Karlsbader Mitteilungsblatt

Redaktionelle Berichte

Totensonntag 2021

16.11.2021

Lebensabschied wirkt in Gegenwart und Zukunft hinein – Zeit nehmen ist wichtig

 Wir leben in einer Zeit, in der in den Familien so gut wie keine Auseinandersetzung  mit dem Thema Tod und Sterben stattfindet.

Beim Tod eines nahen Angehörigen geraten wir in eine Situation, auf die wir wenig vorbereitet sind. Wir können mit dieser Wucht von Verlustgefühlen schwer umgehen. Sie lähmt uns, macht uns hilflos. Trotzdem müssen wichtige Entscheidungen getroffen werden – von der Aufbahrung, der Trauerfeier, der Bestattungsart bis zum Bestattungsort. Nehmen Sie sich Zeit für bewusste Entscheidungen.

In den Familien sollte rechtzeitig und offen über Bestattungswünsche gesprochen werden. Und es darf auch kein Tabu sein, über die möglichen emotionalen und praktischen Konsequenzen nachzudenken.

Grabstelle mit Bedacht individuell passend wählen

Auf unseren Friedhöfen sehen wir, dass unvorbereitete und in Eile getroffene Entscheidungen für Grabstellen in starkem Widerspruch zum eigenen Bedürfnis der Trauerbewältigung stehen können. Bei den pflegefreien Grabstellen werden trotz der nicht vorhandenen Möglichkeiten Blumen und kleine Erinnerungsgegenstände als „Trauergruß“ abgelegt. Grabpflege kann auch ein helfendes und heilsames Trauerritual sein. Wem diese Trauergrüße wichtig sind, der sollte sich überlegen, ob ein pflegefreies Grab die richtige Wahl ist.

Am Beispiel der Rasengräber für Sargbestattungen wollen wir Ihnen die Konsequenz der Entscheidung aufzeigen. Gerade zu Beginn der Trauerzeit ist es den Angehörigen meist ein großes Bedürfnis, die Grabstätte zu besuchen. Hier ist man dem Verstorbenen nah. Nun liegt es aber in der Natur der Sache, dass gerade am Anfang sich die Grabstätte immer wieder „setzt“ und aufgefüllt werden muss. Je nach Jahreszeit und Witterung wächst die Aussaat mehr oder weniger gut und ist das zarte Gras dann endlich zu sehen, muss unter Umständen schon wieder Erde aufgefüllt werden. Für die Angehörigen, die sich für ihre Verstorbenen eine schöne Gedenkstätte wünschen, ist dieser Zustand, der bis zu 3 Jahren andauern kann nur schwer zu akzeptieren.    

Großer Beliebtheit erfreuen sich unsere Urnengemeinschaftsgrabfelder, die individuell für jeden Friedhof gestaltet und von der Gemeinde gepflegt werden. Derzeit wird in Langensteinbach durch Mitarbeiter des Technischen Dienstes ein neues Urnengemeinschaftsgrabfeld angelegt, um der Nachfrage gerecht zu werden.

Informieren Sie sich

Informationen zu den verschiedenen Grabarten erhalten Sie beim Garten- und Umweltamt, Tel.: 07248/9144-814. Bei Fragen zu Bestattungsvorsorgeverträgen wenden Sie sich an ein Bestattungsinstitut ihrer Wahl. Gärtnereien und Blumenläden beraten Sie gerne bei der Bepflanzung und bieten teilweise auch Grabpflegeleistungen an.

Rasengräber auf dem Ittersbacher Friedhof.

Urnengemeinschaftsgräber. Fotos: Gemeinde Karlsbad

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