Karlsbader Mitteilungsblatt

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Redaktionelle Berichte

Einzelpersonen und Gruppe erhalten Bürgerpreise

14.01.2020

Karl und Hilde Holzschuh Stiftung würdigt ehrenamtliches Engagement von Bürgerinnen und Bürger

Im Rahmen des Neujahrsempfangs zeichnete die Karl und Hilde Holzschuh Stiftung erneut Bürgerinnen und Bürger für deren fortdauerndes ehrenamtliches Engagement mit jeweils 4.000 Euro aus. Stiftungsratsvorsitzender Ragnar Watteroth konnte insgesamt Stiftungsmittel in Höhe von 16.000 Euro ausschütten. Die Auswahl sei der Jury nicht  leicht gefallen, da die Bürgerinnen und Bürger aus Karlsbad zahlreiche unterschiedliche Persönlichkeiten und Gruppen für diesen Preis vorgeschlagen hätten. Die Vorschläge seien nach Vorbildfunktion, Nachhaltigkeit, lokalen Bezug, Dauer und Nutzen bewertet worden.

Kategorie Einzelpersonen

In der Kategorie „Karlsbader Bürgerpreis - Einzelpersonen“ wurden drei Bewerber aus einer Vielzahl von Bewerbungen ausgelobt. Den Bürgerpreis erhält Walter Hoffer aus Ittersbach. Dieser Vorschlag wurde von der Interessensgemeinschaft Ittersbacher Vereine eingereicht. Herr Hoffer war früh aktives Mitglied der DRK-Ortsgruppe und trat 1988 als aktiver Sänger in die Chorgemeinschaft Germania Ittersbach ein. Er übernahm dort viele ehrenamtliche Tätigkeiten. 1989 wurde Walter Hoffer Mitglied im Heimatverein Karlsbad und baute dort ab 1990 das Kulturprogramm der Museumsscheune mit auf. Vielzählige Ausstellungen und Künstler konnten ihre Vielfalt dem interessierten Publikum darbieten. Bis heute sind u.a. Harald Hurst und Gunzi Heil im Programm der Museumsscheune Ittersbach zu finden. Bei der Gründung der Interessensgemeinschaft Ittersbacher Vereine, die u.a. das jährliche Ittersbacher Straßenfest organisieren und durchführen, war Herr Hoffer Impulsgeber und Mitglied im Orgateam. Auch wirkte er vor Ort in der Kommunalpolitik mit und entschloss sich, trotz seines wohlverdienten Ruhestandes, Gründungsmitglied des Fördervereins der Schwarzwaldschule Ittersbach zu werden. Dort übe er – so Watteroth - bis heute das Amt des ersten Vorsitzenden aus.

Gerhard Mayer erhält ebenfalls den Bürgerpreis.„Sein Leben ist … auf Gemeinschaft und Hilfsbereitschaft ausgerichtet“, so die Kurzbeschreibung der eingereichten Bewerbung. Seit über 50 Jahren engagiere sich Herr Mayer beim Deutschen Roten Kreuz. Das Engagement gehe dabei weit über das normale Maß hinaus. Er prägte als Mitglied den Ortsverein und war vor allem in der Rufbereitschaft Langensteinbach eine feste Größe. Er war immer zur Stelle, wenn gerade niemand für eine bestimmte Aufgabe zur Verfügung stand. Vor allem der Sanitätsdienst bei den unzähligen Sportveranstaltungen gehörten dazu. Es gibt und gab sicher niemanden in der Bereitschaft Langensteinbach, der öfters als Herr Mayer den so wichtigen Hilfsdienst übernommen hat, betonte Watteroth.

Ebenfalls Bürgerpreise erhalten Edeltraud und Rolf Rupp. Beide sind Gründungsmitglieder des Handballclubs Karlsbad 1975 e.V. und bringen sich dort aktiv ins Vereinsleben ein. Sie seien – so Watteroth- aktiv im Obst- und Gartenbauverein Langensteinbach und Edeltraud Rupp habe in letzter Zeit Aufgaben im Vorstand übernommen. Seit Gründung des Fördervereins „Haus Conrath“ im Jahr 1997 gehören beide dem Vorstand an und engagieren sich dabei weit über das übliche Maß hinaus. Gleichfalls bringen sie sich seit vielen Jahren in der Evangelischen Kirchengemeinde Langensteinbach als aktive Sänger und im Kirchengemeinderat ein. Aber auch der Pflege zur Partnerschaftsgemeinde in Potsdam-Babelsberg seien sie sehr verbunden. Beide seien vorbildhaft, wie sie sich gegenseitig in ihrem Engagement unterstützten und das Ausüben unterschiedlicher Ehrenämter ganz selbstverständlich zum Wohl Anderer lebten.

Von links Bürgermeister Jens Timm, Einzelpreisträger Walter Hoffer, Rolf-Dieter Guthmann (Bauherrengemeinschaft Auerbacher Vereine), Edeltraud Rupp, Rolf Rupp, Gerhard Mayer, Stiftungsvorsitzender Ragnar Watteroth. Foto: Gemeinde Karlsbad/Di Nunzio

Kategorie „Gruppe“

Den Bürgerpreis 2019 in der Kategorie „Gruppe“, erhalten die „Vier Auerbacher Vereine“ aus Auerbach. Der Musikverein 1966 Auerbach e.V., die Fastnachtsgemeinschaft Auerbach e.V., der Kleintierzuchtverein Auerbach e.V. und der Gesangverein Auerbach e.V. hatten sich zusammengeschlossen, um ein Projekt in Auerbach zu verwirklichen, das kein Verein alleine umgesetzt hätte. Die Vereine entschlossen sich - anstatt kleine Garagen für jeden einzelnen Verein auf dem Gemeindegrundstück zu bauen, die für keinen der genannten Vereine ausreichende Nutzungsmöglichkeiten geboten hätten - eine große Lagerhalle für alle zu errichten. Die Vereine regelten alles um das Projekt - Nätimusi Halle. „Vorbildlich ist auch das Vertrauen, welches die beteiligten Vereine sich finanziell und persönlich entgegenbrachten; immer mit dem Ziel, für ihre Mitglieder und die Allgemeinheit in Auerbach etwas Großes zu schaffen, und die Kultur zu erhalten.“,  so zitierte Watteroth aus dem diesjährigen Bewerbungsschreiben. Abschließend bedankte sich Watteroth bei allen Bürgerinnen und Bürgern, die sich vielseitig ehrenamtlich einsetzen. Er ermunterte die Anwesenden, weitere Personen bzw. Gruppen, die ehrenamtlich tätig seien, auch im Jahr 2020 der Karl und Hilde Holzschuh Stiftung für den Bürgerpreis vorzuschlagen. Weitere Infos zur Stiftung: www.holzschuh-stiftung.de

Von links Bürgermeister Jens Timm, 2. Vorstand Karl und Hilde Holzschuh Stiftung Bernd Künzler, Gruppenpreisträger-Vertreter: Winfried Föry (Gesangverein), Ralf Scheib (KTZV), Christian Zechiel (FGAV), Rolf-Dieter Guthmann (Musikverein), Stiftungsvorsitzender Ragnar Watteroth. Foto: Gemeinde Karlsbad/Di Nunzio

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