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Wirtschafts News | 03.03.2026

Impulse für den Ortskern: Erfolgreicher „Innenstadtcheck“ auch in Ittersbach

Wie steht es um die Attraktivität und die Aufenthaltsqualität im Herzen von Ittersbach? Wo liegen Stärken, und an welchen Stellschrauben kann in Zukunft gedreht werden? Nach dem erfolgreichen Auftakt in Langensteinbach stand nun der Ittersbacher Ortskern im Fokus des sogenannten „Innenstadtchecks“. Zu diesem Format hatte die Karlsbader Wirtschaftsförderung in Kooperation mit dem Gewerbeverein „Die Karlsbader Selbständigen“ (DKS) in den Bürgersaal ins Ittersbacher Rathaus eingeladen. Die Analyse ist Teil des IHK-Förderprojekts „Innenstadtberater“, welches die lokalen Zentren zukunftsfähig aufstellen soll.

Starke Beteiligung für den Ortsteil
Unter der fachkundigen Anleitung von IHK-Innenstadtberater Michael Rausch fanden sich elf engagierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer zusammen, um ihren Ortsteil genau unter die Lupe zu nehmen. Die Gruppe, bestehend aus lokalen Gewerbetreibenden, engagierten Bürgerinnen und Bürgern sowie Vertretern des DKS und der Verwaltung, bewies dabei großes Interesse an der Entwicklung ihrer Gemeinde. Wie Michael Rausch bereits beim Termin in Langensteinbach betonte, ist eine Teilnehmerzahl in dieser Größenordnung für einen einzelnen Ortsteil ein hervorragender Wert, der das besondere Engagement in Karlsbad unterstreicht.

Detaillierte Analyse in sieben Kategorien
Analog zum Vorgehen in Langensteinbach stand auch in Ittersbach die intensive Arbeit an sieben thematischen Schwerpunkten im Mittelpunkt. Anhand detaillierter Fragebögen wurde der Ist-Zustand des Ortskerns systematisch und konstruktiv diskutiert.

Dabei wurde eine große Bandbreite an Themen abgedeckt:

  • Branchenmix & Leerstand: Wie vielfältig ist das Angebot im Ort und wie wirken sich eventuelle Leerstände auf das Straßenbild aus?
  • Infrastruktur & Öffentliche Einrichtungen: Wie gut ist Ittersbach mit öffentlichen Institutionen versorgt?
  • Mobilität & Erreichbarkeit: Hier wurden die Parkplatzsituation, die Anbindung an den ÖPNV sowie die Fußgängerfreundlichkeit analysiert.
  • Aufenthaltsqualität: Ein zentraler Diskussionspunkt war der „Wohlfühlfaktor“ – von der Begrünung über Sitzgelegenheiten bis hin zur allgemeinen Sauberkeit und Beleuchtung.
  • Marketing & Veranstaltungen: Wie gut sind die Angebote vor Ort sichtbar und wie ansprechend ist das Veranstaltungsprogramm für verschiedene Altersgruppen?

Grundlage für die weitere Entwicklung
Die rund dreistündige Arbeitsphase war geprägt von einem sehr konstruktiven Austausch und vielen wertvollen Impulsen aus den Reihen der Teilnehmenden. Mit dem Abschluss des Checks in Ittersbach liegen nun umfassende Daten aus der direkten Bürgerschaft und dem Gewerbe vor. Diese detaillierte Bestandsaufnahme bildet das Fundament für die IHK und die Wirtschaftsförderung, um in den nächsten Schritten konkrete Handlungsempfehlungen auszuarbeiten.

Auch Wirtschaftsförderer Tobias Brehm zog ein überaus positives Zwischenfazit und gab einen Ausblick auf die kommenden Schritte: „Ich bin sehr erfreut über die großartige Beteiligung und das hohe Engagement bei den bisherigen Innenstadtchecks. Das zeigt deutlich, wie sehr unseren Bürgerinnen und Bürgern sowie den Gewerbetreibenden ihre Ortsmitten am Herzen liegen. Wir werden diesen Schwung mitnehmen und nun in die nächste Projektphase starten: Über eine gezielte Passantenbefragung vor Ort sowie eine umfassende Online-Befragung möchten wir noch mehr Menschen die Gelegenheit geben, ihre Ideen und Wünsche aktiv einzubringen.“

Gemeinsam für einen attraktiven Ortskern: Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Ittersbacher Innenstadtchecks. In der Mitte sitzt IHK-Innenstadtberater Michael Rausch, der durch den Analyse-Abend führte. Foto: Gemeinde Karlsbad
Gemeinsam für einen attraktiven Ortskern: Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Ittersbacher Innenstadtchecks. In der Mitte sitzt IHK-Innenstadtberater Michael Rausch, der durch den Analyse-Abend führte. Foto: Gemeinde Karlsbad