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BUND Karlsbad-Waldbronn

Der Löwenzahn ist der Star der Woche im Kräutergarten

02.05.2021

Der Gewöhnliche Löwenzahn ist eine Pflanze aus der Familie der Korbblütler. Aus der kräftigen Pfahlwurzel treibt im zeitigen Frühjahr eine Rosette aus länglichen eingekerbten und gesägten Blättern, die etwa 20 cm lang werden können. Die Blätter können je nach Standort vielgestaltig – also mehr oder weniger gezähnt oder gekerbt, breiter oder schmaler -  sein. Die Pflanze bildet hohle glatte Stängel aus, auf denen jeweils ein Blütenkopf mit zahlreichen gelben Zungenblüten sitzt. Die ebenfalls hohlen Blattstiele und der Blütenstängel sind milchsafthaltig. Jede der 200-500 Zungenblüten in einem Blütenstand besitzt Staubgefäße und Pollen. Die Blüte verwandelt sich im Zuge der Samenbildung in eine „Pusteblume“, deren Samen vom Wind verweht werden. Der gewöhnliche Löwenzahn bietet für Honigbienen und Wildbienen einen reich gedeckten Tisch. Er stellt außerdem für viele Schmetterlingsraupen eine wichtige Futterpflanze dar.

Der gewöhnliche Löwenzahn kommt in gemäßigten Klimazonen fast weltweit vor, ist aber besonders auf der Nordhalbkugel verbreitet. Er bevorzugt stickstoffhaltige Böden und ist deshalb besonders auf entsprechend gedüngten Wiesen in Massen zu finden. In unserem Kräutergarten ist er in jedem Jahr an anderen Stellen anzutreffen, und wir müssen ihn einigermaßen in Schach halten, damit er nicht übermächtig wird.

Die Bitterstoffe des Löwenzahns regen die Produktion der Galle an und fördern den Galleabfluss. Löwenzahn kann so Steinbildungen in der Galle vorbeugen. Bei Verdauungsstörungen und Verstopfungen bringt Löwenzahn den Verdauungsapparat wieder in Schwung. Die Bitterstoffe helfen, Vitamin B12 und Eisen besser aufzunehmen. Löwenzahn eignet sich dadurch besonders gut für eine Kur gegen Frühjahrsmüdigkeit. Neben der Anregung des gesamten Stoffwechsels kann Löwenzahn wegen seiner harntreibenden Wirkung gut für Durchspülungen z.B. bei Nierengrieß oder Harnwegsentzündungen angewendet werden.

Im zeitigen Frühjahr kann man die noch zarten Blätter gut für einen Salat verwenden. Später eignen sie sich eher als würzende Beigabe. Auch die Wurzeln kann man geraffelt in den Salat geben. Blütenknospen ergeben ein schmackhaftes Gemüse.

Weitere interessante Informationen finden Sie auf unserer Homepage www.kraeutergarten-waldbronn.de.

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