Wenz erfreut, dass sich der Seniorenbeirat (SBR) in Spe in Mutschelbach vorstellt. H. Kappes dankte für die gute Vorbereitung des Termins und für die rege Teilnahme den Mutschelbacher Senioren.

Nachdem sich Fr. Hensel (Mutschelbach), Fr. Le Large (Langensteinbach) und H. Lusch (Ittersbach) als Mitglieder in Spe vorgestellt hatten, wurde die Agenda des SBR angesprochen:

  • Interessenvertretung gegenüber dem Gemeinderat, die Wohn-, Wohnpflege- und Beteiligungsmöglichkeiten von Senioren zu verbessern,
  • Information über bestehende und neue niederschwellige Hilfeangebote sowie individuelle Beratung entsprechend dem persönlichen Bedarf
  • Runder Tisch mit Diensten und Einrichtungen,
  • Stärkung der gegenseitigen Unterstützung in den Ortsteilen, um Selbständigkeit auch im hohen Alter lange zu ermöglichen.

Der Seniorenbeirat möchte einen Beitrag leisten auf dem Weg zu einer „Sorgenden Gemeinde Karlsbad“. H. Lusch führte aus, dass man sich viel zu lange auf die Absicherung durch professionelle, inzwischen aber völlig überlastete Dienste und Einrichtungen verlassen habe – er sprach sich für eine Stärkung der informellen Hilfen in Nachbarschaft und Verein aus … hier wolle der SBR in Zukunft Akzente setzen.

Dem SBR ist aber ebenso wichtig, die Interessen der Senioren in den Ortsteilen abzufragen – H. Wenz und H. Bodemer wiesen auf frühere Aktivitäten hin, eine Senioreneinrichtung zu errichten… leider ohne Erfolg. Weitere etwaige Optionen gilt es aufzutun, zu prüfen und auf den Weg zu bringen. Der SBR in Spe sagte zu, den Ortsteil bei den weiteren Schritten zu unterstützen.

Im Weiteren führte H. Bodemer aus, dass die Planungen für einen monatlichen Seniorentreff weit fortgeschritten sind – eine Initiativgruppe habe sich darauf verständigt, überkonfessionell, Alt und Jung sowie mit und ohne Migrationshintergrund ins Gemeindezentrum einzuladen. Der Termin für die erste Veranstaltung ist der Dienstag, 23.4.2024 um 14.30 im Gemeindezentrum.

Der SBR sagte zu, bei der Suche nach Referenten für Impulsreferate mitzuwirken – im Gegenzug erhofft sich der SBR, dass sich in den Ortsteilen Fahrgemeinschaften bilden, um Senioren mit Mobilitätseinschränkungen die Teilnahme an den Informationsveranstaltungen im Neuen Rathaus in Langensteinbach zu ermöglichen.

Informationsveranstaltung „Mobile geriatrische Rehabilitation“

Referentin: Fr. Dr. Ingeborg Cuvelier, ViDia- Christliche Kliniken Karlsruhe    

25.01.2024

Was können Senioren tun, wenn nach einem Krankenhausaufenthalt die Rückkehr in die eigene Wohnung nicht gleich möglich ist?

Die Informationsveranstaltung „Mobile geriatrische Rehabilitation“ am 25.1.2024 im Bürgersaal gab darauf Antworten – die Referentin Fr. Dr. Ingeborg Cuvelier, ViDia-Christliche Kliniken Karlsruhe stellte in ihrem gelungenen Vortrag klar, dass alle Senioren einen Anspruch gegenüber der Krankenkasse haben – aber: Die Krankenhaussozialdienste, die Patienten frühzeitig über den Anspruch aufklären sollten, sind hoffnungslos überlastet und die meisten Hausärzte wissen über die Möglichkeiten der geriatrischen Rehabilitation nicht ausreichend Bescheid. Was ist die Folge: Viele Senioren müssen dann in einer Kurzzeitpflege oder einem Pflegeheim betreut werden, wo bislang kaum rehabilitative Leistungen erbracht wurden – aber selbst in der Kurzzeitpflege und im Pflegeheim kann mobile geriatrische Rehabilitation erbracht werden, wenn der Hausarzt einen entsprechenden Antrag stellt.

Damit ältere Menschen auch nach einem Krankenhausaufenthalt möglichst schnell wieder nach Hause können, sollte also bereits im Krankenhaus gegenüber den behandelnden Ärzten und dem Sozialdienst des Krankenhauses das Thema „geriatrische Rehabilitation“ angesprochen werden. Die lebhafte Fragerunde brachte wertvolle Tipps – auch bei Vorliegen von Pflegebedürftigkeit (und Leistungen der Pflegekasse) besteht der Anspruch auf geriatrische Rehabilitation, die von der Krankenkasse zu finanzieren ist.

Der Vortrag von Fr. Dr. Cuvelier ist in Kürze auf der Homepage des Seniorenbeirates in voller Länge eingestellt – für die niedergelassenen Ärzte ist das Formular „mobile geriatrische Rehabilitation“ als Download abrufbar.

Downloads:       Vortrag von Fr. Dr. Cuvelier        Formular „mobile geriatrische Rehabilitation“ für die behandelnden Ärzte

Peter Kappes