Karlsbader Mitteilungsblatt

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Redaktionelle Berichte

Brücke Hardthof (Pfinzbrücke) wird instandgesetzt

06.10.2020

Sitzung des Gemeinderates im Juli

Einstimmig beschloss der Gemeinderat, den Auftrag für die Arbeiten zur Instandsetzung der Brücke Hardthof (Pfinzbrücke) in Karlsbad-Ittersbach an den preisgünstigsten Bieter, die Bietergemeinschaft BWS Rhein-Neckar GmbH aus Heidelberg und Johann Joos GmbH & Co.KG aus Hartheim, zu einem Bruttoendpreis von rund 218.500 € zu vergeben. Die überplanmäßigen Kosten in Höhe von ca. 50.000 € werden durch nicht verbrauchte Mittel im Haushalt 2020 (St. Barbara Straße) finanziert. Nach wechselseitigen Sanierungen der Brücke über die Pfinz (Ortsverbindungsstraße Richtung Ottenhausen) durch die Gemeinden Straubenhardt und Karlsbad alle 6 bis 10 Jahre mit einem Holzbelag (zulässig für Nutzfahrzeuge bis 3,5 t) soll die Brücke mit einem massiven Überbau aus Stahlbeton und Asphaltbelag saniert werden. Bei dieser dauerhaften Lösung wird das Tragwerk selbst durch die Abdichtung geschützt, die bituminöse Oberfläche ist ausreichend rutschfest. Die Brücke ist nach der Sanierung zum Befahren für Fahrzeuge bis 12 t zulässig. Gefördert wird die Maßnahme aus dem Förderprogramm „Kommunaler Sanierungsfond für die Sanierung von Brückenbauwerken“ mit einer Summe von 73.500 Euro. Die Brückensanierung ist mit der Gemeinde Straubenhardt abgestimmt, welche den hälftigen Anteil der Schlussrechnung abzüglich Zuschuss übernimmt. Vom beauftragten Ingenieurbüro Kirn erläuterte Herr Baumgärtner die technische Ausführung: Die neue Brücke bekomme einen Aufbau aus Stahl-Trägern. Das Problem sei die Holzkonstruktion, die auf 3,5 Tonnen und 10 km/h beschränkt ist. Durch die feuchte Tallage war eine Sanierung alle 6 bis 10 Jahre erforderlich (2006, 2014 und jetzt wieder). Die angebotene Lösung sei dauerhaft und bei entsprechender Wartung über 50 Jahre haltbar. Die alten Doppel-T-Träger seien bleihaltig und werden ersetzt. Die Umleitung sei über Feldrennach vorgesehen. Die Baumaßnahme soll im Zeitraum von 24. August 2020 bis Ende Oktober ausgeführt werden.

Die Brücke Hardthof (Pfinzbrücke) wird saniert. Foto: Gemeinde Karlsbad

Weitere Beschlüsse und Bekanntgaben

Der  Gemeinderat genehmigte ein Baugesuch für den Neubau einer Lagerhalle mit Büro in Karlsbad-Ittersbach. Geplant ist die Errichtung einer Lagerhalle und eines anschließenden Bürogebäudes.

iPads-Beschaffung

Bürgermeister Jens Timm gab eine Eilentscheidung zur Auftragsvergabe von iPads als Ausleihgeräte für Schüler/innen im Rahmen des DigitalPakt Schule bekannt. Die Beschaffung kann aufgrund des Sonderprogrammes auf Basis eines Verhandlungsverfahrens ohne Ausschreibung erfolgen. Vorab wird nun die Hardware und bereits bekannte Software gemäß Angebot der Firma Bechtle über rund 119.000 Euro erworben. Die Gemeinde erhält Apple iPad Wifi 32 GB als „Firmengeräte“. Es wurden 289 IPads inkl. Zubehör geordert. Sie sind Eigentum der Gemeinde, werden von der Gemeinde konfiguriert und verschiedene Apps aufgespielt. Die Restmittel ergeben sich durch den bestellten Bedarf und die unklare tatsächliche Inanspruchnahme. Da die Geräte i.d.R jährlich ausgegeben werden, verändere sich auch hier ständig die Anzahl, erläuterte Hauptamtsleiter Benedikt Kleiner. Die Ausgabe erfolge durch die Schulen über Listen. Später werde geschaut, ob zusätzlicher Bedarf besteht, dann erst werden die restlichen Mittel verwendet und Zusatzgeräte beschafft, dies aber auf jeden Fall noch 2020. Es gebe eine Nutzungsordnung und die Geräte werden extra versichert. Der Nutzungszeitraum ist auf ein Schuljahr festgelegt, danach gehen sie an die Gemeinde zurück werden gewartet und gepflegt und gehen wieder zum Schuljahresbeginn an die Schulen. Die sofortige Bestellung nach vorherigem Abklären des Bedarfs der Schulen und Einholens von Angeboten sei unumgänglich gewesen um sicherzustellen, dass die Geräte zeitnah zur Verfügung stehen. Die Beschaffung weiterer Hard- und Software erfolge, sobald auch hierfür die Details feststehen. Das Volumen dieser Zubehörteile beläuft sich auf rd. 39.000 EUR, womit sich für die Gesamtausstattung Kosten in Höhe von rd. 158.000 EUR ergeben. Der pro Schüler hochgerechnete Gesamtbetrag an Mitteln durch Land und Bund beträgt für die Gemeinde Karlsbad rd. 198.000 Euro.

Jahresvertrag für Unterhaltungsmaßnahmen im Tief- und Straßenbau

Der Gemeinderat beschloss ferner, den Jahresvertrag für Unterhaltungsmaßnahmen im Tief- und Straßenbau für weitere zwei Jahre (01.10.2020 bis 30.09.2022) zu den aktuellen Konditionen des Vertrages (2018-2020) an die Firma Artur Weiler GmbH & Co. KG, in Karlsruhe-Stupferich zu vergeben. Die Gemeinde Karlsbad vergibt in einem zweijährigen Kommunalvertrag Kleinmaßnahmen zur Aufrechterhaltung ihrer Infrastruktur. Dies beinhaltet Reparaturen und Unterhaltungsmaßnahmen im Straßenbau sowie der Kanalunterhaltung. Gleichzeitig werden über den Kommunalvertrag die Reparatur von Rohrbrüchen und die Verlegung von Hausanschlussleitungen in Trinkwasserversorgung abgedeckt. Ortsbaumeister Ronald Knackfuß sagte, dass Karlsbad einen verlässlichen und konstanten Vertragspartner benötige. Den Jahresvertrag gebe es bereits seit sehr langer Zeit, das Volumen betrage ca. 300.000 €. Die Firma Weiler arbeite auch für andere Kommunen. Es ist festgelegt, dass der Auftragnehmer innerhalb von zwei Stunden an der Baustelle sein muss, daher komme nur ein ortsnaher Bieter in Frage.

Bürgermeister Jens  Timm gab bekannt,  dass in der nicht öffentlichen Sitzung des Bau- Planungs- und Umweltausschusses die Vergabe des Auftrags für die Stützmauer in der St-Barbara-Straße an die Firma BST in Gernsheim für rund 110.200 € erfolgt ist. Die geänderte Ausführung werde jetzt nur auf gemeindeeigenem Grundstück erstellt, die Arbeiten beginnen demnächst.

 

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