Wirtschafts News | 27.01.2026
Wie attraktiv ist der Ortskern von Langensteinbach? Wo liegen ungenutzte Potenziale und an welchen Stellschrauben muss gedreht werden, um die Aufenthaltsqualität nachhaltig zu sichern? Um diese Fragen fundiert zu beantworten, lud die Karlsbader Wirtschaftsförderung gemeinsam mit dem Gewerbeverein „Die Karlsbader Selbständiger“ (DKS) am vergangenen Montag, den 26. Januar, zum sogenannten „Innenstadtcheck“ in den Bürgersaal des neuen Rathauses. Die Veranstaltung ist Teil des Förderprojekts „Innenstadtberater“, eine Initiative, die die Gemeinde Karlsbad in enger Kooperation mit der IHK Karlsruhe und dem DKS durchführt, um die lokalen Zentren zukunftsfähig aufzustellen.
Überdurchschnittliche Beteiligung in Karlsbad
Bürgermeister Björn Kornmüller begrüßte zu Beginn des Abends den Projektleiter der IHK, Michael Rausch, sowie eine bunte Mischung aus rund 20 Teilnehmern. Darunter fanden sich Gewerbetreibende und Einzelhändler aus dem Langensteinbacher Ortskern, Mitglieder des Gemeinderats, Vertreter des DKS sowie interessierte Bürgerinnen und Bürger. In seiner Eröffnungsrede dankte Kornmüller den Anwesenden für ihr ehrenamtliches Engagement. Er hob hervor, wie essenziell ein lebendiger und attraktiver Ortskern für die Identität der Ortschaften sei, und zeigte sich gespannt auf die Ergebnisse des Abends.
Dass dieses Interesse in Karlsbad besonders ausgeprägt ist, bestätigte im Anschluss Michael Rausch. Der IHK-Innenstadtberater zeigte sich positiv überrascht von der hohen Teilnehmerzahl. Während in vergleichbaren Kommunen oft nur zehn bis zwölf Personen für einen solchen Workshop gewonnen werden könnten, zeige die Anwesenheit von knapp 20 Akteuren in Langensteinbach, dass das Thema hier einen hohen Stellenwert genieße. Auch für den kommenden Termin im Ortsteil Ittersbach lägen bereits zehn Anmeldungen vor – ein hervorragender Wert.

Drei Stunden intensive Analyse
Im Zentrum des Abends stand die intensive Arbeit an sieben thematischen Schwerpunkten. Anhand detaillierter Fragebögen wurde der Ist-Zustand des Ortskerns systematisch durchleuchtet. In einer rund dreistündigen Arbeitsphase diskutierten die Teilnehmer angeregt und konstruktiv über die verschiedenen Facetten der Innenstadtentwicklung.
Die Bandbreite der Themen war dabei umfassend:
Branchenmix & Leerstand: Wie vielfältig ist das Angebot aus Einzelhandel, Dienstleistung und Gastronomie? Und wie wird mit leerstehenden Immobilien umgegangen – wirken diese gepflegt oder stören sie das Stadtbild?
Infrastruktur & Öffentliche Einrichtungen: Ist die Versorgung mit öffentlichen Institutionen im Zentrum ausreichend gewährleistet?
Mobilität & Erreichbarkeit: Hier standen Fragen zur Parkplatzsituation, zur Anbindung an den ÖPNV sowie zur Fußgängerfreundlichkeit und Beschilderung auf dem Prüfstand.
Aufenthaltsqualität: Ein zentraler Punkt der Diskussion war der „Wohlfühlfaktor“. Gibt es genügend Grünflächen und Sitzgelegenheiten? Wie steht es um Sauberkeit, Beleuchtung und das allgemeine Flair?
Marketing & Veranstaltungen: Abschließend wurde analysiert, wie gut die digitale Sichtbarkeit des Standorts ist und ob das Veranstaltungsangebot verschiedene Zielgruppen – von Jugendlichen bis Senioren – ausreichend anspricht.
Positives Fazit des Innenstadtchecks und Vorfreude auf Ittersbach
Sowohl Michael Rausch als auch Wirtschaftsförderer Tobias Brehm zogen am Ende ein sehr positives Fazit. Der Abend sei geprägt gewesen von einem konstruktiven Miteinander und einer sachlichen Auseinandersetzung mit den Stärken und Schwächen Langensteinbachs. Die gesammelten Daten bilden nun die Grundlage für weitere Handlungsempfehlungen.
Der Prozess ist damit jedoch nicht abgeschlossen. Der nächste „Innenstadtcheck“ steht bereits fest und nimmt den Ortsteil Ittersbach in den Fokus. Dieser findet am 24. Februar im Rathaus in Ittersbach statt. Interessierte Bürgerinnen und Bürger sowie Gewerbetreibende sind herzlich eingeladen, sich aktiv einzubringen.
Anmeldung und Informationen:
Die Anmeldung für den Termin in Ittersbach ist noch bis 16.02. möglich: www.karlsbad.de/innenstadt

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