Abteilung Auerbach | 15.03.2026
Am Freitag, den 13.03.2026 fand um 19.30 Uhr im Feuerwehrhaus Auerbach die diesjährige Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Karlsbad Abteilung Auerbach statt.
Abteilungskommandant Pascal Bodemer begrüßte zum pünktlichen Beginn Bürgermeister Kornmüller, den Kommandanten Holger Fuhr und Ortsvorsteher Steffen Langendörfer sowie die anwesenden Mitglieder des Gemeinde- und Ortschaftsrates. Aus der Einsatzabteilung waren insgesamt 20 der 31 aktiven Kameraden anwesend.
Pascal Bodemer stellte fest, dass ordnungsgemäß im Mittelungsblatt der Gemeinde Karlsbad eingeladen wurde und bisher keine Anträge zu weiteren Tagesordnungspunkten bei ihm eingegangen sind. Ebenso bestätigte er die Beschlussfähigkeit der Versammlung.
Nach der Totenehrung hielt Abteilungskommandant Pascal Bodemer seinen Jahresrückblick auf das Jahr 2025.
In der Auerbacher Abteilung sind unter anderem die Karlsbader Fachberater Chemie, zwei Fachberater Einsturz des Landkreises Karlsruhe und Unterkreisausbilder, sowie eine Notfallseelsorgerin des Landkreises Karlsruhe vertreten, weiter der Verwalter des Zentrallagers Karlsbad, ein Mitglied ist im Führungsstab des Landratsamtes Karlsruhe gehört der Abteilung an sowie eine Kameradin in der Leitstellen Unterstützungsgruppe und außerdem sind einige Kameraden ausgebildete Sanitätshelfer.
Im Jahr 2025 wurde die Abteilung zu insgesamt 19 Einsätzen gerufen. Die Einsätze gliedern sich in fünf technische Hilfseinsätze, sechs Unterstützungen für das Ordnungsamt, sechs Brandeinsätze und zwei Brandnachschauen auf, hinzukommen noch zusätzlich zehn Einsätze der Fachberater Bau sowie zehn Einsätze im Zuge der Einsatzleitgruppe Karlsbad. Im Vergleich zu 2024 war im Jahr 2025 etwas mehr zu tun.
Im Jahr 2025 wurden insgesamt 21 Übungen und zwei Arbeitseinsätze abgehalten. Zu Einsatzstichworten Wasserentnahme, Innenangriff mit Anleitern, technische Rettung aus Höhen, Verkehrsunfall bis hin zum „Fenster öffnen“ wurde geübt, was die Auerbacher Abteilung ohne weitere Unterstützung aus den anderen Karlsbader Abteilungen in der Einsatztiefe beherrschen kann. Wieder wurde unter steigender Teilnahme ein Übungsabend unter dem Thema „Psychische Nachsorge“ nach Einsätzen durch die Seelsorgerin und Kameradin Regien Coens veranstaltet. Das in Auerbach untergebrachte „Hygienekonzept der FFW Karlsbad“ wurde ebenso geübt, damit es in zukünftigen Einsätzen angewendet werden kann. Zudem wurden vier Ausschusssitzungen durchgeführt.
Die Auerbacher Abteilung ist mit ihren vier Fahrzeugen (unter anderem einen Gabelstapler) gut aufgestellt.
Das Schlachtfest fand 2025 traditionell großen Anklang bei der Bevölkerung und wurde sehr gut besucht.
Der Jahresausflug führte die Kameraden nach München. Auf dem Weg dorthin wurde in Augsburg die Feuerwehrerlebniswelt besucht, abends gab es eine Nachtwächterführung bevor es einen gemütlichen Ausklang des Tages in einem lokalen Brauereikeller gab. Highlight des Ausfluges war am nächsten Tag die VIP-Führung durch die Allianz-Arena des FC Bayern München.
Als Ausblick auf das weitere Jahr 2026 stellte Pascal Bodemer den geplanten Jahresausflug mit Familie, die Teilnahme am Auerbacher Dorffest und die Weihnachtsfeier in Aussicht.
Pascal Bodemer bedankte sich für die gute Zusammenarbeit mit dem Ausschuss. Er lobte ausdrücklich die unkomplizierte Abarbeitung der anliegenden Punkte sowie die schnellen Entscheidungen auf kurzem Dienstweg.
