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Moment mal | 16.04.2026

Alles wird gut

„Am Ende wird alles gut. Und wenn es noch nicht gut ist, ist es noch nicht das Ende“. Dieser Satz ist bekannt geworden. Viel bekannter als das Buch, aus dem er ursprünglich stammt. 1988 erschien das Buch „O tabuleiro de damas“ von Fernando Sabino, in dem der Autor diesen Satz zu seinem Vater sagt. Der Satz soll Trost und Hoffnung spenden. Wenn etwas noch nicht gut ist, dann ist es auch noch nicht an sein Ende gekommen. Denn am Ende wird alles gut. Tröstet der Satz wirklich? Ich kann ihn auch hören wie eine billige „Ver-Tröstung“. Er klingt wie das Kinderlied: „Heile, heile Gänschen, es ist ja wieder gut“. Aber meine Erfahrung ist: manches wird im Leben nicht wieder gut. Manches im Leben zerbricht und kann nicht wieder hergestellt werden. Manches Leid wird nicht gelindert und manche Krankheit nicht geheilt.

Und doch ist an dem Satz etwas Wahres: Am Ende wird alles gut. Wenn Gott diese Welt an ihr Ziel führt, dann werden Tränen abgewischt und jedes Leid beseitigt. So sagt es die Bibel. Aber eben erst am Ende. Und auch nicht automatisch, sondern weil Gott selbst alles Ungute, alles Zerbrochene, Leidvolle in seiner Hand hält. – Ist das auch wieder eine billige Vertröstung? Ich meine nein: Die Auferstehung Jesu Christi hat an Ostern gezeigt, dass Gott wirklich Tod in Leben verwandeln kann. Und verwandeln wird. Ohne Ostern würde der Satz nur eine Vertröstung sein. Aber weil Gott stärker ist als der Tod, darum wird es am Ende wirklich gut. Alles.