Grundschule Langensteinbach | 24.02.2026
An insgesamt drei Schultagen im Januar und Februar besuchte die Theaterpädagogische Werkstatt Osnabrück die Grundschule Langensteinbach. Mit ihrem Präventionsprojekt „Mein Körper gehört mir!“ richtete sie sich an die Dritt- und Viertklässler.
Die kurzen Theaterszenen schildern Situationen, in denen die körperlichen Grenzen von Kindern verletzt werden und thematisieren Facetten sexueller Übergriffe. Dabei geht es zunächst einmal darum, zu erkennen und wahrzunehmen, wann Grenzen überschritten werden.
Die Jungen und Mädchen werden bestärkt, in dem ganz klar vermittelt wird, dass immer der Täter die Schuld hat – und niemals die Kinder!
Da die Szenen nah am Alltag erzählt werden, können die Kinder leicht nachvollziehen, wie andere Jungen und Mädchen ihre Nein-Gefühle erkennen und zum Ausdruck bringen. Sie beobachten auch, wie sie Hilfe suchen und finden können. Am Anfang jedes Treffens sorgt der „Körpersong“ für Bewegung und gute Laune.
„Mein Körper gehört mir!“ beschränkt sich jedoch nicht nur auf die Vorführung von Theaterstücken, sondern ist vielmehr ein lebhafter Austausch mit den Kindern.
Wie fühlt sich der Junge gerade? Was hättet ihr gemacht? Wann hast du ein Ja-Gefühl? Ab wann hat das Mädchen ein Nein-Gefühl? Was kannst du tun, wenn du ein Nein-Gefühl hast? Mit wem kannst du sprechen, wenn dich etwas bedrückt? Was ist ein gutes, was ein schlechtes Geheimnis?
Das Projekt vermittelt auch ganz praktische Strategien, die auf einem Plakat festgehalten sind. Dabei geht es um drei Fragen, die man sich in verschiedenen Situationen immer wieder stellen kann.
Sie lauten:
1) Habe ich ein Ja- oder ein Nein-Gefühl?
2) Weiß jemand, wo ich bin?
3) Bekomme ich Hilfe, wenn ich sie brauche?
Weitere Tipps erhielten die Schülerinnen und Schüler in Bezug auf folgende Fragen:
Was kannst du tun, wenn jemand deine körperlichen Grenzen überschreitet?
Wie bekommst du Hilfe bei sexueller Gewalt?
Die wichtigste Botschaft lautet:
Wenn du ein Nein-Gefühl hast oder dich etwas bedrückt, geh zu einer vertrauten Peron und erzähle ihr davon!
Ein großer Dank geht an die Grundschule und den Förderverein. Beide unterstützen das Projekt finanziell.