Ein Dank ging an Bürgermeister Björn Kornmüller und den Kommandant Holger Fuhr.
Im Anschluss folgte der Bericht des Leiters der Jugendgruppe. Da der bisherige Jugendwart Christian Dürr aus persönlichen Gründen nicht mehr zur Verfügung steht, hat kommissarisch Abteilungskommandant Pascal Bodemer das Amt inne mit Unterstützung der Jugendleiter. Den Bericht präsentierte Jugendleiterin Julia Beierlein souverän. Sie stellte den Anwesenden die Jugendarbeit vor.
Derzeit gibt es bei dem Flammenhopsern (zwischen 6 und 9 Jahren) elf Kinder, in der Jugendgruppe zwischen 10 und 14 Jahren zehn Kinder.
Der Rückblick auf 2025 begann wie jedes Jahr für die Jugend mit der traditionellen Christbaumsammelaktion.
Beim Schlachtfest wurde wieder Kuchen und Kaffee verkauft.
Zum Maifest wurde mit der Jugendabteilung von Spielberg eine Schauübung abgehalten.
Die Teilnahme am letztjährigen Kreiszeltlager in Ettlingen wird den Jugendlichen und Betreuern bestimmt lange in positiver Erinnerung bleiben.
Ein weiteres Highlight war die gemeinsame Übung mit der Abteilung Weiler der FFW Keltern im heißen Sommer des letzten Jahres. Im Anschluss gab es Gegrilltes und kühle Getränke.
Die Flammenhopser waren gemeinsam im Zoo Karlsruhe und besuchten den damals noch kleinen und goldigen Eisbären Mika.
Die mittlerweile zur Tradition gewordenen Nikolausaktion wurde sehr gut besucht und der Nikolaus verteilte Schokonikoläuse an Jung, ganz jung und auch an alte Besucher.
Natürlich wurde auch wieder viel geübt und auch viel Spaß gehabt!
38 wöchentliche Übungen der Jugendfeuerwehr und 24 zweiwöchige Übungen der Flammenhopser stemmt alljährlich das Jugendteam, das aber auch aus der Aktiven Abteilung unterstützt wird.
Im Ausblick für das Jahr 2026 zählte sie die diesjährige Teilnahme am Dorffest, die Nikolausaktion und die Weihnachtsfeier auf.
Kassier Michael Maier berichtete über den Kassenbestand der Abteilung für das Jahr 2025. Das Ergenbis war im vergangenen Jahr zwar negativ, aber es wurden auch einige langfristige und nachhaltige Investitionen getätigt. Es konnten dennoch gemeinsame Aktivitäten der Aktiven und Jugend tatkräftig unterstützt werden.
Die Kassenprüferin Regine Coens stellte nach Prüfung der Kasse -gemeinsam mit Benjamin Rau- eine ordentliche Kassenführung fest und bat die Anwesenden um Feststellung der Jahresrechnung, welche einstimmig angenommen wurde.
Im Anschluss sprach Bürgermeister Björn Kornmüller seine Grußworte. Er betonte, dass „die Feuerwehr kein Hobby ist, sondern eine Haltung“. Zu unmöglichen Zeiten und Bedingungen fahren die Feuerwehrleute auf Einsätze.
Große Einsätze zeigen die die gute und große Einsatzbereitschaft und technische Ausrüstung der Karlsbader Feuerwehr auf.
Er bedankte sich auch bei den Familien, die diese „Haltung“ mitgehen müssen, denn so manches Fest kann auch mal spontan verlassen werden, wenn der Alarm runtergeht.
Der Brandschutz ist eine Pflichtaufgabe einer jeden Gemeinde und stellt in der derzeitigen finanziellen Lage manche Kommune vor Herausforderungen.
Der größte Invest ist der geplante Neubau des Gerätehauses in Langensteinbach, der einen hohen Millionenbetrag fordert.
Er sieht einen guten Zusammenhalt innerhalb der Auerbacher Abteilung aber auch innerhalb der gesamten Karlsbader Wehr; und nur so geht es.
