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Redaktionelle Berichte

Aufmerksam im Straßenverkehr

27.09.2022

Schulung für ABC Schützen der Willi-Konstandin-Schule in Mutschelbach

Kurz nach der Einschulung in Mutschelbach kam Harald Borvitz vom Ordnungsamt an die Grundschule. Für die ABC-Schützen hatte er wichtige Verkehrstipps parat. Zunächst erhielten die 20 Kinder im Klassenzimmer Sicherheitswesten. Nach ein paar einleitenden Worten wurde eine Ortsrunde zu Fuß absolviert. Lehrerin Isabella Gehrlein-Stock begleitete ihre Kinder dabei. An verschiedenen Stellen hielt die Gruppe und dann wurde ganz praktisch geübt. Zu erfahren gab es jedenfalls ganz viel. Unter anderem erläuterte Borvitz die Funktion von Schutzstangen, wie Fahrbahnen überquert werden und mit welchen Blicken und Gesten die Kinder eindeutig Zeichen geben. Einige Autofahrer mussten bei der Ortsrunde von Borvitz leider belehrt werden. Sie verhielten sich nicht richtig. Auch das Verhalten Fremden gegenüber war Thema. Die Kinder waren jedenfalls eifrig dabei und schauten mit wachem Blick die Umgebung des Schulweges an.

Ein Überblick über die wichtigsten Regeln:

Den Schulweg üben

Nach links, nach rechts, dann noch mal links – und anschließend auf schnellstem und kürzestem Weg über die Straße gehen. Was selbstverständlich klingt, müssen Kinder oft und lange üben, bis es zur Routine wird. Denn Kindern fällt es noch schwer, wichtige von unwichtigen Informationen im Verkehrsgeschehen zu unterscheiden. Übung macht den Meister und hier können die Eltern viel für ihre Kinder tun.

Den Verkehr aus Kinderperspektive anschauen

Hilfreich für die Erwachsenen ist es dabei auch, sich die Straßenkreuzung einmal aus der Perspektive der Kinder – in der Hocke -  anzuschauen.  Die neue Perspektive kann Erwachsene auf kleine Hürden oder sogar Gefahren aufmerksam machen.

Sicherheit geht vor Schnelligkeit

Der schnellste Weg hat keine Ampeln oder schlängelt sich durch eine Baustelle? Dann ist es nicht der richtige Weg für die künftigen Erstklässler. Straßenüberquerungen ohne Fußgängerüberweg sollten, wenn möglich, gemieden werden. Lieber sollten die Kinder eine längere, aber dafür sichere Strecke wählen. Hier gilt das Motto: Sicherheit geht vor Schnelligkeit.

Auf Auto und Fahrrad verzichten

Elterntaxis sollten von Beginn an tabu sein. Zum einen kann man vor Schulen schlecht parken – und falsches Parken gefährdet die Schüler genauso wie anderes rücksichtsloses Verhalten vieler Autofahrer. Zum anderen sollen die Kinder ja selbstständig werden. Auch mit dem Fahrrad sollten Grundschüler in den ersten Jahren nicht zur Schule fahren. Der Grund: Radfahren erfordert eine hohe Sicherheit im Straßenverkehr und Voraussicht, die bei jüngeren Kindern oft noch fehlt. Erst nach bestandener Fahrradprüfung, meist in der vierten Klasse, kann der Schulweg mit dem Rad gemeistert werden.

Helle Kleidung mit Reflektoren in der dunklen Jahreszeit

Besonders im Herbst und Winter sollten Eltern auf die Klamottenwahl des Nachwuchses achten. Helle Kleidung und Reflektoren zum Beispiel an Jacken und Schuhen sind wichtig, um besser gesehen zu werden. An den meisten Schulranzen sind zusätzliche Reflektoren angebracht. Die Firma Sonotronic unterstützt die Verkehrserziehung der Karlsbader Schülerinnen und Schüler mit einer Reflektorspende in Bärchenoptik.

Fotos: Gemeinde Karlsbad

 

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