Karlsbader Mitteilungsblatt

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Umweltseite des Garten- und Umweltamtes

Wie Sie den Eichenprozessionsspinner erkennen

20.05.2022

Aufgrund von Zeitraum und Entwicklung beim Eichenprozessionsspinner finden Sie die Raupen von April bis Juni/Juli vor. Anschließend erfolgt die Verpuppung und Metamorphose zum Falter, welcher aber ungiftig ist. Dieser Schädling beginnt im August und September mit der Eiablage zur Überwinterung.

Wichtig: Die Haare können sich bei ungünstiger Wetterlage im Umkreis von 200m rund um den Baum verteilen und auch am Boden vorkommen.

1. Vorkommen und Verbreitung

Eichenprozessionsspinner treten hauptsächlich an Eichen auf, selten auch auf anderen Bäumen. Einzelbäume, ausgedünnte, lichte Wälder und Waldränder werden bevorzugt befallen. Innerhalb dunkler Wälder ist es meist schon zu kalt für die Schädlinge.

2. Die Gespinste vom Eichenprozessionsspinner erkennen

Die Gespinste vom Eichenprozessionsspinner erkennen Sie an Farbe und Form. Sie sehen aus wie sehr dichte Spinnenweben und enthalten tagsüber eine Vielzahl an Raupen. Normalerweise hängen die Nester am Stamm und verdecken die Rinde. Nestgrößen bis 150cm Länge sind keine Seltenheit.

Bild: Eichenprozesssionsspinner (gartenjournal.net)

Achtung: Verwechslungsgefahr besteht mit Gespinstmotten. Diese hüllen ganze Bäume und Büsche mit einem weißen Schleier ein

Eichenprozessionsspinner erkennen und Verwechslung mit Gespinstmotte vermeiden. Die Motten sind hier im Bild zu sehen und weben ganze Bäume und Büsche ein, während sich Prozessionsspinner bevorzugt am Stamm einnisten.

Bild: Gespinnstmotte 

Hinweis: Die Nester von Prozessionsspinnern findet man selten im Eichenlaub, an anderen Pflanzen, auf Gebäuden, Zäunen oder Mauerwerk. Derartige Gespinste deuten auf andere Raupenarten hin.

3. Raupen erkennen

Raupen sind anfangs gelblich-braun und verfärben sich mit zunehmender Lebensdauer graublau bis schwarz. Die Körperlänge beträgt bis zu 5cm. Charakteristisch ist der prozessionsartige und namensgebende Marsch, bei dem mehreren Reihen von Raupen nebenher auf Nahrungssuche wandern. Typische Erkennungsmerkmale sind:

·         Das Vorkommen auf Eichen im späten Frühling oder Frühsommer

·         Auffälliges Aussehen mit langen, weißen Haare am Körper, die die kurzen Haare überdecken.

·         Gespinste werden nicht an menschlichen Bauwerken abgelegt

·         Mehrere Reihen nebeneinander laufender Raupen

Tritt der Schädling auf Privatgrundstücken auf, dann ist der Eigentümer für die Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners zuständig. Allerdings raten wir davon ab, die Bekämpfungsmaßnahmen selbst durch zuführen. Diese sollten wegen der Gesundheitsgefahr nur durch Fachpersonal in voller Schutzmontur erfolgen.

(Text und Bild Gespinnstmotte: schaedlingebekaempfen.de)