Karlsbader Mitteilungsblatt

Klinikum Karlsbad

Dem Schmerz die Stirn bieten

07.05.2019

Das SRH Klinikum Karlsbad-Langensteinbach informiert
in der Karlsburg Durlach über die interdisziplinäre Behandlung von Migräne und Kopfschmerzen.

Wer chronische Kopfschmerzen hat, leidet mehrfach: Körperlich und an den Einschränkungen im Berufs- und Privatleben. Aktivitäten mit Freunden oder der Familie fallen häufig aus, der Arbeitsalltag kann nur noch mühsam bewältigt werden. „Eine einfache Lösung gibt es nicht, aber es gibt Hoffnung für Betroffene“, erklärt Dr. Michael Fritz, Leiter des Schmerzzentrums am SRH Klinikum Karlsbad-Langensteinbach.

Kopfschmerzen sind ein weites Feld: Experten unterscheiden über 200 verschiedene Formen. Rund zehn Prozent der Deutschen leiden unter Migräne und Kopfschmerzen. Etwa die Hälfte der Betroffenen erlebt einen bis vier schwere Anfälle pro Monat, etwa ein Viertel sogar mehr. Die Kopfschmerzen dauern mitunter über die Hälfte eines Monats an.

Leichte, selten auftretende Schmerzen können auch mit rezeptfrei erhältlichen Schmerzmitteln bekämpft werden. Bei chronischen Kopfschmerzen in Eigenverantwortung dauerhaft Schmerzmittel einzunehmen, ist allerdings keine gute Lösung. Werden Betroffene häufiger von Kopfschmerzen geplagt oder treten Begleiterscheinungen wie heftige Übelkeit auf, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Um eine adäquate Behandlung zu gewährleisten und die Symptome effektiv und langfristig zu lindern, müssen die Ursachen von Experten abgeklärt werden. Diese können im körperlichen sowie im psychisch-mentalen Spektrum liegen.

„Unsere Schmerztherapie ist vor allem Teamarbeit. Ärzte, Schmerz-, Psycho- und Bewegungstherapeuten sowie speziell ausgebildete Pflegekräfte behandeln unsere Patienten gemeinsam“, erläutert Fritz die multimodale Therapie im Schmerzzentrum am SRH Klinikum Karlsbad-Langensteinbach. Die Spezialisten stellen für jeden Patienten einen eigenen Therapieplan zusammen, in dem sie verschiedene Behandlungsmethoden individuell kombinieren.

Zum Behandlungsspektrum der nicht-medikamentösen Therapie gehören unter anderem Physiotherapie, Sport- und Bewegungstherapie sowie die psychologische Betreuung. Viele weitere Verfahren wie beispielsweise das Biofeedback, bei dem Patienten lernen, die Reaktionen des eigenen Körpers zu kontrollieren und so Migräneanfälle frühzeitig zu stoppen, bieten zusätzliche Therapieoptionen der multimodalen Schmerztherapie am SRH Klinikum Karlsbad-Langensteinbach.

Infoabend in der Karlsburg Durlach

Das SRH Klinikum Karlsbad-Langensteinbach lädt am Dienstag, den 21. Mai 2019 um 18 Uhr in die Karlsburg Durlach zum Infoabend. Den Vortrag "Dem Schmerz die Strin bieten" hält Dr. med. Michael Fritz, Ärztlicher Leiter der Schmerztherapie am Karlsbader Klinikum. Im Anschluss an den Vortrag stehen Ihnen die Schmerzspezialisten des Klinikums für Fragen zur Verfügung. Interessierte sind herzlich eingeladen! Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.