Der Bürgermeister endete mit Dankesworten an die Aktiven und deren Familien und wünscht immer eine gute und gesunde Rückkehr.
Kommandant Holger Fuhr führte in seinen Dankesworten an, dass die Feuerwehr viel Zeit eines jeden Kameraden und Kameradin in Anspruch nimmt.
Die Karlsbader Feuerwehr ist dank der Gemeindeverwaltung und des Gemeinderates sehr gut aufgestellt, was Material und Ausrüstung angeht, auch ist die personelle Decke im Vergleich zu anderen Wehren sehr gut.
Als Beispiel nannte er den Brand im Auerbacher Allmendweg Ende Februar 2026, der mit „nur“ zwei Abteilungen bewältigt werden konnte. Hier hat Karlsbad noch Luft nach oben, wenn es drauf ankommen sollte!
Er legt großen Wert auf Gemeinsamkeit, die aber unter den Abteilungen auch vorhanden ist.
Weiter führte er auf, dass im Schnitt der landesfeuerwehren nur noch ca. 46% aller Aktiven eine Atemschutzausbildung haben; Karlsbad liegt hier zum Glück darüber, könnte aber dennoch besser sein. Früher waren es über 80%.
Im Jahr 2025 wurden verstärkt Motorsägenkurse angeboten wegen den vermehrten Sturm- und Starkregenereignissen bei denen Bäume über Straßen und Wege liegen und fachgerecht beseitigt werden müssen. Das hat sich ausgezahlt, denn Sturmereignisse mit Bäumen über Straßen und Wegen haben zugenommen.
Als besondere Schulungen für das Jahr 2026 wurden Kombigeräte und das Hygienekonzept genannt. Das neue LF 10, das die Auerbacher Abteilung im März 2028 erhalten soll, ist ein solches Kombigeräte (Schere und Spreitzer) verlastet.
Unter dem Stichwort „Neubeschaffung Fahrzeuge“ nannte er das zeitnah in Dienst zu stellenden MTW für Spielberg, Langensteinbach und Spielberg sollen ein mittleres Löschfahrzeug bekommen und das neue ELW soll im Herbst 2026 in Dienst gestellt werden.
Für nicht-Brandeinsätze beschafft die Gemeinde in diesem Jahr 110 neue leichte Einsatzbekleidungen, im nächsten Jahr sollen die verbliebenen Karlsbader Kameraden ausgestattet werden.
Der digitale Einsatzstellenfunk wird im Laufe des Jahres komplett in Karlsbad ausgerollt sein.
Ebenso werden die neuen Atemschutzgeräte, die mit Überdruck arbeiten, im Jahr 2026 in Karlsbad neu beschafft.
Generell ist die Feuerwehr Karlsbad mit der Ausstattung zufrieden.
Zum Schluss seiner Worte dankte er dem Bürgermeister, dem Gemeinderat, der Abteilung, dem Ausschuss, den Mitgliedern der Arbeitskreise sowie den Jugendbetreuern für deren Engagement und der 24/7 – Verfügbarkeit im Einsatzfall!
Danach sprach der neue Ortsvorsteher Steffen Langendörfer zu den Anwesenden. Er dankte den Kameraden und Kameradinnen für die ehrenamtliche und unermüdliche Tätigkeit, die heutzutage nicht mehr selbstverständlich ist.
Eine schnelle Einsatzbereitschaft verhindert oft Schlimmeres.
Im Anschluss hätte noch eine Beförderung stattgefunden. Finn Wenz wurde zum Feuerwehrmann befördert, zur Hauptfeuerwehrfrau wurde Jennifer Bodemer, zum Hauptfeuerwehrmann wurde Manuel Hörmann und Thomas Rech befördert. Jennifer Bodemer erhielt zudem noch das silberne Ehrenzeichen für 25 Jahre Feuerwehrdienst, Kamerad Falk Fitzner erhielt für 40 Jahre Feuerwehrdienst das Ehrenabzeichen in Gold.
Neben der Einsatzabteilung gratulierte Gesamtkommandant Holger Fuhr und Bürgermeister Björn Kornmüller den beförderten und geehrten.
Pascal Bodemer schloss um 20.45 Uhr die Versammlung, im Anschluss gab es noch etwas zu essen für die Anwesenden.


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