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ARCHIV: ATSV Mutschelbach

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Vorschau: ATSV Mutschelbach - SG Sonnenhof Großaspach

19.09.2023 – 26.09.2023

Samstag, 23.09.2023, 15.30 Uhr
ATSV Mutschelbach - 1. FC Normannia Gmünd

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Am Samstagnachmittag erwarten wir mit Aufsteiger Normannia Gmünd einen weiteren Verein, dem wir in unserer 119jährigen Vereinsgeschichte bisher noch nie gegenübergestanden waren. Solche Premieren bieten immer einen besonderen Reiz. Rein sportlich ist es die Begegnung des 9. Spieltages zwischen unserem zwölfplatzierten ATSV und dem Sechsten Gmünd.

Herkunft und Historie des Gegners

Ansässig ist der 1. FC Normannia Gmünd in der fränkisch geprägten Stadt Schwäbisch Hall, die 37 km östlich von Heilbronn und 60 km nordöstlich vonStuttgart in der Region Heilbronn-Franken liegt.

Der 1. FC wurde wie unser ATSV im Jahr 1904 gegründet und erlangte in den 1970er Jahren erstmals überregionale Bekanntheit. Hier scheiterte man 1972 erst im Halbfinale um die Deutsche Amateurmeisterschaft am späteren Titelträger FSV Frankfurt. 1977 nahm man erstmals am DFB-Pokal teil. Hier besiegte man in Runde 1 sensationell den damaligen Zweitligisten SC Fortuna Köln mit 2:0. Nach mehreren Jahren in den oberen Amateurligen Baden-Württembergs musste der Verein im Jahr 1994 bis in die achtklassige Bezirksliga absteigen. Peu à peu ging es wieder bergaufund im zweiten Jahr der wieder Verbandsligazugehörigkeit gelang zur Saison 2004/05 unter dem damaligen Trainer Alexander Zorniger der erstmalige Aufstieg in die Oberliga. 8 Jahre hielt man sich in der höchsten Spielklasse Baden-Württembergs und feierte dabei in der Spielzeit 2010/11 mit Rang 5 die beste Platzierung. 2012 stieg man nur aufgrund des schlechteren Torverhältnisses gegenüber dem SV Spielberg und den Stuttgarter Kickers II wieder ab. Nach 6 Jahren Verbandsliga dann dort in der Saison 2017/18 die Meisterschaft und der damit verbundene Wiederaufstieg in die Oberliga, aus der man als Tabellenvorletzter jedoch sofort wieder absteigen musste. In der Verbandsliga Württemberg belegte man zunächst chronologisch die Ränge 3, 6, 4, ehe in der vergangenen Spielzeit 2022/23 die Vizemeisterschaft gelang, die zur Relegationsteilnahme um den Aufstieg in die Oberliga berechtigte. Hier stand man dem südbadischen Vertreter SC Lahr gegenüber, den man zuhause mit 3:0 besiegte. Das Auswärts-0:0 bedeutete den in der Vereinsgeschichte dritten Aufstieg in die Oberliga Baden-Württemberg.

Normannia Gmünd in der Saison 2023/24

Laut dem Fußballonlineportal FuPa verließ mit Stölzel in Richtung Landesliga nur ein Stammspieler der Aufstiegself den Verein. Dafür hat man sich mit mehreren Neuzugängen verstärkt: Lekaj (Göppinger SV/Oberliga), Sanchez Ruiz Diaz (SC Griesheim/Hessenliga), Caliskan (SC Geislingen/Verbandsliga, ehemals u.a. Jugend Bayern München und VfB Stuttgart), Filipovic (SV Neresheim/Landesliga), Selitaj (A-Junioren 1. FC Heidenheim), Kurz und Scheible (beide A-Junioren Sonnenhof Großaspach).

Im Kader von Trainer Zlatko Blaskic, der die Gmünder bereits in der 5. Saison betreut, stehen nur wenige Spieler mit höherer Ligaerfahrung, viele stammen aus dem Umkreis bzw. spielen schon länger im Verein. Am ligahöchsten gespielt hat der 31jährige Angreifer Aschauer, der 2009/10 unter Trainer Huub Stevens ein Spiel für RB Salzburg in der 1. Österreichischen Liga bestritten hat und sich so Österreichischer Meister nennen darf. Hinzu kamen zwischen 2010 und 2018 mehrere Drittligaeinsätze für den VfB Stuttgart II, Wacker Burghausen und Sonnenhof Großaspach. Seit 2019 bei Normannia Gmünd, war er in den letzten beiden Spielzeiten mit 32 in 34 Verbandsligaspielen (2021/22) bzw. 23 in 25 (und 2022/23) jeweils bester Torschütze der Gmünder. Der 28jährige Mittelfeldmann Grupp stammt aus der Jugend des KSC, bestritt für dessen Zweite mehrere Oberligaspiele und gehörte zeitweise auch dem erweiterten Zweitligakader an. Zwischen 2017 und 2020 absolvierte er zudem insgesamt 113 Regionalligaspiele für den FCA Walldorf und VfR Aalen.

