Aus der Arbeit des Gemeinderates

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Aus der Arbeit des Gemeinderates | 24.02.2026

Baumaßnahmen und Vergaben

Sitzung des Bau-, Planungs- und Umweltausschusses vom 11. Februar

Einverstanden zeigte sich das Gremium mit einem Vorhaben im Außenbereich von Karlsbad – Ittersbach (Kläranlagengelände). Geplant ist, in die Kläranlage des Abwasserverbandes Pfinz- und Rennachtal zu investieren. Entstehen soll eine Trafostation. Damit verbunden ist eine Notstromversorgung sowie ein Fahrzeugunterstand mit Pultdach für vier Fahrzeuge. Darüber hinaus ist eine Geländemodulation als Hochwasserschutz gegenüber der Pfinz für die Anlage vorgesehen.

Baumaßnahme an Grundschule Langensteinbach soll vorgezogen werden

Die Sanierungsarbeiten am Gebäude 5 (Volkshochschulgebäude) der Grundschule Langensteinbach sollen von 2027 auf 2026 vorgezogen werden. Mit eingeschlossen sind u.a. energetische Maßnahmen sowie eine neue Wärmeversorgung. Der Bau-, Planungs- und Umweltausschuss sprach dem Gemeinderat eine entsprechende Empfehlung aus. Architekt Andreas Adler vom Architekturbüro adler + retzbach erläuterte die Details. An der Grundschule Langensteinbach laufen derzeit umfangreiche Bau- und Sanierungsmaßnahmen an den Gebäuden 3 und 4. Diese Arbeiten befinden sich im Zeit- und Kostenrahmen. Das Gebäude 5 (VHS, Wikingerstraße 9) ist baurechtlich im Gesamtpaket ebenfalls genehmigt worden. Es handelt sich um den letzten, noch unsanierten Gebäudeteil.

Was ist vorgesehen?

Das Dachgeschoss des Gebäudes 5 soll grundlegend saniert und für VHS-bezogene Nutzungen ertüchtigt werden. Zu der Maßnahme gehören insbesondere bauliche Sanierungsarbeiten und eine verbesserte Energetik. Weiterhin soll die Technik erneuert und eine Photovoltaikanlage integriert werden.

Zeitliches Vorziehen bringt Vorteile

Ursprünglich war geplant, dies im Jahr 2027 umzusetzen. Durch ein Vorziehen in das Jahr 2026 können erhebliche Synergieeffekte mit den aktuell laufenden Maßnahmen genutzt werden. Die Baustelleneinrichtung bzw. Infrastruktur ist bereits vorhanden und muss nicht erneut eingerichtet werden. Die Pläne und Abläufe können gebündelt werden und der Schulbetrieb wird weniger gestört. Unter dem Strich betrachtet können die Baumaßnahmen so wirtschaftlicher und schneller abgewickelt werden. Momentan wird das Gebäude mit einem Blockheizkraftwerk (BHKW) beheizt. Dieses muss ersetzt werden. Geplant ist, mittels einer modernen Wärmepumpentechnologie die Grundlast abzudecken. Die vorhandenen Gasspitzenlastkessel bleiben weiterhin bestehen. Der vor Ort erzeugte Photovoltaikstrom wird sinnvoll mitgenutzt. Er trägt zur energetischen Optimierung des gesamten Schulstandorts bei. Insgesamt steigt dadurch die Energieeffizienz deutlich. Durch das zukunftsfähige System sinkt der Wartungsaufwand. Diese Maßnahme war ursprünglich nicht Bestandteil des Sanierungsumfangs, ist aufgrund des technischen Ausfalls des BHKW jedoch notwendig und sinnvoll.

Kosten und Finanzierung

Die geschätzten Gesamtkosten setzen sich wie folgt zusammen:

Gebäudesanierung Gebäude 5 inkl. Nebenkosten: ca. 440.000 € brutto

PV-Anlage und Zähleranpassung: ca. 28.000 € brutto

Erneuerung Wärmeversorgung: ca. 90.000 € brutto

Fördermöglichkeiten werden geprüft und beantragt.

Terminplanung

Die Ausführungsplanung soll noch im März 2026 beginnen. Erste Ausschreibungen (Gewerke Hülle und Gebäudetechnik) sind im Mai/Juni geplant. Ende Juli könnte das Bauvorhaben nach der vorherigen Vergabe mit Abbrucharbeiten (Innenraum und Dachgeschoss) starten. Der Innenausbau könnte sich dann von Dezember 2026 bis ca. Pfingsten 2027 anschließen. Bis Ende 2027 soll das Vorhaben komplett abgeschlossen sein – einschließlich Abrechnung und Abnahme.

Der Ausschuss empfahl dem Gemeinderat einstimmig diese Maßnahme vorzuziehen. Die endgültige Entscheidung trifft nun der Gemeinderat in seiner nächsten Sitzung.

