Landkreisinformationen | 17.02.2026
Das Land Baden-Württemberg hat die Zentrale Sterilisationseinheit am Standort der Rechbergklinik Bretten in das Jahreskrankenhausbauprogramm 2026 aufgenommen. Mit einem Gesamtvolumen von 248 Millionen Euro werden landesweit 14 Bauvorhaben sowie sechs Planungsraten an Kliniken gefördert. Die Aufnahme der Aufbereitungseinheit für Medizinprodukte (AEMP) in Bretten ist ein starkes Signal für die Weiterentwicklung der klinischen Infrastruktur im Landkreis Karlsruhe, aber auch des gesamten Klinikverbundes. Die Zusammenlegung der Einheit mit dem Enzkreis ist ein zentrales Projekt, um moderne, qualitativ hochwertige und wirtschaftliche medizinische Versorgung langfristig sicherzustellen und Synergien zu nutzen. Der Landkreis Karlsruhe und der Enzkreis investieren gemeinsam in eine zukunftsfähige, leistungsstarke Krankenhausstruktur.
„Die Aufnahme des Projekts in das Krankenhausbauprogramm fördert uns als Klinikstandort, aber auch den gesamten Holding-Verbund. Zentrale Einheiten zu bündeln, stärkt langfristig Qualität, Effizienz und landkreisübergreifende Zusammenarbeit unserer Standorte“, betont Landrat Dr. Christoph Schnaudigel. „Es ist ein Erfolg, dass dieses Projekt nun auch vom Land gefördert wird. Ich freue mich, dass wir uns kommunal für die Zukunft aufstellen und auf Doppelstrukturen verzichten. Mein Dank geht an das Land, das unseren Bemühungen mit der Aufnahme ins Programm Wertschätzung entgegenbringt, und an meinen Kollegen Landrat Bastian Rosenau für die zielgerichtete Zusammenarbeit“, ergänzt er.
Die Bausumme für den Neubau der AEMP West in Bretten beträgt knapp 30 Millionen Euro. Die Anlage, die in Kooperation mit dem Enzkreis realisiert wurde, wird im März feierlich eingeweiht. Als nächster Schritt stehen die Fördergespräche an. Die genannten Gesamtkosten der einzelnen Maßnahmenpakete werden zunächst baufachlich und förderrechtlich im Detail geprüft. Erst danach lassen sich Höhe und Modalitäten der Fördermittel festlegen. „In jedem Fall wird diese Förderung aber einen Beitrag dazu leisten, dass sich die finanzielle Situation unserer Kliniken zumindest etwas entspannt“, betont Landrat Dr. Schnaudigel.