Normannia Gmünd ist richtig gut in die Oberligasaison gestartet und blieb in den ersten 7 Begegnungen ungeschlagen. Zwei 1:0-Auftaktsiege gelangen in Reutlingen und gegen Holzhausen. Auf ein 0:0 in Ravensburg folgte ein 3:0-Erfolg über Offenburg. Erst in Spiel Nr. 5 (!), beim 1:1 in Essingen, musste man das erste Gegentor hinnehmen. Es folgte ein 2:1-Sieg über Villingen und ein 1:1 in Backnang, hier führte man bis kurz vor Schluss mit 1:0. Am vergangenen Samstag musste man sich im 8. Oberliga-Spiel im sogenannten „Staufenderby“ gegen den Göppinger SV mit 1:3 erstmals geschlagen geben. Die Gmünder starteten in dieses Spiel mit einem Altersschnitt von 25,69 Jahren. Nach sogar Platz 2 nach Spieltag #6, steht der Aufsteiger aktuell auf einem starken 6. Rang. Die bisherige Ausbeute: 4 Siege, 3 Unentschieden, 1 Niederlage, 15 Punkte. Mit 6 Gegentoren weist man die bisher wenigsten in der Liga auf. Die Hälfte der erzielten 10 Tore hat Aschauer markiert.

Nicht verschweigen dürfen wir, dass das Gastspiel der Normannia am 7. Spieltag von einem rassistischen Vorfall überschattet wurde. Gmünds Spieler Gnaase wurde nach Zeugenaussagen hier von einem Zuschauer als „Affenkopf“ bzw. „Affe“ beschimpft. Der Täter wurde durch den Ordnungsdienst des Stadions verweisen. Die Normannia machte dem Backnanger Gastgeberverein, der sich seinerseits nach der Partie direkt von den Geschehnissen distanziert hatte, keinen Vorwurf und veröffentlichte noch am gleichen Tag selbst ein Statement, in dem auf den rassistischen Vorfall aufmerksam gemacht wurde, verbunden mit der Hoffnung, dass so etwas so schnell nicht mehr passieren wird. In großen Lettern steht auf der Gmünder Webseite „NEINZU RASSISMUS!“ Dem schließt sich unser ATSV Mutschelbach nachdrücklich an!

Die Situation bei unserem ATSV

Dass das zweite Oberligajahr für unseren ATSV mit neuen Herausforderungen aufwarten wird, war allen Beteiligten klar. Im bisherigen Saisonverlauf und auch in vielen der Begegnungen selbst, gab es ein ständiges Auf und Ab. Nach der 1:3-Auftaktheimniederlage gegen Hollenbach drehte unser ATSV einen 1:2-Rückstand in Oberachern in einen 5:2-Auswärtserfolg um. Unvergessen spektakulär war der 6:4-Derbysieg über den 1. CfR Pforzheim nach einem 0:3-Pausenrückstand, an den sich jedoch eine ernüchternde 0:4-Niederlage beim Aufsteiger VfR Mannheim anschloss. Gegen Denzlingen führte man zuhause früh mit 2:0, musste sich aber mit einem 2:2-Unentschieden begnügen. In Bietigheim-Bissingen trennte man sich ebenfalls 2:2, ehe man sich dann im Heimspiel dem Titelfavoriten Sonnenhof Großaspach deutlich mit 0:5 geschlagen geben musste. Das in den letzten vier Spielen dritte 2:2 gab es am Freitagabend beim Derby in Nöttingen, mit dem Unterschied, dass man diesmal selbst einen 0:2-Rückstand noch egalisieren konnte. Dies bedeutet nach 8 Spieltagen mit 2 Siegen, 3 Unentschieden und 3 Niederlagen und damit 9 Punkten den 12. Tabellenplatz. Bei bis zu 6 Absteigern steht man damit knapp überm Strich. 18 erzielte Tore, davon Christoph Batke 6 (Platz 4 der Ligatorjägerliste) und Neuzugang Felix Kendel 4, sind der viertbeste Ligawert. Dagegen sind die bisher bereits 24 Gegentore zuviel, nur Schlusslicht Offenburg hat mit 26 deren mehr kassiert. Insgesamt bewegt man sich aber durchaus im Soll, es kann auch weiterhin nur gegen den Abstieg gehen. Trotz der sensationellen Vorsaison wäre eine andere Zielsetzung derzeit vermessen. Von daher: „Waldenser Jungs, weiterhin alles geben und von Spiel zu Spiel schauen. Ihr habt es drauf und werdet fleißig weitere Punkte sammeln!“ Gerne schon nun gegen den 1. FC Normannia Gmünd!

Was sagt unser Trainerduo?

Unser Trainerduo Dietmar Blicker und Marco Kratzer stimmt darin überein, dass das nach einem 0:2-Rückstand noch 2:2-Derbyremis in Nöttingen einen „wichtigen Punktgewinn“ darstellt. Die anstehende Begegnung schätzen beide wie folgt ein: „Auf zum nächsten 50/50-Spiel! Normannia Gmünd ist aktuell praktisch in der gleichen Situation, in der wir letztes Jahr waren. Voll Euphorie und viele Punkte gesammelt. In der Defensive sind die Gäste sehr stabil, es wird also nicht einfach für uns werden.“

Auf geht´s zum ATSV!

Mit Normannia Gmünd kommt ein gut gestarteter Aufsteiger zu uns, der sich aktuell in ähnlichen Sphären bewegt wie in der vergangenen Saison unser ATSV. Die Zuschauer/innen erwartet eine hochinteressante Begegnung, die unsere Mannschaft für sich entscheiden und dabei den zweiten Saisonheimsieg einfahren will. Dafür brauchen unsere Männer auch euch! Bitte unterstützt die Waldenser Jungs in unserer Piston-EDEKA-Arena!