Aus der Arbeit des Gemeinderates

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Aus der Arbeit des Gemeinderates | 23.03.2026

Weitere Sanierung der Kanalisation in Auerbach beschlossen

Sitzung des Bau- Planungs- und Umweltausschusses am 11. März

Der Ausschuss für Bau, Planung und Umwelt beauftragte die Verwaltung, Sanierungsmaßnahmen für das Kanalnetz in Auerbach auszuschreiben. Dies geschieht in Zusammenarbeit mit dem Planungsbüro Lindschulte (ehemals Wald+Corbe). Nach der Planung und Kostenberechnung wird mit einem Umfang von ca. 300.000 Euro brutto (ohne Nebenkosten) gerechnet. Hinzu kommen noch Planungskosten von ca. 30.000 Euro.

Gemeinde in der Pflicht

Christian Zechiel vom Amt für Bau- Planung & Umwelt erläuterte die Details. Der Allgemeine Kanalisationsplan (AKP) bildet die Grundlage für wasserrechtliche Genehmigungen. Dieser stellt sicher, dass die Abwasserentsorgung den allgemein anerkannten Regeln der Technik entspricht. In Verbindung mit der Eigenkontrollverordnung (EKVO) dient er der regelmäßigen Überprüfung des baulichen und hydraulischen Zustands der öffentlichen Kanalisation.

Das gesamte Kanalnetz der Gemeinde Karlsbad wird turnusmäßig befahren, dokumentiert und ausgewertet. Dadurch erkennt man Schadstellen frühzeitig und leitet geeignete Sanierungsmaßnahmen ab. Der AKP für den Ortsteil Auerbach stammt aus dem Jahr 2002. 2025 wurden im Ortsteil Auerbach bereits sechs gravierende Schadstellen im offenen Sanierungsverfahren (Tiefbauweise) beseitigt. Nach Abschluss dieser Arbeiten sollen nun weitere geschädigte Bereiche im geschlossenen Verfahren saniert werden. Basis für die weitere Sanierung ist eine zuvor erfolgte Zustandsbewertung des Kanalnetzes. Wenn die vorgesehenen Maßnahmen abgewickelt sind, wird etwa die Hälfte der aktuell sanierungsbedürftigen Kanäle im Ortsteil Auerbach ertüchtigt sein. Es besteht jedoch weiterhin Sanierungsbedarf – sowohl in Auerbach als auch in den übrigen Ortsteilen der Gemeinde Karlsbad. Die Sanierungsplanung muss daher kontinuierlich fortgeschrieben werden. Bau- Planungs- und Umweltamtsleiter Joachim Guthmann ergänzte, dass in Ittersbach und Spielberg aktuell neue Kamerabefahrungen durchgeführt werden. Dadurch können dort auch die entsprechenden Schadstellen identifiziert werden. Alle Maßnahmen in den fünf Ortsteilen werden sich vermutlich auf 4-5 Mio. Euro belaufen. Bisher sind in jedem Haushaltsjahr 300.000 € vorgesehen. Um die Ertüchtigung weiter voranzutreiben, muss dieser Posten bei der nächsten Haushaltsplanung wohl erhöht werden. „Eine Sanierung der Kanalisation ist nicht verhandelbar“, betonte Bürgermeister Björn Kornmüller. „Auch diese Infrastruktur muss zwingend in Stand gehalten werden“

Baugesuch – Draisstraße 16 Langensteinbach – Errichtung Gebäude mit gewerblicher Nutzung und Betriebsleiterwohnung

Der Ausschuss befürwortete das Baugesuch. Das Vorhabengrundstück liegt im Bereich des Bebauungsplanes „Schießhüttenäcker III“. Auf dem Baugrundstück soll ein Gebäude mit gewerblicher Nutzung im Erdgeschoss sowie einer Betriebsleiterwohnung im Obergeschoss errichtet werden. Es hat einen funktionalen Bezug zum bestehenden Lagerstandort des Fliesenleger-Fachbetriebs auf dem angrenzenden Flurstück und ergänzt ihn. Dieser Bereich wird weiterhin als reine Lager- und Logistikfläche genutzt (ca. 150 m²).

Baugesuch – Ittersbacher Straße 20 Langensteinbach – Errichtung Dachgaube – teilweise Erhöhung Dach – Dachaufbau mit Dachterrasse

Einverstanden zeigten sich die Räte mit dem Bauvorhaben in Langensteinbach. Das Vorhaben liegt im Geltungsbereich des alten Bebauungsplanes „Sauweid, Ent- und Badwiesen“ in Karlsbad-Langensteinbach. Geplant ist, den östlichen Dachteil angrenzend zur Ittersbacher Straße 22 leicht anzuheben. Damit soll dieser Bereich besser als Wohnraum genutzt werden können. Die neue Firsthöhe liegt dann immer noch unter der des östlichen Teils der Ittersbacher Straße 22. Zur Straße hin ist eine Dachgaube vorgesehen. Gauben sind im Gebiet vorhanden, einschließlich beim Nachbargebäude Ittersbacher Straße 22. Der westliche Gebäudeteil soll ebenfalls eine Gaube zur Straße erhalten. Auf dieser Gaube ist eine Art Dachterrasse vorgesehen, die von der höher gelegenen Gaube des östlichen Gebäudeteils betreten werden kann. Obergeschoss und Dachgeschoss können so als separate Wohneinheit genutzt werden. Der Bebauungsplan ist aus Sicht der Verwaltung hier nicht anwendbar. Die umgebenden Gebäude wurden alle nach dem „Einfügen“ gemäß § 34 BauGB errichtet. Die Verwaltung beurteilt das Bauvorhaben auch so. Es fügt sich in die Umgebung ein. Falls die Baurechtsbehörde das Vorhaben doch nach dem Bebauungsplan beurteilt, empfiehlt die Verwaltung, den notwendigen Befreiungen für das Vorhaben zuzustimmen.

