Die Telefonanlage im Rathaus Ittersbach ist ausgefallen. Somit sind die Rathäuser sowie Garten- und Umweltamt und Technischer Dienst NICHT über die Telefonnummer des Ortsnetzes Marxzell (07248 / 9144-XXX) erreichbar.

Sie erreichen die Dienststellen aber über die parallel im Rathaus Langensteinbach betriebene Telefonanlage unter der Telefonnummer des Ortsnetzes Karlsbad (07202 / 9304-XXX). Die Durchwahlnummern der einzelnen Mitarbeiter bzw. Rathäuser oder Ortsverwaltungen sind in beiden Ortsnetzen identisch.

Sobald die Störung behoben ist, informieren wir wieder. Lt. Telekom soll es sich aber um einen Kabelschaden handeln.

ARCHIV: CDU Gemeindeverband Karlsbad

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Medizin in Not!

30.08.2023 – 30.09.2023

Auf großes Interesse stieß die Veranstaltung „Medizin in Not“, initiiert von Christine Neumann-Martin und organisiert vom Ortsverband Karlsbad.

Im mit über 60 Personen vollbesetzten Tagungsraum des Bibelheim-Bethanien hießen Jürgen Dummler, Vorsitzender der CDU Karlsbad, und Dietmar Kamlah, Hausvater des Bibelheims, die Gäste herzlich willkommen.

Als Experten waren die Apothekerin Tabea Erdmann aus Karlsbad sowie der gesundheitspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion und Mediziner Dr. Michael Preusch geladen.

Dr. Michael Preusch und Tabea Erdmann

Zunächst schilderte Tabea Erdmann die Situation der Apotheken:
„Seit 1980 geht die Zahl der Apotheken in BW kontinuierlich zurück, insbesondere auf dem Land. Ursachen sind stetig steigende Kosten für Personal und Nebenkosten bei gleichzeitig unveränderter Vergütung durch die Krankenkassen (8,35 € pro Medikament abzüglich 2.- € Kassenrabatt). Darüber hinaus sorgt der zunehmende bürokratische Aufwand für starke zusätzliche Belastungen und zu Frust beim pharmazeutischen Personal. Zusätzlich erschweren Lieferengpässe bei verschiedenen Medikamenten die Arbeit in den Apotheken.“

Die Produktion von Arzneimitteln aus Indien und China nach Deutschland/Europa zurückzuholen, ist eher unwahrscheinlich, da in den oben genannten Ländern sehr niedrige Löhne gezahlt werden und die Auflagen bezüglich der Arbeitsbedingungen sowie der produktionsbedingten Umweltbelastung nicht mit unseren hohen Standards zu vergleichen sind.

Zur Situation bei den Hausärzten  gab Dr. Preusch einen Überblick:

„ Die Zahl der Ärzte in Deutschland ist so hoch wie nie. Gleichwohl möchten heute viele Ärzte lieber als Angestellte mit reduziertem Aufwand arbeiten, als das Risiko einer Selbständigkeit auf sich zu nehmen. Um jedoch die hausärztliche Versorgung – auch im ländlichen Raum – sicherzustellen, werden derzeit über die sogenannte Landarztquote für Studierende, die sich verpflichten, mehrere Jahre auf dem Land zu praktizieren, zusätzliche Studienplätze zur Verfügung gestellt. Ferner unterstützen die Kassenärztlichen Vereinigungen in unterversorgten Gebieten sowie manche Gemeinden – wie auch Karlsbad – die Niederlassung von Hausärzten. Die Einrichtung Medizinischer Versorgungszentren (MVZ) mit mehreren angestellten Ärzten an zentraler Stelle – eher am Ortsrand -  in den Kommunen wird als weitere Möglichkeit zur Sicherung der medizinischen Betreuung gesehen.“

Ein Diskussionsteilnehmer befürchtet, dass „wir uns vom Hausarzt im Ort - zu Fuß erreichbar  - wie bisher verabschieden müssen.“ Die Frage, ob die Qualität der ärztlichen und menschlichen Betreuung bei wechselnden Ärzten in einem MVZ gehalten werden kann, ist zumindest zweifelhaft.

Zuletzt berichtete ein selbständiger Physiotherapeut über die Nachwuchssorgen seiner Berufsgruppe. Von der Politik erhofft er sich, dass die zukünftigen Physiotherapeuten ihre Ausbildung nicht mehr selbst bezahlen müssen. Dann würden wieder mehr junge Leute diese Ausbildung wählen.

Nach 3 Stunden sehr engagierter und sachlicher Diskussion bedankte sich unsere Landtagsabgeordnete, Christine Neumann-Martin, bei den Referenten und den diskussionsfreudigen Besuchern.

Christine Neumann-Martin leitete die Veranstaltung

Der CDU-Vorstand bedankt sich bei Christine Neumann-Martin für ihre Initiative und für die souveräne Leitung der Diskussion sowie bei Herrn Kamlah für die gastfreundliche Aufnahme in den Räumlichkeiten des Bibelheims.

Das große Besucher-Interesse zeigt, wie sehr die Thematik „Medizinische Versorgung“ die Menschen bewegt und wie wichtig es ist, sich darüber öffentlich mit kompetenten Gesprächspartnern auszutauschen.