Karlsbader Mitteilungsblatt

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Redaktionelle Berichte

TSV Auerbach feiert sein 100-jähriges Bestehen

26.03.2019

Fulminantes Festbankett in der Talblickhalle als Auftaktveranstaltung

„Der TSV Auerbach hat große Mühen unternommen, um dem heutigen sportlichen Geschehen -  sei es im Wettkampfsport oder im Breitensport -  gerecht zu werden. Mit dem im Jahre 2005 eingeweihten, vereinseigenen „Pneuhage-Stadion“ mit Vereinsgaststätte und großzügigen Umkleide- und Sanitäranlagen, hat sich der Vereine ideale Rahmenbedingungen geschaffen. Dies mit einem erheblichen Maß an Eigenleistungen“, betonte  Bürgermeister Jens Timm, verbunden mit dem Hinweis auf den hohen Stellenwert des Sports in der Gesellschaft, auch als Ort der Integration. Der Jubiläumsverein trage mit seinen breitgefächerten Aktivitäten auch dazu bei, dass die Auerbacher Vereine gut und vertrauensvoll zusammenarbeiten, stellte Ortsvorsteher Hans-Gerhard Kleiner beim Festbankett vor rund 400 Gästen in der Auerbacher Talblickhalle heraus. „Das Jahr 1919 war für den heutigen Badischen Fußballverband ein ganz besonderes Jahr. Einschließlich des TSV Auerbach wurden nicht weniger als 22 Fußballvereine gegründet. Sie waren die Pioniere. Die Begeisterung dieser Sportart, als Ableger des Rugby, war aus England nach Deutschland übergeschwappt“, so der Vizepräsident des Badischen Fußballverbandes, Rüdiger Heiß. Als beispielhaft für heute notwendige Vereinsstrukturen bezeichnete der Vorsitzende des Fußballkreises Karlsruhe, Thomas Rössler, die „sehr nachhaltig agierende Leitungsetage“ des Jubiläumsvereins. Namens des Badischen Sportbundes würdigte Michael Obreiter die Verdienste des Jubiläumsvereins um die Belange des Sports und überreichte die „Ehrenurkunde des BSB zum 100 jährigen Bestehen“. Vorsitzender Fredy Pfeiffer ließ die 100-jährige Geschichte des Jubiläumsvereins, eingebettet in die eine oder andere Anekdote, nochmals Revue passieren. Schließlich habe die im Jahre 1956 erbaute Turn- und Festhalle des TSV, die über fünf Jahrzehnte als von allen Vereinen vielfältig genutzte Mehrzweckhalle diente, ihre eigenen unvergesslichen Geschichten geschrieben. „Es roch dort einfach immer nach einer Mischung aus Rauch und Bratfett, was noch Wochen in den Kleidern hing“, erinnerte Pfeiffer. Stolz sei man heute, dass sich der TSV mit aktuell rund 400 Mitgliedern zum Breitensportverein entwickelt habe, der neben Fußball mit breit aufgestelltem Nachwuchsbereich eine Fitnessabteilung, eine Sparte Gymnastik, Volleyball, Radsport, Endurofreunde (Motorrad-Geländesport) und Kung-Fu bietet. Natürlich gab es beim Fußball, wo man seit 2014 wieder in der Bezirksklasse spielt, mit zum Teil längeren B-Klassen-Phasen ein Auf und Ab. „Fußball kann grausam sein“; meinte der Vorsitzende, der an das „Aufstiegsdrama“ in die so ersehnte Landesliga im Entscheidungsspiel gegen den FSV Buckenberg im Juni 2016 erinnerte, als man tatsächlich beim 15. Elfmeter scheiterte. Das Thema „Bedeutung des Sponsoring für ein attraktives Sportangebot“ beleuchtete Joachim Guthmann, Mitstreiter im Vorstandsquartett. „Ohne die zahlreichen Unterstützer, sei es mittels Werbetafeln oder Annoncen und nicht zuletzt ohne unsere Hauptsponsoren wäre das Gesamtangebot unseres Vereins heute nicht mehr machbar. Dies gilt sicher auch für andere Vereine“, so Joachim Guthmann. Sein besonderer Dank galt den „Primär-Sponsoren“, der IN-Software GmbH, dem Unternehmen „Pneuhage“ als Namensgeber des Stadions und der „VR Bank Enz plus“. Glückwünsche zum Jubiläum überbrachten Pfarrerin Andrea Schweizer für die evangelische und katholische Kirche, Martina Pichavé für den Turngau Karlsruhe, Christian Zechiel für die Auerbacher Vereine und Thomas Guthmann für die befreundeten Fußballvereine aus der Umgebung. Den musikalischen Rahmen gestaltete der Musikverein 1966 Auerbach und die „Eintracht-Singers“ des Gesangvereins „Eintracht“ Auerbach. Die Moderation übernahm Harald Brecht.  

