Landkreisinformationen | 03.02.2026
Die Klosterruine Frauenalb ist in kritischem baulichen Zustand. Der Landkreis Karlsruhe will die dringend notwendigen Maßnahmen durchführen und den dauerhaften Erhalt sichern. Der Kreistag befasste sich am Donnerstag, 29. Januar, in seiner Sitzung in der Mehrzweckhalle Kronau mit einem Zustandsbericht zur Ruine sowie dem weiteren Vorgehen. Vorgesehen ist, die Stiftung Frauenalb mit bis zu 150.000 Euro aus dem Länder- und Kommunal-Infrastrukturfinanzierungsgesetz (LuKIFG) zu unterstützen. Die Verwaltung wurde beauftragt, ein Gesamtkonzept unter Beteiligung aller Stifter zu erarbeiten. Die Klosterruine ist ein kulturgeschichtlich bedeutendes Denkmal im Albtal. Seit der Gründung der Stiftung Frauenalb im Jahr 1959 engagieren sich die Städte Karlsruhe und Ettlingen, der Landkreis Karlsruhe sowie die Gemeinde Marxzell gemeinsam für den Erhalt der Anlage. In den vergangenen Jahrzehnten wurden bereits rund zwei Millionen Euro in Sicherungs- und Erhaltungsmaßnahmen investiert.
Im Rahmen routinemäßiger Kontrollen wurden im Jahr 2025 erhebliche Auffälligkeiten im Mauerwerk festgestellt. Eine daraufhin beauftragte Untersuchung ergab, dass sich der Gesamtzustand der Ruine als kritisch darstellt. Zur Wahrung der Verkehrssicherungspflicht wurde das Areal inzwischen vollständig abgesperrt und ein Zutrittsverbot ausgesprochen. Ohne weitergehende Sicherungsmaßnahmen kann die Klosterruine derzeit nicht für Besucherinnen und Besucher geöffnet werden. Um eine weitere Verschlechterung des Zustands zu verhindern, sind ab dem Frühjahr 2026 Notsicherungsmaßnahmen vorgesehen. Die Kosten für diese Maßnahmen belaufen sich nach aktueller Planung auf rund 65.600 Euro. Hinzu kommen Aufwendungen für Gutachten, Absperrungen und weitere Sicherungsarbeiten, sodass die Gesamtkosten bei rund 260.000 Euro liegen. Ein Teil der Kosten kann durch Fördermittel gedeckt werden. Das Landesamt für Denkmalpflege hat bereits einen Zuschuss in Höhe von rund 22.500 Euro bewilligt. Weitere Förderanträge laufen. Ob und in welcher Höhe zusätzliche Mittel bewilligt werden, ist derzeit offen. Die Stiftung Frauenalb verfügt nur über sehr geringe finanzielle Spielräume. Das Stiftungsvermögen ist rechtlich gebunden und darf nicht für Sanierungsmaßnahmen eingesetzt werden. Auch die laufenden Einnahmen reichen nicht aus, um die notwendigen Maßnahmen zu finanzieren.
Vor diesem Hintergrund haben die Stifter sowie weitere Beteiligte ihre Bereitschaft signalisiert, sich an der Finanzierung zu beteiligen. Auch für Spenden wird geworben. Die Stadt Ettlingen und die Gemeinde Marxzell haben jeweils eine Unterstützung von 15.000 Euro in Aussicht gestellt. Darüber hinaus hat die Stiftung einen Spendenaufruf unter dem Titel „Baudenkmal in Not“ gestartet.
Spendenkonto:
Stiftung Frauenalb
Sparkasse Karlsruhe
DE10 6605 0101 0001 0208 17