 Die geplanten Sanierungsarbeiten am Gebäude 5 (VHS-Gebäude) der Grundschule sollen vorgezogen werden. Foto Archiv
 Die geplanten Sanierungsarbeiten am Gebäude 5 (VHS-Gebäude) der Grundschule sollen vorgezogen werden. Foto Archiv

Auftrag zur Grünpflege des Kulturbegleitgrüns in Karlsbad-Langensteinbach vergeben

Die Pflege des Kulturbegleitgrüns im Ortsteil Langensteinbach wird zukünftig von der Firma Manuel Gegenheimer abgedeckt. Der Ausschuss war einverstanden, der Firma einen Pflegeauftrag über rund 39.800 Euro zu erteilen. Die Arbeiten wurden bislang von zwei Kulturarbeiterinnen in Teilzeit durchgeführt. Beide Mitarbeiterinnen sind mit Beginn der Winterpause in den Ruhestand eingetreten. Von einer Neuausschreibung der Stellen wurde abgesehen. Bereits vor zwei Jahren hatte die Firma Manuel Gegenheimer in einer vergleichbaren Situation die Pflege im Ortsteil Mutschelbach übernommen. Die dort erzielten Ergebnisse sind – trotz geringerer Flexibilität gegenüber eigenem Personal – insgesamt als sehr zufriedenstellend zu bewerten. Nach einer gemeinsamen Begehung aller Beteiligten wurde ein Pflegeplan mit moderaten Kürzungen einzelner Pflegeleistungen erarbeitet. Dieser gewährleistet jedoch weiterhin ein gutes Pflegeergebnis.

Attraktionspumpen im Freibad werden ersetzt

Grünes Licht gab der Bau- Planungs- und Umweltausschuss für den Ersatz der Attraktionspumpen im Karlsbader Freibad. Ohne diese können die Rutsche, Massagedüsen, Wasserkanone/Wasserfall nicht betrieben werden. Dem Ausschuss und der Gemeinde ist es wichtig, die Attraktivität des Freibades aufrecht zu erhalten.

Der Vergabe lagen zwei vergleichbare Angebote vor. Das Gremium beschloss letztlich einen Austausch der drei Attraktionspumpen (Rutsche, Wasserkanone und

Wasserfall / Massage) in der auf 7,5 kW reduzierten Ausführung. Der Auftrag über rund 49.200 Euro für Lieferung, Einbau und die erforderliche Anpassung der Rohrleitungen geht an die Firma Guldager. Unabhängig von der Vergabe sind bereits rund 7.000 Euro für Ausbau und Analyse der Alt-Pumpen angefallen. Der Pumpenaustausch soll noch vor Beginn der Badesaison 2026 erfolgen. Finanziert wird die Maßnahme aus dem Bauunterhalt.

Im Rahmen der Instandhaltungsplanung für das Freibad Langensteinbach wurde festgestellt, dass die Pumpen erheblich korrosionsgeschädigt sind. Sie stammen aus den frühen 1990er-Jahren. Die Analyse ergab ferner, dass sie nicht mehr wirtschaftlich instand zu setzen sind. Die zuständige Fachfirma hat bestätigt, dass wesentliche Bauteile konstruktionsbedingt stark angegriffen sind. Außerdem sind keine Ersatzteile mehr verfügbar.

Bürgermeister Björn Kornmüller informierte auf Nachfrage allgemein zum Zustand des Freibades. Das Gebäude ist natürlich in die Jahre gekommen. Hier seien mittelfristig auch Maßnahmen erforderlich. Schwimmmeister Thorsten Greiner ergänzte, dass der technische Zustand des Bades in Ordnung ist. Die Umwälzpumpen der Becken, Verrohrung, Filteranlagen, sonstige Technik, Gebäudeleittechnik sind auf einem guten Stand, ebenfalls die Edelstahlbecken. Die Wasserspeicher aus Beton am Beckenrand müssten überarbeitet werden, der Aufwand hierfür halte sich jedoch in Grenzen.

Die Attraktionspumpen im Karlsbader Freibad sind in die Jahre gekommen und werden vor der Badesaison 2026 ersetzt. Sie sind unter anderem auch für den Betrieb der Rutsche erforderlich. Foto Archiv
Die Attraktionspumpen im Karlsbader Freibad sind in die Jahre gekommen und werden vor der Badesaison 2026 ersetzt. Sie sind unter anderem auch für den Betrieb der Rutsche erforderlich. Foto Archiv

Verschiedenes

Bürgermeister Björn Kornmüller informierte, dass die Gemeindeverwaltung über das Insolvenzverfahren des Kindergartenträgers ProLiberis und Lenitas informiert wurde. In Karlsbad seien hiervon der Bauernhofkindergarten und der Kindergarten “Kleine Strolche” betroffen. Der Betrieb der Kindergärten ist vorerst sichergestellt. Noch im Februar erfolgt ein Austausch des Insolvenzverwalters mit den betroffenen Bürgermeistern. Es bestehe derzeit kein Grund zur Sorge, dass der Kindergarten heute oder morgen einfach geschlossen ist. Die Gemeinde begleitet den Prozess um Rahmen Ihrer Möglichkeiten und bittet um Geduld bezüglich der weiteren Zukunftsplanungen.

Ausführliche Informationen zu den Tagesordnungspunkten mit den Vorlagen finden Sie im Ratsinformationssystem der Gemeinde Karlsbad (Bürgerinfoportal)