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Redaktionelle Berichte

Geschwindigkeitsmessanlagen werden sukzessive erneuert – erste Karlsbader Standorte sind in Mutschelbach und Ittersbach

18.05.2020

Gemeinderat gibt grünes Licht

In seiner Maisitzung – erstmals unter Corona-Bedingungen – beschlossen die Räte, den Auftrag zur Lieferung von zwei Messgeräten und Montage von zwei Messsäulen zur stationären Geschwindigkeitsmessung an  die Firma VidiCon zum Gesamtpreis von 131.138,00 EUR zu vergeben. Das Konkurrenzangebot von Jenoptik/Robot schied aus wirtschaftlichen Gründen aus. Neben dem höheren Angebotspreis von rund 152.670 Euro waren auch andere Faktoren nachteilig. Begonnen wird mit den beiden Messstellen Ittersbach Pfinztalstraße (Richtung Feldrennach) und Mutschelbach, Waldenserstraße (Richtung Langensteinbach). Zum Einsatz kommt eine komplett neue Messtechnik. „Der Ersatz der Anlagen ist schon länger Thema und das Alter der bestehenden Anlagen ist kritisch“, so Bürgermeister Jens Timm zu Beginn der Beratung. Wenn die Anlagen erfolgreich erstellt sind, kann die Verwaltung weitere Messanlagen im Rahmen der zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel im Jahr 2020 ausschreiben. Das  betrifft die Standorte  Auerbach -  Hailerstraße aus Richtung Langensteinbach (beim Gasthaus Hirsch), Spielberg - Enzstraße aus Richtung Langensteinbach (bei der Grundschule) und Langensteinbach - Spielberger Straße aus Richtung Ittersbach (beim Freibad). Für diese Standorte soll neben den Säulen noch ein Messeinschub mit ausgeschrieben werden.  Geplant ist in diesem Jahr auch, neue  Geschwindigkeitsanzeigetafeln ersatzweise zu beschaffen.  Allerdings haben die weiteren Messanlagen und der Messeinschub, die mit den vorhandenen Mitteln finanziert werden sollen, Vorrang. Der Gemeinderat habe, so informierte Hauptamtsleiter Benedikt Kleiner,  schon in einer früheren Sitzung grundsätzlich beschlossen, die vorhandenen stationären Geschwindigkeitsmessanlagen, die zum Teil nicht mehr funktionstüchtig sind, durch neue stationäre Geschwindigkeitsmessanlagen zu ersetzen. Der Ersatz der Messanlagen soll sukzessive erfolgen. Die Ausschreibung erfolgte herstellerneutral und vier Firmen haben Ausschreibungsunterlagen angefordert. Letztlich erhielt die Gemeinde  zwei konkrete Angebote die beide die Anforderungen erfüllen. Die jetzt beauftragte Firma VidiCon hat zugesagt, die Messanlagen in einem Zeitraum von 4 – 6 Wochen ab Auftragserteilung zu erstellen. Zu den Kosten für die Anlagen kommen Tiefbaukosten für die Stromverlegung an der Messstelle Mutschelbach, Waldenserstraße aus Richtung Langensteinbach hinzu. Abgewickelt werden diese auf Basis von Rahmenvertragspreise der Gemeinde. GR Andreas Hartmann (Bündnis 90/Grüne) fragte, ob nicht gleich fünf Anlagen auf einmal ausgeschrieben werden könnten. Möglicherweise könnten sich daraus Einsparungen ergeben. Bürgermeister Jens Timm sagte, dass man nicht mit großen Einsparungen rechne und zudem in diesem Falle nachfinanziert werden müsse. Daher solle zuerst die Hälfte der Anlagen ersetzt werden. GR Joachim Karcher (Freie Wähler) regte an, dass wieder mal Auswertungen der Messungen der Geschwindigkeitsmesstafeln für die Ortsvorsteher  gemacht werden.

Standorte

Die Gemeinde hat derzeit an 10 Standorten insgesamt 20 Messstellen mit 4 Messgeräten in Betrieb (davon 1 digitale Fotografie, 3 analoge Fotografie). Verschiedene Messstellen können nicht mehr genutzt werden, da die Sensoren in den Fahrbahndecken verschlissen sind und somit vom Eichamt nicht mehr abgenommen wurden. Da ohnehin ein flächendeckender Ersatz der Messanlagen beschlossen ist, lohnt sich aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten eine Reparatur der Sensoren nicht. Wenn alles plangemäß läuft, könnten im Jahr 2022 die bisherigen Messstellen komplett umgebaut und auf neue Technik umgestellt sein.

Weitere Informationen finden Sie im Ratsinformationssystem der Gemeinde Karlsbad auf der Webseite www.karlsbad.de wenn Sie die Gemeinderatssitzung 13.5.2020 auswählen.

Das vorgesehene Blitzsäulenmodell in Karlsbad. Foto: Firma Vitronic

Vorgesehener Standort in Karlsbad-Mutschelbach in der Waldenserstraße. Foto: Gemeinde Karlsbad

Vorgesehener Standort in Karlsbad-Ittersbach in der Pfinztalstraße. Foto: Gemeinde Karlsbad

 

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