Karlsbader Mitteilungsblatt

Schachclub Ittersbach

SCI 1 - SC Niefern-Öschelbronn 1 3:5

20.01.2020

Lieber zu sechst fünfe grade sein lassen oder sich zu siebt achtbar schlagen ? Die Erste bevorzugte am Sonntag gegen Niefern-Öschelbronn die zweite Variante, kassierte allerdings dennoch am vierten Spieltag die dritte Niederlage in Folge.

Mit einem 0:1-Rucksack gestartet, war es schwer ins Spiel zu finden. Um so überraschender der kuriose Sieg von Georg Austermann - sein Gegner soll der Überlieferung zufolge mit der Dame zunächst seinen eigenen (!) Springer geschlagen und dann festgestellt haben, dass die Dame im nächsten Zug geschlagen würde, worauf er entnervt aufgab. Und das mit einem DWZ-Vorsprung von über 700 ! Axel Wagner legte mit einem Remis zum Zwischenstand von 1,5 : 3,5 nach. Ein Bahnfahrer und ein Radfahrer konnten also punkten - vielleicht sollte sich der SCI doch überlegen, eine Abteilung "Bahnradfahren" einzuführen ...

Für die verbleibenden drei Spieler war es dann sehr schwer, denn es durfte keine Partie mehr verloren gehen und auch Remis waren wenig zielführend. Joachim Bartmann gelang es im weiteren Verlauf tatsächlich noch - ohne Sauerstoffmaske - einen "Zweitausender" zu bezwingen und Martin Gegenheimer konnte auch noch ein Remis beisteuern. Schade, dass Michael Kemters zähes Ringen gegen einen knapp 800 Punkte stärker eingestuften Gegner letztendlich nicht von Erfolg gekrönt war. So steht zwar ein höchst respektables 3:5 in den Annalen, aber keine für den Klassenerhalt so dringend benötigten Punkte.

Ärgerlich auch, dass die Regeln es nicht vorsehen - anders als z.B. beim Fussball - dass ein bereits in der zweiten Mannschaft angetretener Spieler, obwohl sein Spiel bereits beendet war, anschließend in der ersten Mannschaft eingesetzt werden darf. (MGI)