Karlsbader Mitteilungsblatt

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Aktiv gegen Stigma

Filmveranstaltung am Montag, 29.1.2020 im Filmtheater „Die Kulisse“, Ettlingen

13.01.2020

Verein „Aktiv gegen Stigma“ e.V.

Verein zur Förderung Betroffener von psychischen Erkrankungen

Filmveranstaltung am Montag, 29.1.2020 im Filmtheater „Die Kulisse“, Ettlingen

Einlass ab 18.30 Uhr Beginn der Filmvorführung: 19.00 Uhr


Der Verein „Aktiv gegen Stigma“ e. V. hat sich zur Aufgabe gemacht, zur Aufklärung über psychische Erkrankungen beizutragen. Besonders zielt der Verein dabei auf den Abbau der Stigmatisierung ab, die Menschen mit psychischen Erkrankungen immer noch betrifft. Im Rahmen dieser Zielsetzung lädt der Verein zu einem kostenfreien Kinoabend ins Filmtheater „Kulisse“ nach Ettlingen ein. Vorgeführt wird die Filmkomödie von Paolo Virzi „Die Überglücklichen“ (Beschreibung s.u.).In einer kurzen Einleitung wird durch den Vorsitzenden, Prof. Dr. Matthias Weisbrod auf die Aktivitäten des Vereins hingewiesen. Im Foyer des Kinos kann zu Beginn und im Anschluss an die Vorführung noch verweilt und diskutiert werden, Vereinsmitglieder werden anwesend sein und stehen für Nachfragen zur Verfügung.
Im Anschluss an den Film wird es noch ein Podiumsgespräch mit Prof. Weisbrod (Chefarzt Psychatrie Karlsbad) und Betroffenen von psychischen Erkrankungen bzw. deren Angehörigen geben.

Die Überglücklichen, ein Film aus dem Jahr 2016

Paolo Virzìs Film versprüht in jeder Sekunde so viel Lebensfreude, dass man dringend verrückt werden möchte. DIE ÜBERGLÜCKLICHEN bringt zwei bezwingend starke Frauen auf die Leinwand, genial verkörpert von Valeria Bruni Tedeschi und Micaela Ramazzotti, die uns mit ihrer Wucht und Zerbrechlichkeit viel Kraft geben.
Denkt man an filmische Verarbeitungen von Depressionen und anderen psychischen Krankheiten, kommen einem sofort herbstlich oder winterlich triste Bilder und tränenverhangene Dialoge in den Sinn. In „Die Überglücklichen“ des Italieners Paolo Virzì, herrscht hingegen Hochsommer, als die manische Beatrice und die depressive Donatella aus einer Psychiatrie Reißaus nehmen und einen Roadtrip durch die voll erblühte Toskana unternehmen. Das passt, denn Virzì inszeniert seine sympathische Feelgood-Tragikomödie der ernsten Thematik zum Trotz nicht allzu erdenschwer. Dass sich die Schicksale der beiden weiblichen Hauptfiguren dennoch nicht in pures Wohlgefallen auflösen, liegt nicht zuletzt am ebenso mitreißenden wie einfühlsamen Spiel von Valeria Bruni Tedeschi und Micaela Ramazzotti.
Ihrer eigenen Ansicht nach hat Beatrice in der luxuriösen Psychiatrie „Villa Biondi“ nichts verloren, sondern ist das Opfer einer Verschwörung. Regelmäßig versucht die manisch plappernde Gräfin aus gutem Hause erfolglos der Nervenheilanstalt zu entkommen. Als mit der jungen Donatella eine neue Patientin ins Sanatorium aufgenommen wird, findet Beatrice eine Seelenverwandte. Um Donatellas kleinen Sohn zu suchen, der nach einem Suizidversuch seiner depressiven Mutter in einer Pflegefamilie lebt, wollen die beiden Frauen gemeinsam aus der Villa türmen – und diesmal gelingt die Flucht. Auf ihrem Trip durch die sonnendurchflutete Toskana genießen sie das schöne Leben, feiern und klauen auch mal ein Auto. Aber vor allem stellen sie sich ihren seelischen Verletzungen.

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