Deckensanierung im Heerweg und Teilabschnitt Panoramastraße im Dünnschicht-Verfahren

Der Ausschuss vergab einen Auftrag für die Deckensanierung des Heerweges (einschl. Teilabschnitt Panoramastraße) in Karlsbad-Ittersbach. Er geht an die Firma SUT Straßen- und Umwelttechnik GmbH, Arnschwang, zu einem Bruttoendpreis von rund 73.200 €. Der Heerweg im Ortsteil Ittersbach befindet sich in einem sehr schlechten baulichen Zustand. Das gilt auch für den Gefälleabschnitt der Panoramastraße bis zur L622. Die vorhandene Asphaltdecke weist erhebliche Risse, Ausmagerungen sowie Unebenheiten auf. Hierdurch sind sowohl die Verkehrssicherheit als auch die Verkehrsqualität deutlich beeinträchtigt.

Dünne Schicht im Kalteinbau-Verfahren bewährt

Der Fahrbahnzustand soll kurzfristig verbessert und die Restnutzungsdauer der Straße verlängert werden. Dafür sollen die Bereiche in DSK-Bauweise (Dünne Schicht im Kalteinbau) saniert werden. Die geplante Maßnahme ist eine wirtschaftlich sinnvolle Sofortmaßnahme. Mit vergleichsweise geringen Kosten kann der Fahrbahnzustand deutlich verbessert werden. Die Strecke wird durch die Maßnahme hinreichend eben gestaltet und damit auch für Fahrradfahrer verkehrssicher.

Der Einbau erfolgt vollflächig über die gesamte Fahrbahnbreite. Es entsteht eine neue, geschlossene Fahrbahndecke. Dadurch wird die Strecke auch optisch deutlich aufgewertet. Die DSK-Bauweise ermöglicht eine schnelle und weitgehend witterungsunabhängige Sanierung mit nur geringen Verkehrsbehinderungen. In Karlsbad wurden in jüngster Vergangenheit bereits positive Erfahrungen mit der DSK-Bauweise sowie auch mit der ausführenden Firma gemacht (Römerstraße und verlängerte Lange Straße). Bürgermeister Björn Kornmüller betonte, dass die Sanierung des Heerwegs auch wichtig für die örtliche Radwegeverbindung ist. Dahingehend soll auch die Alte Ittersbacher Straße im Wald zwischen Langensteinbach und Gewerbegebiet Ittersbach als Lückenschluss zeitnah saniert werden um letztendlich eine gute Radwegeverbindung zwischen den beiden Ortsteilen zu gewährleisten.

Schadstellen im Teilabschnitt Panoramastraße sowie Heerweg. Fotos: Gemeinde Karlsbad
Schadstellen im Teilabschnitt Panoramastraße sowie Heerweg. Fotos: Gemeinde Karlsbad

Ersatzbeschaffung für Spielgerät im Kindergarten Ittersbach

Der technische Ausschuss vergab einen Auftrag für die Ersatzbeschaffung des „Piratenschiff“-Spielgerätes. Er geht an die Firma S.H. Spessart Holzgeräte und hat einen Umfang von rund 30.710 Euro. Bei dem Ersatzspielgerät handelt es sich nicht mehr um ein „Piratenschiff“, sondern um drei verbundene Klettertürme. Im Haushalt abgedeckt sind auch die Kosten für Rückbau und Entsorgung des „Piratenschiffs“. Darüber hinaus sind ebenfalls ausreichend Mittel für Montage, Fundamentierung und Fallschutz für das neue Spielgerät vorhanden. Dominik Guthier vom Amt für Bau- Planung und Umwelt erläuterte, dass das bestehende Spielgerät der Firma Proludic aus dem Jahr 1999 stammt. Aufgrund seines Gesamtzustandes sind weitere Reparaturen sowie der Austausch einzelner Bauteile nicht mehr wirtschaftlich. Die Ersatzbeschaffung wurde zwischen dem Amt für Bau, Planung und Umwelt, der Kindergartenleitung Ittersbach sowie dem Elternbeirat abgestimmt. Mehrere Firmen gaben Angebote ab. Die vorgeschlagene Firma konnte schließlich überzeugen. Ihr Angebot lag sowohl gestalterisch (mit geringen Anpassungen) als auch wirtschaftlich auf dem ersten Platz. Auch hinsichtlich der Ausführungsqualität sowie dem Preis-Leistungs-Verhältnis war dies das beste Angebot.

Ausführliche Informationen zu den Tagesordnungspunkten mit den Vorlagen finden Sie im Ratsinformationssystem der Gemeinde Karlsbad (Bürgerinfoportal)