Redaktionelle Berichte | 11.05.2026
Am 17. Mai 2026 ist der Internationale Museumstag. Allein deutschlandweit präsentieren sich mehr als 7100 Museen der Öffentlichkeit. In unserem Bundesland heißt das Motto dieses Jahr „Baden-Württemberg erzählt“.
Der Slogan lädt dazu ein, Geschichten hinter musealen Objekten sichtbar zu machen. Museen bewahren nicht nur Dinge – sie erzählen vom Leben der Menschen, von Umbrüchen, Erinnerungen und Zukunftsperspektiven.
Dass auch kleinere Museen ihren Reiz haben und wichtige und interessante Impulse geben, beweisen der Förderverein Haus Conrath und der Heimatverein Karlsbad an diesem Tag.
Im Haus Conrath, eigentlich kein Museum im engeren Sinn, ist jedes Jahr am Internationalen Museumstag die Grundschule Langensteinbach zu Gast. Zusammen mit ihren Lehrerinnen und Lehrern verwandeln die Schülerinnen und Schüler das altehrwürdige Fachwerkhaus in ein modernes Kunstmuseum.
Die Grundschule Langensteinbach stellt aus: Unsere Erde – Unsere Umwelt
Im und um das Haus Conrath in Langensteinbach
17. Mai 2026 von 14 bis 17 Uhr
dazu Mitmachaktionen mit der Maus Conrath
Ausstellungseröffnung um 14 Uhr durch den Chor der Grundschule
Der Planet, auf dem wir leben, ist schon ein faszinierendes Gebilde: Eine Kugel, die sich im Weltraum um die Sonne dreht. Schon seit Antike werden Erde, Feuer, Wasser und Luft als die Kernelemente der Natur bezeichnet und faszinieren die Menschen. Und mehr und mehr dringt auch die Gefährdung der Erde in unser Bewusstsein.
Im Fach „Kunst/Werken“ haben sich die Schülerinnen und Schüler der Grundschule Langensteinbach mit diesem Thema auseinandergesetzt. In einer abwechslungsreichen Ausstellung präsentieren sie ihre Werke: Farbenfrohe Collagen wechseln sich ab mit künstlerisch gestalteten Modellen der Erdkugel; Sandbilder und Bilder, die in einem „Blick durch’s Schlüsselloch“ die Welt widerspiegeln, finden sich genauso wie eine Skulptur, die in Gemeinschaftsarbeit in einer Klasse erstellt wurden.
Und weil der Förderverein in diesem Jahr 30 Jahre alt wird, lädt die Maus Conrath auf dem Pfarrhof hinter dem Haus Conrath zu einer kleinen Geburtstagsparty ein: Mitmachspiele und eine kleine Bewirtung warten auf die Kinder und ihre Eltern.

Einen ganz anderen Akzent setzt der Heimatverein Karlsbad am Internationalen Museumstag:
Ist Langensteinbach älter als wir dachten?
Mit dieser Frage beschäftigt sich der Heimatverein im Heimatmuseum in Ittersbach.
Das Alter einer Stadt oder Gemeinde wird in der Regel nach der ersten urkundlichen Erwähnung oder durch archäologische Funde bestimmt. Langensteinbach wurde erstmals 1197 urkundlich erwähnt. Gemäß dem Grabungsbericht des Landesdenkmalamtes wurde, aufgrund damaliger Funde, die ehemalige Turmburg („Römertürmle“) bei der St. Barbara Kapelle um 1100 errichtet. Aber warum wurde auf dem Hügel eine Turmburg errichtet, wenn nicht zusätzlich im Tal eine zu schützende Siedlung bestand? Zwischen beiden Datierungen zum Alter von Langensteinbach liegt ein Zeitraum von 100 Jahren. Welches Alter ist richtig?
Bei seinen historischen Recherchen ist der Heimatverein auf eine spannende Spur gestoßen: der Codex Hirsaugiensis liefert uns ein schriftliches Puzzleteil aus der Zeit um 1095. Codex und Grabungsbericht könnten somit belegen, dass Langensteinbach 100 Jahre älter ist. Darüber hinaus wird in der Schenkungsurkunde im Codex eine Siedlung und Kirche erwähnt…
Wie alt ist also Langensteinbach?
Horst Sommer wird diese neuen Erkenntnisse am Internationalen Museumstag 2026 der Öffentlichkeit vorstellen:
WANN: Sonntag, 17. Mai 2026
WO: Heimatmuseum in Karlsbad-Ittersbach
EINLASS: 14:00 Uhr
Beginn der Präsentation: 14:30 Uhr (Referent: Horst Sommer)
Der Heimatverein lädt Sie herzlich ein, bei einem Glas Sekt, Knabbergebäck sowie Kaffee und Kuchen gemeinsam im Heimatmuseum in Ittersbach den Internationalen Museumstag zu feiern. Das Heimatmuseum ist an diesem Tag von 14.00 Uhr bis 18.00 Uhr geöffnet.
