Karlsbader Mitteilungsblatt

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Redaktionelle Berichte

Wilfried Weber emotional verabschiedet

16.07.2019

Affinität zu Sport und Mathematik in Schularbeit eingebracht

Unter stehenden Ovationen wurde Grundschulrektor Wilfried Weber von der Grundschule Karlsbad-Langensteinbach am Freitag, 12. Juli verabschiedet. Die offizielle Verabschiedung in der Sporthalle der Grundschule gestaltete sich emotional. „Ich werde diesen Tag immer in Erinnerung behalten“, zeigte sich Weber gerührt. „Wir können uns glücklich schätzen, dass ihn sein Weg nach Karlsbad geführt und er die Schule geprägt hat“, freute sich Bürgermeister Jens Timm. Schulrat Bernhard Schmitt bescheinigte, dass Weber schon als junger Lehrer hochmotiviert war. „Bereits zu Beginn seiner Schullaufbahn hatte er enormes Wissen und große Kompetenz“, so Schmitt. Diese Eigenschaft hat er über die Jahre durch reichhaltige Erfahrungen ergänzt. Weber legte 1972 am Wirtschaftsgymnasium Karlsruhe sein Abitur ab. Nur fünf Jahre später trat er in Sachsenheim den Schuldienst an. 1990 zog es ihn ins griechische Thessaloniki. 1996 kehrte er zurück nach Deutschland und lehrte bis 2001 im südbadischen Jestetten. Eine prägende Erfahrung machte er bis 2007 in Mexiko-Stadt. Dort war er maßgeblich für den Aufbau der Deutschen Schule verantwortlich. Nach einem kurzen Intermezzo in Mörsch und Waldbronn trat er im Mai 2008 die Rektorenstelle in Karlsbad-Langensteinbach an. Seine Affinität zu Sport und Mathematik prägte die Arbeit in der Grundschule. Die Schule verdiente sich das Prädikat „Schule mit Sport- und Bewegungserzieherischen Schwerpunkt“. Stets sind die Schüler bei Bundesjugendspielen, Jugend trainiert für Olympia oder anderen Sportveranstaltungen aktiv. Laut Schulrat Schmitt war es für Weber wichtig, eine Klassengemeinschaft zu bilden und eine Verbindung zu den Eltern der Schüler herzustellen. „Sein Ziel war es, eine Atmosphäre des Wohlfühlens zu schaffen“, lobte er. Auch die Fortentwicklung der Kinder und die Orientierung fürs Leben spielte in der Philosophie von Weber eine große Rolle. „Er konnte aus jeder Situation das Beste machen“, lobte Viola Vogel, Konrektorin. „Als Mensch und Freund werden wir ihn vermissen“, bedauerte Vogel weiter. Auch Bürgermeister Jens Timm stellte die menschlichen Eigenschaften von Weber in den Vordergrund: „Ich habe ihn als einen positiven Menschen erlebt“. Welche Vielzahl an positiven Eigenschaften Weber in den Schulbetrieb eingebracht hatte, bescheinigte ihm eine Gerichtsverhandlung des Lehrerkollegiums. Weber selbst zeigte sich, ob der vielen lobenden Worte gerührt: „Ich bin dankbar, dass mir das berufliche Leben so viel ermöglicht hat und ich die Kinder voranbringen konnte“. Dabei habe er von den Kindern viel gelernt. „Bitte versperrt die Tür, bleibe doch noch da“, zeigten sich auch die Schülerinnen und Schüler in einem Lied über den Abschied traurig. Text: Meister

Schulrat Bernhard Schmitt (links) und Bürgermeister Jens Timm (rechts) verabschiedeten Wilfried Weber (Mitte).

Auftritt von Schülerinnen und Schülern. Fotos: Meister

 

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