Schachclub Ittersbach

MAIWANDERUNG

13.05.2019

Erstmals waren wir mit Hund unterwegs, wobei es kein normaler Hund war, sondern Chico. Das schaffte natürlich Situationen, auf die wir früher nicht achten mussten wie z.B. entgegenkommende oder unter Nachbartischen liegende andere Hunde, schutzsuchende Schafe, neugierige Kühe oder rennende Kleinkinder. 

In Weiler wollten wir ja das bekannte Organisationsproblem, das dort mit unerwarteten (?) hungernden und dürstenden Menschenmassen geradezu zelebriert wird, durch eine frühe Anreise umgehen und konnten damit zumindest einmal einen Teilerfolg verbuchen, denn die Wartezeit war im Vergleich zum Vorjahr doch etwas kürzer, aber gefühlt immer noch deutlich ausbaufähig. Weniger geduldige Mitmenschen verließen das Fest jedenfalls ohne gegessen und getrunken zu haben. Immerhin waren zumindest diejenigen, die sich an Hähnchen mit Pommes gewagt hatten, fürs erste gesättigt und der Geschmack schlug die Wartezeit eindeutig.

Dann kam Ottenhausen, d.h. es kam nicht, sondern wollte gefunden werden - wobei es eigentlich immer in Sichtweite lag. Aber unser Umwegminister übernahm einmal mehr die ureigensten Aufgaben des Vergnügungswarts und die Wege auf dem Fronberg wiesen erstaunlicherweise immer noch die selben unerwarteten kurvigen Verläufe wie in den Vorjahren auf.  

Dort angekommen machten wir den Fehler, zunächst einmal nur Getränke zu bestellen. "I mach grad no den annare Disch, dann komm e" war der Standardspruch der Bedienungen. Tja, liebe Düsseldorfer: die längste Theke der Welt steht nun nicht mehr bei Euch - es ist definitiv der "annare Disch von Ottenhausen".

Anschließend ging es nach Pfinzweiler: die schöne neue digitale Welt vermittelte, dass die dortige Maihocketse vom 30.04. bis 01.05. andauern sollte. Das Werbeschild am Ortseingang sprach eine andere Sprache ("30. April Maihocketse"), ebenso ein im Schatten vor sich hin dösendes Dorf-Original ("do häddeda geschderd komma missa"). Prompt fanden wir auch nur einen mutterseelenallein stehenden Maibaum vor.

Die Flüssigkeitsbilanz hatte inzwischen doch sehr gelitten und man machte sich auf zur letzten Station Ittersbach zur VfR-Hocketse. Dort angekommen, fanden sich alle Schattenplätze belegt und da nach den EU-Richtlinien "Glühbirnen" seit einiger Zeit verboten sind, begaben wir uns auf die lauschige Terrasse der Akropolis, um den angestauten Hunger und Durst zu stillen.

Aufgelöst wurde dabei auch noch das "Rätsel von Pfinzweiler", indem der Eintrag noch einmal genau gelesen wurde. Unter dem Termin 30.04.-.01.05. standen nämlich auch die Uhrzeiten. Beginn: 17 Uhr, Ende: 1 Uhr - sachlich korrekt, das war definitv am 1. Mai ! (MGI)