Karlsbader Mitteilungsblatt

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Redaktionelle Berichte

Nahwärmesystem in Karlsbad-Langensteinbach kommt

15.12.2020

Vertragsunterzeichnung mit externem Partner

Nachdem der Gemeinderat in seiner Junisitzung einstimmig grünes Licht für die Erweiterungspläne des bestehenden Nahwärmesystems im Süden von Langensteinbach gab, geht es nun weiter. Die Planungsschritte sind mittlerweile so konkret, dass die beauftragte Firma  Kraftwärmeanlagen aus Bietigheim–Bissingen (KWA) kein Problem mehr sieht, diese mit der Gemeinde Karlsbad vertraglich zu fixieren. Bürgermeister Jens Timm sowie Joachim Erb und Ulrich Ramsaier von KWA unterzeichneten Mitte Dezember 2020 eine entsprechende Vereinbarung. Die anderen Partner werden voraussichtlich in wenigen Wochen folgen. „Ich freue mich, dass in der Gemeinde Karlsbad hierdurch weitere Kohlendioxideinsparungen realisiert werden. Das ist ein Beitrag zum Klimaschutz“, so Bürgermeister Jens Timm beim Termin.

Weiteres Vorgehen

In den kommenden zwei Jahren wird - ausgehend  von der Heizzentrale am Schulzentrum - ein Heizsystem für den südlichen Bereich von Langensteinbach aufgebaut. Dazu ist es erforderlich, eine Warmwasserleitung mit Vorlauf und Rücklauf von Schulzentrum bis zur Langensteinbacher Höhe zu verlegen. Derzeit ist  vorgesehen, das Kurfürstenbad, das Freibad Langensteinbach, die Ludwig-Guttmannschule und voraussichtlich die Langensteinbacher Höhe zukünftig mit Heizwärme aus dem Schulzentrum zu versorgen. „Wenn der Wunsch besteht, können sich alle an der Nahwärmetrasse liegenden Privatgebäude natürlich ebenfalls an das System anschließen“, so die Vertreter der Firma Kraftwärmeanlagen Bietigheim Bissingen. In Ausbauform  muss das geplante System jährlich etwa 6.000 MWh an Wärmeleistung liefern. Die bewährte Holzhackschnitzelheizung am Schulzentrum wird mit einem BHKW (Blockheizkraftwerk) und einem Brennwertgaskessel ergänzt. Zusätzlich ist daran gedacht, den Pelettkessel am Kurfürstenbad und den vorhandenen Gaskessel einzubinden. An der Ludwig-Guttmannschule wird ein neues BHKW für Wärme sorgen. Es ist ferner geplant, die Langensteinbacher Höhe nur noch aus der Wärmeleitung zu versorgen. Die in die Jahre gekommenen Heizölkessel sollen komplett abgeschaltet werden. Um die notwendige Wärme zu transportieren, ist eine Leitungslänge von knapp 2000 m erforderlich.

V.l. Ulrich Ramsaier (KWA), Bürgermeister Jens Timm und Joachim Erb (KWA) beim Unterzeichnen der Vereinbarung über das Nahwärmesystem. Im Hintergrund  Garten- und Umweltamtsleiter Dr. Klaus Rösch, bei dem sich die Firmenvertreter für die jahrelange Zusammenarbeit bedankten. Foto: Gemeinde Karlsbad

Geplanter Verlauf des Nahwärmesystems.

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