Karlsbader Mitteilungsblatt

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Landkreisinformationen

Die Straßenmeistereien im Landkreis sind auf Schnee und Eis vorbereitet

23.11.2021

In den Lagern liegen rund 2.500 Tonnen Salz für den Winterdienst bereit    

Wenn es im Frühling langsam wärmer wird, bereitet sich die Straßenmeisterei des Landkreises Karlsruhe schon wieder auf den kommenden Winter vor. Mit rund 2.500 Tonnen eingelagertem Trockensalz und etwa 100.000 Litern Natriumchlorid–Lösung ist der Landkreis daher auch in dieser Saison ausreichend für den Wintereinbruch auf den Straßen gerüstet. In seiner Zuständigkeit liegen 790 Kilometer Strecke: Das sind 190 Kilometer Bundesstraße, 320 Kilometer Landesstraße und 280 Kilometer Kreisstraße. Einige Abschnitte werden von der Stadt Karlsruhe und angrenzenden Landkreisen betreut.

Im Sommer bezieht die Straßenmeisterei mit Standorten in Bretten, Bruchsal und Ettlingen das Salz und füllt die Lager. Die Sole, ein Gemisch aus Salz und Wasser, wird selbst erzeugt – insbesondere um unabhängig von Lieferanten zu sein. So ist bei den Einsätzen gewährleistet, dass immer ein optimales Salz-Sole-Gemisch auf die Straßen aufgebracht werden kann. Der Landkreis arbeitet mit Winterdienstgeräten mit modernster temperaturgesteuerter Technik. Mit diesen kann durch den Einsatz von Feuchtsalz eine genau dosierte Menge an Auftaustoffen ausgebracht werden. So werden eine ausreichende Verkehrssicherheit erreicht, der Einsatz von Streusalz minimiert und dadurch die Umweltbelastung gering gehalten.

Anfang Oktober aktualisiert die Straßenmeisterei ihre Winterdienstpläne und bereitet die Fahrzeuge vor. Das Personal, insgesamt 80 Personen, wird bei entsprechender Witterung in Rufbereitschaft gesetzt. Auf Basis von Wetterdaten werden die Einsätze vorrausschauend vorgeplant, einen Tag zuvor schließlich an konkreten Prognosen ausgerichtet. Damit verfolgt der Landkreis das Ziel, präventiv zu wirken. Je nach Wetterlage liegt der Fokus auf einzelnen Gefahrenstellen oder einem netzweiten Streu- und Räumeinsatz. In den vergangenen Jahren führt dies dazu, dass sich die Alarmierungen durch die Polizei reduzierten und nur noch in Ausnahmesituationen stattfinden. Zusätzlich haben sich auch die Meldungen von Verkehrsteilnehmenden sowie die Staus zur Hauptverkehrszeit minimiert.

Wenn es erforderlich ist, rücken bis zu 18 Streufahrzeuge bereits ab drei Uhr morgens aus, damit zu Beginn des Berufsverkehrs die Hauptverkehrsstraßen im Landkreis weitestgehend geräumt und gestreut sind. Probleme können entstehen, wenn der Schneefall oder die Eisglätte erst mit dem Berufsverkehr einsetzen.

Der Landkreis muss gewährleisten, dass die Straßen, für die er zuständig ist, an Werktagen von 6 bis 22 Uhr sowie an Sonn- und Feiertagen von 7 bis 22 Uhr befahren werden können. Mit Behinderungen durch Schneereste oder stellenweise mit einer geschlossenen Schneedecke muss dennoch gerechnet werden. Glätte bei Raureif oder Eisglätte können auch nach Streueinsätzen nicht ausgeschlossen werden. Daher rät die Straßenmeisterei zu einer angepassten Fahrweise bei Wintereinbruch.