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Bürgerenergie | 08.01.2026

Fakten zur EnergieWende: Was ist der Unterschied zwischen dem Endenergieverbrauch und dem Primärenergieverbrauch?

Den Endenergieverbrauch kann man sich leicht vorstellen. Das ist die Energie, die wir täglich als Strom aus der Steckdose beziehen oder in Form von Benzin an der Tankstelle kaufen oder vom Gasversorger liefern lassen. Bei Unternehmen ist es kaum anders, sie müssen auch heizen und kühlen und Fahrzeuge betanken. Zusätzlich benötigen sie Energie für die Produktion. Ob Strom, Gas, Heizöl, Benzin, Kohle oder Wasserstoff: bei all diesen Stoffen kann der Energiegehalt in Kilowattstunden (kWh) umgerechnet werden. Am Jahresende könnte theoretisch jeder Haushalt seinen Jahresverbrauch errechnen. Beispielsweise wurden 3.000 kWh Strom verbraucht, dazu 700 Liter Benzin gekauft (=7.000 kWh) und 1.500 Kubikmeter Gas zum Heizen bezogen (=15.000 kWh). Zusammengenommen hat der Haushalt 25.000 kWh Energie verbraucht. Rechnet man das für alle Letztverbraucher wie Haushalte und Unternehmen zusammen, ergibt das den Endenergieverbrauch eines Jahres.

Um Benzin tanken zu können, muss Rohöl zum Beispiel aus den Golfstaaten bezogen werden. Dieses Rohöl wird in Raffinerien zu Benzin, Diesel und Heizöl verarbeitet. Diese Umwandlungsprozesse erfordern Energie, die Produkte müssen zwischengelagert werden und letztlich zu den Endverbrauchern gelangen. Die Tanklaster benötigen selbst Benzin oder Diesel. Plakativ gesprochen müssen wir 2 Liter Rohöl einkaufen, um letztlich 1 Liter Benzin tanken zu können. Der 2. Liter wurde für alle Verarbeitungen und Transporte bis zum Endkunden benötigt.

Dieses Rohöl aus beispielsweise Saudi-Arabien entspräche dem Primärenergieverbrauch, das getankte Benzin dem Endenergieverbrauch.

Die hier gezeigte Grafik zeigt den Verbrauch in Deutschland ab dem Jahr 2000. Es ist deutlich zu sehen, wie sich der Primärenergieverbrauch über die Jahre deutlich verringert hat (obere Linie) und damit auch der CO2 Ausstoß. (1 Terrawattstunde (TWh) = 1 Milliarde Kilowattstunden (kWh)).

Der Endenergieverbrauch (untere Linie) ist viel weniger zurückgegangen. Der Abstand zwischen den Linien ist kleiner geworden. Das bedeutet, dass die Verluste auf dem Weg von der Primär- zur Endenergie weniger geworden sind. Ein Grund ist der Ausbau der erneuerbaren Energien. Wind und Sonne erzeugen Strom, der direkt genutzt werden kann. Hier gibt es keine Umwandlungsverluste.

Wie in der Vergangenheit wollen wir auch in Zukunft an dieser Stelle alle Bürger von Karlsbad informieren, wie die Faktenlage ist und wie jeder an der EnergieWende mitwirken kann.

Gerne beantworten wir Ihre Fragen.

Erneuerbare Energien treiben uns an!
Ihr Arbeitskreis Bürgerenergie
Kontakt per email: buergerenergie@karlsbad.de