Karlsbader Mitteilungsblatt

Heimatverein Karlsbad

WANDERUNG ZUM TAG DES OFFENEN DENKMALS

03.09.2018

Etwas ganz besonderes haben sich die Verantwortlichen vom Haus Conrath und des Heimatvereins Karlsbad zum Tag des Offenen Denkmals am Sonntag, 9. September ausgedacht und wollen damit das diesjährige Motto "Entdecken, was uns verbindet" mit Leben füllen. Zwar sind beide Lokalitäten durchgehend geöffnet (Haus Conrath von 10 bis 18 Uhr, Heimatmuseum Ittersbach von 11 bis 17 Uhr), aber das Hauptaugenmerk liegt auf einer Wanderung, die von Langensteinbach nach Ittersbach und wieder zurück führt. Ursprünglich hatte diese den Arbeitstitel "Wir besuchen Euch, Ihr besucht uns", doch nachdem die Gesamtwanderstrecke auf 14 km reduziert werden konnte, ist es für ambitionierte Wanderfreunde auch kein Hexenwerk mehr, die gesamte Tour mitzugehen, zumal sowohl die beiden Wegstrecken (einmal Wald, einmal offene Landschaft) als auch die zu bewundernden Kleindenkmale einen jeweils völlig anderen Charakter haben und so für Abwechslungsreichtum gesorgt ist.

Das Programm im einzelnen:

Die Tour beginnt um 9 Uhr am Freibadparkplatz Langensteinbach, wo ausreichend Parkplätze zur Verfügung stehen. Die von den Langensteinbachern organisierte Route führt durchs Auerbachtal, wo die zu bestaunenden Grenzsteine auch schon mal im Bachbett stehen können. Entsprechendes Schuhwerk wird empfohlen.

Das Eintreffen der Wanderer im Ittersbacher Heimatmuseum wird gegen 12 Uhr erwartet. Bewirtschaftet ist das Museum aber schon ab 11:30 Uhr. Die Speisekarte beschränkt sich zwar auf Maultaschen in der Brühe, aber einem langjährigen ungeschriebenen Gesetz zufolge verzichten die Ittersbacher Vereine darauf, sich gegenseitig Konkurrenz zu machen und so sei für alle die, denen der Sinn nach Spezialitäten vom Grill steht, die Hocketse der Freiwilligen Feuerwehr empfohlen, die gleichzeitig im kaum 50 Meter entfernten Nachbargebäude stattfindet.

Um 13 Uhr wird es dann offiziell. Die Wanderung hat als übergeordnetes Thema die örtlichen Kleindenkmale, die seit diesem Jahr im Auftrag des Landratsamts Karlsruhe von Freiwilligen vor Ort erfasst und dokumentiert werden. Da keine anderer Heimatverein oder Museumsträger im Landkreis auf die selbe Idee kam, rannten wir beim Landkreis offene Türen ein, als wir dieses Projekt mit dem Tag des Offenen Denkmals verbanden. Dadurch ist es uns gelungen, Referenten zu gewinnen, die der Bevölkerung die Thematik in einem kurzen Vortrag nahebringen. In Ittersbach wird dies Sabrina Kraus sein, die sich derzteit mitten in einer Masterarbeit zu diesem Thema befindet. Anschließend enthüllt ein Gemeindevertreter geborgene Grenzsteine, die auf dem Gelände des Heimatmuseums ein sogenanntes Refugium bilden. Hierbei handelt es sich ausschließlich um Grenzsteine, die unterspült und umgefallen waren und somit ihre ursprüngliche Funktion nicht mehr erfüllten.

Gegen 13:30 Uhr startet der zweite Teil der Wanderung, der über das alte Wasserreservoir - das, wie es sich für ein "Tag des Offenen Denkmals" gehört - ausnahmsweise für die Bevölkerung zugänglich gemacht wird, den Tornadostein, den Dreimarkstein und den "Kora"-Stein - ein gutes Beispiel dafür, wie unscheinbar und erst auf den zweiten Blick zu entdecken ein Kleindenkmal sein kann - zurück zum Freibad-Parkplatz führt, wo für die Wanderer, die nur die zweite Teilstrecke absolvieren, genügend Mitfahrgelegenheiten zum Haus Conrath und anschließend zurück nach Ittersbach bereitstehen sollten.

Der Tornadostein erinnert an das dramatische Ereignis vor 50 Jahren

Im Haus Conrath findet dann das Parallelprogramm zum Ittersbacher Heimatmuseum statt - also ebenfalls Bewirtung, ein Vortrag des Dürrenbüchiger Grenzstein-Experten Günter Krauß, gefolgt von der Enthüllung des Langensteinbacher Refugiums, ebenfalls durch einen Gemeindevertreter. (MGI)