Karlsbad-Mutschelbach | 06.04.2026
Nach der Begrüßung, unter anderem von neun Bürger/innen und dem Erledigen der Formalien (Fristen, Beschlussfähigkeit, Tagesordnung, Genehmigung des Protokolls vom 10.02.2026), wurde in den TOP zum Parkraumkonzept eingestiegen. Hierzu waren Herr Wammetsberger vom Ingenieurbüro für Verkehrswesen, Koehler & Leutwein, sowie Herr Augenstein, Leiter des Ordnungsamts, als Referenten vor Ort.
Erhebungen haben ergeben, dass im Vergleich zu den anderen Ortsteilen Karlsbads die Verkehrsbelastung in Mutschelbach am geringsten ist – die BAB spielt beim Parkraumkonzept logischerweise keine Rolle. In Mutschelbach wurden rund 700 Parkstände ermittelt, die im Mittel zu 37 % ausgelastet sind (Grundlage: mehrere Rundgänge zu verschiedenen Zeiten). In die Betrachtung für das Parkraumkonzepts flossen auch das bestehende Radverkehrskonzept, die Unfallsteckkarten und Schulwegeplanung mit ein. Die Einwohner/innen hatten/haben die Möglichkeit, sich aktiv über das Internet zu beteiligen (interaktive Meinungskarte) – wer kein Internetzugang hat, kann im Rathaus Mutschelbach ein Vordruck bekommen mit dem er seine Anmerkungen mitteilen kann. Unterm Strich ist die Bürgerbeteiligung in Mutschelbach bislang etwas geringer als in den anderen Ortsteilen. Dies hängt vielleicht mit den etwas niedrigeren Verkehrszahlen und damit zusammen, dass in der Lindenstraße vor Jahren wechselseitiges Halteverbot eingeführt wurde. Das Parkraumkonzept ersetzt nicht die StVO (z.B. Regelungen zum Gehwegparken, Restfahrbahnbreite, Einmündungsbereich freihalten) und wird vermutlich nicht auf vollumfängliche Zufriedenheit aller stoßen – aber verträgliche Lösungen für alle Verkehrsarten und Anwohner werden angestrebt. Maßnahmenpotentiale für Mutschelbach werden nach den ersten Auswertungen an den „Hotspots“ in der Schulstraße (Parkstände markieren), Brunnenstraße (Sperrfläche bei Schule/Spielplatz), Bockstalstraße (Halteverbot Ostseite), Waldenserstraße (Parkstände markieren)und In der Au (Parkstände markieren, Gehweg freihalten) gesehen sowie eventuell in der Lindenstraße (Parkstände). Die Planungen sind noch nicht abgeschlossen. Der weitere Fahrplan ist wie folgt vorgesehen: (nochmalige) Vorstellung im Gemeinderat, Juli 2026 Öffentlichkeitsveranstaltungen in Präsenz mit weiteren Umsetzungsideen, September 2026 Bearbeitung des Konzepts, Oktober 2026 Beschlussfassung im Gemeinderat. Danach erfolgt dann die Abstimmung mit den Behörden und der Beginn der Umsetzung der Maßnahmen ist für das Jahr 2027 vorgesehen. Das Thema wurde angeregt diskutiert.
Als möglichen Standort einer weiteren Sitzbank wurde die „Wengert“ (Grenzweg/Stupferich) vom Gremium beschlossen. Die Info wurde direkt an den Seniorenbeirat weitergegeben.
Als TOP/Bekanntgaben/Verschiedenes gab es noch Infos zum Dorf-/Gemarkungsputz am 21.03.2026, zu Regelungen im Zusammenhang mit Beerdigungen, zum Carsharing (Bockstalstraße, Parkplatz bei neuapostolischer Kirche), zu Reparaturmaßnahmen der Brunnenanlage „Wilhlemsbrücke“, zum Glasfaserausbau, zum Befahren von Gewannwegen, zu gartenpflegerischen Maßnahmen durch das Bauamt und zum Ersatz der Kugelahornbäume durch Säulenamber in der Waldenserstraße.
Seitens der Bevölkerung wurde auch darauf hingewiesen, den Reisigplatz sinnvoll zu befüllen.
Im Vorgriff bzw. im Zusammenhang mit dem Ortsjubiläum (2028) ist im Bereich gegenüber des Mutschelbach-Schildes vorgesehen , in Zusammenarbeit mit der Flurneuordnung bzw. Autobahn GmbH eine Sitzgruppe aufzustellen und einen Baum (Linde) zu pflanzen.
