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Gartentipps für Herbst und Winter – weniger ist mehr

02.10.2022 – 30.11.2022

Es wird Herbst und die Natur bereitet sich auf die Winterzeit vor. Der BUND verrät für die Jahreszeit der kalten Temperaturen Tipps zur Gestaltung eines insektenfreundlichen Gartens, Balkons oder Hinterhofs.

Das Wichtigste vorab: Unordnung zulassen

Viele Gärtner*innen halten ihren Garten blitzblank von Laub, schneiden Sträucher und Büsche zurück und entsorgen Halme und Strünke von verblühten Pflanzen – oft landen diese im Müll. Und mit ihnen verschwinden Millionen Eier, Raupen und Puppen von Käfern, Schmetterlingen, Grashüpfern und anderen Kleintieren.

In stehenden Halmen oder Ästen von Wasserdost, Wilder Karde oder Doldenblütlern sitzen besonders viele dieser Gelege. Insbesondere der Distelfink, Zeisig und andere Finken nutzen im Winter die aufrechten Pflanzen als Ansitzwarten - oder sie schnappen sich einige der Eier, Raupen und Puppen als wertvolle Eiweißquelle. Auch Stauden, Sträucher und Blumenreste liefern Vögeln Futter. Körnerfresser wie Finken, Ammern und Zeisige picken von den Samenständen. Heimische Sträucher wie Schneeball und Heckenrosen sind weitere wertvolle Leckerbissen. In alten Blüten und Pflanzenstängeln können Insekten überwintern. Wildbienen beispielsweise legen darin ihre Eier.

Reisighaufen – Platz für den Winterschlaf

Äste und Zweige, die beim Zurückschneiden von Bäumen und Stauden zurückbleiben, können zu einem Reisighaufen aufgeschichtet und mit Laub bedeckt werden. Diese wilden Ecken im Garten sind ein ideales Winterquartier für Igel. Auch Kröten oder Eidechsen nutzen die Haufen als Winterunterschlupf. Das Mulchen mit Laub dient überdies der Bodenpflege: Eine circa drei bis fünf Zentimeter dicke Schicht schützt Pflanzenwurzeln, führt dem Boden Nährstoffe zu und bewahrt ihn im Winter vor dem Austrocknen.

(Fortsetzung folgt)