Karlsbader Mitteilungsblatt

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Klinikum Karlsbad

Ausbau der Notfallversorgung in der Region

05.01.2018

Neues Notarzteinsatzfahrzeug ist am Standort Karlsbad-Langensteinbach im Einsatz.

Ausbau der Notfallversorgung in der Region

Seit Ende letzten Jahres stehen zwei Fahrzeuge des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) am Standort in Karlsbad-Langensteinbach: Ein Rettungswagen und ein neues Notarzteinsatzfahrzeug, kurz NEF. Das sogenannte Rendezvoussystem ermöglicht eine flexiblere Einsatzkoordination der Rettungskräfte.

Ob Verkehrsunfall, Herzinfarkt oder Schlaganfall – im Notfall zählt jede Minute. Lebensbedrohliche Situationen erfordern die schnellstmögliche Erstversorgung. Mit einem neuen Notarzteinsatzfahrzeug (NEF) wurde am Standort Karlsbad-Langensteinbach das sogenannte Rendezvoussystem eingeführt. Damit können Rettungsdienst und Notarzt Einsätze individuell nach den Gegebenheiten am Unfallort und dem Zustand des Patienten gestalten. „Mit dem zusätzlichen Fahrzeug und der gewonnenen Flexibilität erreichen wir noch mehr Menschen. Die Ärzte werden dort eingesetzt, wo sie gebraucht werden“, sagt Dr. Andreas Eichler, Chefarzt der Anästhesie und Intensivmedizin am SRH Klinikum Karlsbad-Langensteinbach. Seit Jahren verbessere sich die Notfallversorgung in der Region aufgrund der intensiven Zusammenarbeit mit den Rettungsdiensten kontinuierlich, so Eichler weiter, dessen Team einen großen Teil der Notärzte stellt. Bereits seit Oktober 2011 rücken Karlsbader Klinikärzte gemeinsam mit dem Rettungsdienst aus, um in Notfällen zu helfen.

Für die Rettungsdienste und Notärzte bietet das Rendezvoussystem bei jedem Einsatz verschiedene Optionen. Ist eine ärztliche Betreuung am Unfallort beispielsweise nicht mehr notwendig, wird der Notarzt jetzt dank des NEF für einen weiteren Einsatz verfügbar. Benötigt ein Patient ärztliche Betreuung bis in die Notaufnahme, fährt einer der Rettungsassistenten das NEF wieder an den Klinikstandort. Bei harmlosen Unfällen braucht das NEF den Klinikstandort gar nicht erst verlassen. Bei dem neuen Fahrzeug handelt es sich um einen Mercedes Benz Vito mit allen wichtigen medizinischen Ausstattungsmerkmalen. „Das neue NEF bietet durch das große Platzangebot ein hohes Maß an Funktionalität“, so Eichler. Der Notarzt könne sich unter optimalen Arbeitsbedingungen ganz auf die Versorgung des Patienten konzentrieren, erklärt der Rettungsmediziner weiter. Vorerst sind Notärzte und Rettungsdienste wie bisher von 7 bis 16 Uhr am Karlsbader Standort in Bereitschaft. Langfristig sollen die Einsatzzeiten ausgeweitet werden.

Besonders zeitkritisch bei der Notfallversorgung sind Herzinfarkte und Schlaganfälle. „Dank des Herzkatheterlabors am SRH Klinikum Karlsbad-Langensteinbach können unsere Kardiologen sofort mit der Diagnostik und Therapie starten“, sagt Eichler. Auch die zertifizierte Überregionale Schlaganfallstation (Stroke Unit) sei, so Eichler, ein wichtiger Baustein der Notfallversorgung. Mehr als 500 Schlaganfallpatienten pro Jahr werden allein im SRH Klinikum Karlsbad-Langensteinbach behandelt. 2017 ist die Stroke Unit als Thrombektomiezentrum dem Schlaganfall-Konsortium Rhein-Neckar beigetreten. Das Konsortium verbindet rund 30 Partnerzentren der Region zur besseren Versorgung von Schlaganfallpatienten.