Karlsbader Mitteilungsblatt

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Redaktionelle Berichte

Freie Fahrt von und zur Autobahn

07.01.2020

Verkehrsfreigabe der Landesstraße 623 bei Langensteinbach erfolgt – Restarbeiten laufen noch bis Frühjahr 2020

Punktlandung gelungen:  Nach rund 8-monatiger Bauzeit konnte die 2,3 Kilometer lange Landesstraße 623 bei Langensteinbach am Donnerstag, 19. Dezember 2019 mit einem kleinen Festakt für den Verkehr freigegeben werden. Für die verantwortlichen Mitarbeiter des Regierungspräsidiums Karlsruhe gab es sowohl von Regierungsvizepräsidentin Gabriela Mühlstädt-Grimm, Verkehrsminister Winfried Herrmann als auch Bürgermeister Jens Timm und Nachbarbürgermeister Franz Masino Lob für das 8-Millionen-Euro-Projekt. „Nach einem langen Vorlauf mit Start im Jahr 2009 konnte die Bauzeit vom 16. April 2019 bis zum heutigen Freigabetermin eingehalten werden“, so die Regierungsvizepräsidentin. Durch einen bestandnahen Ausbau wurde der Flächenverbrauch minimiert. Verkehrsminister Winfried Herrmann meinte, dass die hochbefahrene Straße über Karlsbad hinaus wichtig sei. Er erwähnte u.a. die Ausgleichsmaßnahmen für die breiter und sicherer gewordene Straße. Bürgermeister Jens Timm zeigte sich glücklich über die gefundene Lösung für das Vorhaben, welches schon seinen Amtsvorgänger Rudi Knodel beschäftigte.    Waldbronns Bürgermeister Franz Masino zog ebenfalls ein positives Fazit.

Sicherheitsdefizite und schlechter Straßenzustand sind Vergangenheit

Das Hauptziel der Ausbaumaßnahme bestand in der Beseitigung erheblicher Sicherheitsdefizite, die in der Vergangenheit zu zahlreichen Unfällen mit schwer- und leichtverletzten Personen geführt haben. Neben dem „schlechten“ Straßenzustand, mit einem bituminösen Straßenaufbau von lediglich circa 10 bis 20 Zentimeter, erforderten insbesondere Verkehrssicherheitsaspekte einen dringenden Ausbau der Landesstraße. Nicht aufeinander abgestimmte und zum Teil zu kleine Radien bestimmten die Linienführung der Bestandstrasse. Diese wurden zusätzlich von zu kleinen Kuppen- und Wannenausrundungen überlagert. Dadurch kam es in Teilstrecken vor, dass die L 623 „abtauchte“ und damit die Straßenfläche aus dem Blickfeld des Fahrers verschwand und in größerer Entfernung wieder „auftauchte“. Die in den dazwischenliegenden Bereichen befindlichen Fahrzeuge wurden nicht erkannt. Zusätzlich wurde das Unfallrisiko durch mehrere Wirtschaftsweg-Einmündungen an unübersichtlichen Stellen in Verbindung mit geringen Fahrbahnbreiten von lediglich 6,00 bis 6,50 Meter erhöht. Die Trassenführung entsprach damit nicht den heutigen Anforderungen an eine verkehrssichere Linienführung. Durch zum Teil erhebliche topografische Veränderungen bei teilweise neuer Linienführung in Verbindung mit einer 8,00 Meter breiten Fahrbahn, sowie durch den Ausbau des Knotenpunktes ,,Im Steinig“, konnte die Verkehrssicherheit des rund 2,4 Kilometer langen Streckenabschnittes erheblich gesteigert werden. Bis voraussichtlich Ende März 2020 finden noch Restarbeiten im Bereich der Wirtschaftswege, im Bereich des neuen Unterführungsbauwerks „Darsbach“, sowie in Bereichen von Nebenflächen statt, die jedoch ohne Beeinträchtigung des Verkehrs stattfinden können. Im Zuge des Straßenbauvorhabens wurden insgesamt rund 100.000 Kubikmeter Erde bewegt,  sowie rund 12.000 Tonnen Asphalt verbaut.

Der Verkehr kann rollen: v.l. Landtagsabgeordnete Christine Neumann-Martin (CDU), Landrat Dr. Christoph Schnaudigel, Regierungsvizepräsidentin Gabriela Mühlstädt-Grimm, Verkehrsminister Winfried Herrmann, Bürgermeister Jens Timm, Bürgermeister Franz Masino (Waldbronn), Landtagsabgeordnete Barbara Saebel (Grüne) und Projektleiter Tarik Qasem haben das Band durchschnitten.

Eindrücke von der Verkehrsfreigabe. Fotos: Gemeinde Karlsbad