Karlsbader Mitteilungsblatt

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Landkreisinformationen

Der Borkenkäfer kündigt sich an

08.06.2021

Mit den ersten warmen Tagen rückt auch der Borkenkäfer wieder in den Fokus der Forstleute    

Die Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt in Baden-Württemberg (FVA) prognostiziert den ersten Schwärmflug der Borkenkäfer im Jahr 2021 für diese und kommende Woche. Auslöser hierfür sind die steigenden Temperaturen in den letzten Tagen. Sobald eine Grenze von 16-22°C überschritten ist, gibt es für den Borkenkäfer kein Halten mehr und er schwärmt aus seinen Überwinterungsquartieren aus. Durch die mit dem Klimawandel einhergehenden höheren Temperaturen, zählen Borkenkäfer zu den deutlichen Profiteuren der Krise. „Das kühle Frühjahr kommt dem Wald zu Gute“, betont Martin Moosmayer, der Leiter des Forstamtes, „so können Borkenkäfer in diesem Jahr keine dritte Generation anlegen und ortsweise bleibt ein Massenwechsel aus. Dies lässt uns Forstleute etwas aufatmen.“ Nichtsdestotrotz ist ein unablässiges Monitoring der Borkenkäfer von größter Bedeutung für den Wald. Die Revierleiter im Kreis haben nun alle Hände voll zu tun um die Befallssituation zu überwachen, aber auch Maßnahmen der Eindämmung zu veranlassen. Das Kreisforstamt mit seinen Revierleitern setzt auf intensive und häufige Kontrollen von Beständen mit Befallsrisiko. Zu diesen Beständen zählen v.a. Partien aus vorjährigem Befall, besonnte Bestandesränder, sowie Südhänge die besonders temperaturexponiert sind.

Vom Borkenkäfer befallenes Holz wird über die kommunale Holzverkaufsstelle des Landkreises vermarktet. Trotz Borkenkäferbefall entzieht sich das Holz keineswegs der technischen Verwertung als Bauholz. So kommt es, dass auch im „grünen“ Wald Holz eingeschlagen werden muss. „Ließen die Förster dem Borkenkäfer freien Lauf, so stünde es um den Wald weitaus schlimmer als es momentan der Fall ist“, stellt Martin Moosmayer fest.