Karlsbader Mitteilungsblatt

Rubrikenübersicht > Landkreisinformationen > Jugendbeteiligung wichtig für Entwicklung eines positiven Demokratieverständnisses

Landkreisinformationen

Jugendbeteiligung wichtig für Entwicklung eines positiven Demokratieverständnisses

17.05.2022

Zahlreiche wissenschaftliche Studien berichten über Klagen von Jugendlichen, mit ihren Anliegen bei Politik und Gesellschaft in der Corona-Pandemie wenig Gehör zu finden. Gerade junge Menschen brauchen Vertrauen in die Politik, um ein positives Demokratieverständnis zu entwickeln und radikalisierenden Tendenzen frühzeitig vorzubeugen. Aus diesem Grund misst der Landkreis Karlsruhe der Beteiligung von Jugendlichen an der Kommunalpolitik große Bedeutung bei. Mit einem aktuellen Sachstandsbericht zur Jugendbeteiligung im Landkreis Karlsruhe befasste sich der Jugendhilfe- und Sozialausschusses des Kreistags des Landkreises Karlsruhe in der Sitzung am Montag, 16. Mai, in der Jugendeinrichtung Schloss Stutensee.

In 13 Städten und Gemeinden bestehen dauerhafte Jugendvertretungen, darüber hinaus können sich die Jugendlichen in zahlreichen Veranstaltungen in verschiedenen Formaten zu unterschiedlichen Themenfeldern in das politische Geschehen einbringen. Ein wichtiger Partner für den Landkreis Karlsruhe ist der Kreisjugendring als Vertreter der 16 Jugendverbände im Kreis. Diese haben zusammen ca. 96.000 jugendliche Mitglieder in 1.400 Vereinen oder Ortsgruppen mit rund 7.000 ehrenamtlichen Jugendleiterinnen und Jugendleitern.

Landrat Dr. Christoph Schnaudigel berichtete von dem gemeinsamen Projekt „Speak up!“, das am 8. Juli als landkreisweite Veranstaltung im Haus der Begegnung in Bruchsal stattfindet. „Wir bringen Jugendliche und politische Verantwortungsträger zusammen, damit die jungen Menschen ihre Anliegen, Interessen und konkreten Bedarfe insbesondere nach zwei Jahren Pandemie äußern können. Die Politikerinnen und Politiker können so in direkten Austausch treten, werden für die jugendspezifischen Themen sensibilisiert und können in ihren Heimatgemeinden passende Beteiligungsformate auf den Weg bringen“, skizzierte Landrat Dr. Christoph Schnaudigel das Ziel dieser Veranstaltung.

Im Rahmen der Sitzung referierte Thorsten Gabor als Fachreferent bei der Servicestelle Kinder- und Jugendarbeit der Landesarbeitsgemeinschaft Jugendsozialarbeit Baden-Württemberg zum Nutzen gelingender Jugendbeteiligung.