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Tipps zur erleichterten Bioabfallsammlung im Sommer

10.05.2021

Der Sommer kann die getrennte Bioabfallsammlung erschweren, das muss aber nicht sein. Mit einigen Tipps und Tricks können Gerüche und Madenbefall in der Biotonne und dem Transportbehälter vorgebeugt werden.

Beginnt die warme Jahreszeit, fällt üblicherweise mehr Bioabfall an. Bei Gartenbesitzerinnen und Gartenbesitzern durch zusätzliche Gartenabfälle, aber auch aus Haushalt und Küche, da die Sommermonate in der Regel ein reichhaltigeres Angebot an Obst und Gemüse mit sich bringen. Zudem werden im Sommer vermehrt feuchte Bioabfälle entsorgt; in Kombination mit höheren Temperaturen steigt die Wahrscheinlichkeit von Geruchsbildung. Wobei Gerüche unerwünschte Insekten anlocken. Mit einigen Hilfsmitteln kann dem auch im Sommer vorgebeugt werden.

Bereits in der Küche kann mit dem Einsatz einer oder mehrerer Lagen Zeitungspapier oder Küchenkrepp gegen Feuchtigkeit vorgegangen werden: Bioabfälle werden darin eingewickelt, bevor sie in den Vorsortierer bzw. den Biobeutel gegeben werden. Im Sommer ist es ratsam die Bioabfälle aus der Küche täglich zur Biotonne oder dem Transportbehälter zu bringen. Auch die Biotonnen oder der Transportbehälter können nach der Leerung mit Zeitungspapier ausgelegt werden, um Feuchtigkeit zu binden. Trockener Rasen- oder Strauchschnitt können in der Biotonne ebenfalls verwendet werden.

Die Deckel von Biotonne und Transportbehälter sollten im Sommer stets fest verschlossen sein. Auch durch gering geöffnete Behälterdeckel gelangen Fliegen zur Eiablage in die Behälter. Das Öffnen des Deckels solle deshalb ausschließlich bei Zugabe von Bioabfällen erfolgen. Es empfiehlt sich, den Deckelrand der Biotonne mit Essigessenz zu reinigen, denn Fliegen meiden den Geruch von Essig. Für Nutzerinnen und Nutzer der Biotonne kann ein dichtschließender Filterdeckel mit Filtereinsatz unterstützend wirken.

Als Standplätze für Bioabfallbehälter eignen sich kühle, schattige Orte. Wärme fördert die Aktivität der Mikroorganismen in der Biotonne und damit die Zersetzung; im Schatten heizen sich die Behälter weniger auf und Abbauprozesse werden nicht zusätzlich beschleunigt. Wichtig: Die Biotonne und der Transportbehälter sollten keinesfalls in der Wohnung oder geschlossenen Räumen aufgestellt werden. Ein guter Luftwechsel ist wichtig, damit sich keine Pilzsporen in der Raumluft ansammeln können.

Auch ein Biotonnendeo kann hilfreich gegen Gerüche sein. Es enthält Mikroorganismen, die laut Herstellerangaben Gerüche nicht nur überdecken, sondern diese binden. Wird das Biotonnendeo regelmäßig angewendet, soll es erneuter Geruchsbildung und Madenbefall vorbeugen.  Man bekommt diese Produkte im Handel oder beim Entsorgungsdienstleister.

Von Mai bis September kann die Biotonne gegen Aufpreis wöchentlich statt 14-tägig geleert werden. Wird diese Leistung für eine 80-Liter-Biotonne in Anspruch genommen, entstehen bei der Jahresgebühr Mehrkosten in Höhe von 71,40 Euro. Nutzerinnen und Nutzer des Bringsystems sollten ihre Bioabfälle häufiger zu den Bioabfallsammelstellen transportieren.

Sollten sich dennoch mal Larven im Bioabfall finden, gilt es ihnen die Feuchtigkeit zur Weiterentwicklung zu entziehen. Diese kann im Abfallbehälter mit Algenkalk oder Gesteinsmehl gebunden werden. Zusätzlich hindert eine dünne Schicht Erde die Tiere am Vordringen bis zum Tonnenrand. Wichtig: Den Behälter nach jeder Leerung gründlich ausspülen, um sämtliche Larven und Eier zu entfernen.

Weitere Tipps zur Bioabfallsammlung unter www.die-biotonne.de.