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Karlsbader Mitteilungsblatt

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ARCHIV: BUND Karlsbad-Waldbronn

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Star der Woche: Apfelminze (Mentha rotundifolia bzw. Mentha suaveolens)

10.09.2022 – 30.09.2022

Wie die anderen Minzenarten gehört die Apfelminze zur Pflanzenfamilie der Lippenblütler (Laminaceae). Aus einem weit reichenden und ausläuferbildenden Wurzelstock treibt die Pflanze im Frühjahr vierkantige graufilzig behaarte Stängel, die 60 bis 80 cm hoch werden können und sich im oberen Bereich verzweigen. An den Enden der Verzweigungen sitzen die kleinen weiß- bis rosafarbenen Blüten in ährenartigen Blütenständen. Die Blütezeit erstreckt sich von Ende Juli bis Mitte September. Die wie der Stängel ebenfalls graufilzig behaarten Blätter von ovaler bis runder Form sitzen am Stängel und sind gegenständig angeordnet. Die Apfelminze neigt zur Bastardisierung, die Bestimmung ist daher nicht immer eindeutig. Die Apfelminze kommt ursprünglich in Europa – vor allem in Süd- und Westeuropa - vor. Sie ist wärme- und feuchteliebend und wächst bevorzugt auf nassen und nährstoffreichen lehmigen oder tonigen Böden. Sie ist hierzulande sehr selten.

Die Blätter der Apfelminze haben einen feinen Duft, der an Minze und Apfel erinnert. Man kann sie fein gehackt Salaten beigeben, Soßen damit würzen oder erfrischende Getränke aromatisieren.

Die Blüten der Apfelminze werden vorwiegend von Fliegen bestäubt. Sie sind aber auch für Schmetterlinge und Wildbienen attraktiv.

Von Beginn an ist die Apfelminze im Kräutergarten vertreten. Sie ist sehr ausbreitungsfreudig und so haben wir viel Mühe, sie daran zu hindern, das Nachbarbeet einzunehmen. Wenn sie im Spätsommer blüht, können wir sehr viele Insekten im Apfelminzenbeet beobachten: Schwebfliegen, Wildbienen, Wespen und Schmetterlinge geben sich ein Stelldichein und Hornissen sind auf der Jagd nach Beute.