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Moment mal | 14.05.2026

Vom Muttertag zum "Vatertag"

Der Muttertag liegt hinter uns. Viele kleine und große Kinder haben sehr bewusst all der Zeit, Energie, Liebe und mancher selbstlosen Hingabe ihrer Mütter gedacht. Fast zwangsläufig folgt als Pendant auf den Muttertag der sog. „Vatertag“. Die Väter allerdings werden meist nicht von ihren Kindern gefeiert, sondern feiern sich wohl eher selbst, indem sie (in manchen Regionen zumindest) an diesem Tag fröhlich und ausgelassen mit Bollerwagen und Bierkisten durchs Land ziehen. Der Anlass für diesen besonderen Tag ist vielleicht nicht jedem bewusst. Christen aller Konfessionen feiern diesen Tag, weil er an die Himmelfahrt von Jesus Christus erinnert. Nach Kreuzes-Tod und Auferstehung heißt es in der Bibel: „Eine Wolke nahm ihn auf vor ihren Augen weg“ (Apostelgeschichte 1,9). Seitdem bekennen Christen: „…aufgefahren in den Himmel; Er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters“. Darum: Vatertag! Diese Worte beschreiben einen bis heute sehr geheimnisvollen Vorgang, bei dem Himmel und Erde sich zu berühren scheinen, wie wenn ein Vorhang zu einer unsichtbaren Welt von einem leichten Windhauch bewegt wird. Sie machen uns darauf aufmerksam, dass die Schöpfung viel mehr ist als das, was wir mit Händen, Augen oder Messgeräten erfassen können. Vielleicht eignet sich dieser Tag mehr als jeder andere, um diesen Windhauch deutlich zu spüren und sich auch zwischen Bollerwagen und Bierkisten darüber auszutauschen, was dieses „Mehr“ in unserem Leben ausmacht. Himmelfahrt - ein Tag, wie für „Männergespräche“ gemacht.

Mit herzlichen Grüßen

Pastor Norbert Rose, Langensteinbacher Höhe