Karlsbader Mitteilungsblatt

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Redaktionelle Berichte

Faschingsgenuss vom Feinsten

26.02.2019

Prunksitzungen der FGAV in ausverkaufter Auerbacher Talblickhalle

Unter dem Motto „Die Dorflinde wird nun 800 Jahr, das feiert die ganze Auerbacher Narrenschar“ feierte die FGAV am 22. und 23.02 ihre diesjährige Prunksitzung. Ab 18 Uhr konnten sich die Narren bereits in der Talblickhalle  für die Prunksitzung stärken, bevor es pünktlich um 19:33 mit elf Gongschlägen losging. Mit dem King of Africa Tanz starteten die Auerbacher Narren fulminant ins Programm. Im Anschluss daran marschierten der Zeremonienmeister, die FGAV-Sternschnuppen, die FGAV-Sternengarde, die FGAV Funkengarde, die Kugelbaxe, der Elferrat und FGAV-Präsident Christian Zechiel zu lauten Helau-Rufen in die Halle ein. In seiner Begrüßungsrede hielt Zechiel den beiden Bürgermeistern von Karlsbad und Langensteinbach den Spiegel vor und begrüßte alle Ehrengäste und die angereisten Faschingsgesellschaften.

Daraufhin gehörte die Bühne den FGAV-Sternschnuppen, die in einer tollen Choreographie ihr Können unter Beweis stellten und bei ihrem zweiten Auftritt zu Mary Poppins das Publikum begeisterten. Die erste Büttenrede des Abends hielt Balduin Bahnsteig (Norbert Weisshaar), der letzte Bahnbeamte. In seiner Rede mahnte er zu Vorsicht bei Bahnwitzen, denn „man weiß ja nicht, ob sie ankommen“. Seine satirischen Ausführungen über die Deutsche Bahn wurden vom Publikum herzhaft belacht. Nach der Büttenrede gehörte die Bühne der FGAV-Sterngarde, die zu einem Bayern-Rock-Medley tanzten. Bei ihrem zweiten Auftritt beeindruckte die Sternengarde mit tollem Bühnenbild, schönen Kostümen und einer starken Choreographie. Mit ihrem „Typisch Britisch“-Showdance zu Musik von den Spice Girls und James Bond brachte die Sternengarde die Halle zum Toben und erntete laute Zugaberufe. Der Ortsbüttel (Edgar Guthmann) nahm dem Publikum mit seiner Büttenrede die Sorgen, denn „morgen habt ihr sie ja eh wieder“ und las den Gemeindepolitikern die Leviten. Anschließend stürmte die Funkegarde der FGAV zu rockiger Musik die Bühne und präsentierte ihren „Roundtable“-Tanz. Gegen Ende des Abends stellte die Funkegarde im „Karneval der Nationen“ nochmals ihr Tanzkönnen unter Beweis. Auch hier wartete die FGAV - wie bei den anderen Tänzen - mit einem imposanten Bühnenbild, eindrucksvollen Kostümen und einer fesselnden Choreographie auf. Eines der vielen Highlights des Abends war Tarah Klus’ Büttenrede, in der sie den Schüleralltag aufs Korn nahm. Die schlagfertige Schülerin bestritt ihre Rede nur in Teilen allein - ihr Vater Christian Zechiel gesellte sich dazu und lieferte sich mit seiner Tochter einen Schlagabtausch, bei dem kein Auge trocken blieb. Für Tarah war ihr Vater der „lebende Beweis dafür, dass Hirnversagen nicht unbedingt zum Tod führt“, während er darüber sinnierte, warum er den Storch damals nicht erschossen habe. Vater und Tochter schenkten sich nichts in ihrer gemeinsamen Büttenrede, wofür sie am Ende laute Zugabe-Rufe ernteten. Nach den Ordensverleihungen, bei denen die Träger/innen des Goldenen Löwen, die Träger der Ehrenorden und die Ehrengäste gewürdigt wurden, nahmen die Auerbacher Dorfhexen die Bühne für ihren schaurigen Tanz ein. Doch nicht nur die Hexen und die Tanzgarden durften sich auf der Bühne austoben - im Showauftritt der FGAV Kugelbaxen and Friends wurde die Bühne von fitten Seniorinnen gerockt. Um Fitness ging es auch in der Büttenrede der sportlichen Russin Olga (Katrin Mattern), die einen weiteren Höhepunkt des Abends bildete. Olga ist nicht die typische Fitnessstudio-Klientel, weshalb sie erstmal 30 besorgte Anrufe ihrer Familie erhielt, als sie mitgeteilt hatte, sie wäre jetzt im Fitnessstudio. Olgas Liebe zum Sport begründet sich vor allem darin, dass das Fitnessstudio „günstiger als der Stripclub“ ist und „die Kerle auch besser“ sind. Olga hatte sich erst aufgewärmt, als das Publikum schon Lachtränen in den Augen hatte. Für ihre sehr unterhaltsame Gesangseinlage erntete sie verdientermaßen stehende Ovationen. Weiter ging es mit dem Elferrat, der das Publikum mit seiner Nummer auf eine Kindheitsreise durch die Welt von Disney und Super Mario mitnahm. Gegen Ende der Prunksitzung, in der fortwährend Hochstimmung herrschte, brachte Marius Neumann mit seiner Musikshow die Halle nochmal zum Beben. Die angereisten Narren sangen begeistert mit und tanzten mit Neumann zusammen auf den Tischen. Zum Ausgang der rundweg gelungenen Prunksitzung versammelten sich alle Aktiven auf der Bühne, bevor sie zu lauten Helau-Rufen aus der Halle zogen. Nach dem Programm ging die Party in der Talblickhalle zur Musik der Band „Herzblatt“ noch bis tief in die Nacht hinein weiter.

Fotos: Anderer

 

 

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