Karlsbader Mitteilungsblatt

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Redaktionelle Berichte

Spatenstich für den Ausbau des Autobahnzubringers ab Langensteinbach

23.04.2019

Erste öffentliche Amtshandlung für Regierungspräsidentin Sylvia Felder

 „Für mich ist der erste Spatenstich für den Ausbau der L 623 als Autobahnzubringer ab Langensteinbach die erste öffentliche Amtshandlung nach gerade mal zwei Wochen im Amt als Regierungspräsidentin“, so Sylvia Felder am Dienstag, 16. April zum offiziellen Start dieses Projektes auf der Baustelle. Der rund 2,4 Kilometer lange Straßenabschnitt ab Langensteinbach bis zur von Waldbronn in Richtung A 8 verlaufenden L 609 wird unter teilweiser Verschiebung der Trassenführung und einem zum Teil deutlichen Höhenausgleich grundlegend erneuert. „Dieses Projekt steht auch unter dem Merkmal von künftig deutlich mehr Sicherheit auf einem heute mit großem Unfallrisiko behafteten Abschnitt. Dieser Zustand wird in absehbarer Zeit der Vergangenheit angehören“, verspricht die neue Regierungspräsidentin, verbunden mit dem Wunsch auf Verständnis der umliegenden Gemeinden für die zusätzliche Verkehrsbelastung während der Vollsperrung der L 623 bis Ende dieses Jahres. Der A-8-Zubringer ist täglich durch immerhin rund 14 000 Fahrzeuge belastet. „Wir realisieren hier unseren Grundsatz des Ausbaus einer vorhandenen Straße vor dem kompletten Neubau“; verdeutlichte Professor Uwe Lahl, Ministerialdirektor des Verkehrsministeriums in Stuttgart. Auch hier gehe es jedoch um das Ziel einer deutlich verbesserten Infrastruktur in diesem Verkehrsraum. Der letztlich in weiten Bereichen an der bestehenden Trasse orientierte Ausbau, der mit einem Kostenvolumen von rund 8,5 Millionen Euro veranschlagt ist,  ermögliche einen minimierten Eingriff in Natur und Landschaft sowie einen reduzierten Flächenverbrauch. Unvermeidbare Eingriffe werden durch zahlreiche landschaftspflegerische Maßnahmen auf Flächen im Nahbereich des Streckenabschnitts kompensiert. Dazu gehört laut Professor Lahl unter anderem die Anlage eines großflächigen Obstbaumareals. Gleichzeitig werde das landwirtschaftliche Wegenetz wie auch das Radwegenetz erweitert und angepasst. Sein besonderer Dank galt der Gemeinde Karlsbad, die für das Land Baden-Württemberg im Vorfeld der Maßnahme die umfangreichen Grundstücksverhandlungen gerade mit den dortigen Besitzern der „Steinig-Höfe“ führte. „Dieses Projekt steht seit Jahrzehnten auf der Agenda Karlsbads und hat auch meine Vorgänger im Amt in vielfältiger Weise berührt“, meinte Bürgermeister Jens Timm. Neben dem sehnlichst erwarteten Straßenausbau sei man froh, auch für die „Steinig-Höfe“ eine deutlich, nicht zuletzt sicherheitstechnisch verbesserte Anbindung zu erhalten. Das gleiche gelte für das Radwegenetz in dieser Landschaft, wenn es auch keinen Radweg unmittelbar entlang der Straße geben wird. In der Hoffnung, dass noch vor Weihnachten das „Band der neuen Straße“ durchschnitten werden kann, dankte er Waldbronns Bürgermeister Franz Masino sowie der dortigen Einwohnerschaft für das Verständnis eines deutlich erhöhten Verkehrsaufkommens während der Sperrung der L 623. Seit Montag, 15. April ist die Vollsperrung, die aufgrund von technischen Problemen an den Ampelschaltungen zweimal verschoben werden musste, realisiert. Eine abschließende Beurteilung über die Belastung der Umleitungsstrecken und eventuell notwendigen Nachsteuerungen, kann allerdings erst nach den Osterferien bei voller Verkehrsbelastung gegeben werden.

Beim 1. Spatenstich für den Ausbau der L 623 als Autobahnzubringer ab Langensteinbach zur A 8. Von links: Bürgermeister Franz Masino, Waldbronn,  MdL Christine Neumann-Martin, Ministerialdirektor Professor Uwe Lahl, Regierungspräsidentin Sylvia Felder, Landrat Christoph Schnaudigel und Bürgermeister Jens Timm. Foto: Weber

 

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