Karlsbader Mitteilungsblatt

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Redaktionelle Berichte

Pfarrer Fritz Kabbe nach 13 Jahren in Ittersbach verabschiedet

28.10.2019

Neue Aufgabe als „Pfarrer in ständiger Vertretung“ im Odenwald

„Als Fritz Kabbe mit seiner Familie vor 13 Jahren aus Steinen im Kreis Lörrach in Ittersbach begrüßt wurde, war er in den Tagezeitungen mit einem Rucksack abgebildet. Jetzt hat die Familie den Rucksack für den Aufbruch in den Odenwald gepackt, wo der 60-jährige Geistliche eine neue Stelle als „Pfarrer in ständiger Vertretung“ antritt. Die Kabbes waren komplett mit ganzem Herzen hier engagiert“, so Schuldekan Stephan Thomas, als Vertreter des Kirchenbezirks Karlsruhe-Land beim Abschiedsgottesdienst. Besonders am Herzen sei Fritz Kabbe der evangelische Kindergarten, die Grundschule, die Gottesdienstgestaltung und nicht zuletzt die Arbeit mit den Flüchtlingen gelegen. An drei Merkmalen knüpfte Kirchenältester Christian Bauer die Arbeit des scheidenden Pfarrers: Er hat eine große Liebe und Offenheit für Kinder, vom Baby über den Kindergarten bis zum Konfirmandenalter, er hat großes Zutrauen und Vertrauen in das Tun ehrenamtlicher Mitarbeiter. Schließlich war Fritz Kabbe als Elektriker in seinem ersten Beruf handwerklich begabt und konnte so einige Reparaturen an den kirchlichen Gebäuden kurzerhand selbst erledigen Sichtlich gerührt verabschiedete sich die Leiterin der Ittersbacher Kita, Rita Lebherz, von ihrem Chef: „Wir sagen Dankeschön für die viele Zeit, die sie für uns geopfert haben und für den unermüdlichen Einsatz um die Belange unseres Kindergartens“. Davor verabschiedeten sich die Kleinen mit ihren Erzieherinnen musikalisch vor dem Altar. Für seine Abschiedspredigt wählte Fritz Kabbe das Gleichnis der „sieben Briefe von Jesus an die Kleinasiatischen Gemeinden“. Sie waren geprägt von viel Lob aber auch von Tadel. So gestaltet sich letztlich auch das Leben einer Kirchengemeinde. „Kommen sie zu uns, bei uns ist alles ganz toll in der Gemeinde“, so oft der „Lockruf“ bei Pfarrstellenbesetzungen. Eine Gemeinde in der alles nur toll ist, gebe es nicht, so Fritz Kabbe. Man sei vor 13 Jahren sehr gerne nach Ittersbach gekommen. Der Umgangston in dieser Region sei oft sehr rau. Da heißt es dann schon mal: „Das können sie hier nicht machen“. Die Ittersbacher seien sehr hilfsbereit und gute Predigthörer. „Ich denke, ein älteres Gemeindemitglied hat es dieser Tage auf den Punkt gebracht mit der Feststellung, jetzt haben wir uns an sie gewöhnt und jetzt gehen sie weg“, erzählte Kabbe schmunzelnd zum Ende seiner Predigt, verbunden mit den besten Wünschen für die Zukunft der gesamten Gemeinde und Gottes Segen. Viele Sympathiebekundungen durfte die ganze Pfarrfamilie beim anschließenden Empfang der Kirchengemeinde im Gemeindehaus entgegennehmen. Bürgermeister-Stellvertreter Roland Rädle überbrachte den Dank des Bürgermeisters und des Gemeinderates. „Es ging ihnen immer um die Sache und das Wohl der Menschen. Dabei sind sie zwangsläufig bei unseren gemeinsamen Aufgabenfeldern, auch mal bei der Kommune angeeckt“, erinnerte Rädle. Pfarrer Kabbe habe sich mit seiner Familie beispielhaft in das Geschehen der Gemeinde eingebracht. Hierfür gelte es Dank zu sagen, so Ortsvorsteherin Heike Christmann. Text: Weber

Der Verabschiedung von Pfarrer Fritz Kabbe im Rahmen eines Gottesdienstes folgte ein Empfang der Kirchengemeinde im Gemeindehaus. Dort gab es zahlreiche Dankesworte. Von links: Pfarrer Fritz Kabbe und Gattin Marlies Kabbe mit Tochter Luisa, Bürgermeister-Stellvertreter Roland Rädle am Mikrofon, Ortsvorsteherin Heike Christmann und Schuldekan Stephan Thomas. Foto: Weber

 

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