Foto: Weber

Zahlreiche Ehrungen beim Festbankett

Die Geheimhaltung hat funktioniert und die Überraschung ist gelungen. Im Rahmen des Festbanketts wurde mit Helmut Kunz ein „TSV-Urgestein“ zum „Ehrenvorsitzenden des TSV Auerbach“ ernannt. Kunz war lange Jahre „Einzel-Vorsitzender“, dann im Vorstandsteam, vorher Jugendtrainer und schließlich unermüdliche Motor und Mitarbeiter beim Bau des „Pneuhage-Stadions“. Mit der „Goldenen Ehrennadel“ des Badischen Fußballverbandes wurden Fredy Pfeiffer, Jochen Volmerhausen und Thomas Bossert ausgezeichnet. Die „Silberne Ehrennadel“ des Fußballverbandes erhielten Joachim Guthmann und Harald Brecht. Zu Ehrenmitgliedern des TSV für fünfzig Jahre Mitgliedschaft wurden Ewald Beutelspacher, Günter Daub, Rolf-Dieter Guthmann und Ewald Heiß ernannt. Der neu geschaffene Ehrenbrief für mehr als 60-jähriges Engagement um die Belange des Jubiläumsvereins, wurde Bruno Hamm, Werner Künzler, Willi Karcher, Walter Bodemer, Josef Schneikart, Edwin Bossert, Hugo Kraut, Klaus Kraut, Rudi Bossert, Werner Bossert, Werner Göhringer, Alfred Bertet, Heinz Bossert, Friedhelm Allion, Friedbert Hamm, Franz Meinzinger, Walter Ulrich, Fritz Hörmann und Ewald Guthmann verliehen. Im Rahmen des Festbanketts ehrte der TSV zahlreiche weitere aktive und passive Mitglieder.

Bürgermeister Jens Timm –rechts- überreicht an den Vorsitzenden Fredy Pfeiffer die Jubiläumsgabe der Gemeinde verbunden mit dem Dank für das beispielhafte ehrenamtliche Engagement um das Vereinswesen. Foto: Weber

Zu Ehrenmitgliedern ernannt, sowie mit dem neuen Ehrenbrief des Vereins ausgezeichnet wurden von links: Rolf-Dieter Guthmann, Alfred Bertet, Friedhelm Allion, Friedbert Hamm, Ewald Guthmann, Edwin Bossert, Rudi Bossert, Ewald Haiß und Ewald Beutelspacher. Foto: Weber

Von rechts: Der Vizepräsident des Badischen Fußballverbandes, Rüdiger Heiß, verlieh an Harald Brecht und Joachim Guthmann, die „BFV-Ehrennadel in Silber“ und an Thomas Bossert, Jochen Volmerhausen und Fredy Pfeiffer die „BFV-Ehrennadel in Gold“. Links der Vorsitzende des Fußballkreises Karlsruhe, Thomas Rössler. Foto: Weber

Überraschung, Helmut Kunz wurde zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Von links: Fredy Pfeiffer, Thomas Bossert, Helmut Kunz, Jochen Volmerhausen und Joachim Guthmann. Foto: Weber

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